
Entwicklung der Nächtigungszahlen im österreichischen Tourismus und politischer Orientierungsrahmen für den Standort
Der österreichische Tourismussektor verzeichnete in den Monaten Mai und Juni 2026 das höchste Nächtigungsvolumen seit Beginn der elektronischen Datenerfassung in den Jahren 1973/74. Laut den vorläufigen Auswertungen von Statistik Austria wurden in der diesjährigen Sommervorsaison insgesamt 22,35 Millionen Übernachtungen registriert, was einem Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Getrieben wurde dieser Zuwachs maßgeblich durch das ausländische Gästesegment, das mit 15,1 Millionen Nächtigungen ein Plus von 2,9 Prozent verzeichnete. Parallel dazu wurden in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 2026 insgesamt 76,93 Millionen Nächtigungen erfasst. Trotz der positiven Mengenetwicklung steht die Branche vor strukturellen Herausforderungen wie dem Arbeitskräftemangel und steigenden Betriebskosten. Die politische Führung begegnet dieser Ausgangslage mit dem Orientierungsrahmen Vision T, der Leitlinien für die brancheninterne Entwicklung bis zum Jahr 2035 vorgeben soll. Dynamik auf den Herkunftsmärkten und regionale Verteilung der Nachfrage Die Entwicklung der Nächtigungszahlen in den Monaten Mai und Juni 2026 verdeutlicht eine unverändert starke Ausrichtung des österreichischen Beherbergungsgewerbes auf internationale Märkte. Der wichtigste Herkunftsmarkt Deutschland wies ebenso leichte Zugewinne auf wie die Nachbarländer Schweiz und Liechtenstein sowie die Niederlande. Eine überdurchschnittliche Zunahme verzeichnete der Markt der Vereinigten Staaten von Amerika, der im Berichtszeitraum um 8,4 Prozent zulegte. Die Ausweitung der Fernmarktnachfrage kompensierte Schwankungen bei den inländischen Buchungen, die sich im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil zeigten. In regionaler Hinsicht profitierten sowohl die alpinen Regionen als auch die urbanen Zentren von dem Gästeaufkommen. Stadt- und Kulturreisen in Kombination mit Kongressveranstaltungen trugen in den ersten beiden Monaten der Sommersaison zur Auslastung der städtischen Beherbergungskapazitäten bei. Im ländlichen






