Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Air Belgium: Erster Frachter eingetroffen

Der erste Frachter des Typs Airbus A330-200F ist nun bei Air Belgium eingetroffen. Die Maschine stand zuvor in den Diensten von Qatar Airways. Mit der Übergabe der letzten betriebenen Einheiten dieses Typs beendet der Golfcarrier den Einsatz dieses Musters im Frachtbereich. Die OO-CMA trägt noch die Livery des vormaligen Betreibers. Allerdings wurden alle Schriftzüge und Logos, die auf Qatar Airways hinweisen würden, entfernt. Air Belgium will sich künftig verstärkt auf Fracht konzentrieren. Die erste Maschine wird in Lüttich stationiert. Heuer will die Fluggesellschaft insgesamt sechs A330-Frachter übernehmen. Im Passagierbereich bietet der Carrier unter anderem ab Charleroi Flüge mit Airbus A340 nach Guadeloupe und Martinique an und hat auch Flüge nach Mauritius im Programm. Derzeit ruhen die Passagierverbindungen aufgrund der Corona-Pandemie.

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Neue Aktien: Jet2 organisiert sich 422 Millionen Pfund

Die britische Touristikkonzern Jet2, dem auch eine gleichnamige Fluggesellschaft angehört, organisierte sich über die Ausgabe neuer Aktien insgesamt 422 Millionen Pfund-Sterling. Der Preis pro Anteilsschein lag bei 1,18 Pfund-Sterling. Der Konzern erklärt in einer Mitteilung, dass diese sowohl von bestehenden als auch neuen Aktionären gezeichnet wurden. Weiters gab es eine “extreme Überzeichnung”, was vereinfacht gesagt bedeutet, dass die Nachfrage höher als das Angebot war.  “Auf der Grundlage der vom Management durchgeführten indikativen Szenarioplanung ist der Verwaltungsrat der Ansicht, dass der Erlös auf einer erweiterten und wahrscheinlich unvorhersehbaren Shutdown ausreichend Liquidität bereitstellen wird, um dieses ständig herausfordernde Handelsumfeld zu bewältigen”, so Konzernchef Philip Meeson. “Darüber hinaus sind die Direktoren der Ansicht, dass die Mittelbeschaffung es dem Management ermöglichen wird, weiterhin einen entscheidenden, aber umsichtigen und verantwortungsvollen Ansatz für das Finanzmanagement zu verfolgen. längerfristige strategische Entscheidungen treffen, um ein nachhaltiges langfristiges Gewinnwachstum zu unterstützen; und die Fähigkeit von Jet2 zu verbessern, die Pandemie in einer stabilen kommerziellen Position zu beenden, so dass es gut positioniert ist, um die Aufschwungschance zu nutzen, wenn sie eintrifft. Der Vorstand ist weiterhin der Überzeugung, dass unsere Kunden, sobald sie dazu in der Lage sind, entschlossen sein werden, die wunderbare Erfahrung eines wohlverdienten Jet2-Urlaubs zu genießen, und dass Jet2.com und Jet2holidays weiterhin eine blühende Zukunft haben werden und Millionen von britischen Urlaubern mitnehmen werden jährlich ins Mittelmeer, auf die Kanarischen Inseln und in europäische Freizeitstädte”. Jet2 hat sein Flugprogramm mindestens bis zum 15. April 2021 abgesagt, um auf die neuesten Reisebeschränkungen in Großbritannien zu reagieren, die kostspielige

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Madeira nimmt Geimpfte von Testpflicht aus

Die portugiesische Insel Madeira gestattet es ab sofort mit einem Nachweis, dass eine Corona-Infektion überstanden wurde oder aber eine Impfung erfolgt ist, ohne negativem Testbefund einzureisen. Laut Tourismusverband muss die Bestätigung in englischer oder portugiesischer Sprache vorliegen und neben Name, und Geburtsdatum auch detaillierte Informationen zur Impfung enthalten. Das bedeutet, dass die Zeitpunkte der Impfungen aus auch die Bezeichnung des Impfstoffs angeführt werden muss. Bei Genesenen kann auch ein Antikörper-Befund vorgelegt werden, sofern dieser in englischer oder portugiesischer Sprache ist.

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Schulden: Softwarefirma verhindert Montenegro-Restart

Die Regierung Montenegros wollte, dass die kollabierte Montenegro Airlines ab 8. Feber 2021 wieder auf der Strecke Podgorica-Belgrad fliegt. Daraus wurde aber nichts, denn aufgrund von Schulden in der Höhe von über 100.000 Euro bei einem IT-Anbieter funktioniert die EDV nicht so wie erforderlich. Ex-Yu-Aviation berichtet, dass der einstige Staatscarrier bei SITA in der Kreide steht und solange die Verbindlichkeiten nicht bezahlt werden, gibt es auch keine Dienstleistungen. Nun will die Regierung, dass Montenegro Airlines am 20. Feber 2021 erneut abhebt. Dies soll aber nur eine Übergangslösung sein, denn mit To Montenegro wird eine Nachfolgegesellschaft ins Leben gerufen. Für diese sollen nun Start- und Landerechte sowie Slots gesichert werden. Aufgrund der massiv angespannten Finanzlage von Montenegro Airlines wird die Regierung möglicherweise Geld bereitstellen müssen, denn der einstige Staatscarrier kann seit einigen Monaten die Löhne nicht mehr bezahlen. Man entschied sich in Podgorica jedoch gegen Staatshilfen und schickt stattdessen die staatliche Fluggesellschaft in die Liquidation und baut einen Nachfolger auf.

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Slowenien: Brüssel will keinen Staatscarrier mit Corona-Hilfen

Bereits vor der Corona-Pandemie war die Konnektivität Sloweniens bedingt durch die Pleite der privaten Fluggesellschaft Adria Airways stark reduziert. Die Regierung plante rasch eine neue staatliche Airline an den Start zu bringen und hoffte auf eine Beteiligung der Lufthansa. Von dieser gab es einen Korb. Die EU-Kommission erteilte der slowenischen Regierung nun ebenfalls eine Art “Korb”. Die europäischen Wettbewerbshüter haben Bedenken darüber geäußert, dass die für den Aufbau einer neuen slowenischen Airline vorgesehenen 76 MIllionen Euro aus einem Coronahilfen-Topf rechtskonform sind. Man stehe im Dialog mit der Regierung des Landes, um diese von einer anderen Lösung überzeugen zu können.  Grünes Licht hingegen erteilte Brüssel für Coronahilfen für den von Fraport betriebenen Flughafen Ljubljana. Hier werden fünf Millionen Euro überwiesen. Diese sind eine Entschädigung für den Einnahmenverlust im Zeitraum von 17. März bis 30. Juni 2020. Die Summe könnte möglicherweise nachträglich bei Ausdehnung des Schadenzeitraums erhöht werden, jedoch muss dies dann gesondert von der EU-Kommission geprüft werden. Hinsichtlich des geplanten Staatscarriers hängt in Slowenien noch viel in der Luft. Das Finanzierungsmodell über den Corona-Aufbau- und Hilfsfonds scheint Brüssel jedenfalls nicht zu passen. Es bleibt also abzuwarten welche Schritte die Verantwortlichen in Ljubljana nun setzen werden.

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Swiss verteidigt Kündigung von Gesamtarbeitsvertrag

In den Augen von Swiss-COO Thomas Frick ist die Aufkündigung des Piloten-Gesamtarbeitsvertrags ein normaler Vorgang in der Sozialpartnerschaft. Er verweist gegenüber der “Sonntagszeitung” auch darauf, dass es für diesen Schritt viel Zuspruch von Seiten der Belegschaft geben soll. Frick räumt aber auch ein, dass es auch “viel Kritik” gibt, die “sicher teils auch gerechtfertigt ist”. Die interne Kommunikation müsse man weiter verbessern, die wohl suboptimal gelaufen ist. Besonders wolle man jetzt auf die Flugzeugführer zugehen, denn diese fühlten sich von der Maßnahme der Swiss-Geschäftsleitung regelrecht überrumpelt. Die Gewerkschaft Aeropers kritisiert die Kündigung des Swiss-Gesamtarbeitsvertrags für Piloten. Aufgrund der Kündigungsfrist endet dieser erst im März 2022. Die Fronten zwischen Arbeitgeber- und -nehmerseite sind nun noch stärker verhärtet. Die Verhandlungen galten bereits zuvor aus festgefahren, wobei sich beide Seiten gegenseitig Vorwürfe machen.

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Österreich: Fünf „Wohnzimmertests“ pro Monat gratis

Ab 1. März 2021 sollen die Einwohner Österreichs pro Monat für Antigen-Selbsttests kostenfrei erhalten. Diese sollen der eigenständigen Überwachung des Infektionsstatus dienen. Für den Gang zum Friseur werden diese auch weiterhin nicht anerkannt sein – der Weg in die Apotheke, zum Arzt oder zu einer Teststation entfällt daher nicht. Die so genannten “Wohnzimmertests” werden seit längerer Zeit von Oppositionsführerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) gefordert. Die Regierung hat dies nun aufgegriffen und will jedem Einwohner Österreichs monatlich fünf Testkits zur Verfügung stellen. Diese sollen die bestehenden Testangebote ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Die Selbsttestungen sollen auch nur der persönlichen Information dienen, denn beispielsweise für die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistern wie Friseuren oder Kosmetikern muss man sich auch weiterhin beim Arzt, in einer Apotheke, in einer Teststraße der Städte und Länder oder neu auch in einem von knapp über 700 Betrieben, die Antigen-Tests anbieten, untersuchen lassen und den Befund dann vorweisen. „SB-Tests“ sind für die Einreise wertlos Die kostenlosen “Do it yourself”-Kits werden ab 1. März 2021 zur Selbstabholung in den Apotheken bereitgehalten. Wie es genau funktionieren wird und wie die Regierung “Mehrfachabholungen” bei unterschiedlichen Pharmazeuten unterbinden will, ist noch unklar. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist jedenfalls davon überzeugt, dass die “Wohnzimmertests” erfolgreich sein werden und meint: “So wird es einfach möglich auch zu Hause auf Nummer sicher zu gehen”. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hält das Konzept gar für einen “wichtigen Wellenbrecher”. Es ist allerdings auch darauf aufmerksam zu machen, dass die selbst zu Hause durchgeführten Antigen-Schnelltests von keinem einzigen Land der Welt bei

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Valentín Lago wird neuer Air-Europa-Chef

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa bekommt mit Valentín Lago einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der Manager war in der Vergangenheit in Führungspositionen unter anderem bei Air Nostrum, Iberia Express und Vueling tätig. Eigentümer Globalia und der staatliche Fonds Sepi, über den die Regierung den Carrier aufgrund der Coronakrise unterstützt, einigten sich nach mehrwöchigen Verhandlungen auf Lago. Die Bestellung ist auch ein Vorzeichen auf die bevorstehende Übernahme durch die International Airlines Group, denn der Manager gilt als langjähriger Weggefährte von IAG-Chef Luis Gallego, so dass laut spanischen Medien grundsätzliches Vertrauen besteht und nicht mit einer Abberufung nach dem Verkauf zu rechnen ist. Derzeit nimmt Globalia-Gründer Juan José Hidalgo die Funktion des Air-Europa-CEOs selbst wahr. Im Zuge der Staatshilfe hat der Fonds Sepi ein Mitspracherecht und kann zwei Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden. Über die Position des Vorstandsvorsitzenden gab es eine längere Unstimmigkeit, denn Globalia stemmte sich gegen ehemalige Iberia-Manager, die von Sepi vorgeschlagen wurden. Nach der Übernahme von Air Europa durch die International Airlines Group ist eine Eingliederung in Iberia vorgesehen. Die Zustimmung der EU-Kommission steht noch aus. Globalia und die IAG rechnen damit, dass der Deal – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe – im zweiten Halbjahr 2021 freigegeben wird. Der Kaufpreis ist erst in rund sechs Jahren fällig, näheres dazu in diesem Artikel.

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Embraer lieferte im Vorjahr 130 Flugzeuge aus

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer konnte im Vorjahr insgesamt 130 Flugzeuge an Kunden ausliefern. Im Jahr 2019 konnte der Konzern noch 198 Maschinen übergeben. Das bedeutet, dass Embraer 35 Prozent weniger ausgeliefert hat. Der Großteil der übergebenen Flugzeuge entfällt mit 86 Einheiten auf Businessjets. Im kommerziellen Passagierbereich wurden 44 Maschinen an Kunden ausgeliefert. Per 31. Dezember 2020 hatte Embraer Festbestellungen für 130 Verkehrsflugzeuge in der Pipeline. Der Auftragswert lag bei 14,4 Milliarden U.S.-Dollar. Im Vorjahr platzte die angestrebte Zusammenarbeit mit dem U.S.-amerikanischen Mitbewerber Boeing. Dieser sollte für einen hohen Preis die Mehrheit am zivilen Programm übernehmen. Die militärischen Produkte wären bei den Brasilianern verblieben. Boeing steig aus dem Projekt aus. Anzunehmen ist, dass die U.S.-Amerikaner aufgrund der hohen Kosten, die im Zusammenhang mit der 737-Max entstanden sind, aber auch wegen der Coronakrise, einen Rückzieher gemacht haben. Embraer befindet sich auf der Suche nach einem neuen Partner, macht jedoch derweil stand-alone weiter.

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Leasinggeber Avolon tief in den roten Zahlen

Der irische Leasinggeber Avolon schrieb im Jahr 2020 einen Verlust in der Höhe von 37 Millionen U.S.-Dollar. Nur ein Jahr zuvor konnte man noch einen Gewinn in der Höhe von 225 Millionen U.S.-Dollar ausweisen. Das Unternehmen verfügt über eine aus 850 Maschinen bestehende Flotte, die an 142 Fluggesellschaften in 61 Ländern verleast ist. Aufgrund der Corona-Krise waren zahlreiche Flugzeuge nicht im Einsatz. Auch kam man vielen Kunden finanziell entgegen, was sich letztlich negativ auf das Betriebsergebnis von Avolon ausgewirkt hat. „2020 war weltweit ein äußerst herausforderndes Jahr für die Luftfahrtindustrie. Als sich die Pandemie entwickelte, waren die Regierungen gezwungen, Reiseverbote zu verhängen, was zu geerdeten Flotten führte, die schwerwiegende und unmittelbare Auswirkungen auf die Fluggesellschaften der Welt hatten. Wir haben eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet, um Unterstützung zu bieten und gleichzeitig unsere eigene Kapitalposition umsichtig zu verwalten“, so Avolon-Chef Domhnal Slattery. Der Leasinggeber konnte im Vorjahr 57 neue Maschinen an insgesamt 26 Airlines ausliefern. Weiters erwarb man im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Deals 44 Flugzeuge. Veräußern konnte man 29 Maschinen. Weiters konnte Kaufverträge für 28 weitere Flugzeuge ausverhandeln sowie mit Kunden Leasingkontrakte für 141 Fluggeräte. Über das Jahr 2020 hinweg waren 98 Prozent der Flotte verleast.

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