2025

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2025

Anstieg der Luftverkehrsunfälle im Jahr 2024 – IATA berichtet über steigende Unfallrate

Die Zahl der Unfälle im Luftverkehr ist im Jahr 2024 leicht gestiegen, wie der Internationale Verband der Fluggesellschaften (IATA) mitteilte. Auf insgesamt 880.000 Flüge kam es zu einem Unfall, was einer Rate von 1,13 Unfällen pro eine Million Flüge entspricht. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 lag diese Rate bei 1,09. Insgesamt wurden 46 Unfälle weltweit verzeichnet, bei denen 244 Menschen ums Leben kamen. Zum Vorjahr (42 Unfälle mit 72 Todesopfern) zeigt sich eine deutliche Zunahme der Zahl der Todesopfer. Die IATA hebt jedoch hervor, dass die Unfallhäufigkeit im Luftverkehr weiterhin sehr gering ist. Bei 40,6 Millionen Flügen gab es 2024 insgesamt 46 Unfälle. Obwohl die Zahlen gestiegen sind, betont der IATA-Chef Willie Walsh, dass Unfälle in der Luftfahrt nach wie vor äußerst selten sind. Der Fünfjahresdurchschnitt für die Jahre 2020 bis 2024 liegt bei einem Unfall pro 810.000 Flüge, während dieser Wert im Zeitraum von 2011 bis 2015 bei einem Unfall pro 456.000 Flüge lag. Regionale Unterschiede sind ebenfalls auffällig: Während in der Region der Nachfolgestaaten der Sowjetunion keine Unfälle gemeldet wurden, war die Unfallrate in Afrika mit 10,59 besonders hoch. Europa lag mit einer Unfallrate von 1,02 auf eine Million Flüge im Mittelfeld. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hatte Anfang des Jahres eine andere Zahl für die Todesopfer im Luftverkehr genannt und wies darauf hin, dass weltweit 334 Menschen bei Luftverkehrsunfällen ums Leben kamen. Diese Zahl berücksichtigt auch Opfer am Boden und Abschüsse über Konfliktgebieten, was die IATA nicht in ihrer Statistik erfasst.

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Austro Control lädt zum Recruiting-Day für Fluglotsen ein

Austro Control, die österreichische Flugsicherung, veranstaltet am Samstag, dem 1. März 2025, einen Recruiting-Day für angehende Fluglotsen. Interessierte haben die Möglichkeit, sich im Besucherzentrum von Austro Control in Wien über die vielfältigen Aufgaben, das Auswahlverfahren und die Ausbildung zu informieren. Ein besonderes Highlight sind die Führungen durch den 360° Tower-Simulator, der einen Einblick in die realistische Ausbildung ermöglicht. Fluglotsen tragen eine hohe Verantwortung für die Sicherheit im Luftverkehr. Sie koordinieren Starts und Landungen, überwachen den Luftraum und sorgen für die Einhaltung der Sicherheitsabstände zwischen den Flugzeugen. Der Beruf ist abwechslungsreich und bietet ein attraktives Gehalt mit bezahlter Ausbildung. Austro Control sucht junge Menschen mit Matura, Teamfähigkeit, räumlichem Vorstellungsvermögen und Stressresistenz. Der Recruiting-Day bietet die Gelegenheit, einen Einblick in den Arbeitsplatz eines Fluglotsen zu erhalten, einen virtuellen Rundgang durch die Flugsicherungsbereiche zu machen und detaillierte Informationen über das Auswahlverfahren und die Ausbildung zu erhalten. Fluglotsen und Ausbilder stehen für Fragen und Antworten zur Verfügung. Bewerbungen sind jederzeit über die Webseite von Austro Control möglich.

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Midway: Boeing 737-800 entgeht knapp einem Zusammenstoß mit Challenger 350

Am Chicago Midway International Airport kam es zu einem dramatischen Vorfall, der eine potenziell katastrophale Kollision zwischen einer Boeing 737-800 von Southwest Airlines und einer Bombardier Challenger 350 des Betreibers FlexJet verhinderte. Der Vorfall, der in der Luftfahrtbranche für Aufsehen sorgt, wurde von den Piloten der Boeing durch einen sogenannten „Go-Around“ – also einem Durchstarten – in letzter Sekunde abgewendet. Der Vorfall wird nun von der US-Flugunfallstelle National Transportation Safety Board (NTSB) und der Federal Aviation Administration (FAA) untersucht. Am Nachmittag des betreffenden Tages befand sich die Southwest Airlines Boeing 737-800 mit der Flugnummer 2504 auf dem Weg zur Landung auf der Piste 31C des Flughafens Chicago Midway. Gleichzeitig war die Challenger 350 von FlexJet unterwegs auf der Rollbahn in Richtung einer anderen Startbahn. Doch plötzlich geschah das Unvorstellbare: Die Bombardier Challenger 350 rollte auf die Landebahn 31C, während die Boeing 737-800 in den Landeanflug ging. Die Piloten der Boeing erkannten die drohende Gefahr und führten einen Durchstart manuell durch, um einen möglichen Zusammenstoß zu verhindern. Das Manöver gelang, und die Maschine der Southwest Airlines konnte in Sicherheit durchstarten. Ein Mitschnitt des Funkverkehrs zwischen dem Tower und den beteiligten Flugzeugen gibt aufschlussreiche Hinweise darauf, was zu dem Vorfall geführt haben könnte. Dabei war es offenbar zu Missverständnissen bei der Kommunikation zwischen den Piloten der Challenger 350 und der Flugsicherung gekommen. Ursprünglich war der FlexJet-Jet mit der Anweisung versehen worden, vor der Landebahn 31C zu halten. Doch die Piloten scheinen diese Anweisung nicht korrekt erfasst zu haben, was dazu führte, dass

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Lufthansa und ITA Airways starten Codeshare-Partnerschaft

Die Lufthansa Group und ITA Airways haben eine weitreichende Codeshare-Vereinbarung getroffen, die Reisenden eine nahtlose Kombination der Streckennetze beider Fluggesellschaften ermöglicht. Ab dem Sommerflugplan 2025 werden über 100 neue Codeshare-Verbindungen buchbar sein, wodurch Passagiere mit nur einem Ticket bequem zwischen den Flügen von ITA Airways und den Netzwerkairlines der Lufthansa Group – darunter Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti – umsteigen können. Gepäck wird dabei direkt bis zum Zielflughafen durchgecheckt, und Vielfliegerprogramme wie Miles & More und Volare bleiben weiterhin nutzbar. Die Kooperation umfasst sowohl inneritalienische Anschlussflüge ab Rom-Fiumicino als auch internationale Verbindungen nach Malta, Athen, Sofia und Tirana. Erstmals werden Lufthansa-Kunden die Möglichkeit haben, Ziele wie Alghero, Pantelleria und Reggio di Calabria zu erreichen. Umgekehrt können ITA Airways-Passagiere künftig Flüge der Lufthansa Group für Anschlussverbindungen in Nord-, Zentral- und Osteuropa nutzen. Mit dem Ausbau der Zusammenarbeit rückt ITA Airways weiter in das Netzwerk der Lufthansa Group, deren Übernahme der italienischen Airline noch in der Genehmigungsphase der europäischen Wettbewerbshüter ist. Die Codeshare-Vereinbarung stellt einen wichtigen Schritt in der engeren Verzahnung beider Airlines dar und soll mittelfristig den Zugang zu insgesamt 250 Zielen innerhalb des Lufthansa-Netzwerks für ITA-Passagiere ermöglichen.

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„Wassersport total“ auf der Austrian BoatShow 2025 in Tulln

Die Austrian BoatShow in Tulln steht im Jahr 2025 unter dem Motto „Wassersport total“ und lockt Wassersportfans aus Österreich und der CEE-Region an. Rund 320 Aussteller präsentieren ein breites Spektrum an Angeboten, darunter Motorboote, Segelboote, Luxusyachten, Elektroboote, Kanus, Kajaks, Fun- und Tauchsportartikel sowie Zubehör. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Tourismus und Charterangeboten, die in Halle 4 zu finden sind. In Halle 4 präsentieren sich zahlreiche Charterunternehmen mit Informationen zu den schönsten Revieren, ob mit dem Hausboot, Segelboot, Katamaran oder Motorboot. Neben Kroatien mit seinen Marinas und Inseln sind auch Italien, Griechenland und andere Destinationen vertreten. Mehr als 40 Yachtcharterfirmen, darunter Pitter Yachtcharter, Mare Yachting und Ionian Charter, bieten Kojencharter und Bareboat-Optionen an. Auch Versicherungsunternehmen wie Yacht-Pool, Donau Versicherung und Pantaenius informieren über passende Angebote für einen sicheren Urlaub. Die Austrian BoatShow bietet nicht nur eine große Auswahl an Chartermöglichkeiten, sondern auch Informationen zu Marinas wie MarinaUp Izola, Marina Koper und Marina Kastela. Diese präsentieren ihre Angebote und Serviceleistungen für Bootsbesitzer. Die Messe ist somit ein idealer Ort, um sich über alle Aspekte des Wassersports zu informieren und den nächsten Urlaub zu planen.

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EU verschärft Sanktionen gegen Fluggesellschaften, die Russland bei der Umgehung von Sanktionen unterstützen

Die Europäische Union hat im Zuge des russischen Übergriffs auf die Ukraine ihr 16. Sanktionspaket verabschiedet, das vor allem den Luftverkehrssektor betrifft. Mit neuen Maßnahmen wird gezielt gegen Fluggesellschaften vorgegangen, die Russland bei der Umgehung der westlichen Sanktionen unterstützen, indem sie beispielsweise Luftfahrtgüter an Russland liefern oder russische Inlandslinien bedienen. Diese Sanktionen stellen eine weitere Eskalation der bereits bestehenden Handels- und Wirtschaftsblockaden dar, die darauf abzielen, die russische Kriegsführung finanziell zu schwächen und den Druck auf das Land zu erhöhen. Eine der zentralen Bestimmungen des neuen Sanktionspakets betrifft Fluggesellschaften aus Drittstaaten, die von der EU auferlegte Sanktionen umgehen, indem sie Luftfahrtgüter nach Russland transportieren oder gar russische Inlandslinien bedienen. Fluggesellschaften, die sich an solchen Aktivitäten beteiligen, riskieren künftig ihre Betriebslizenz in der EU. Diese Maßnahme trifft insbesondere jene Unternehmen, die es durch geschickte Umgehungsstrategien ermöglichen, dass Russland weiterhin Zugang zu westlichen Luftfahrtressourcen erhält, die aufgrund der Sanktionen schwer zugänglich sind. Flugzeugersatzteile beispielsweise sind aufgrund von Exportverboten aus der EU, Großbritannien und den USA mittlerweile schwer in Russland zu beschaffen. Der Westen hat diese Sanktionen eingeführt, um die russische Luftfahrtindustrie zu schwächen, indem die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Technologie stark eingeschränkt wurde. Die Auswirkungen dieser Sanktionen sind in der russischen Luftfahrtindustrie deutlich spürbar, da viele Flugzeuge aufgrund fehlender Ersatzteile nicht mehr betriebsfähig sind. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, hat Russland versucht, Fluggesellschaften aus Drittstaaten zu gewinnen, die bereit sind, diese Lücke zu füllen und nach Russland zu fliegen. Die EU reagiert nun scharf auf solche Aktivitäten, um den Druck auf Russland weiter

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Eisstockschießen und ganzjährige Pläne im Feuerdorf am Donaukanal

Der Wiener Gastronomie Club (GWC) startete mit seinem traditionellen Eisstockschießen im Feuerdorf am Donaukanal in das Jahr 2025. Zahlreiche prominente Gäste aus Gastronomie, Wirtschaft und Unterhaltung nahmen an dem Event teil. Neben dem sportlichen Wettkampf bot der Abend ein abwechslungsreiches Programm mit Gösser Bieranstich, einem Schlumberger Sabrier-Wettbewerb, einer Mini-Tombola und Tischzauberei. Der GWC-Obmann Thomas Peschta betonte die Bedeutung des Eisstockschießens als Gelegenheit für Gastronomen, sich zu vernetzen und auszutauschen. Das Feuerdorf am Donaukanal wird künftig ganzjährig geöffnet sein. Die Geschäftsführer Patrick Nebois und Hannes Strobl kündigten an, dass das Feuerdorf nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer ein beliebter Treffpunkt sein wird. Ein Gastgarten mit Urlaubsfeeling direkt am Wasser ist in Planung. Das Feuerdorf im Prater bleibt ebenfalls ganzjährig geöffnet, konzentriert sich aber künftig stärker auf private Feiern und Firmenevents. Beide Standorte bieten Grillhütten für Veranstaltungen jeder Größe. Buchungen sind auf der Webseite des Feuerdorfs möglich.

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FACC AG verzeichnet Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2024

Die FACC AG hat im Geschäftsjahr 2024 mit 884,5 Millionen Euro den höchsten Konzernumsatz seit ihrer Gründung erzielt, was einer Steigerung von 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum ist maßgeblich auf die anhaltend hohe Nachfrage in der internationalen Luftfahrtindustrie zurückzuführen. Trotz gestiegener Standortkosten, insbesondere bei Personal und Energie, erreichte das Unternehmen ein Betriebsergebnis (EBIT) von 28,3 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl wuchs konzernweit um 394 auf insgesamt 3.850 Beschäftigte. Bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 konnte FACC den Umsatz um 25,1 % auf 642,6 Millionen Euro steigern, während das EBIT im selben Zeitraum 21,8 Millionen Euro betrug. Diese positive Entwicklung wurde jedoch durch erhöhte Standortkosten in Europa und Einmalkosten bei neuen Projekten belastet. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, implementiert FACC seit dem vierten Quartal 2024 ein Kostensenkungsprogramm, das ab 2025 zu einer nachhaltigen Steigerung der Ertragskraft führen soll. Zudem wurde ein Projekt zur Reduktion gestiegener Bestände initiiert, das im kommenden Jahr den operativen Cashflow verbessern wird. Im September 2024 eröffnete FACC die neue FACC Academy nach 18-monatiger Planungs- und Umsetzungsphase. Dieses Ausbildungszentrum zielt darauf ab, neue und internationale Mitarbeiter auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens vorzubereiten. Das Schulungsangebot reicht von Sprachkursen bis zu produktspezifischen Trainings und dient sowohl der Erstqualifizierung neuer als auch der Weiterqualifizierung bestehender Mitarbeiter. Mit dieser Initiative begegnet FACC aktiv dem Fachkräftemangel und unterstützt das Unternehmenswachstum. Für das Geschäftsjahr 2025 plant das Management eine Fortsetzung des Wachstumskurses mit einer prognostizierten Umsatzsteigerung von 5 bis 15 %. Erwartet wird zudem eine Verbesserung des operativen

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Lufthansa gegen die EU-Kommission: Streit um Condors Zugang zum Feeder-Verkehr

Die Lufthansa Group steht erneut im Zentrum eines rechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Streits, nachdem die Europäische Kommission im Januar 2025 eine vorläufige Entscheidung getroffen hat, die die Rückgewährung des Zugangs für Condor zum Feeder-Verkehr am Frankfurter Flughafen fordert. Dies würde dem leisure-orientierten Anbieter ermöglichen, wieder auf eine zentrale Verknüpfung der Lufthansa-Verbindungen zuzugreifen – ein Schritt, den die Lufthansa Group als rechtlich unbegründet und überraschend zurückweist. Der Konflikt zwischen der Lufthansa und der Europäischen Kommission rührt von einer langjährigen vertraglichen Vereinbarung, dem sogenannten Special Prorate Agreement (SPA), her. Dieses Abkommen ermöglichte es Condor, als ehemaliges Tochterunternehmen der Lufthansa, auf die Feeder-Flüge des Konzerns zuzugreifen, die eine essentielle Verbindung zwischen Frankfurt und internationalen Langstreckenflügen darstellten. Im Dezember 2024 kündigte Lufthansa das SPA mit Condor jedoch auf, gestützt auf ein Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs (BGH). Die Entscheidung des BGH bestätigte eine vorherige Feststellung des Düsseldorfer Oberlandesgerichts, das zugunsten von Lufthansa entschieden hatte und darauf hinwies, dass die Wettbewerbsbehörden das Verfahren nicht immer unparteiisch geführt hätten. Lufthansa verteidigte die Entscheidung, das SPA zu beenden, mit dem Argument, dass der Markt genügend Alternativen biete. In einer Erklärung erläuterte die Airline, dass Condor mittlerweile eigene Verbindungen, etwa nach Rom, Mailand und Prag, sowie Verbindungen innerhalb Deutschlands, beispielsweise nach Berlin und Hamburg, anbiete. Diese Strecken seien als direkte Alternativen zu den Lufthansa-Verbindungen zu betrachten, was Condors Behauptung, es gebe keine wettbewerbsfähigen Alternativen zum Feeder-Verkehr, infrage stelle. Die Position der Europäischen Kommission Die Europäische Kommission hingegen, die für die Aufsicht über den Wettbewerb in der EU zuständig ist, sieht

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Streiks in Deutschland: Diese Rechte haben Passagiere

Nach Warnstreiks an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn wird nun auch der Flughafen München von einem zweitägigen Arbeitskampf betroffen sein. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und die Bodenverkehrsdienste aufgerufen, von Donnerstag bis Freitag die Arbeit niederzulegen. Hintergrund ist der anhaltende Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst. Nach Angaben des Flughafens sind voraussichtlich rund 1.600 Flüge betroffen. Fluggäste müssen mit erheblichen Verzögerungen, Flugstreichungen und langen Wartezeiten rechnen. Da es sich um einen Streik des Flughafenpersonals handelt und dieser außerhalb der Kontrolle der Airlines liegt, besteht nach der europäischen Fluggastrechteverordnung grundsätzlich kein Anspruch auf Entschädigungszahlungen von bis zu 600 Euro pro Person. Dennoch sind Airlines verpflichtet, Passagiere schnellstmöglich auf alternative Verbindungen umzubuchen. Sollte dies nicht geschehen, können Fluggäste in bestimmten Fällen Erstattungsansprüche geltend machen. Das EuGH-Urteil von 2020 (Rechtssache C-74/19) verpflichtet Fluggesellschaften, Reisende auf die schnellste verfügbare Route umzubuchen – auch über andere Airlines oder indirekte Verbindungen. Betroffene Passagiere haben zudem Anspruch auf Ersatzleistungen. Bei Verspätungen von mehr als fünf Stunden oder bei Ausfällen müssen Fluggesellschaften den Ticketpreis erstatten oder eine alternative Beförderung anbieten. Inlandsflüge können auf Bahntickets umgebucht werden. Darüber hinaus sind Airlines verpflichtet, Versorgungsleistungen wie Mahlzeiten, Getränke sowie bei Bedarf Hotelunterkünfte bereitzustellen. Fluggästen wird geraten, alle Quittungen aufzubewahren, um mögliche Kosten für alternative Transportmittel oder Verpflegung bei den Airlines geltend zu machen.

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