Februar 16, 2026

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Februar 16, 2026

Strategische Pattsituation bei United Airlines: Rechtsstreit mit Rolls-Royce belastet Airbus A350-Order

Die langfristige Flottenplanung von United Airlines steht vor einer massiven Zerreißprobe. Seit beinahe zwei Jahrzehnten ringt die US-amerikanische Fluggesellschaft mit der Einführung des Airbus A350, der ursprünglich als Nachfolger für alternde Langstreckenmuster vorgesehen war. Was als Hoffnungsträger für die Modernisierung der interkontinentalen Kapazitäten begann, hat sich nun zu einer juristischen Auseinandersetzung zwischen der Airline und dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce entwickelt. In einer aktuellen Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht informierte United Airlines ihre Aktionäre darüber, dass man Rolls-Royce wegen Vertragsbruchs belangt, nachdem Forderungen nach Rückzahlung von Anzahlungen in Millionenhöhe nicht nachgekommen wurde. Gleichzeitig hat der Triebwerksproduzent den bestehenden Vertrag gekündigt und eigene Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft erhoben. Diese Eskalation führt dazu, dass der Airbus A350 vorerst vollständig aus dem Zulaufplan von United gestrichen wurde, was weitreichende Konsequenzen für die Kapazitätsplanung und die Wettbewerbsfähigkeit des Lufthansa-Partners auf den globalen Fernstrecken nach sich zieht. Eine Historie der Unsicherheit und Auftragsänderungen Die Geschichte der A350-Bestellung bei United Airlines ist von einer außergewöhnlichen Volatilität geprägt. Bereits im Jahr 2009 platzierte der Branchenriese einen Auftrag über 25 Maschinen des Typs A350-900. Zu diesem Zeitpunkt war das Flugzeug als idealer Ersatz für die damals noch zahlreich betriebenen Boeing 747-400 vorgesehen. Doch nur vier Jahre später, im Jahr 2013, entschied sich das Management für eine Anpassung der Strategie und wandelte die Bestellung in 35 Exemplare der größeren Variante A350-1000 um. Diese Entscheidung spiegelte den damaligen Trend zu immer größeren Langstreckenflugzeugen wider, um die Effizienz pro Sitzplatzmeile zu optimieren. Im Jahr 2017 folgte jedoch eine erneute Kehrtwende. United stockte die

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Lufthansa Airbus A380 „Berlin“ wird als Sammleredition für Luftfahrtfans verwertet

Die deutsche Manufaktur Aviationtag hat eine neue, offiziell lizenzierte Sonderedition in Kooperation mit der Lufthansa vorgestellt. Im Zentrum dieser Veröffentlichung steht Material der ehemaligen Airbus A380-Maschine mit der Registrierung D-AIMI. Das Flugzeug, das den Taufnamen „Berlin“ trug, wurde aus der Flotte der nationalen Fluggesellschaft ausgegliedert und dient nun als Rohstoffquelle für hochwertige Sammlerstücke. Damit wird ein Kapitel der Lufthansa-Flottengeschichte abgeschlossen, das durch die Stilllegung zahlreicher Großraumflugzeuge während der globalen Luftfahrtkrise geprägt war. Die Geschichte der D-AIMI, die unter der Seriennummer MSN 72 geführt wurde, ist eng mit der deutschen Hauptstadt verknüpft. Am 22. Mai 2012 taufte der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit das Flugzeug am Flughafen Berlin-Tegel feierlich mit Spree-Wasser. Nach einer aktiven Dienstzeit von etwa acht Jahren wurde die Maschine im Oktober 2020 im Zuge der Pandemie-Maßnahmen außer Dienst gestellt. Ihr letzter Flug führte sie am 22. Februar 2021 auf den Flugzeugfriedhof Teruel in Spanien. Im Gegensatz zu einigen Schwestermaschinen, die von der Lufthansa reaktiviert wurden, verblieb die „Berlin“ in der Verwertung. Die nun erhältlichen Anhänger werden direkt aus der Original-Außenhaut des Airbus A380 geschnitten. Laut Aviationtag-Vorstand Tobias Richter steht bei dieser Edition der Erhalt eines emotionalen Symbols der Langstreckenfliegerei im Vordergrund. Durch die handwerkliche Aufbereitung bleibt die ursprüngliche Lackierung erhalten, was jedes Stück zu einem Unikat mit individuellen Gebrauchsspuren aus dem Flugbetrieb macht. Branchenexperten werten solche Upcycling-Projekte als festen Bestandteil des Luftfahrt-Merchandisings, da die Nachfrage nach authentischen Flugzeugteilen unter Enthusiasten weltweit stabil hoch bleibt. Der Airbus A380 galt lange Zeit als das Flaggschiff der Lufthansa, doch die hohen

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Beond plant neue Basis im Königreich Bahrain

Die auf das Premiumsegment spezialisierte Fluggesellschaft Beond hat einen bedeutenden strategischen Schritt zur Erweiterung ihrer Präsenz im Nahen Osten angekündigt. Am 15. Februar 2026 unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit der bahrainischen Luftfahrtbehörde Civil Aviation Affairs, um die Erteilung eines eigenen Luftverkehrsbetreiberzeugnisses im Königreich zu prüfen. Das Vorhaben sieht vor, bis zum Jahr 2030 bis zu zehn Flugzeuge am internationalen Flughafen von Bahrain zu stationieren. Ziel dieser Expansion ist es, die zahlungskräftige Klientel aus den Bereichen Luxustourismus und Geschäftsreisen direkter anzusprechen und Bahrain als zentralen Knotenpunkt in der globalen Luftfahrtstrategie der Airline zu etablieren. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für das Land werden als massiv eingestuft: Schätzungen gehen von der Schaffung von über 1.200 direkten hochqualifizierten Arbeitsplätzen und einem Beitrag von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar zum Bruttoinlandsprodukt aus. Damit reiht sich das Projekt nahtlos in die nationale Wirtschaftsstrategie Bahrain Economic Vision 2030 ein, die eine Diversifizierung der Wirtschaft und eine Stärkung des Luftfahrtsektors vorsieht. Wirtschaftliche Impulse und Arbeitsmarkteffekte am Golf Die geplante Ansiedlung von Beond in Bahrain wird von Experten als ein starkes Signal für den Standort gewertet. Neben den 1.200 direkten Stellen für Piloten, Kabinenpersonal, Ingenieure und Bodenmitarbeiter wird erwartet, dass indirekt weitere 6.000 Arbeitsplätze in der Zuliefererkette, im Tourismussektor und in verwandten Dienstleistungsbereichen gesichert oder neu geschaffen werden. Das Unternehmen hat angekündigt, massiv in die Ausbildung des lokalen Personals zu investieren und eine eigene technische Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Dies umfasst spezialisierte Trainingsprogramme für technisches Fachpersonal und Flugbesatzungen, was das Know-how innerhalb der bahrainischen Luftfahrtindustrie nachhaltig steigern soll. Der

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Ende des Pilotenstreiks bei der Lufthansa: Gewerkschaft zieht positive Bilanz

Nach dem Ende des jüngsten Arbeitskampfes bei der Deutschen Lufthansa am 12. Februar 2026 hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine erste Bilanz gezogen. Laut Angaben der Arbeitnehmervertretung verlief der Streik, der sich auf alle von deutschen Flughäfen startenden Verbindungen konzentrierte, äußerst wirkungsvoll. Schätzungen der Gewerkschaft zufolge blieben rund 93 Prozent der geplanten Flüge am Boden, was zu massiven Beeinträchtigungen im nationalen und internationalen Flugplan führte. VC-Präsident Andreas Pinheiro betonte die Geschlossenheit der Mitglieder und sah in der hohen Beteiligung ein deutliches Signal an den Vorstand des Luftfahrtkonzerns. Im Zentrum des Konflikts steht die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Die Gewerkschaft wies nach Streikende Vorwürfe der Unternehmensleitung zurück, wonach der Arbeitskampf politische Ziele verfolgt habe oder Forderungen jenseits der Altersvorsorge gestellt worden seien. Besonders scharf kritisierte die VC die vom Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann öffentlich genannten Zahlen zu den Ruhestandsbezügen. Während das Management von monatlichen Bezügen in Höhe von 8.400 Euro sprach, bezifferte die Gewerkschaft die Realität für die Mehrheit der Kapitäne und Ersten Offiziere auf Beträge zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Spitzenbeträge seien lediglich einer sehr kleinen Gruppe vorbehalten und für jüngere Jahrgänge aufgrund geänderter Tarifstrukturen faktisch unerreichbar. Die Verhandlungen zwischen den Tarifparteien gestalten sich bereits seit Monaten schwierig. Laut VC-Vorstand Frank Blanken blieben insgesamt sieben Verhandlungsrunden ohne nennenswertes Ergebnis, da die Arbeitgeberseite kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe. Ein im Januar unterbreiteter Vorschlag der Tarifkommission für eine temporäre Lösung sei vom Management ignoriert worden. Zusätzliche Branchenquellen weisen darauf hin, dass der wirtschaftliche Schaden des Ausstands in die Millionen geht, da neben

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Schienenersatzverkehr: CAT stellt ab September 2026 auf Busse um

Der City Airport Train (CAT) wird aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten an der Wiener S-Bahn-Stammstrecke vorübergehend auf einen Busbetrieb umgestellt. Von September 2026 bis Ende Oktober 2027 ist der Schienenabschnitt zwischen Wien Mitte und Wien Rennweg für den gesamten Zugverkehr gesperrt. Um die Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und dem Flughafen Wien-Schwechat aufrechtzuerhalten, setzt der Betreiber in Kooperation mit der Blaguss Reisen GmbH auf eine Flotte von Premium-Reisebussen des Typs Setra. Diese Fahrzeuge verfügen über 55 Sitzplätze, Klimatisierung und Bord-Infotainment, um den gewohnten Komfortstandard der Flughafenzüge zu ersetzen. Trotz des Wechsels vom Gleis auf die Straße wird die Taktfrequenz während der 14-monatigen Sperre erhöht. In den Hauptverkehrszeiten zwischen 07:00 und 19:00 Uhr verkehren die Busse fünfmal pro Stunde, was einem 12-Minuten-Intervall entspricht. In den Randzeiten wird ein 15-Minuten-Takt angeboten. Die Fahrzeit soll durch die Nutzung effizienter Routen weiterhin konkurrenzfähig bleiben. Allerdings führt die Sperre zu funktionalen Einschränkungen am Terminal in Wien Mitte: Der beliebte City Check-In, bei dem Reisende ihr Gepäck bereits im Stadtzentrum aufgeben können, muss aus logistischen Gründen für die gesamte Dauer der Bauarbeiten eingestellt werden. Hintergrund der Maßnahmen sind notwendige Modernisierungsarbeiten der ÖBB an der Stammstrecke, die als wichtigste Nahverkehrsader Wiens gilt. Die Renovierung umfasst Gleisneulagen, die Instandsetzung von Viadukten und Tunnelbauwerken sowie die Erneuerung der Signaltechnik. Da der CAT die Gleise der Schnellbahn mitbenutzt, ist er von diesen Bauarbeiten unmittelbar betroffen. Um die Attraktivität des Ersatzverkehrs zu steigern, gelten weiterhin ermäßigte Tarife für Inhaber von Zeitkarten wie der Wiener Linien Jahreskarte oder Vorteilskarten. Kinder unter 15 Jahren werden zudem

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Brussels Airlines stellt neues Flugzeug im Tim-und-Struppi-Design vor

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat ihre Flotte um ein weiteres markantes Mitglied erweitert. Am 13. Februar 2026 absolvierte ein Airbus A320 mit der Registrierung OO-SNJ seinen Erstflug von Brüssel nach Mailand-Linate. Das Flugzeug ist Teil der sogenannten „Belgian Icons“-Serie, mit der die Fluglinie bedeutende Kulturgüter des Landes würdigt. Das aktuelle Design ist eine Hommage an den Comic-Zeichner Hergé und seine weltberühmten Charaktere Tim und Struppi, wobei das Motiv die Abenteuer der Protagonisten im Weltraum und auf dem Mond thematisiert. Die Gestaltung des Rumpfes wurde in Zusammenarbeit mit Tintin imaginatio entwickelt und zeigt großflächige Motive der Hauptfiguren in Schwerelosigkeit auf einem dunklen Hintergrund, der einen Farbverlauf von Mitternachtsblau zu Schwarz aufweist. Dabei sind die beiden Seiten des Flugzeugs unterschiedlich gestaltet: Während auf einer Seite Tim und der Mond dominieren, sind auf der gegenüberliegenden Seite Kapitän Haddock und Struppi zu sehen. Die technische Umsetzung der Sonderlackierung erfolgte durch den spezialisierten Dienstleister Airbourne Colors. Dieses neue Flugzeug ist bereits das zweite der Fluggesellschaft, das Tim und Struppi gewidmet ist, und soll als Vorbote für das im Jahr 2029 anstehende 100. Jubiläum der Comic-Reihe dienen. Auch im Innenraum der Maschine setzt sich das thematische Konzept fort. Die Kabine wurde mit zahlreichen Details aus dem Hergé-Universum ausgestattet. So zeigen die Gepäckfächer eine Abfolge von Bildern, die einem Comic-Strip nachempfunden sind und den Flug der Mondrakete sowie Gefahren im Weltraum illustrieren. An den Trennwänden finden sich Darstellungen der Detektive Schultze und Schultze sowie von Professor Bienlein. Abgerundet wird das Erlebnis durch einen speziell bedruckten Teppichboden

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Air Baltic: Suche nach Investoren ersetzt vorerst die Börsenpläne

Die lettische Nationalfluggesellschaft Air Baltic befindet sich in einer entscheidenden Phase ihrer Unternehmensfinanzierung. Wie jüngst bekannt wurde, hat das Management den Auftrag erhalten, Berater für den Verkauf von Unternehmensanteilen an private Investoren zu suchen. Diese Entwicklung markiert eine signifikante Abkehr von der bisherigen Strategie eines zeitnahen Börsengangs (IPO), der bereits mehrfach verschoben wurde. Die Regierung in Riga reagiert damit auf den dringenden Kapitalbedarf der Airline, der laut Finanzminister Arvils Ašeradens spätestens in der ersten Jahreshälfte 2026 gedeckt sein muss. Während der lettische Staat derzeit mit über 88 Prozent die Mehrheit hält, rückt nun die Gewinnung privater Geldgeber in den Fokus, um die finanzielle Stabilität nach einem verlustreichen Geschäftsjahr 2024 wiederherzustellen. Dabei verfolgt die Regierung klare Bedingungen: Der Hauptsitz in Riga sowie die für die Region essenziellen Flugverbindungen müssen langfristig gesichert bleiben. Auch die Rolle der Lufthansa, die bereits mit zehn Prozent beteiligt ist, bleibt ein zentraler Faktor in dem komplexen Geflecht aus staatlichen Interessen und marktwirtschaftlichen Notwendigkeiten. Druck auf die Liquidität und zeitlicher Rahmen der Kapitalsuche Die finanzielle Lage der Air-Baltic-Gruppe zeigt Licht und Schatten. Zwar konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 ein Umsatz von rund 594 Millionen Euro und ein bescheidener Gewinn von 4,2 Millionen Euro erwirtschaftet werden, doch lastet das schwere Vorjahr weiterhin auf der Bilanz. Im Gesamtjahr 2024 verbuchte das Unternehmen einen massiven Verlust von über 118 Millionen Euro, obwohl der Umsatz im Vergleich zu 2023 um fast 12 Prozent gestiegen war. Diese Volatilität in den Ergebnissen erschwert den Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt erheblich.

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Emirates forciert Flottenumbau für erweitertes Premium-Economy-Angebot

Die Fluggesellschaft Emirates treibt die Modernisierung ihrer Flotte massiv voran und weitet die Verfügbarkeit ihrer Premium-Economy-Klasse auf zahlreiche internationale Destinationen aus. Im Zentrum der aktuellen Maßnahmen steht ein umfangreiches Retrofit-Programm, bei dem bis November 2026 alle 15 Airbus A380, die bisher in einer Zwei-Klassen-Konfiguration betrieben wurden, auf ein Drei-Klassen-Layout umgerüstet werden. Das erste dieser modifizierten Großraumflugzeuge wird bereits ab Mitte April eingesetzt und verfügt künftig über 56 Sitze in der Premium Economy sowie 76 Plätze in der Business Class und 437 in der Economy Class. Die strategische Planung sieht vor, das modernisierte Produkt zunächst auf der Route zwischen Dubai und Amman einzusetzen, bevor ab Juni 2026 auch Prag mit der neuen Kabinenkonfiguration bedient wird. Neben dem Airbus A380 werden auch Flugzeuge des Typs Boeing 777-200LR umgebaut, um die Kapazitäten in den Premium-Segmenten zu erhöhen. Dies betrifft unter anderem Verbindungen nach Mauritius und Ho-Chi-Minh-Stadt. In Vietnam wird das Angebot durch den Einsatz der umgerüsteten Maschinen auf über 600 Premium-Sitzplätze pro Woche gesteigert, was die Bedeutung des südostasiatischen Marktes für die Fluggesellschaft unterstreicht. Zusätzliche Anpassungen im Streckennetz erfolgen im Herbst und Winter 2026. Ab Oktober plant Emirates den Einsatz des A380 auf Flügen nach Hongkong und Guangzhou, wobei die Maschinen schrittweise durch Einheiten mit integrierter Premium Economy ersetzt werden. Die Airline reagiert damit auf die weltweit steigende Nachfrage nach Reiseklassen, die preislich unterhalb der Business Class angesiedelt sind, aber einen deutlich höheren Komfort als die Standard-Economy bieten. Das Investitionsvolumen für dieses flottenweite Erneuerungsprogramm beläuft sich auf mehrere Milliarden US-Dollar und umfasst neben

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Frankreich verhandelt über Ausstieg aus dem Eurodrone-Programm

Die europäische Kooperation im Bereich der unbemannten Luftfahrt steht vor einer Zäsur. Berichten vom Februar 2026 zufolge führt die französische Regierung derzeit intensive Verhandlungen mit ihren Partnernationen Deutschland, Italien und Spanien über die Bedingungen eines möglichen Rückzugs aus dem Eurodrone-Programm. Während die verbleibenden Partner das Projekt fortsetzen wollen, mehren sich in Paris die Zweifel an der operativen Relevanz des Systems für künftige militärische Szenarien. Im Kern der Debatte stehen die technischen Spezifikationen der Drohne, die als zu groß und für Konflikte hoher Intensität als unzureichend überlebensfähig eingestuft wird. Ein Ausstieg Frankreichs würde nicht nur eine strategische Lücke hinterlassen, sondern auch die finanzielle Belastung für die verbleibenden Nationen massiv erhöhen. Schätzungen gehen davon aus, dass die Programmkosten um mehr als 700 Millionen Euro steigen könnten, sollte der französische Finanzierungsanteil wegfallen. Gleichzeitig forcieren nationale Unternehmen in Frankreich bereits alternative Konzepte, was die Zukunftsfähigkeit des gemeinschaftlichen europäischen Rüstungsprojekts zusätzlich unter Druck setzt. Technische Dimensionen und industrielle Führung Das Eurodrone-Programm, das unter der Leitung der Rüstungsorganisation OCCAR steht, sieht die Entwicklung und Produktion von 20 Systemen vor. Ein System besteht in der Regel aus drei Luftfahrzeugen und zwei Bodenstationen, was eine Gesamtzahl von 60 Fluggeräten und 40 Kontrollstationen ergibt. Die industrielle Federführung liegt bei Airbus Defence and Space, während Dassault Aviation aus Frankreich und Leonardo aus Italien als Hauptpartner fungieren. Die technischen Daten des Entwurfs sind beeindruckend: Die Drohne ist als zweimotoriges Flugzeug mit einer Spannweite von 30 Metern konzipiert. Mit einem maximalen Abfluggewicht von etwa 13 Tonnen und einer Nutzlastkapazität von 2,3 Tonnen

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Sanierungsarbeiten und Infrastrukturprojekte am Flughafen Zürich für 2026 geplant

Der Flughafen Zürich hat umfangreiche Instandhaltungs- und Bauprojekte für das Jahr 2026 angekündigt, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der hochbelasteten Betriebsflächen zu gewährleisten. Zwischen April und Oktober werden auf dem gesamten Areal Sanierungen an Pisten, Rollwegen und Vorfeldern durchgeführt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Piste 16/34, bei der von März bis August Fugenverfüllungen erneuert werden, um die Oberflächen zu versiegeln. Da diese Arbeiten während der nächtlichen Betriebspausen stattfinden, wird mit einer minimalen Lärmbelastung für die Umgebung gerechnet, während der tägliche Flugverkehr weitgehend ungestört bleibt. Neben der reinen Instandhaltung werden im Bereich des Pumpwerks Delta technische Anpassungen zur Verbesserung der Abwassertrennung vorgenommen. Diese Baumaßnahme erfordert den Einsatz von Spundwänden, deren Einbringung und Entfernung als besonders lärmintensiv gilt. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Piste 16/34 müssen diese Arbeiten teilweise in der Nacht durchgeführt werden, da der Sicherheitsabstand zum laufenden Flugbetrieb am Tag nicht eingehalten werden kann. Die Verantwortlichen kalkulieren derzeit mit jeweils 15 Nächten für das Setzen und Ziehen der Stahlwände innerhalb des Zeitraums von April bis Oktober. Ein weiteres Großprojekt betrifft das Vorfeld nördlich des bestehenden Docks A sowie den Taxiway Echo. Im Kontext des Neubaus von Dock A sind hier ganzjährig diverse Bauarbeiten angesetzt, die sowohl tagsüber als auch nachts stattfinden. Auch hier kommen lärmintensive Verfahren zum Einsatz, insbesondere beim Rückzug von Spundwänden, was nach aktueller Planung rund 20 Nächte in Anspruch nehmen wird. Diese nächtlichen Einsätze sind aus sicherheitsrelevanten Gründen unumgänglich, sobald die Baustellen in die unmittelbare Nähe aktiver Rollflächen rücken und somit den regulären Betrieb am Boden gefährden

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