Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Führungswechsel im Tourismusmanagement der Landeshauptstadt Hannover

Hans Nolte beendet zum 31. Dezember 2025 seine langjährige Tätigkeit als Geschäftsführer der Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG) und tritt in den Ruhestand. Der 63-Jährige prägte über fast 24 Jahre die touristische Vermarktung und das Stadtmarketing der niedersächsischen Landeshauptstadt sowie der umliegenden Region. Unter seiner Leitung wurden wegweisende Projekte wie die Neuausrichtung des Maschseefestes und die internationale Vermarktung der Herrenhäuser Gärten realisiert. Nolte verabschiedete sich mit persönlichen Worten von seiner Belegschaft und betonte die Bedeutung der künftigen Aufgaben für die touristische Entwicklung des Standortes. Mit dem Ausscheiden Noltes übernimmt Christian Katz die alleinige Verantwortung für die Geschäftsführung. Katz war bereits im November 2024 in das Führungsgremium berufen worden, um einen strukturierten Übergang an der Spitze der Marketinggesellschaft zu gewährleisten. Vor seinem Wechsel zur HMTG sammelte der 42-jährige Katz umfangreiche Erfahrungen im Mediensektor und in der operativen Unternehmensführung, unter anderem als Geschäftsführer des regionalen Fernsehsenders h1. In seiner neuen Funktion steht er vor der Herausforderung, Hannover als bedeutenden Messe- und Kongressstandort sowie als Ziel für Städtereisen weiter zu profilieren. Die Hannover Marketing & Tourismus GmbH agiert als zentraler Dienstleister für die Stadt und die Region Hannover, wobei die Bündelung von Marketingaktivitäten zur Steigerung der Übernachtungszahlen und der Standortattraktivität im Vordergrund steht. Nolte galt während seiner Amtszeit als Architekt einer engen Vernetzung zwischen regionaler Wirtschaft, Hotellerie und Kultur. Die Gesellschafter der HMTG, zu denen neben der Landeshauptstadt auch zahlreiche private Partner aus der regionalen Wirtschaft gehören, würdigten die Kontinuität und Fachkompetenz, mit der Nolte das Unternehmen durch wirtschaftlich wechselhafte Zeiten steuerte.

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Lufthansa prüft Einsatzszenarien für den Airbus A321XLR

Die Deutsche Lufthansa AG steht vor einer Entscheidung bezüglich ihrer zukünftigen Flottenstruktur auf der Kurz- und Mittelstrecke. Im Zentrum der aktuellen Analysen steht der Airbus A321XLR, ein Flugzeugtyp, der durch seine enorme Reichweite von bis zu 8.700 Kilometern das Potenzial besitzt, klassische Langstreckenmärkte mit Schmalrumpfflugzeugen zu bedienen. Noch wiegelt man aber ab. Während Konzernchef Carsten Spohr das Modell in der Vergangenheit eher als Nischenprodukt einstufte, zwingt die Marktdynamik im Jahr 2025 zu einer Neubewertung. Wettbewerber innerhalb Europas sowie wichtige Partner in den transatlantischen Joint Ventures bereiten bereits den großflächigen Einsatz dieses Musters vor. Innerhalb des Lufthansa-Konzerns wird derzeit intensiv geprüft, ob das Modell einen Mehrwert für das bestehende Netzwerk bieten kann, wobei die klassischen Drehkreuze Frankfurt und München nach derzeitigem Stand nicht im Fokus stehen. Die Herausforderung besteht darin, die Vorteile der operativen Flexibilität gegen die Komplexität einer weiteren Teilflotte und die systemischen Anforderungen der Frachtlogistik abzuwägen. Technische Potenziale und die Skepsis der Konzernleitung Der Airbus A321XLR stellt die konsequente Weiterentwicklung der erfolgreichen A320-Familie dar. Durch technische Modifikationen, insbesondere die Integration eines zusätzlichen Rumpftanks, erreicht das Flugzeug Reichweiten, die zuvor größeren zweigangigen Maschinen vorbehalten waren. Diese Fähigkeit ermöglicht Nonstop-Flüge von Zentraleuropa an die Ostküste Nordamerikas oder tief in den afrikanischen Kontinent hinein. Trotz dieser beeindruckenden Leistungsdaten blieb die Konzernführung der Lufthansa lange Zeit zurückhaltend. Carsten Spohr betonte bereits im Jahr 2019, dass das Flugzeug nur für wenige spezifische Strecken im weitverzweigten System der Gruppe infrage käme. Diese Haltung wurde im Oktober 2025 durch Konzernvorstand Dieter Vranckx differenziert, als er bestätigte,

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Addis Abeba: Ethiopian Airlines strebt massive Erhöhung des Grundkapitals an

Die Ethiopian Airlines Group, Afrikas größte und erfolgreichste Fluggesellschaft, hat einen formalen Antrag auf eine erhebliche Kapitalerhöhung bei der staatlichen Beteiligungsholding Ethiopian Investment Holdings eingereicht. Dieser Schritt markiert das Wiederaufleben eines Vorschlags, der bereits vor drei Jahren erstmals eingebracht wurde und nun aufgrund des rasanten Wachstums des Luftfahrtkonzerns an neuer Dringlichkeit gewonnen hat. Während die genaue Summe der geforderten Kapitalspritze offiziell noch unter Verschluss gehalten wird, deutet die historische Entwicklung darauf hin, dass es um Beträge in der Größenordnung von mehreren hundert Milliarden Birr geht. Ziel der Maßnahme ist es, das eingezahlte Kapital des Staatsunternehmens an das massiv gestiegene Vermögen und das gestiegene Transaktionsvolumen anzupassen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die finanzielle Stabilität des Konzerns langfristig abzusichern. Die Entscheidung liegt nun beim Vorstand der Holding, die zwischen den begrenzten nationalen Ressourcen und der strategischen Bedeutung des Luftfahrtsektors abwägen muss. Die Diskrepanz zwischen Wachstum und Kapitalbasis Die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung wird innerhalb des Managements von Ethiopian Airlines primär mit der Diskrepanz zwischen der operativen Größe des Unternehmens und seiner bilanziellen Kapitalausstattung begründet. Bereits im Oktober 2022 hatte der Konzern den Versuch unternommen, das genehmigte Kapital von rund 100 Milliarden Birr auf 300 Milliarden Birr zu verdreifachen. CEO Mesfin Tasew bestätigte seinerzeit, dass das rasante Wachstum der Vermögenswerte des Unternehmens – bedingt durch umfangreiche Flugzeugbestellungen und den Ausbau der Infrastruktur am Drehkreuz Addis Abeba – das Niveau des eingezahlten Kapitals weit übertroffen habe. Im Geschäftsjahr 2024/2025, das am 7. Juli 2025 endete, konnte die Fluggesellschaft ihre wirtschaftliche Vormachtstellung auf dem Kontinent erneut

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Ryanair kritisiert österreichische Luftverkehrsabgabe und fordert Steuerabschaffung

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat zum Jahresende 2025 scharfe Kritik an der österreichischen Bundesregierung sowie am Verkehrsministerium geübt. In einer offiziellen Stellungnahme forderte das Unternehmen die sofortige Abschaffung der Luftverkehrsabgabe in Höhe von 12 Euro pro Passagier sowie eine deutliche Senkung der Flughafen- und Flugsicherungsentgelte. Laut Ryanair-Management führe die Beibehaltung dieser fiskalischen Belastungen dazu, dass Österreich im direkten Wettbewerb mit Nachbarstaaten wie der Slowakei, Ungarn oder Italien massiv an Attraktivität verliere. Während andere EU-Länder ihre Abgaben senken oder ganz streichen würden, stagniere der österreichische Markt aufgrund der hohen Kostenstruktur für Passagiere und Fluggesellschaften. Zusätzliche Marktanalysen stützen die Argumentation der Fluggesellschaft hinsichtlich der Wettbewerbsverschiebung. Der Flughafen Bratislava, nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, verzeichnete zuletzt steigende Passagierzahlen, was Experten unter anderem auf die dortigen Kostenvorteile im Vergleich zum Flughafen Wien zurückführen. Ryanair betonte, dass die aktuelle Steuerpolitik das Wachstum im Tourismussektor und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Luftverkehr behindere. Der Konzern verwies zudem auf die Entwicklung in Deutschland, wo die Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz bereits Maßnahmen zur Senkung der Luftverkehrsteuer eingeleitet hat, um die Luftfahrtbranche zu entlasten und die Ticketpreise für Reisende zu stabilisieren. Die Kritik der Airline richtet sich insbesondere gegen die mangelnde Reformbereitschaft innerhalb der aktuellen Legislaturperiode. Ryanair argumentiert, dass österreichische Fluggäste im Vergleich zu Bürgern in Schweden oder Italien überdurchschnittlich hohe Gebühren zahlen müssten. Die Fluggesellschaft droht indirekt damit, Kapazitäten und Flugzeuge in Länder abzuziehen, die günstigere Rahmenbedingungen bieten. In der Branche wird dieser Druck als Teil einer europaweiten Strategie von Billigfliegern gewertet, nationale Regierungen

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Verkauf von Pakistan International Airlines an Investorenkonsortium abgeschlossen

Die pakistanische Regierung hat den Verkauf der staatlichen Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) erfolgreich abgeschlossen. Ein Konsortium unter der Führung des Wertpapierhandelshauses Arif Habib Limited erhielt den Zuschlag für einen Anteil von 75 Prozent an der nationalen Fluggesellschaft. Zu den weiteren Partnern der Käufergruppe gehören die Fatima Fertilizer Group sowie die AKD Group. Das erfolgreiche Gebot beläuft sich auf 135 Milliarden Pakistanische Rupien, was etwa 482 Millionen US-Dollar entspricht. Die Privatisierung der chronisch defizitären Fluglinie war eine zentrale Bedingung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Rahmen eines finanziellen Stabilisierungsprogramms für den pakistanischen Staat. Der Verkaufsprozess gestaltete sich im Vorfeld schwierig. Ein früherer Versuch scheiterte aufgrund mangelnden Interesses, während an der nun abgeschlossenen Auktion auch Wettbewerber wie die Fluggesellschaft Airblue und das Unternehmen Lucky Cement teilnahmen. Die vertragliche Gestaltung sieht vor, dass die pakistanische Regierung lediglich 10 Milliarden Rupien in bar erhält. Der überwiegende Teil der Kaufsumme muss von den neuen Eigentümern direkt in die Restrukturierung und technische Erneuerung der Airline investiert werden. Zudem besteht eine Beschäftigungsgarantie, nach der alle Mitarbeiter für mindestens zwölf Monate zu unveränderten Konditionen übernommen werden müssen. Die vollständige operative Übernahme ist für April 2026 geplant. Hinter der Fluggesellschaft liegen Jahre schwerer Krisen. Nach einem Absturz im Jahr 2020 geriet PIA international in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass zahlreiche Piloten mit gefälschten Lizenzen flogen. Dies führte zu langjährigen Flugverboten im europäischen und britischen Luftraum. Erst im Dezember 2024 hob die europäische Luftsicherheitsagentur EASA die Sperre auf, gefolgt von den britischen Behörden im Oktober 2025. Das neue Konsortium

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Neugründung im libyschen Luftverkehr: Libyan United Airlines soll 2026 starten

Libyen bereitet den Start einer neuen nationalen Fluggesellschaft unter dem Namen Libyan United Airlines vor. Das Unternehmen soll nach Regierungsangaben bereits im ersten Quartal 2026 den Flugbetrieb aufnehmen. Als Basis für die neue Fluglinie dient der Flugzeugtyp Airbus A320, der aufgrund seiner Vielseitigkeit für Kurz- und Mittelstreckenverbindungen innerhalb Nordafrikas und des Nahen Ostens als ideal gilt. Zum ersten Vorstandsvorsitzenden wurde Ziad Farhoud ernannt, der die Aufgabe hat, von Tripolis aus ein modernes Streckennetz aufzubauen und Libyen wieder stärker an den internationalen Luftverkehr anzubinden. Die Gründung ist Teil einer umfassenden Strategie der libyschen Luftfahrtbehörden, den Sektor nach Jahren der Instabilität zu professionalisieren. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die schwierige Ausgangslage im libyschen Markt. Die bisherigen staatlichen Anbieter, Libyan Airlines und Afriqiyah Airways, verfügen derzeit nur über eine sehr begrenzte Anzahl einsatzbereiter Flugzeuge. Finanzielle Engpässe und die Folgen langjähriger Konflikte haben eine Modernisierung der Bestände bisher verhindert. Libyan United Airlines soll dieses Vakuum füllen und durch eine klare Unternehmensführung sowie den Einsatz geleaster Airbus-Maschinen eine verlässliche Alternative schaffen. Parallel dazu plant die Regierung die Gründung einer nationalen Luftfahrtholding, um die zersplitterten Kapazitäten des Landes zu bündeln und die Investitionskoordination zu verbessern. Der Fokus auf den Airbus A320 ermöglicht der neuen Gesellschaft einen effizienten Start, da dieser Flugzeugtyp in der gesamten Region weit verbreitet ist und die Rekrutierung von zertifiziertem Personal sowie die Wartung vereinfacht. Ziel ist es, zunächst wichtige regionale Wirtschaftszentren anzufliegen, um den Handel und die Mobilität zu fördern. Branchenexperten weisen darauf hin, dass der Erfolg des Projekts maßgeblich von der politischen Stabilität

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Flottenumbau bei Croatia Airlines: Abschied vom Airbus A320 im Jahr 2026

Die nationale Fluggesellschaft Kroatiens, Croatia Airlines, leitet für das Jahr 2026 eine umfassende Modernisierungsphase ihrer Flugzeugflotte ein. Im Zentrum dieser Strategie steht der vollständige Rückzug des Modells Airbus A320 aus dem aktiven Liniendienst. Nach aktuellen Planungen wird der letzte Einsatz dieses Flugzeugtyps am 15. Februar 2026 auf der prestigeträchtigen Verbindung zwischen Zagreb und Paris stattfinden. Während die verbleibenden vier Maschinen des Typs Airbus A319 vorerst im Bestand bleiben, sieht der Transformationsplan die Ausmusterung von insgesamt fünf älteren Flugzeugen vor, um Platz für modernere Kapazitäten zu schaffen. Parallel zur Ausflottung der A320-Serie forciert die Fluggesellschaft die Integration des Airbus A220. Im Laufe des Jahres 2026 sollen sieben neue Maschinen dieses Typs zur Flotte stoßen, womit sich die Anzahl der betriebenen A220 auf insgesamt 14 Exemplare verdoppelt. Dieser Schritt ist Teil eines bereits 2022 angekündigten Erneuerungsprogramms, das darauf abzielt, die gesamte Flotte auf den effizienten Kurz- und Mittelstreckenjet A220 umzustellen. Branchenexperten zufolge ermöglicht der Wechsel auf diesen Flugzeugtyp eine deutliche Vereinheitlichung der Wartungsabläufe und Schulungsprozesse für das fliegende Personal am Standort Zagreb. Ein weiterer Schwerpunkt des Umbaus betrifft die Regionalflotte. Die derzeit betriebenen Turboprop-Maschinen vom Typ De Havilland Canada Dash-8 sollen schrittweise ersetzt werden, bleiben jedoch nach derzeitigem Kenntnisstand noch das gesamte Jahr 2026 über im Einsatz. Um Engpässe während der Übergangsphase zu vermeiden, plant Croatia Airlines die Vorstellung eines Wet-Lease-Partners. Bei diesem Modell werden Flugzeuge inklusive Besatzung von einem externen Dienstleister angemietet, um die Konnektivität auf kürzeren Inlands- und Regionalstrecken sicherzustellen. Die Entscheidung für einen externen Partner unterstreicht den Fokus der

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Strategische Expansion im zentralasiatischen Luftraum durch die Einführung des Airbus A321XLR

Die usbekische Fluggesellschaft Qanot Sharq hat mit der Übernahme ihres ersten Airbus A321XLR einen bedeutenden Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte Zentralasiens und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten erreicht. Als erster Betreiber dieses neuen Langstrecken-Schmalrumpfflugzeugs in der Region setzt das Unternehmen auf eine technologische Neuausrichtung, um sein internationales Streckennetz massiv zu erweitern. Die Auslieferung am 19. November 2025 markiert den Beginn einer langfristigen Leasingvereinbarung mit der Air Lease Corporation und unterstreicht die strategische Ambition Usbekistans, sich als zentraler Knotenpunkt zwischen Asien, Europa und Nordamerika zu positionieren. Mit einer Reichweite, die bisher nur deutlich größeren Flugzeugtypen vorbehalten war, ermöglicht die A321XLR die Erschließung neuer Direktverbindungen von Taschkent nach Zielen wie New York, Busan und Sanya. Dies stellt eine Zäsur für die regionale Konnektivität dar und verändert die ökonomischen Parameter für Langstreckenflüge in der Region grundlegend. Technologische Innovation und Flottenstruktur Der Airbus A321XLR, wobei das Kürzel XLR für Xtra Long Range steht, stellt die konsequente Weiterentwicklung der A321neo-Familie dar. Das Flugzeug zeichnet sich primär durch einen neuartigen hinteren Mitteltank aus, der fest in die Rumpfstruktur integriert ist. Diese Konstruktion ermöglicht ein höheres Treibstoffvolumen, ohne nennenswerten Frachtraum zu opfern, was zu einer maximalen Reichweite von bis zu 8.700 Kilometern führt. Für eine Fluggesellschaft wie Qanot Sharq, die in einem Binnenstaat operiert, ist diese Fähigkeit von entscheidender Bedeutung, da sie Nonstop-Flüge zu weit entfernten Metropolen erlaubt, die zuvor technische Zwischenstopps erforderten. Angetrieben wird die Maschine von CFM LEAP-1A Triebwerken. Diese Aggregate sind für ihre hohe Zuverlässigkeit und thermische Effizienz bekannt. Durch den Einsatz moderner Verbundwerkstoffe und ein

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Rekrutierungsinitiative durch filmische Einblicke bei Edelweiss Air

Die Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss Air hat im Rahmen ihrer neuen Employer-Branding-Strategie einen elfminütigen Dokumentarfilm mit dem Titel „Mehr als nur Fliegen“ veröffentlicht. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Zürcher Videoagentur Lauschsicht realisiert wurde, gewährt detaillierte Einblicke in den Arbeitsalltag im Cockpit auf Kurz- und Langstreckenflügen. Ziel des Films ist es, potenziellen Bewerbern ein realistisches Bild der Unternehmenskultur sowie der professionellen Anforderungen zu vermitteln. Damit reagiert die Tochtergesellschaft der Lufthansa Group auf den anhaltenden Bedarf an qualifiziertem Flugpersonal und nutzt visuelles Storytelling, um sich im Wettbewerb um erfahrene Piloten zu positionieren. Das Arbeitsmodell bei Edelweiss zeichnet sich durch das sogenannte Mixed-Fleet-Flying-Modell (MFF) aus, welches es den Besatzungen ermöglicht, unterschiedliche Flugzeugtypen parallel zu bedienen. In Kombination mit der Einflottung des modernen Airbus A350, der sukzessive die älteren Airbus A340-Maschinen ersetzt, bietet die Airline ein technisch anspruchsvolles Umfeld. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen, dass Edelweiss insbesondere durch die Verbindung von globalen Ferienzielen und flexiblen Arbeitszeitmodellen am Boden punkten will. Diese Individualisierung der Dienstpläne soll die Attraktivität des Berufsfeldes erhöhen, indem sie neben dem reinen Flugbetrieb auch administrative oder ausbilderische Tätigkeiten integriert. Branchenbeobachter sehen in dieser Kampagne einen notwendigen Schritt, da der Markt für Cockpit-Personal in der Schweiz durch die Konkurrenz zur Konzernmutter Swiss sowie zu internationalen Mitbewerbern stark beansprucht ist. Edelweiss setzt hierbei auf eine Abgrenzung durch eine familiäre Betriebsatmosphäre und die Fokussierung auf das touristische Segment. Der Film fungiert als Instrument der Vorselektion, indem er fachlich qualifizierten Interessenten hilft, die Übereinstimmung ihrer persönlichen Vorstellungen mit den betrieblichen Werten von Teamgeist und Eigenverantwortung abzugleichen.

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Sondierungsgespräche zwischen Belavia und Boeing über künftige Zusammenarbeit

Die belarussische Staatsairline Belavia hat offizielle Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing aufgenommen. Wie Konzernchef Igor Tschurinez in einem Interview mit dem belarussischen Staatsfernsehen bestätigte, fanden bereits direkte Treffen zwischen dem Management der Fluggesellschaft und Vertretern des US-Konzerns statt. Hintergrund dieser diplomatischen und wirtschaftlichen Annäherung ist die Aussicht auf einen Wegfall der US-Sanktionen, die den Luftverkehrssektor des Landes in den vergangenen Jahren massiv eingeschränkt hatten. Die Gespräche zielen darauf ab, die operative Handlungsfähigkeit der Airline wiederherzustellen und den Zugriff auf westliche Hochtechnologie zu sichern. Im Zentrum der Verhandlungen steht eine umfassende Modernisierung und Erweiterung der Flotte ab dem Jahr 2026. Belavia setzt traditionell auf eine Mischflotte, in der Boeing-Modelle wie die 737-Serie eine tragende Rolle spielen. Neben der Beschaffung neuer Flugzeuge sind vor allem die Wiederaufnahme der offiziellen Wartungsdienste und der ungehinderte Zugang zu originalen Ersatzteilen von strategischer Bedeutung. Zudem wird über die Reaktivierung zertifizierter Software-Updates verhandelt, die für die Sicherheit und Effizienz des modernen Flugbetriebs unerlässlich sind. Ein weiterer kritischer Punkt der Gespräche ist die Normalisierung der Finanzströme, insbesondere die Abwicklung von Transaktionen in US-Dollar. Zusätzliche Branchenanalysen verdeutlichen, dass Belavia durch die bisherigen Sanktionen gezwungen war, Wartungsintervalle über Drittstaaten abzuwickeln oder auf russische Infrastruktur auszuweichen. Eine direkte Kooperation mit Boeing würde die Betriebskosten senken und die technische Zuverlässigkeit der Flotte erhöhen. Experten werten die Treffen als Indikator für eine mögliche politische Entspannung, die es dem US-Hersteller erlauben könnte, verlorene Marktanteile in Osteuropa zurückzugewinnen. Für Boeing stellt die Region trotz der geopolitischen Spannungen einen relevanten Absatzmarkt für Mittelstreckenjets dar, sofern

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