
Tarifkonflikt bei Lufthansa City Airlines spitzt sich zu: Ufo fordert Gehälter auf Discover-Niveau
Die tarifpolitische Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen bei der neuen Lufthansa-Tochter City Airlines gewinnt an Schärfe. Die Kabinengewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat konkrete Gehaltsforderungen für das Flugbegleitpersonal vorgelegt. Bemerkenswert ist dabei, dass sich Ufo dezidiert am Vergütungsniveau der Konzerntochter Discover Airlines orientiert – einem Niveau, das von der konkurrierenden Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ausgehandelt wurde. Dieser Schritt unterstreicht den Wettbewerb zwischen den Gewerkschaften um die tarifliche Vertretungsmacht bei der neuen Airline, die sukzessive ihren Betrieb aufnimmt. Ufo fordert eine monatliche Einstiegsvergütung von 3.200 Euro für Flugbegleiter bei Lufthansa City Airlines. Für erfahrene Beschäftigte mit 18 Dienstjahren und der Qualifizierung zum Senior Flugbegleiter soll das Gehalt auf bis zu 4.590 Euro ansteigen. Die vorgeschlagene Lohnsystematik, die sämtliche Zulagen einschließt, sei bewusst unkompliziert gehalten, so die Gewerkschaft in einer Mitteilung an ihre Mitglieder. Der strategische Gehaltsanspruch: Kostenrahmen von Discover als Maßstab Die Festlegung des Discover-Niveaus als Referenzrahmen durch Ufo ist ein strategisch motivierter Schritt. Discover Airlines wurde tariflich von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vertreten, die dort im Jahr 2024 einen Tarifvertrag gegen Ufo und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) durchgesetzt hatte. Nun nutzt Ufo diesen von der Konkurrenz gesetzten Standard als Verhandlungsbasis. Die Argumentation von Ufo ist klar: Da Discover Airlines dieses Vergütungsniveau bereits zu einem Zeitpunkt etablierte, als die Fluggesellschaft noch nicht profitabel war, könne und müsse sich auch die neue City Airlines dieses Niveau leisten. Die Schlussfolgerung lautet, dass City Airlines nicht günstiger als Discover Airlines werden dürfe. Diese Positionierung zielt darauf ab, ein Absinken der Arbeitsstandards innerhalb der Lufthansa Group zu verhindern








