Amely Mizzi

Weitere Artikel aus der Rubrik

Amely Mizzi

Delta pensioniert B767-300, B717 und CRJ-200

Nachdem Delta Air Lines der McDonnell Douglas MD-80-Reihe bereits die Pension beschwerte, droht nun den Maschinentypen Boeing 717, Boeing 767-300 und Bombardier CRJ200 das gleiche Schicksal. Das Unternehmen erklärte, dass man die Flotte vereinfachen und modernisieren möchte. Delta ist mit 88 Einheiten der weltgrößte Betreiber der Boeing 717, die ursprünglich als McDonnell Douglas MD-95 entwickelt wurde. In den letzten Jahren wurde die Teilflotte massiv aufgestockt und der Konzern sicherte sich aus der ganzen Welt Exemplare dieses heckgetriebenen Jets. Bis 2025 sollen die Zweistrahler die Delta-Flotte verlassen. Übrigens: Delta war auch jene Airline, die zwar mit Unterbrechungen, die DC-9 besonders lange nutzte. Kein anderer großer Carier setzte so lange auf dieses Muster. Derzeit schmücken 56 Boeing 767-300 den Flugzeugpark von Delta. Diese sollen ebenfalls bis 2025 ausgemustert werden. Die Regionaljets des Typs Bombardier CRJ-200 werden von so genannten Regionalpartnern betrieben. Das SkyTeam-Mitglied ist derzeit Eigentümerin von 23 CRJ-200ER und 17 CRJ-200LR. Diese sind an diverse Regio-Airlines verleast und Delta mietet diese im Rahmen von ACMI-Aufträgen wieder zurück. Weitere Einheiten befinden sich in anderer Eigentümerschaft, werden jedoch ebenfalls im Auftrag von Delta betrieben, so dass die Teilflotte aus insgesamt 119 Einheiten besteht.

weiterlesen »

IAG: Vueling heizt den Wettbewerb in Frankreich an

Mitten in der Coronakrise verschärft sich der Konkurrenzkampf im französischen Inlandsmarkt. Eigentlich wollte die französische Regierung die Anzahl der Domestic-Flights zu Gunsten von Eisenbahnverbindungen stark minimieren. Mit dem Markteintritt von Vueling im französischen Inlandsverkehr tritt zumindest temporär das Gegenteil ein. Zwar ist das Angebot, das die IAG-Tochter ab Paris-Orly anbieten wird, zunächst noch äußerst überschaubar, doch sendet man ein äußerst klares Signal an den Mitbewerber Air France-KLM und den Billigableger Transavia France. Ab 16. Oktober 2020 wird Vueling jeweils an Freitagen und Sonntagen die Ziele Marseilles, Brest Guipavas und Montpellier bedienen. Aufgrund der Flugzeiten ist durchaus ableitbar, dass ganz gezielt Privatkunden bzw. Pendler angesprochen werden sollen. Das kann man als kleine Kampfansage an Air France-KLM interpretieren. Aufgrund des Umstands, dass Vueling zahlreiche Slots in Orly hält, ist je nach Marktentwicklung ein jederzeitiger Ausbau möglich und auch angekündigt. In Paris-Orly ist Vueling kein Newcomer, sondern es handelt sich um die drittgrößte Basis im Netz der IAG-Tochter. Bislang beschränkte man sich allerdings auf internationale Ziele. Das ändert sich nun, denn immerhin will man auch die Slots der gescheiterten Konzernschwester Level (OpenSkies) sichern. Wenig überraschend: Transavia France wird ab 3. November 2020 ebenfalls Inlandsflüge ab Orly anbieten. Auch ab Nantes tritt der Air France-Ableger ins Inlandsgeschäft ein. Neben dem Platzhirsch sind auch die Billigflieger Volotea, Easyjet und Ryanair innerhalb von Frankreich tätig. Es bahnt sich also eine Verschärfung des Konkurrenzkampfes an und das obwohl die französische Regierung eigentlich Inlandsflüge sprichwörtlich abdrehen wollte.

weiterlesen »

Ryanair kündigt Basis in Beauvais an

Die Ryanair-Tochter Malta Air wird auf dem Flughafen Paris-Beauvais eine Basis errichten. Zunächst werden zwei Boeing 737-800 stationiert. Die Inbetriebnahme soll am 3. Dezember 2020 erfolgen. Zuletzt eröffnete die Ryanair Group in Paphos und Manchester neue Stützpunkte. In Stuttgart und Düsseldorf macht man allerdings alles dicht und kündigte den Lauda-Mitarbeitern. Beauvais befindet sich deutlich weiter als Charles de Gaulle und Orly vom Stadtzentrum entfernt. Der Airport wird fast ausschließlich von Wizzair und Ryanair genutzt. Die ersten Linienflüge wurden im Jahr 1997 vom irischen Billigflieger durchgeführt. Der Flughafen Beauvais steht immer wieder in der Kritik, denn der Fernbusverkehr nach Paris ist mit einer langen Reisezeit, die sich aufgrund der Verkehrslage verlängern kann, verbunden. Die Ryanair Group unterhält künftig inklusive Beauvais vier Stützpunkte in Frankreich. Während Mitbewerber Wizzair seit dem Start der Corona-Pandemie die Eröffnung zahlreicher neuer Bases ankündigte und teilweise auch bereits durchführte, gab es bei Ryanair mehrere Schließungen. Unter anderem werden die Lauda-Bases Düsseldorf und Stuttgart geschlossen. Beauvais ist die erste Neueröffnung seit Beginn der Corona-Pandemie.

weiterlesen »

Druckabfall bei AUA-Dash-8 wegen kaputter Dichtung

Am Donnerstag kam es auf Austrian-Airlines-Flug OS 177, durchgeführt mit der DHC Dash 8-400 mit der Registrierung OE-LGK, zu technischen Problemen. Das in Kanada gebaute Turbopropflugzeug befand sich auf dem Weg von Wien nach Stuttgart. Der Kapitän entschied sich zur Umkehr und Rücklandung in Wien-Schwechat. Das wichtigste jedoch vorab: Die beiden Piloten landeten die DHC Dash 8-400 sicher auf dem größten Flughafen Österreichs. Die Passagiere wurden anschließend mit einem Ersatzflugzeug (Embraer 195) nach Stuttgart gebracht. Bedingt durch die unfreiwillige Umkehr verspätete sich der Flug OS 178 (Stuttgart-Wien). Ursache der für die Passagiere ungewöhnliche Situation war eine simple Dichtung, die noch dazu wenig kostet. Diese versagte ihren Dienst, wodurch des zu einem leichten, aber deutlich spürbaren Druckabfall in der Kabine gekommen ist. Ein Sprecher erklärte, dass es sich um die Dichtung der Frachttür handelte. Dies wurde vom unternehmenseigenen Technikbetrieb festgestellt und bereits behoben. Nach Angaben von Austrian Airlines leitete der Flugkapitän umgehend einen raschen Abstieg von rund 8.000 Metern auf etwa 3.000 Meter ein. Kurzfristig wurde auch Luftnotlage erklärt, doch diese wurde dann wieder zurückgenommen. Für die 21 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der OE-LGK befunden haben, soll der Druckabfall deutlich spürbar gewesen sein. Alle Reisenden konnten die DHC Dash 8-400 unbeschadet verlassen und die 21 Gäste wurden anschließend mit einem Embraer 195 nach Stuttgart gebracht. Die Auslastung auf diesem Flug lag übrigens bei gerundet 28 Prozent. Der Maschinentyp DHC Dash 8-400 ist bei Austrian Airlines mit 76 Sitzen bestuhlt. Davon waren 21 Stück mit Passagieren besetzt, was

weiterlesen »

Wizz: Mit Reisebeschränkungen maximal 50 Prozent Kapazität

Die Billigfluggesellschaft Wizzair geht derzeit davon aus, dass im Oktober 2020 rund die Hälfte der Vorjahreskapazität angeboten und durchgeführt werden kann. Allerdings ist man für den Winterflugplan 2020/21 eher zurückhaltend. Das Management des Lowcost-Carriers gilt als durchaus risikofreudig. Im Wizzair-Wording würde man wohl sagen, dass man sich als „Pionier“ sieht. Doch die Kehrseite ist auch, dass kaum ein Carrier so häufig das Streckennetz, den Flugplan und die Frequenzen ändert wie Wizzair und das ganz unabhängig von Corona. Wenn es binnen weniger Wochen oder Monate finanziell nicht passt, wird die Strecke dichtgemacht. Genau das zeigt sich auch während der Corona-Krise in Wien, denn äußerst frühzeitig nahm das Unternehmen wieder diverse Routen auf, baute das Streckennetz um und stellte einige Destinationen wieder ein oder veränderte die Frequenzen sehr häufig. Letzteres kann zum Ärgernis für Passagiere werden, denn das Unternehmen weigert sich beharrlich eine Ersatzbeförderung mit einer anderen Airline zur Verfügung zu stellen, obwohl es dazu gesetzlich verpflichtet wäre. Doch auch Wizzair muss momentan der Realität ins Auge blicken: Zwar ist man vergleichsweise besser als so mancher andere Anbieter durch die Krise gekommen, doch die Nachfrage ist derzeit europaweit auf einem historischen Tief. Unabhängig davon welches Logo auf dem Rumpf zu sehen ist: Die Fluggesellschaften haben nur wenige Vorausbuchungen, denn Passagiere, die reisen wollen oder müssen, buchen extrem kurzfristig. Wizzair und Ryanair verramschen viele Tickets für einstellige Europreise. Wenn auch das nicht hilft, dann muss der Rotstift her. Diesen „Rotstift“ erzwingen indirekt die europäischen Regierungen, denn die äußerst unterschiedlichen Einreise- und Quarantänevorschriften wirken

weiterlesen »

Mannheim: Rhein-Neckar Air pausiert erneut

Die von MHS Aviation durchgeführten Rhein-Neckar-Air-Flüge von Mannheim nach Berlin-Tegel und Hamburg wurden erst am 14. September 2020 wieder aufgenommen, doch die Nachfrage scheint momentan nicht vorhanden zu sein. Das Unternehmen erklärte, dass sich die Passagierzahlen weit unter den Prognosen befinden und daher beide Strecken auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden. „Aufgrund steigender Infektionszahlen und Reisewarnungen für diverse Länder kommt es jedoch auch innerdeutsch zu einem Nachfragerückgang. Die Passagierzahlen lagen deutlich unter unseren Prognosen“, so Rhein-Neckar-Air-Geschäftsführer Dirk Eggert in einer Medienerklärung. Der virtuelle Carrier lässt sämtliche Flüge von der bayerischen MHS Aviation durchführen. Zum Einsatz kommen Turbopropmaschinen des Typs Dornier 328. Es handelt sich gleichzeitig auch um die einzigen Linienverbindungen des Regionalflughafens Mannheim, der aufgrund seiner kurzen Piste hinsichtlich der möglichen Flugzeugtypen stark eingeschränkt ist.

weiterlesen »

Flughafen Wien testet japanischen Chatbot

Der Flughafen Wien-Schwechat testet derzeit im Bereich der Airport City den Einsatz eines Chatbots für Kundenanfragen. Dabei setzt man auf Technologie des japanischen Unternehmens „Bespoke“. Zunächst werden rund drei Monate lang Erfahrungen gesammelt, anschließend entscheidet das börsennotierte Unternehmen über eine mögliche Ausweitung des Einsatzes. In den letzten Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass Kunden durchaus zu faul sind FAQ-Seiten auf Homepages zu lesen oder sich selbst – beispielsweise über eine kurze Google-Recherche – zu informieren. Das hat zur Folge, dass das E-Mail- und Anrufaufkommen bei vielen Unternehmen sehr hoch ist. Zumeist handelt es sich um Fragen, deren Antworten sich sowieso in den FAQ auf der Homepage befinden. Daher setzen immer mehr Firmen auf Chatbots, die diese Fragen automatisch beantworten sollen. Der Wiener Flughafen testet eine solche Lösung nun auch. Ob Fragen zu aktuellen Reisebestimmungen, rund um den PCR-Test oder zu Service-Angeboten am Flughafen-Standort: Das neue Programm „Bebot“ soll Passagieren in Echtzeit Antworten auf individuelle Fragen liefern und so das Kundenservice des Flughafen Wien noch weiter verbessern. Dazu kommt auch ein digitales Leitsystem zum Einsatz. Sucht man beispielsweise die nächste Apotheke oder den Supermarkt, tippt man dies einfach als Frage ein und die Software führt einem direkt an sein Ziel. Benutzer mit einem mobilen Gerät gelangen auf die Chat-Schnittstelle von „Bebot“ über das Flughafen WLAN oder unter www.airport-city.at, also ohne eine zusätzliche App herunterladen zu müssen. Bei erfolgreichem Testlauf ist eine Erweiterung der Inhalte angedacht. „Wir gehen den nächsten Schritt in der Digitalisierung und setzen Bebot gezielt ein, um unseren

weiterlesen »

Google verkauft nun auch ANA-Flugtickets

Der U.S.-amerikanische Suchmaschinen-Gigant Google vertickt ab sofort auch Tickets der japanischen All Nippon Airways. Direkt über den in der Branche durchaus umstrittenen Preisvergleich Google Flights können nun Flugscheine des Star-Alliance-Mitglieds gekauft werden. Nach Angaben des Carriers kommt dabei der New-Distribution-Capability-Standard der IATA zum Einsatz. ANA sieht in Google Flights einen zusätzlichen Vertriebskanal und geht von hoher Akzeptanz seitens der Kunden aus. „Die Einführung des Book on Google-Dienstes rationalisiert den Prozess und ermöglicht die einfache Buchung von Flügen in wenigen Schritten“, so das Unternehmen. Für den neuen Service nutzt ANA mit der britischen Plattform Travelfusion den branchenführenden NDC-Aggregator. ANA arbeitet bereits seit Jahren kontinuierlich daran, das Reisen bequemer zu machen und wird auch in Zukunft seine NDC-Plattform weiterentwickeln, um die Buchung internationaler Flüge zu vereinfachen.

weiterlesen »

Varna: Ruhiger Urlaub vs. Strandparties

Bulgarien liegt in den letzten Jahren als Sommerurlaubsziel voll im Trend. Der sich nahe der Stadt Varna befindliche Goldstrand hat leider mittlerweile den zweifelhaften Ruf als “neuer Ballermann”. Ganz unberechtigt ist dieser nicht, denn besonders aus Deutschland zieht es viele Party-Urlauber und Interpreten, die bezeichnenderweise zuvor eher auf Mallorca aufgetreten sind, ans Schwarze Meer. Doch die Region Varna hat viel mehr zu bieten als besoffene, grölende Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum. Der kleine Badeort Slatni pjasazi (Goldstrand) ist in allen Belangen auf den Massentourismus ausgerichtet. Im Kern der kleinen Gemeinde sind große Hotels dicht an dicht gebaut, dazwischen finden sich enorm viele Bars und Diskotheken. Die Uferpromenade ist von vielen Verkaufsständen, die eigenen Angaben nach nur Originalware verkaufen, geprägt. Von auffällig billiger “Markenware” über Alkohol über Fußbehandlungen mit Fischen und Tätowierungen ist alles für wenig Geld zu haben. Dementsprechend ist während der Hauptsaison auch das Flair vor Ort, denn viele Reisende aus der D-A-CH-Region kommen hier her, um Party zu machen. Das Klientel, das mittlerweile Mallorca ein Dorn im Auge ist, trifft man vermehrt in Bulgarien hat. Es ist erheblich günstiger und selbst Alkohol in Eimern am Strand ist hier nicht verboten. Wenn man also auf Party feiern und Saufen bis der Arzt kommt steht, ist man während der Hauptsaison hier genau richtig. Doch gilt es zu bedenken, dass der Strand enorm groß ist und ähnlich wie in Mallorca nur ein ganz kleiner Abschnitt Partyzone ist. Außerhalb dieser ist es äußerst ruhig und entspannte und preiswerte Strandurlaube mit der ganzen

weiterlesen »

Sardinien: Gericht kippt PCR-Test-Vorlagepflicht

Ab sofort ist für die Einreise auf die italienische Mittelmeerinsel Sardinien vorläufig kein negativer PCR-Test mehr notwendig. Ein Gericht kippte die Anordnung der Regionalregierung. Zumindest bis zum 7. Oktober 2020 ist die Einreise wieder ohne Vorlage eines negativen Befundberichts möglich. Das Verwaltungsgericht Cagliari ist der Ansicht, dass durch die Testpflicht das Grundrecht auf Reisefreiheit eingeschränkt ist. Gegen die Verordnung der Regionalregierung ging übrigens die Zentralregierung in Rom vor und obsiegte in erster Instanz. Am 7. Oktober 2020 geht der Prozess allerdings weiter. Bis dahin ist die vom Präsidenten der Region Sardinien herausgegebene Anordnung allerdings außer Kraft. Die übrigen Coronamaßnahmen auf der italienischen Insel sind nicht betroffen, denn diese waren auch nicht Gegenstand des Verfahrens.

weiterlesen »