Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Amazon forciert Satelliten-Internet durch Milliardenübernahme von Globalstar

Der US-amerikanische Technologiekonzern Amazon steht vor einer strategischen Erweiterung seiner Raumfahrtaktivitäten und plant die Übernahme des Satelliten-Spezialisten Globalstar. Mit einem Transaktionsvolumen von mehr als elf Milliarden Dollar zielt der Online-Versandhändler darauf ab, seinen geplanten Satelliten-Internetdienst „Project Kuiper“ – im Text als „Leo“ bezeichnet – massiv zu beschleunigen. Amazon bietet den Anteilseignern von Globalstar wahlweise 90 Dollar in bar pro Aktie oder den Tausch in eigene Wertpapiere an. Dies entspricht einem Aufschlag von über 23 Prozent gegenüber dem letzten Börsenschlusskurs vor Bekanntgabe der Pläne und unterstreicht die Dringlichkeit, mit der Amazon eine konkurrenzfähige Infrastruktur im erdnahen Orbit aufbauen möchte. Ein zentraler Aspekt dieser Akquisition ist der Zugriff auf die wertvollen Frequenzbänder und die bestehende Satellitenflotte von Globalstar. Diese Ressourcen ermöglichen es Amazon, die Kommunikation zwischen Satelliten und Endgeräten wie Smartphones künftig ohne spezielle Empfangsanlagen oder zusätzliche Hardware zu realisieren. Durch diese sogenannte „Direct-to-Cell“-Technologie will der Konzern eine Marktlücke schließen und sich gegenüber dem derzeitigen Marktführer Starlink von SpaceX positionieren. Während Elon Musks Unternehmen bereits tausende Satelliten im All betreibt, verschafft der Zukauf Amazon den notwendigen technologischen Vorsprung bei der Frequenznutzung, um die Entwicklungszeit für das eigene Netzwerk entscheidend zu verkürzen. Die Übernahme erfolgt in einer Phase intensiven Wettbewerbs im Bereich der Satellitenkonnektivität. Globalstar verfügte bereits vor der Amazon-Offerte über Kooperationen mit namhaften Technologieunternehmen wie Apple, um Notruffunktionen via Satellit auf Mobilgeräten bereitzustellen. Durch die Integration in das Ökosystem von Amazon können diese Dienste auf eine globale Cloud-Infrastruktur und ein weitreichendes Logistiknetzwerk zurückgreifen. Branchenexperten werten den Deal als notwendigen Befreiungsschlag, da Amazon

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Eskalation im Tarifkonflikt zum Firmenjubiläum: Stillstand am Frankfurter Flughafen während der 100-Jahr-Feier der Lufthansa

Das hundertjährige Bestehen der Deutschen Lufthansa sollte ein glanzvoller Moment der Luftfahrtgeschichte werden, doch die Feierlichkeiten im neuen Besucherzentrum Hangar One wurden von massiven Arbeitsniederlegungen überschattet. Während Bundeskanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder am Mittwoch die Verdienste des Kranich-Konzerns würdigten, blieben auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens hunderte Maschinen am Boden. Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) hatte zum zweitägigen Streik aufgerufen, der nahtlos an den Ausstand der Pilotenvereinigung Cockpit anknüpfte. Über tausend Beschäftigte des Kabinenpersonals demonstrierten vor dem Lufthansa Aviation Center gegen den aktuellen Kurs des Managements. Der Konflikt, der sich längst zu einer systemischen Krise ausgeweitet hat, betrifft nicht nur die Kernmarke, sondern auch Tochtergesellschaften wie Cityline und Cargo. Während das Management unter Carsten Spohr auf Profitabilität und eine unveränderte Strategie beharrt, warnen Analysten vor langfristigen Schäden für den Ruf und die finanzielle Stabilität des größten deutschen Luftverkehrskonzerns. Protestwelle und Forderungen des fliegenden Personals Die Beteiligung an den Protestaktionen am Frankfurter Flughafen war beachtlich. Nach Polizeiangaben formierten sich rund 1.150 Beschäftigte zu einem Demonstrationszug, um ihrem Unmut über die Arbeitsbedingungen im Manteltarifvertrag Ausdruck zu verleihen. Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist angespannt; Rufe nach einem personellen Wechsel an der Konzernspitze waren während der Kundgebung unüberhörbar. Harry Jaeger, Leiter der Tarifpolitik bei der Ufo, betonte, dass die Forderungen nach einem Sozialplan, insbesondere für die Angestellten der Cityline, in der Branche eine absolute Selbstverständlichkeit darstellten. Die Gewerkschaft wirft der Arbeitgeberseite vor, unzureichende Zusagen gemacht zu haben und die existenziellen Sorgen der Belegschaft zu ignorieren. Besonders deutlich wurde das Paradoxon des

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Flughafen-Wien-Gruppe meldet Passagierwachstum trotz regionaler Kriseneinflüsse

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat das erste Quartal des Jahres 2026 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Im Berichtsmonat März stieg die Zahl der Reisenden im gesamten Konzernnetzwerk, zu dem neben dem Standort Wien auch die Beteiligungen am Malta Airport und am Flughafen Kosice gehören, um 5,1 Prozent auf insgesamt 3.146.473 Personen. Während der Standort Wien ein moderates Plus von 1,9 Prozent verzeichnete, entwickelten sich die internationalen Standorte deutlich dynamischer. Malta meldete einen Zuwachs von 12,5 Prozent, und am Flughafen Kosice stieg das Aufkommen um über 50 Prozent an. Insgesamt fertigte die Gruppe von Januar bis März rund 8,35 Millionen Passagiere ab. Am Standort Wien wurde die Entwicklung maßgeblich durch geopolitische Faktoren beeinflusst. Der Nahost-Konflikt führte seit Ende Februar zu massiven Einschränkungen im Flugverkehr der Region, was sich in einem Rückgang der Passagierzahlen in den Nahen und Mittleren Osten um etwa 90 Prozent widerspiegelte. Dennoch konnte der Flughafen Wien durch Zuwächse in anderen Sektoren, insbesondere in den Fernen Osten (+41,5 Prozent) und nach Afrika (+10,6 Prozent), ein positives Gesamtergebnis erzielen. Ein signifikanter Teil des Wachstums in Wien resultierte zudem aus transitbedingten Zwischenlandungen von Air India zur Betankung, bei denen die Fluggäste an Bord bleiben. Die betriebliche Effizienz am Wiener Drehkreuz verbesserte sich im März spürbar. Trotz eines leichten Rückgangs der Flugbewegungen um 1,4 Prozent auf 17.585 Starts und Landungen stieg der Sitzladefaktor um 4,0 Prozentpunkte auf 78,4 Prozent an. Dies deutet auf eine höhere Auslastung der eingesetzten Maschinen hin. Im Frachtbereich verzeichnete der Standort hingegen einen Rückgang um 8,0 Prozent auf 26.221 Tonnen,

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Ersatzteilmarkt: Executive Jet Support übernimmt zwei Airbus A340-600 zur Komponentenverwertung

Das britische Unternehmen Executive Jet Support (EJS) hat einen bedeutenden Ausbau seines Airbus-Programms bekannt gegeben und damit seine Position auf dem globalen Markt für gebrauchte Luftfahrtkomponenten gestärkt. Durch den Erwerb von zwei Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A340-600 von der deutschen USC GmbH leitet der Dienstleister seine ersten Teardown-Projekte für dieses spezifische Muster ein. Die beiden Flugzeuge mit den Seriennummern MSN 771 und MSN 846 werden planmäßig am Standort Bydgoszcz in Polen demontiert. Ziel dieser strategischen Investition ist es, die Verfügbarkeit von hochwertigen Ersatzteilen und strukturellen Komponenten für Betreiber, Instandhaltungsbetriebe (MRO) und Handelspartner weltweit zu erhöhen. Dieser Schritt unterstreicht den Trend in der Luftfahrtindustrie, die Lebenszyklen von Flugzeugflotten durch eine effiziente Ersatzteilgewinnung aus außer Dienst gestellten Maschinen zu optimieren und die Materialversorgung für bestehende Flotten abzusichern. Marktdynamik und die Rolle von Gebrauchtteilen in der Luftfahrt Der Markt für gebrauchte, zertifizierte Flugzeugteile, in der Fachsprache als USM (Used Serviceable Material) bezeichnet, gewinnt in der modernen Luftfahrt zunehmend an Bedeutung. Fluggesellschaften und Instandsetzungsbetriebe stehen unter stetigem Kostendruck und suchen nach Wegen, die Wartungskosten für ältere Flugzeugmuster effizient zu gestalten, ohne Abstriche bei der Sicherheit und Zuverlässigkeit zu machen. Der Airbus A340-600, einst als prestigeträchtiges vierstrahliges Langstreckenflugzeug konzipiert, befindet sich bei vielen großen Linienfluggesellschaften in der Ausflottungsphase, was eine Chance für spezialisierte Unternehmen wie Executive Jet Support darstellt. Durch die gezielte Demontage dieser Maschinen können kritische Komponenten wie Avionik-Systeme, Fahrwerke, Hilfstriebwerke (APUs) und zahlreiche rotierende Teile (Rotables) in den Kreislauf zurückgeführt werden. Die Übernahme der beiden Maschinen von der in Deutschland ansässigen USC GmbH,

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Boeing übertrifft Airbus bei den Auslieferungszahlen im ersten Quartal 2026

Der US-amerikanische Luftfahrtkonzern Boeing hat das erste Quartal des Jahres 2026 mit einer deutlichen Steigerung seiner Auslieferungszahlen abgeschlossen und sich damit vor seinem europäischen Hauptkonkurrenten Airbus positioniert. Mit insgesamt 143 übergebenen Verkehrsflugzeugen verzeichnete das Unternehmen aus Arlington eine robuste Dynamik im zivilen Sektor, die maßgeblich durch die hohe Taktung im 737-Programm getrieben wurde. Während Boeing seine Kapazitäten nach den Herausforderungen der vergangenen Jahre stabilisieren konnte, meldete Airbus für den gleichen Zeitraum die Auslieferung von 114 Maschinen. Parallel dazu demonstrierte Boeing eine anhaltende Stärke in seinem Geschäftsbereich für Verteidigung, Raumfahrt und Sicherheit, in dem 30 Einheiten, darunter Kampfjets und Hubschrauber, an staatliche Abnehmer übergeben wurden. Diese Zahlen deuten auf eine Erholung der globalen Lieferketten und eine gesteigerte Produktionseffizienz hin, wobei die endgültige Bestätigung der Daten im Rahmen des kommenden Quartalsfinanzberichts erwartet wird. Der Vorsprung gegenüber Airbus im ersten Quartal markiert einen wichtigen operativen Etappensieg für Boeing im fortwährenden Duell um die Marktführerschaft in der globalen Luftfahrtindustrie. Dominanz der Kurz- und Mittelstreckenflotte im zivilen Sektor Der Erfolg der zivilen Sparte von Boeing im ersten Quartal 2026 stützte sich primär auf das Rückgrat des Konzerns: das 737-Programm. Von den insgesamt 143 ausgelieferten Verkehrsflugzeugen entfielen allein 114 Einheiten auf diesen Typ. Dies entspricht einem Anteil von rund 80 Prozent am gesamten zivilen Auslieferungsvolumen. Die hohe Nachfrage nach der 737-Serie, die insbesondere bei Low-Cost-Carrieren und für Kurzstreckennetze weltweit gefragt ist, unterstreicht die Bedeutung einer hohen Taktrate in der Endmontage. Boeing ist es offenbar gelungen, die Produktionsprozesse so zu optimieren, dass die hohen Auftragsbestände effizient abgearbeitet

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El Al eröffnet modernisierte Lounge für Premiumkunden am Flughafen Ben Gurion

Die israelische Fluggesellschaft El Al hat die umfassende Renovierung ihrer exklusiven TOP Lounge im Terminal 3 des Flughafens Ben Gurion abgeschlossen und den Betrieb für ihre Top-Platinum-Mitglieder wieder aufgenommen. Die Wiedereröffnung ist Teil einer langfristigen Strategie des Unternehmens, das Serviceangebot für das oberste Kundensegment systematisch auszubauen und an internationale Standards der Luxushotellerie anzupassen. Im Zuge der Neugestaltung wurde die gesamte Infrastruktur der Räumlichkeiten grundlegend erneuert, um den Anforderungen von Geschäftsreisenden und anspruchsvollen Privatkunden gerecht zu werden. Die architektonische Leitung des Projekts lag in den Händen des renommierten Büros Orly Shrem Architects, das auf die Konzeption von Luxusimmobilien spezialisiert ist. In Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Partnerunternehmen wurde ein modernes Raumkonzept umgesetzt, das verschiedene Funktionsbereiche umfasst. Während Pitaro Hecht für die Ausstattung mit Designermöbeln verantwortlich zeichnete, lieferte Samsung ein integriertes System aus hochauflösenden Displays für Information und Unterhaltung. Die bauliche Veredelung der Oberflächen, einschließlich der Boden- und Wandverkleidungen, wurde durch den Spezialisten HeziBank realisiert, um ein einheitliches und hochwertiges Erscheinungsbild zu gewährleisten. Neben den optischen Neuerungen wurde besonderer Wert auf die funktionale Aufteilung der Lounge gelegt. Es entstanden großzügige Empfangsbereiche sowie räumlich getrennte Zonen, die entweder der Entspannung oder dem konzentrierten Arbeiten dienen. CEO Levy Halevy unterstrich bei der Vorstellung der Räumlichkeiten, dass die Investitionen in die TOP Lounge ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Kundenbindung im Premiumsegment darstellen. Durch die Modernisierung soll ein nahtloses Hospitality-Erlebnis geschaffen werden, das bereits vor dem Abflug beginnt und den Status der Fluggesellschaft als führender Anbieter in der Region festigt. Branchenbeobachter werten diesen Schritt auch als

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Wirtschaftliche Lage der österreichischen Gastronomie bleibt trotz Umsatzplus angespannt

Die österreichische Gastronomie verzeichnete im vergangenen Jahr zwar solide Umsatzsteigerungen, sieht sich jedoch weiterhin mit einer fragilen wirtschaftlichen Gesamtsituation konfrontiert. Laut dem aktuellen „Fitness-Check Gastronomie 2026“, erstellt von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (OeHT) in Zusammenarbeit mit Kohl > Partner und der Prodinger Tourismusberatung, sind die Zuwächse primär preisgetrieben. Trotz der nominalen Steigerungen liegen die Gästezahlen und Frequenzen nach wie vor deutlich unter dem Niveau von vor 2020. Besonders kleinere Betriebe mit weniger als 100 Sitzplätzen erwirtschaften im Median lediglich rund 12.000 Euro Umsatz pro Sitzplatz im Jahr, was den Spielraum für Investitionen stark einschränkt. Während die Betriebe den Wareneinsatz durch professionelleres Controlling und konsequente Kalkulation stabilisieren konnten, entwickeln sich die Personalkosten zum zentralen Belastungsfaktor. In kleineren Gastronomiebetrieben machen die Mitarbeiterkosten mittlerweile durchschnittlich 42,11 Prozent des Umsatzes aus, in größeren Betrieben liegen sie bei rund 39,39 Prozent. Dieser strukturelle Anstieg ist unter anderem auf die Abschlüsse der letzten Kollektivvertragsrunden sowie auf den allgemeinen Fachkräftemangel zurückzuführen, der die Lohnnebenkosten und Ist-Löhne nach oben treibt. Experten betonen, dass die Betriebe versuchen, diese Belastungen über den Angebotsmix und die Preisgestaltung abzufangen, anstatt rein über Effizienzsteigerungen in der Einsatzplanung. Das operative Ergebnis (GOP) zeigt zwar eine leichte Verbesserung, bleibt jedoch im historischen Vergleich gedämpft. Während die Ski- und Berggastronomie aufgrund höherer Volumina einen GOP von knapp 20 Prozent erreicht, müssen kleinere Einheiten mit etwa 12,5 Prozent kalkulieren. Aktuelle Bilanzdaten der KMU-Forschung unterstreichen die prekäre Lage für Betriebe mit einem Jahresumsatz von unter einer Million Euro, die häufig negative Ergebnisse vor Steuern ausweisen. Zwar hat

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Defizite in der Luftverteidigung: Schweizer Luftwaffenchef warnt vor Sicherheitslücken und Zeitnot

Die sicherheitspolitische Lage der Schweiz steht vor einer Zerreißprobe. In einem deutlichen Lagebericht hat der Kommandant der Schweizer Luftwaffe, Divisionär Christian Oppliger, vor den gravierenden Unzulänglichkeiten der nationalen Luftverteidigung gewarnt. In einem vielbeachteten Interview vom 12. April 2026 beschrieb Oppliger die aktuelle Situation als einen Kampf gegen die Zeit. Die Schweiz sei gegen moderne Bedrohungen aus der Luft, insbesondere gegen ballistische Raketen, derzeit faktisch nicht verteidigungsfähig. Die vorhandenen Mittel seien veraltet und unzureichend, um einen wirksamen Schutz des Luftraums in einem Ernstfall zu garantieren. Diese Bestandsaufnahme erfolgt vor dem Hintergrund massiver Verzögerungen bei zentralen Beschaffungsprogrammen, Kostenüberschreitungen und einem zunehmenden Personalmangel innerhalb der Luftwaffe. Reduzierung der Kampfjet-Flotte und finanzielle Zwänge Ein zentraler Pfeiler der Modernisierungsstrategie, die Beschaffung des US-Tarnkappenjets Lockheed Martin F-35A, steht unter erheblichem Druck. Ursprünglich war der Erwerb von 36 Flugzeugen geplant, um die veralteten F/A-18 Hornets und die verbliebenen F-5 Tiger zu ersetzen. Doch steigende Produktionskosten in den USA haben das vom Schweizer Stimmvolk im Jahr 2020 knapp bewilligte Budget von 6 Milliarden Franken gesprengt. Um eine erneute, politisch riskante Volksabstimmung über Zusatzkredite zu vermeiden, sieht sich die Regierung gezwungen, die Stückzahl zu reduzieren. Oppliger bestätigte, dass nun lediglich rund 30 Flugzeuge angestrebt werden. Diese Reduktion ist militärisch hochproblematisch. Interne Analysen der Luftwaffe hatten ursprünglich einen Bedarf von 55 bis 70 Kampfflugzeugen ermittelt, um eine glaubwürdige Verteidigungshaltung über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Mit nur 30 Jets wird die Schweiz weit hinter diesen Anforderungen zurückbleiben. Dennoch hält Oppliger den Wechsel auf eine Plattform der fünften Generation für alternativlos, um

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Rada Airlines holt weitere Il-62M aus dem Long-Time-Storage zurück

In der weißrussischen Luftfahrt zeichnet sich eine ungewöhnliche technische Entwicklung ab: Die Frachtfluggesellschaft Rada Airlines hat am Flughafen Witebsk mit Arbeiten zur Reaktivierung einer Iljuschin Il-62M begonnen. Das Flugzeug mit der Registrierung EW-564TR befand sich seit August 2021 im Langzeitlager und soll nun nach mehrjährigen Standzeiten wieder in den aktiven Flugdienst zurückkehren. Die Maschine weist eine markante Lackierung auf, die auf ihre Vergangenheit im Dienst der Regierung von Gambia zurückzuführen ist. Ursprünglich wurde dieser Jet im Jahr 1993 fertiggestellt und gehört damit zu den spätesten produzierten Exemplaren dieses ikonischen sowjetischen Langstreckenmusters. Die Entscheidung von Rada Airlines, das vierstrahlige Flugzeug wieder flugfähig zu machen, ist vor dem Hintergrund des aktuellen Mangels an verfügbaren Frachtkapazitäten und Ersatzteilen im osteuropäischen Raum zu sehen. Während westliche Sanktionen den Zugang zu modernen Boeing- oder Airbus-Flugzeugen erschweren, setzen spezialisierte Frachtbetreiber zunehmend auf bewährtes sowjetisches Gerät, für das regionale Wartungskapazitäten vorhanden sind. Die Il-62M zeichnet sich durch ihre robusten Flugeigenschaften und die Fähigkeit aus, schwere Lasten über weite Distanzen zu transportieren, auch wenn sie aufgrund ihrer Triebwerkstechnologie und Lärmentwicklung auf vielen westlichen Flughäfen Beschränkungen unterliegt. Weltweit gilt die Iljuschin Il-62 heute als absolute Rarität am Himmel. Neben den russischen Staatsstrukturen und der nordkoreanischen Air Koryo ist Rada Airlines einer der letzten kommerziellen Betreiber dieses Typs. Die Reaktivierung am Standort Witebsk umfasst laut Brancheninsidern eine gründliche Überprüfung der Zelle, der Triebwerke vom Typ Solowjow D-30KU sowie der Avioniksysteme. Ziel der Maßnahme ist es, die Kapazitäten der eigenen Flotte zu erweitern, anstatt das Flugzeug an Drittparteien zu veräußern. Dies

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Österreichische Sommelier-Elite analysiert Marktlage im neuen Branchenkompendium

Das Wein- und Kulinarikmagazin Kalk&Kegel hat mit dem Somm.Book 2026 ein umfassendes Nachschlagewerk für die gehobene Gastronomie veröffentlicht. Angesichts konjunktureller Herausforderungen im Weinsektor widmen sich mehr als 30 führende Sommelièren und Sommeliers, darunter namhafte Branchengrößen wie René Antrag vom Wiener Steirereck und Alexander Koblinger vom Genießerhotel Döllerer, der strategischen Zukunft des Getränkeverkaufs. Auf 312 Seiten werden praxisnahe Strategien zur Umsatzsteigerung durch Storytelling und gezielte Verkaufspsychologie erörtert. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Wein, sondern erstreckt sich auch auf Segmente wie Bier, Sake und hochwertige alkoholfreie Alternativen, die in der modernen Gastronomie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Ausgabe ist die kuratierte Liste der 175 besten Weingüter Österreichs. Diese Auswahl wurde von einer Fachjury aus rund 70 Top-Sommeliers getroffen und umfasst detaillierte Porträts sowie etwa 500 Weinempfehlungen inklusive fachspezifischer Kostnotizen. Die Publikation dient damit als zentrales Arbeitsinstrument für den Einkauf und die Weinkartenberatung. Zusätzlich bietet das Buch ein umfangreiches Verzeichnis der relevantesten Fachhändler des Landes, um die Vernetzung zwischen Produzenten und Gastronomen zu optimieren. In Zeiten volatiler Märkte setzt das Werk auf Professionalisierung und Qualitätsführerschaft als Antwort auf sinkende Absatzzahlen im Basissegment. Erstmals integriert das Kompendium eine exklusive Produzentenliste, die auf den Empfehlungen von über 100 Sterne- und Haubenköchen basiert. Diese Übersicht listet 103 Betriebe auf, die höchste Qualitätsstandards bei der Erzeugung von Lebensmitteln erfüllen. Dabei werden sowohl etablierte Marken als auch spezialisierte Kleinproduzenten berücksichtigt. Laut Herausgeber Michael Pöcheim-Pech ist das Ziel der Publikation, die gesamte Wertschöpfungskette der österreichischen Kulinarik abzubilden und Gastronomen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für

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