Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Scheurle bleibt Aufsichtsratschef am Flughafen Köln/Bonn

Klaus-Dieter Scheurle ist einstimmig für weitere fünf Jahre als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen Köln/Bonn GmbH wiedergewählt worden. Der Jurist leitet das Gremium des Unternehmens bereits seit Anfang 2021 und wird somit die strategische Ausrichtung des Flughafens auch in den kommenden Jahren maßgeblich mitgestalten. Scheurle zeigte sich erfreut über das erneute Vertrauen und betonte die wichtigen Aufgaben, die vor dem Flughafen liegen. Dazu zählen die Stärkung des Standorts, die wirtschaftliche Weiterentwicklung sowie ambitionierte Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit. Diese strategischen Weichenstellungen sollen die Schlüsselrolle des Flughafens als zentralen Mobilitäts- und Logistikknotenpunkt für die gesamte Region festigen. Der 70-jährige Scheurle verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Luftverkehrsbranche. Von 2013 bis 2020 war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Flugsicherung (DFS GmbH) und von 2018 bis 2020 Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Zuvor bekleidete er leitende Positionen in verschiedenen Behörden und Unternehmen, darunter Bundes- und Landesministerien, die heutige Bundesnetzagentur sowie im Bankensektor. Im Jahr 2009 wurde er zum Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung berufen. Seine erneute Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden unterstreicht die Kontinuität in der Führung des Flughafens in einer Phase wichtiger strategischer Entscheidungen.

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United Airlines reduziert Flugangebot in Newark drastisch

Die Fluggesellschaft United Airlines hat sich zu einer drastischen Reduzierung ihres Flugangebots an ihrem wichtigen Drehkreuz Newark Liberty International Airport (EWR) entschlossen. Das Unternehmen streicht ab sofort rund 35 tägliche Hin- und Rückflüge. Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf gravierende Personalengpässe in der Flugsicherung und jüngste Ausfälle wichtiger technischer Anlagen der Flugsicherung, die zu erheblichen Störungen des Flugbetriebs in Newark geführt haben. In einem Schreiben des Vorstandsvorsitzenden von United Airlines, Scott Kirby, wird die Situation detailliert beschrieben. Demnach ist es in der Vergangenheit wiederholt zu Ausfällen kritischer Technologie gekommen, die von den Fluglotsen der Federal Aviation Administration (FAA) am Newark Liberty International Airport genutzt wird. Diese Ausfälle hatten weitreichende Konsequenzen, darunter Dutzende von Flugumleitungen, Hunderte von Verspätungen und Annullierungen, was zu einem regelrechten Reisechaos für Tausende von Passagieren führte. Erschwerend hinzu kam, dass mehr als 20 Prozent der für Newark zuständigen Fluglotsen ihren Dienst quittiert haben. Angesichts dieser Umstände sieht sich United Airlines gezwungen, rund zehn Prozent seiner Operationen in Newark zu streichen, was etwa 35 täglichen Hin- und Rückflügen entspricht. Kirby betonte in seinem Schreiben, dass die betroffene Flugsicherungseinrichtung in Newark bereits seit Jahren chronisch unterbesetzt sei. Ohne eine ausreichende Anzahl von Fluglotsen sei es nunmehr offensichtlich – und dies werde von der FAA bestätigt –, dass der Flughafen Newark die Anzahl der geplanten Flugbewegungen in den kommenden Wochen und Monaten nicht bewältigen könne. Unvermeidlicher Schritt zum Schutz der Passagiere Der Vorstandsvorsitzende äußerte sein Bedauern über die Notwendigkeit weiterer Einschnitte in einen bereits reduzierten Flugplan in Newark. Da es

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Massive Flugausfälle in Gatwick erwartet – Streiks von Tankpersonal und Bodenarbeitern bei Easyjet

Reisende, die im Mai und Juni 2025 mit der Fluggesellschaft Easyjet vom Flughafen London Gatwick abfliegen wollen, müssen sich auf erhebliche Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Betankungspersonal und Bodenarbeiter planen koordinierte Streikaktionen, die nach Angaben der Gewerkschaft Unite über 70 Prozent der täglichen Operationen der Airline an dem zweitgrößten Flughafen Großbritanniens beeinträchtigen könnten. Easyjet ist die größte Fluggesellschaft in Gatwick und wickelt mehr als die Hälfte aller Abflüge ab. Die geplanten Arbeitsniederlegungen drohen, Hunderte von Flügen zu streichen oder zu verzögern, insbesondere während der stark frequentierten Pfingstferien im Mai. Die erste Welle von Streiks soll am 16. Mai 2025 beginnen, wenn die Tankmitarbeiter von Redline Oil Services, einem der Hauptanbieter von Betankungsdiensten am Flughafen, für vier Tage die Arbeit niederlegen. Eine zweite viertägige Streikperiode folgt unmittelbar darauf, vom 23. bis zum 27. Mai. Diese Arbeiter sind für die Betankung von Flugzeugen mehrerer Fluggesellschaften zuständig, wobei Easyjet zu den am stärksten betroffenen Airlines zählt. Unite schätzt, dass allein diese Arbeitsniederlegungen zu Ausfällen oder Verspätungen von mehr als 250 Easyjet-Flugbewegungen pro Tag führen könnten. Die Operationen von Easyjet könnten durch weitere Arbeitsniederlegungen von Bodenpersonal des Unternehmens Red Handling zusätzlich belastet werden. Diese Arbeiter, darunter Gepäckabfertiger, Check-in-Personal und Flugzeugabfertiger, planen Streiks am 11., 18. und 25. Mai sowie einen weiteren Streiktag am 2. Juni. Red Handling unterstützt täglich rund 50 Flüge verschiedener Fluggesellschaften in Gatwick, darunter auch Easyjet. Dies bedeutet, dass die Fluggesellschaft möglicherweise mit doppelten Beeinträchtigungen durch überlappende Streikaktionen zweier verschiedener Dienstleistungsanbieter konfrontiert sein könnte. Streit um Löhne und Arbeitsbedingungen als Ursache Der

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AK kritisiert: EU plant Einschränkung der Fluggastrechte

Die Europäische Kommission erwägt eine Novellierung der EU-Fluggastrechte-Verordnung von 2004, die bei Flugverspätungen, Überbuchungen oder Annullierungen Entschädigungszahlungen für Passagiere vorsieht. Die aktuellen Reformbestrebungen könnten jedoch zu einer deutlichen Verschlechterung der bestehenden Regelungen führen, indem die Zeitgrenzen für Entschädigungsansprüche erheblich angehoben werden sollen. Dies ruft bereits jetzt Kritik von Verbraucherschützern hervor, die eine Schwächung der Passagierrechte befürchten. Nach der geltenden Verordnung haben Fluggäste bei einer Verspätung von drei Stunden oder mehr, abhängig von der Flugstrecke, Anspruch auf eine Entschädigung von 250, 400 oder 600 Euro. Die nun diskutierten Vorschläge der EU-Kommission sehen vor, diese Entschädigungspflicht erst bei deutlich längeren Wartezeiten greifen zu lassen: fünf Stunden bei Kurzstrecken (bis 3.500 km), neun Stunden bei Mittelstrecken (bis 6.000 km) und zwölf Stunden bei Langstrecken (über 6.000 km). Ausgenommen bleiben weiterhin Fälle, in denen die Verspätung oder Annullierung auf außergewöhnliche Umstände zurückzuführen ist. Die EU-Fluggastrechte gelten für alle Flüge, die von einem EU-Flughafen starten oder von einer europäischen Fluggesellschaft zu einem EU-Flughafen durchgeführt werden. Die Arbeiterkammer Oberösterreich äußert sich besorgt über diese Pläne und warnt vor erheblichen Nachteilen für Reisende. Präsident Andreas Stangl betont, dass eine Anhebung der Wartezeiten dazu führen würde, dass ein Großteil der Passagiere ihren Entschädigungsanspruch verlöre, da die meisten Flugverspätungen im Bereich von zwei bis vier Stunden liegen. Er kritisiert, dass dies Fluggesellschaften einen Anreiz nähme, Pünktlichkeit zu gewährleisten, und fordert stattdessen eine Stärkung der Passagierrechte. Die Arbeiterkammer unterstützt bereits jetzt ihre Mitglieder bei der Durchsetzung von Fluggastrechten und fordert darüber hinaus die Beibehaltung der aktuellen Regelungen, eine Anpassung der

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Nonstopflug Bremen-Zadar neu im Ryanair-Flugplan

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat eine neue Nonstopverbindung zwischen Bremen im Nordwesten Deutschlands und der kroatischen Küstenstadt Zadar an der Adria aufgenommen. Ab sofort können Reisende zweimal wöchentlich in weniger als zwei Stunden von Bremen nach Zadar fliegen. Die neue Route ergänzt den Flugplan des Bremen Airport um eine attraktive Destination, die als idealer Ausgangspunkt für einen Urlaub an der dalmatinischen Küste und den vorgelagerten Inseln gilt. Die Flüge starten jeweils mittwochs um 18:25 Uhr und samstags um 08:25 Uhr vom Bremen Airport. Zadar, eine Stadt mit rund 70.000 Einwohnern, lockt mit einem milden, mediterranen Klima und einer sehenswerten Altstadt. Dort erwartet Besucher eine faszinierende Mischung aus altrömischen Ruinen und venezianischer Architektur, die ein authentisches Bild Kroatiens vermittelt. Neben kulturellen Sehenswürdigkeiten bietet Zadar eine regionale Küche mit frischen Fisch- und Meeresfrüchtegerichten, die traditionell mit dem lokalen Kirschlikör „Maraschino“ genossen werden. Die charakteristischen Kiesstrände der Küstenstadt laden zum Baden im Meer und zum Sonnenbaden ein. Zudem bereichern verschiedene Musik- und Kunstveranstaltungen das kulturelle Angebot Zadars während der touristischen Saison. Die neue Nonstopverbindung von Bremen nach Zadar erweitert die Reisemöglichkeiten für Urlauber aus Nordwestdeutschland erheblich. Bislang mussten Reisende in der Regel Zwischenstopps und längere Reisezeiten in Kauf nehmen, um die Region um Zadar zu erreichen. Mit dem neuen Nonstopflug bietet Ryanair nun eine schnelle und bequeme Alternative. Zadar selbst ist nicht nur ein attraktives Urlaubsziel, sondern auch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die Weiterreise zu zahlreichen Inseln vor der kroatischen Küste, wie beispielsweise Pag, Dugi Otok und den Kornaten. Diese sind bekannt für

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Eurowings und Skyalps neu in Klagenfurt

Mit der Wiederaufnahme der Flugverbindung nach Köln durch Eurowings und der neuen Nonstopverbindung nach Hannover durch Skyalps erlebt der Flughafen Klagenfurt im Mai 2025 eine bedeutende Stärkung seines Angebots. Nach einer zweijährigen Unterbrechung hat die Lufthansa-Tochter Eurowings am 2. Mai 2025 ihre Flugverbindung zwischen Klagenfurt und Köln wieder aufgenommen. Die Strecke wird nun zweimal wöchentlich, jeweils montags und freitags, bedient. Die erste Landung des Airbus A319 aus Köln wurde am Flughafen Klagenfurt mit einer traditionellen Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr und musikalischer Begleitung durch das Sattnitz Trio gefeiert. Die Passagiere wurden mit regionalen Spezialitäten wie dem Kärntner Reindling begrüsst, was die Bedeutung dieses Ereignisses für die Region unterstrich. Maximilian Wildt, Geschäftsführer des Flughafens Klagenfurt, betonte die Relevanz dieser Verbindung: „Eurowings wieder als Partner bei uns am Standort begrüssen zu dürfen, ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Streckenentwicklung und die weiterhin positive Entwicklung unseres Flughafens.“ Die Flugzeit zwischen Klagenfurt und Köln beträgt etwa eine Stunde und zwanzig Minuten. Die Verbindung ist besonders für Geschäftsreisende und Wochenendtouristen attraktiv. Die Preise für einen einfachen Flug beginnen im Mai 2025 bei rund siebzig Euro. Skyalps verbindet Klagenfurt mit Hannover Einen Tag vor dem Eurowings-Comeback, am 1. Mai 2025, feierte der Flughafen Klagenfurt eine weitere Premiere: Die italienische Regionalfluggesellschaft Skyalps nahm ihre neue Nonstopverbindung zwischen Hannover und Klagenfurt auf. Die Strecke wird zweimal wöchentlich, jeweils montags und donnerstags, bedient. Der Erstflug wurde ebenfalls mit einer Wasserfontäne und musikalischer Begleitung gefeiert. Die Flugzeit beträgt rund zwei Stunden. Die Preise für einen einfachen Flug beginnen bei etwa einhundertvierundneunzig Euro.

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Flugbetrieb am Hamburger Flughafen durch Wartungsarbeiten eingeschränkt

Der Hamburger Flughafen steht vor temporären Einschränkungen im Flugbetrieb. Grund dafür sind die alljährlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Start- und Landebahnen. Betroffen ist zunächst die Piste 05/23 (Niendorf/Langenhorn), die vom 7. bis einschliesslich 21. Mai 2025 für den Flugverkehr gesperrt wird. In dieser Zeit werden alle ankommenden und abfliegenden Flugzeuge die Start- und Landebahn 15/33 nutzen, was zu einer veränderten Flugroutenführung über den Gebieten von Norderstedt und Alsterdorf führen wird. Die Notwendigkeit dieser Arbeiten ergibt sich aus den strengen Sicherheitsvorschriften der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Diese Richtlinien fordern eine regelmässige Überprüfung und Instandhaltung der Flugbetriebsflächen, um einen jederzeit sicheren Flugverkehr zu gewährleisten. Wie Projektleiter Martin Borstelmann vom Hamburg Airport ausführt, umfassen die Massnahmen unter anderem die Entfernung von Gummiabrieb an den Aufsetzpunkten, die Spülung der Sielanlagen, die Erneuerung der Markierungen auf der Piste sowie eine detaillierte Überprüfung der elektrischen Systeme, insbesondere der Startbahnbefeuerung. Die Bündelung dieser unterschiedlichen Arbeiten in einem zusammenhängenden Zeitraum soll die Beeinträchtigungen für den Flugbetrieb und die Passagiere so gering wie möglich halten. Nach Abschluss der Sommerferien steht dann die zweite Start- und Landebahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) im Fokus der Instandhaltung. Die Sperrung dieser Piste ist für den Zeitraum vom 15. bis zum 26. September 2025 vorgesehen. Während dieser Zeit werden sämtliche Flugbewegungen über die Bereiche Niendorf und Langenhorn geleitet. Darüber hinaus weist der Flughafen darauf hin, dass im Laufe des Jahres kurzfristig weitere Tagessperrungen erforderlich sein können. Diese dienen der Durchführung dringender Arbeiten an der elektrischen Infrastruktur und werden jeweils zeitnah über die Webseite des

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Pilotenstreik zwingt Finnair zur Reduzierung von Qantas-Flügen und zu Kündigungen

Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat die Anzahl der Flüge reduziert, die sie im Rahmen eines langfristigen Wet-Lease-Vertrags für die australische Fluggesellschaft Qantas durchführt. Als Grund nannte Finnair die Arbeitskampfmaßnahmen ihrer Pilotengewerkschaft. Statt wie bisher zwei Flugzeuge des Typs Airbus A330-300 kann Finnair derzeit nur noch eines für Qantas betreiben. Aufgrund der fehlenden Einigung mit der finnischen Pilotengewerkschaft kündigte Finnair an, 36 Piloten beurlauben zu müssen. Die Beurlaubungen sollen bis Ende September 2025 beginnen und voraussichtlich mindestens bis Mai 2026 andauern. Der operative Geschäftsführer von Finnair, Jaakko Schildt, bezeichnete die Situation als bedauerlich für alle Beteiligten. Der Konflikt zwischen Finnair und ihren Piloten begann im Dezember 2024, als die Piloten Unzufriedenheit mit den Bereitschaftsdiensten im Rahmen der ACMI-Einsätze äußerten. Mehrere Verhandlungsrunden führten bisher zu keiner Lösung. Die Wet-Lease-Vereinbarung zwischen Qantas und Finnair wurde im Jahr 2023 bekannt gegeben. Finnair sollte Kapazitäten inklusive Flugzeugen, Besatzung, Wartung und Versicherung (ACMI) für Qantas auf den Strecken von Sydney nach Singapur und Bangkok bereitstellen. Diese Flüge waren faktische Verlängerungen der bestehenden Finnair-Verbindungen von Helsinki zu den beiden asiatischen Städten, was einen nahtlosen Übergang für die Crews ermöglichte. Daten von Flightradar24 zeigen, dass Finnair die Flüge zwischen Sydney und Singapur bereits eingestellt hat und Qantas auf dieser Strecke eigene Airbus A330-200 einsetzt. Die Verbindung Sydney-Bangkok wird derzeit noch von Finnair bedient. Die Arbeitskämpfe der Piloten haben Finnair bereits finanziell belastet. Im Quartalsbericht vom 29. April gab die Fluggesellschaft bekannt, dass die Streikmaßnahmen zu Einnahmeausfällen von rund 31 Millionen Euro und einer Belastung des operativen Ergebnisses um

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CMA CGM übernimmt Frachtsparte von Air Belgium

Der französische Logistikkonzern CMA CGM hat die Frachtsparte der belgischen Fluggesellschaft Air Belgium erworben. Die Übernahme umfasst 124 Mitarbeiter des Unternehmens. Trotz der Akquisition soll die Marke Air Belgium bestehen bleiben und ihre Frachtflugzeuge weiterhin in Belgien stationiert sein. Mit dieser Transaktion scheint eine längere Unsicherheitsphase um Air Belgium ihren Abschluss zu finden, nachdem die Fluggesellschaft aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ein gerichtlich überwachtes Übertragungsverfahren durchlaufen hatte. Ursprünglich war geplant, dass die Frachtsparte von einem Konsortium namens Air One Belgium übernommen werden sollte. Diese Genehmigung wurde jedoch Anfang März von einem Handelsgericht aufgehoben. Daraufhin trat CMA CGM, ein Schwergewicht in der globalen Schifffahrtsbranche, als neuer Käufer auf. Die Frachtaktivitäten von Air Belgium umfassen eine Flotte von vier Frachtflugzeugen. Von den insgesamt 401 Mitarbeitern von Air Belgium werden 124 unter der Führung von CMA CGM weiterarbeiten, darunter 72 Piloten. Die Frachtflüge sollen weiterhin unter dem Namen Air Belgium von Belgien aus operieren. Die Übernahme festigt die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Air Belgium und CMA CGM. Im März 2021 hatte der französische Konzern seine eigene Luftfrachtsparte, CMA CGM Air Cargo, gegründet, deren erste Flüge von Air Belgium ab dem Flughafen Lüttich durchgeführt wurden. Dies markierte den Einstieg von Air Belgium in den Luftfrachtsektor. Air Belgium wurde 2016 gegründet und nahm zunächst Passagierflüge auf. Im September 2023 stellte die Gesellschaft jedoch ihre unrentablen Passagierverbindungen nach Südafrika und Mauritius ein und trat in eine gerichtliche Reorganisation ein, gefolgt von einer Übertragung unter gerichtlicher Aufsicht.

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Reisezeit birgt auch Risiken – Wie Urlauber Ärger vermeiden und bei Problemen richtig handeln

Mit den ersten warmen Tagen steigt bei vielen die Vorfreude auf die bevorstehenden Feiertage und die Sommerferien. Doch nicht immer verläuft die ersehnte Auszeit reibungslos. Die Erfahrungen der Verbraucherschlichtung Austria zeigen, dass unerfreuliche Überraschungen im Urlaub zwar vorkommen, sich aber oft durch gute Vorbereitung vermeiden oder zumindest im Nachhinein klären lassen. Joachim Leitner, Experte für Reisethemen bei der Verbraucherschlichtung Austria, rät Urlaubern zu solider Planung, grundlegendem Wissen über ihre Rechte und im Fall des Falles zu Ruhe und Gelassenheit. Pauschalreise versus Individualbuchung – Vor- und Nachteile Bei der Buchung stellt sich oft die Frage, ob eine Pauschalreise oder individuell zusammengestellte Einzelleistungen die bessere Wahl sind. Eine Pauschalreise, die mindestens zwei verschiedene Reiseleistungen wie Beförderung und Unterkunft zu einem Gesamtpreis bündelt, bietet in der Regel einen entscheidenden Vorteil: Der Reiseveranstalter trägt die Verantwortung für die korrekte Durchführung der gesamten Reise. Bei Problemen vor Ort ist er der erste Ansprechpartner und sollte sich um eine Lösung kümmern. Kommt es zu Mängeln, haben Reisende nach ihrer Rückkehr in vielen Fällen Anspruch auf eine Preisminderung. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Insolvenzabsicherung des Reiseveranstalters, die Konsumenten im Falle einer Pleite – wie jüngst bei FTI – zumindest vor dem Verlust ihrer bereits geleisteten Zahlungen schützt. Werden Einzelleistungen separat gebucht, fehlt diese Insolvenzabsicherung. Geht beispielsweise eine Fluggesellschaft in Konkurs, ist das gezahlte Geld meist verloren. Zudem tragen Urlauber bei individuellen Buchungen die volle Verantwortung für den reibungslosen Ablauf ihrer Reise. Fällt der Flug aus und führt dies zu einer verspäteten Ankunft im Hotel, kann es

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