
Sicherheitsrelevante Nachbesserungen am Airbus A220 aufgrund von Flüssigkeitseintritt in die Avionik
Die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada hat eine verbindliche Lufttüchtigkeitsanweisung für Flugzeuge des Typs Airbus A220 erlassen, nachdem mehrere Vorfälle von Systemausfällen während des Flugbetriebs gemeldet wurden. Ursache für diese potenziell gefährlichen Störungen ist nach offiziellen Untersuchungen der Eintritt von Flüssigkeiten in den mittleren Avionikraum, der sich unterhalb des Kabinenbodens befindet. In mehreren dokumentierten Fällen führten bereits geringe Mengen verschütteter Getränke in der Passagierkabine dazu, dass kritische elektronische Komponenten durch Kurzschlüsse oder Korrosion beeinträchtigt wurden. Da die dort verbaute Verkabelung und die entsprechenden Steckverbindungen nicht gegen Feuchtigkeit isoliert sind, besteht das Risiko von Kettenausfällen wesentlicher Flugsteuerungssysteme. Die neue Anweisung verpflichtet alle Betreiber der A220-Serie, strukturelle Abdichtungsmaßnahmen im Bereich der Bodenplatten und Sitzschienen vorzunehmen, um den Schutz der sensiblen Elektronik künftig zu gewährleisten. Diese Maßnahme verdeutlicht die Herausforderungen bei der Integration moderner Computertechnologie in die Flugzeugstruktur und unterstreicht die Notwendigkeit einer lückenlosen physischen Trennung zwischen Passagierbereich und technischem Kern. Analyse der gemeldeten Systemstörungen im Flugbetrieb Die Untersuchung durch Airbus Canada und die kanadischen Aufsichtsbehörden wurde eingeleitet, nachdem Piloten verschiedener Fluggesellschaften über unvorhersehbare Fehlermeldungen im Crew Alerting System berichtet hatten. Diese Meldungen betrafen teilweise redundante Systeme, was in einigen Fällen die Komplexität der Fehlerdiagnose im Cockpit massiv erhöhte. In mindestens zwei dokumentierten Ereignissen sahen sich die Besatzungen gezwungen, den regulären Flugverlauf abzubrechen und eine Sicherheitslandung an einem Ausweichflughafen einzuleiten. Der Zusammenhang zwischen diesen technischen Defekten und banalen Vorfällen in der Kabine, wie etwa einem umgekippten Kaffee oder Wasserbecher im Bereich der vorderen Passagierreihen, wurde erst bei einer detaillierten technischen Inspektion am Boden offensichtlich.








