Amely Mizzi

Weitere Artikel aus der Rubrik

Amely Mizzi

Embraer lieferte im Vorjahr 130 Flugzeuge aus

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer konnte im Vorjahr insgesamt 130 Flugzeuge an Kunden ausliefern. Im Jahr 2019 konnte der Konzern noch 198 Maschinen übergeben. Das bedeutet, dass Embraer 35 Prozent weniger ausgeliefert hat. Der Großteil der übergebenen Flugzeuge entfällt mit 86 Einheiten auf Businessjets. Im kommerziellen Passagierbereich wurden 44 Maschinen an Kunden ausgeliefert. Per 31. Dezember 2020 hatte Embraer Festbestellungen für 130 Verkehrsflugzeuge in der Pipeline. Der Auftragswert lag bei 14,4 Milliarden U.S.-Dollar. Im Vorjahr platzte die angestrebte Zusammenarbeit mit dem U.S.-amerikanischen Mitbewerber Boeing. Dieser sollte für einen hohen Preis die Mehrheit am zivilen Programm übernehmen. Die militärischen Produkte wären bei den Brasilianern verblieben. Boeing steig aus dem Projekt aus. Anzunehmen ist, dass die U.S.-Amerikaner aufgrund der hohen Kosten, die im Zusammenhang mit der 737-Max entstanden sind, aber auch wegen der Coronakrise, einen Rückzieher gemacht haben. Embraer befindet sich auf der Suche nach einem neuen Partner, macht jedoch derweil stand-alone weiter.

weiterlesen »

Leasinggeber Avolon tief in den roten Zahlen

Der irische Leasinggeber Avolon schrieb im Jahr 2020 einen Verlust in der Höhe von 37 Millionen U.S.-Dollar. Nur ein Jahr zuvor konnte man noch einen Gewinn in der Höhe von 225 Millionen U.S.-Dollar ausweisen. Das Unternehmen verfügt über eine aus 850 Maschinen bestehende Flotte, die an 142 Fluggesellschaften in 61 Ländern verleast ist. Aufgrund der Corona-Krise waren zahlreiche Flugzeuge nicht im Einsatz. Auch kam man vielen Kunden finanziell entgegen, was sich letztlich negativ auf das Betriebsergebnis von Avolon ausgewirkt hat. „2020 war weltweit ein äußerst herausforderndes Jahr für die Luftfahrtindustrie. Als sich die Pandemie entwickelte, waren die Regierungen gezwungen, Reiseverbote zu verhängen, was zu geerdeten Flotten führte, die schwerwiegende und unmittelbare Auswirkungen auf die Fluggesellschaften der Welt hatten. Wir haben eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet, um Unterstützung zu bieten und gleichzeitig unsere eigene Kapitalposition umsichtig zu verwalten“, so Avolon-Chef Domhnal Slattery. Der Leasinggeber konnte im Vorjahr 57 neue Maschinen an insgesamt 26 Airlines ausliefern. Weiters erwarb man im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Deals 44 Flugzeuge. Veräußern konnte man 29 Maschinen. Weiters konnte Kaufverträge für 28 weitere Flugzeuge ausverhandeln sowie mit Kunden Leasingkontrakte für 141 Fluggeräte. Über das Jahr 2020 hinweg waren 98 Prozent der Flotte verleast.

weiterlesen »

Singapore führt erste „geimpfte“ Flüge durch

Die Fluggesellschaften Singapore Airlines, Silk Air und Scoot führten am Donnerstag die ersten Flüge mit Besatzungen, die gegen Covid-19 geimpft sind durch. Die Regierung von Singapur hat dem Luftfahrtsektor bei der Impfung des Landes Priorität eingeräumt. Die ersten Flüge mit ausnahmslos geimpften Besatzungsmitgliedern an Bord sind der SIA-Flug SQ956, der am 11. Februar 2021 um 09:30 Uhr Lokalzeit von Singapur nach Jakarta, Indonesien, abgeflogen ist, Flug TR606 von Scoot, der um 09:30 Uhr Ortszeit nach Bangkok, Thailand, gestartet ist sowie Flug MI608 von SilkAir, der um 16:30 Uhr Lokalzeit nach Phnom Penh, Kambodscha, abfliegen wird. Laut einer Medienerklärung sollen sich mehr als 90 Prozent des Kabinenpersonals und der Piloten für das Impfprogramm angemeldet haben. Dazu Konzernchef Goh Choon Phong: „Wir sind durch die hohe Akzeptanz des Impfstoffs bei unseren Kollegen sehr ermutigt. Impfungen sind der Schlüssel zur Wiederöffnung der Grenzen und zur Stärkung des Reisevertrauens, zusammen mit robusten Testsystemen und den weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen, die am Boden und in der Luft durchgeführt werden. Sie bieten mehr Schutz für unsere Mitarbeiter und geben unseren Kunden eine zusätzliche Sicherheit“.

weiterlesen »

Europaparlament beschließt neue Slot-Regeln

Das Europaparlament stimmte am Donnerstag für eine Regelung, dass die Airlines im Unionsgebiet im Sommerflugplan 2021 auch dann ihre Slots behalten sollen, wenn sie diese nicht ständig nutzen. Allerdings müssen mindestens 25 Prozent der Start- und Landerechte tatsächlich in Anspruch genommen werden. Normalweise gilt die Vorschrift, dass mindestens 80 Prozent der Slots genutzt werden müssen, andernfalls gehen diese zur Neuvergabe zurück an den Regulator. Konkret wird jetzt vorgeschrieben, dass ein Viertel jener Start- und Landerechte, die vor der Corona-Pandemie gehalten wurden, bedient werden müssen. Bis inklusive 27. März 2021 gilt noch ein kompletter Schutz. Das bedeutet, dass aufgrund der Pandemie alle Slots – auch wenn sie gar nicht genutzt werden – nicht verfallen können. Das Europaparlament will mit der neuen Regelung langsam, aber sicher das alte Prinzip „use it or lose it“ wieder anwenden. Es gibt allerdings auch ein Schlupfloch für die Fluggesellschaften: Diese können kurz vor Beginn des Sommerflugplans jene Start- und Landerechte, die sie voraussichtlich nicht benötigen, temporär zurückgeben. Von jenen, die behalten werden, muss nur die Hälfte genutzt werden. Aus der vorläufigen Rückgabe resultiert noch kein Verlust. Dem Branchenverband Airlines for Europe geht die Regelung noch nicht weit genug. Gefordert wird, dass die Slot-Regeln auch im Sommer 2021 ausgesetzt bleiben.

weiterlesen »

Ethiopian kündigt Boeing 737-Max-Comeback an

Der Absturz einer Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines führte gemeinsam mit dem vorangegangenen Totalverlust bei Lion Air zum weltweiten Flugverbot für dieses Muster. Bislang war unklar, ob die afrikanische Airline die Max wieder einsetzen wird oder nicht. Lion Air entschied sich bereits kurz nach dem Unfall klar gegen den Mittelstreckenjet. Nun erklärte Ethiopian-Chef Tewolde Gebremariam während einer von CAPA organisierten Online-Veranstaltung, dass man sich nach „ausgiebiger Analyse“ dafür entschieden hat „mit der Max weiterzumachen“. „Es hätte für uns wirtschaftlich keinen Sinn ergeben, mit einem anderen Typ dieser Klasse weiterzumachen, weil wir ja auch 20 Boeing 737-NG betreiben. Nach schwierigen Verhandlungen mit Boeing sind wir nach zehn Monaten der Gespräche endlich zu einem einvernehmlichen Ergebnis gekommen, auch bei den Entschädigungen. Wir sind bewusst nicht eine der ersten Gesellschaften, die wieder die 737 MAX fliegt, wir brauchen mehr Zeit, um unsere Piloten, Kabinenbesatzungen und Passagiere zu überzeugen, dass die Sicherheit der Max jetzt über jeden Zweifel erhaben ist. Wir werden sie vermutlich im Juli wiedereinsetzen. Bis dahin wird die Max wieder ein in der ganzen Welt allgemein akzeptiertes Flugzeug sein, das macht es uns einfacher die Ethiopian-Passagiere davon zu überzeugen“, sagte der Manager weiters.

weiterlesen »

Abha: A320 von Flyadeal nach Beschuss in Brand

Am Mittwoch wurde auf dem Flughafen Abha in Saudi-Arabien ein Airbus A320 von Flyadeal beschossen. Die Maschine befand sich auf dem Boden, geriet jedoch in Brand. Offizielle Stellen behaupten, dass schiitische Rebellen für die Tat verantwortlich sein sollen. Betroffen ist die HZ-FAB, die ihren vorerst letzten kommerziellen Flug am 10. Feber 2021 als F34512 von Dammam nach Abha absolvierte. Es ist unklar, ob sich zum Zeitpunkt des Brandes Personen an Bord der Maschine befunden haben. Vermutet wird, dass für den Angriff Drohnen eingesetzt wurden.

weiterlesen »

Russland: Erste ATR-Maschinen registriert

Die Einflottung der ersten beiden ATR72-500 bei der russischen Regionalfluggesellschaft KrasAvia ist ein weiterer Meilenstein für den Hersteller. Zwar handelt es sich um gebrauchte Maschinen, doch wurden erstmals Flugzeuge von ATR ins russische Register eingetragen. KrasAvia modernisiert mit diesen Turbopropmaschinen die in die Jahre gekommene Flotte. Zum Teil kommen Flugzeuge der Typen Antonow An-24 und An-26, die mitunter schon 40 Jahre auf dem Buckel haben. Für den Carrier ist die ATR-Einflottung auch in anderer Hinsicht eine Premiere, denn erstmals betreibt man Muster, die im Ausland hergestellt wurden. „Die Akquisition dieser beiden ATR 72-500 zeigt, dass wir uns immer mehr dafür einsetzen, unsere Flotte zu verbessern und unseren Passagieren ein reibungsloseres Flugerlebnis zu bieten. Dank der Vielseitigkeit des ATR 72-500 und der modernen und geräumigen Kabine werden wir die weiterhin unterstützen Konnektivitätsanforderungen der sibirischen Gemeinden mit höherer Sitzkapazität und höherem Komfortstandard“, so KrasAvia-Chef Andrey Egorov.

weiterlesen »

Deutschland: Altmaier erntet Kritik Anti-Buchungstipp

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sorgt in der Reisebranche mit der Aussage, dass er von Reisebuchungen für die Sommermonate abrät. Das Regierungsmitglied betonte gleichzeitig, dass der Wirtschaftsminister keine Empfehlungen abgibt, meinte jedoch gegenüber Bild TV, dass wenn man verreisen will, noch einige Zeit abwarten sollte. Angesprochen auf den Umstand, dass die Bundesrepublik Deutschland bedingt durch die Tui-Rettungsmaßnahmen selbst Reiseunternehmer ist, meinte er, dass man diesen nicht als Unternehmer betreiben würde, sondern beim Überleben helfen würde. Dies mache man, so Altmaier, damit Menschen in Deutschland auch künftig vereisen können. „Und im Übrigen tun wir alles damit Klarheit herrscht sobald wie möglich“, so der deutsche Wirtschaftsminister. Mit seinem Ratschlag, den als Privatperson und nicht als Regierungsmitglied erteilt habe, machte sich Altmaier in der Reisebranche durchaus unbeliebt. Diverse Verbände äußerten Kritik an dieser „Empfehlung unter Freunden“ und halten den Auftritt von Altmaier für das falsche Signal. Verwiesen wird auch darauf, dass Touristik und Fluggesellschaften auf das Sommergeschäft angewiesen ist. Auch hagelte es seitens der Opposition im Bundestag wenige freundliche Worte.

weiterlesen »

Jänner: 21 Boeing 737 Max ausgeliefert

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing konnte im Jänner 2021 insgesamt 26 Maschinen ausliefern. Damit überholte man zum ersten Mal seit zwei Jahren den europäischen Mitbewerber Airbus. Allerdings basiert der Vorsprung von nur fünf Flugzeugen auch auf dem Umstand, dass der „Lagerbestand“ des Musters Boeing 737 Max, das beispielsweise in den USA und Europa die Wiederzulassung erhalten hat, nach und nach verkleinert werden kann. Demnach ist es auch nicht verwunderlich, dass 21 von 25 ausgelieferte Maschinen 737 Max waren. Finanziell dürfte dies für Boeing dennoch bedeutsam sein, denn die Schlussraten fallen mit der Übergabe der Flugzeuge an. Unter dem Strich ist dieses Muster aufgrund der beiden fatalen Abstürze, dem daraus resultierenden Flugverbot, den notwendigen Nachbesserungen sowie Entschädigungen an Kunden und Hinterbliebene dennoch ein Verlustgeschäft. Hinsichtlich der Neubestellungen tat sich bei Boeing nicht viel. Man erhielt vier Neubestellungen für die Frachtvariante der Boeing 747-8, jedoch war diese Order schon länger bekannt. Stornierungen kassierte man nur zwei.

weiterlesen »

UK verlangt nun drei negative Coronatests

Das Vereinigte Königreich verschärft die Einreisebestimmungen abermals. Künftig müssen insgesamt drei Tests absolviert werden und zusätzlich eine zehntägige Quarantäne eingehalten werden. Der erste negative Befund muss bei der Einreise vorgelegt werden. Laut britischem Gesundheitsministerium muss am zweiten Tag nach der Ankunft ein weiterer Test absolviert werden. Der dritte Test muss am achten Tag gemacht werden. Nur wenn auch dieser negativ ausfällt, endet die Absonderung am zehnten Tag. Die Kosten für die drei Testungen sind privat zu bezahlen. Die neue Regelung soll für alle Länder, ausgenommen jene 33, für die sogar ein Aufenthalt in einem so genannten „Quarantäne-Hotel“ verpflichtend ist, gelten. Bei Missachtung drohen saftige Geldstrafen. Wie lange die erneut verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen gelten sollen, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock noch nicht.

weiterlesen »