
Go First wird liquidiert: Indische Fluggesellschaft scheitert an Schuldenlast und fehlenden Rettungsmaßnahmen
Die Insolvenz der indischen Fluggesellschaft Go First, einst eine vielversprechende Marke im Budgetflugsegment, hat nun ihren endgültigen Abschluss gefunden. Das National Company Law Tribunal (NCLT) des Landes entschied am 20. Januar 2025, daß das Unternehmen liquidiert wird, nachdem alle Versuche einer Wiederbelebung fehlgeschlagen sind. Dieser Schritt markiert das Ende eines Unternehmens, das in den letzten Jahren mit massiven Schulden und operativen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Das NCLT folgte in seiner Entscheidung der Empfehlung des Gläubigerausschusses, der in seiner 37. Sitzung am 23. Juli 2024 einstimmig die Liquidation von Go First beschlossen hatte. Die Fluggesellschaft, die zur Wadia-Gruppe gehört, hat Schulden in Höhe von rund 110 Milliarden indischen Rupien (ca. 1,27 Milliarden US-Dollar). Diese Summe verteilt sich auf mehrere Gläubigergruppen, darunter Banken, Leasinggesellschaften, Reisebüros und die indische Regierung. Zu den Hauptschuldnern gehören vier Kreditgeber, denen 65,22 Milliarden Rupien (755 Millionen US-Dollar) geschuldet werden, sowie Leasinggeber, an die Go First 20 Milliarden Rupien (231,5 Millionen US-Dollar) zu zahlen hat. Auch Rückerstattungen an Kunden in Höhe von 5 Milliarden Rupien (57,9 Millionen US-Dollar) und 12,92 Milliarden Rupien (149,5 Millionen US-Dollar) an staatliche Pandemiekredite bleiben unbeglichen. Diese Schuldenlast war für die Fluggesellschaft nicht tragbar, insbesondere angesichts der Tatsache, daß sie 100 Prozent ihrer Flotte geleast hatte und somit keine eigenen Flugzeuge besaß. Gescheiterte Rettungsversuche und rechtliche Hürden Go First stellte den Flugbetrieb im Mai 2023 ein, nachdem die finanzielle Schieflage unüberwindbar geworden war. Ein Urteil des Obersten Gerichts in Delhi verschärfte die Situation weiter, als es anordnete, daß die Flugzeuge der Fluggesellschaft abgemeldet und








