
Rechtsstreit zwischen Ryanair und italienischer Luftfahrtbehörde eskaliert
Ein heftiger Streit zwischen der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair und der italienischen Zivilluftfahrtbehörde ENAC ist in einen handfesten Rechtsstreit gemündet. Wie die italienische Tageszeitung Corriere della Sera berichtete, hat Ryanair unter der Führung ihres streitbaren Geschäftsführers Michael O’Leary eine Verleumdungsklage in Höhe von einer Million Euro gegen die von Pierluigi Di Palma geleitete ENAC eingereicht. Zuvor hatte bereits die ENAC selbst Klage gegen O’Leary und Ryanair wegen angeblicher Verleumdung eingereicht und einen Schadenersatz von 160.000 Euro gefordert. Die juristische Auseinandersetzung ist die Eskalation eines Konflikts, der seinen Ursprung in den stark gestiegenen Flugticketpreisen in Italien im Sommer 2023 hat. Der Disput entzündete sich, als bekannt wurde, dass die Flugpreise in Italien während der Hauptreisezeit des Sommers 2023 um nahezu 50 Prozent in die Höhe geschnellt waren, obwohl die Treibstoffkosten im gleichen Zeitraum um etwa 45 Prozent gesunken waren. Diese Preisentwicklung rief die italienische Preisaufsichtsbehörde auf den Plan, die daraufhin die grossen Fluggesellschaften zu einer Stellungnahme aufforderte. Im August 2023 reagierte die italienische Regierung schliesslich mit einem Dekret, das Preisobergrenzen für Flugstrecken von und nach den Inseln Sizilien und Sardinien festlegte. Ryanair-Chef Michael O’Leary reagierte äusserst verärgert auf diesen staatlichen Eingriff in die Preisgestaltung. Er bezeichnete das Dekret öffentlich als „Unsinn“ und die Verantwortlichen der ENAC als „Clowns“. Zudem argumentierte er, dass die Preisbegrenzung gegen geltendes EU-Recht verstosse und letztlich nicht durchsetzbar sei. O’Leary betonte damals, dass europäische Regeln vorschrieben, dass die Preise durch den Markt bestimmt würden und staatliche Interventionen unzulässig seien. Nachdem eine aussergerichtliche Einigung scheiterte, reichten die ENAC und








