Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Tarifkonflikt bei Lufthansa City Airlines spitzt sich zu: Ufo fordert Gehälter auf Discover-Niveau

Die tarifpolitische Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen bei der neuen Lufthansa-Tochter City Airlines gewinnt an Schärfe. Die Kabinengewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat konkrete Gehaltsforderungen für das Flugbegleitpersonal vorgelegt. Bemerkenswert ist dabei, dass sich Ufo dezidiert am Vergütungsniveau der Konzerntochter Discover Airlines orientiert – einem Niveau, das von der konkurrierenden Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ausgehandelt wurde. Dieser Schritt unterstreicht den Wettbewerb zwischen den Gewerkschaften um die tarifliche Vertretungsmacht bei der neuen Airline, die sukzessive ihren Betrieb aufnimmt. Ufo fordert eine monatliche Einstiegsvergütung von 3.200 Euro für Flugbegleiter bei Lufthansa City Airlines. Für erfahrene Beschäftigte mit 18 Dienstjahren und der Qualifizierung zum Senior Flugbegleiter soll das Gehalt auf bis zu 4.590 Euro ansteigen. Die vorgeschlagene Lohnsystematik, die sämtliche Zulagen einschließt, sei bewusst unkompliziert gehalten, so die Gewerkschaft in einer Mitteilung an ihre Mitglieder. Der strategische Gehaltsanspruch: Kostenrahmen von Discover als Maßstab Die Festlegung des Discover-Niveaus als Referenzrahmen durch Ufo ist ein strategisch motivierter Schritt. Discover Airlines wurde tariflich von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vertreten, die dort im Jahr 2024 einen Tarifvertrag gegen Ufo und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) durchgesetzt hatte. Nun nutzt Ufo diesen von der Konkurrenz gesetzten Standard als Verhandlungsbasis. Die Argumentation von Ufo ist klar: Da Discover Airlines dieses Vergütungsniveau bereits zu einem Zeitpunkt etablierte, als die Fluggesellschaft noch nicht profitabel war, könne und müsse sich auch die neue City Airlines dieses Niveau leisten. Die Schlussfolgerung lautet, dass City Airlines nicht günstiger als Discover Airlines werden dürfe. Diese Positionierung zielt darauf ab, ein Absinken der Arbeitsstandards innerhalb der Lufthansa Group zu verhindern

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Tui erzielt Rekordergebnis 2025: Strategie des „eigenen Ökosystems“ und Fokus auf KI zahlen sich aus

Europas größter Reisekonzern Tui hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem herausragenden Ergebnis abgeschlossen und damit die positive Entwicklung des Jahres bestätigt. Der Umsatz des Konzerns stieg um über vier Prozent auf 24,2 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit knapp 1,5 Milliarden Euro ein Rekordniveau in der Unternehmensgeschichte erreichte. Dieser Erfolg, der in einem hart umkämpften Marktumfeld erzielt wurde, stützt sich auf eine Kombination aus steigenden Reisepreisen, einem signifikanten Gästezuwachs und der starken Performance der konzerneigenen Geschäftsbereiche, insbesondere der „Urlaubserlebnisse“. Die gestiegenen Einnahmen und die verbesserte Profitabilität führten zu einer deutlichen Senkung der Nettoverschuldung um nahezu 20 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, nach 1,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Konzern begrüßte im Berichtsjahr fast 35 Millionen Kunden, was einer Steigerung von fünf Prozent entspricht. Die konsequente Umsetzung der Strategie, die auf dem eigenen, vertikal integrierten Geschäftsmodell fußt, wird von Konzernchef Sebastian Ebel als entscheidender Erfolgsfaktor hervorgehoben. Die Stärke des Tui-Ökosystems Konzernchef Sebastian Ebel bezeichnete 2025 als ein erfolgreiches Jahr, in dem Tui das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt habe. Die Basis dieses Erfolgs bilde das „Tui-Ökosystem“ – ein Verbund aus starken eigenen Marken wie den Hotelketten RIU, Robinson, Tui Blue sowie den Kreuzfahrtlinien Tui Cruises und Hapag-Lloyd Cruises. Ergänzt wird dieses Portfolio durch einen wachsenden, globalen Vertrieb über die bekannten Reiseveranstaltermarken. Diese vertikale Integration ermöglicht es Tui, nahezu die gesamte Wertschöpfungskette einer Reise – von der Buchung über den Flug bis zur Unterkunft und den Aktivitäten vor Ort – selbst zu kontrollieren. Ein zentraler Bereich,

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Tarifeinigung bei Qantas: Deutliche Lohnerhöhungen und verbesserte Arbeitsbedingungen nach zähen Verhandlungen

Nach monatelangen Verhandlungen hat die Qantas-Belegschaft, vertreten durch die Australian Services Union (ASU), einem neuen Tarifvertrag zugestimmt. Die Vereinbarung sieht substantielle Lohnsteigerungen sowie verbesserte Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherheit vor und markiert einen wichtigen Erfolg für die Gewerkschaftsmitglieder in einer Zeit, in der das Management der Fluggesellschaft stark auf Kostenreduzierung ausgerichtet war. Die erzielte Einigung sichert den Mitarbeitern der Qantas, die von der ASU vertreten werden, eine Mindestlohnerhöhung von fünf Prozent im ersten Jahr zu. Dieser Satz übertrifft die intern festgelegte Lohnentwicklungsgrenze von Qantas. Über die gesamte Laufzeit der Vereinbarung bis zum Jahr 2028 ist eine kumulierte Lohnerhöhung von 14 Prozent vorgesehen. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter eine Rückzahlung der Lohndifferenz, rückwirkend zum 1. Juli 2025, was die finanzielle Entlastung der Belegschaft unmittelbar verstärkt. Die erfolgreiche Abstimmung unterstreicht die Fähigkeit der Gewerkschaft, zentrale finanzielle Forderungen gegen die Sparpolitik des nationalen australischen Flag-Carriers durchzusetzen. Verbesserte Arbeitsbedingungen und Schutz vor Überbeanspruchung Ein zentrales Element des neuen Tarifvertrages ist die Einführung von Schutzmaßnahmen, die Qantas zur Entschädigung der Mitarbeiter bei kurzfristigen Dienstplanänderungen verpflichten. Scott Cowen, stellvertretender nationaler Sekretär der ASU, bewertete diese Bestimmungen als einen bedeutenden Fortschritt für das Wohlergehen der Arbeitnehmer und die Sicherheit des Flugbetriebs. Er hob hervor, dass diese Vorkehrungen als Schutzmechanismen gegen Übermüdung und Ausbeutung dienen. Die Einführung dieser Entschädigungsregelungen ist besonders im Luftfahrtsektor von Relevanz, wo unvorhergesehene Betriebsabläufe, Flugverspätungen und kurzfristige Ausfälle häufig zu kurzfristigen Änderungen in den Schichtplänen führen. Die nun vereinbarte Kompensation zielt darauf ab, die Belastung der Mitarbeiter durch unregelmäßige und kurzfristige Arbeitszeitanpassungen finanziell auszugleichen und gleichzeitig

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Lufthansa City Airlines schließt das Jahr 2025 mit 22 Destinationen ab

Lufthansa City Airlines beendet das Jahr 2025 mit einem erweiterten Streckennetz, das insgesamt 22 Ziele umfasst. Davon befinden sich 16 Destinationen in Europa und sechs weitere innerhalb Deutschlands. Mit diesem Ausbau zielt die Airline darauf ab, das Angebot der Lufthansa Group insbesondere auf wichtigen Geschäftsreiserouten sowohl national als auch international zu stärken. Die Flotte von Lufthansa City Airlines besteht derzeit aus insgesamt 13 Flugzeugen, wovon zwölf Jets aktiv im Liniendienst eingesetzt werden und ein Flugzeug als Reserve dient. Die Flotte setzt sich aus einer Mischung von vier Airbus A319 und neun modernen Airbus A320neo zusammen. Die A320neo-Familie ist bekannt für ihre Effizienz und ist ein Standardtyp im Kurz- und Mittelstreckenverkehr europäischer Fluggesellschaften. Mit dem Betrieb dieser Flugzeugmuster konzentriert sich die Airline auf die Bedienung ihres definierten Streckennetzes. Die Neugründung dient der Lufthansa Group dazu, ihre Position an den Drehkreuzen München und Frankfurt zu festigen und zusätzliche Kapazitäten im Zubringer- und Regionalverkehr zu schaffen. Die Konzentration auf 22 Ziele signalisiert einen gezielten Aufbau von Strecken, die für Geschäftsreisende von hoher Relevanz sind. Die Wahl der Flotte, bestehend aus standardisierten Airbus-Modellen, ermöglicht eine hohe Flexibilität und Betriebseffizienz im Rahmen des Konzernverbunds. Der Start von Lufthansa City Airlines ist Teil einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung des Konzerns im Regionalverkehr. Ziel ist es, die Servicequalität auf diesen wichtigen Verbindungen zu gewährleisten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Lufthansa Group im europäischen Umfeld zu steigern. Die Zahl von 22 Zielen im ersten vollen Betriebsjahr stellt eine substanzielle Basis für die weitere Expansion dar.

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Indische Aufsichtsbehörde verordnet Indigo Flugplankürzung nach zahlreichen Ausfällen

Die indische Luftfahrtaufsichtsbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) hat die Fluggesellschaft Indigo zu einer Kürzung ihres genehmigten Flugplans um fünf Prozent verpflichtet. Die Anweisung erfolgte nach einer Woche, in der die Airline über 2000 Flüge annullieren musste. Als Hauptgrund für die massiven Stornierungen wurde eine mangelhafte Dienstplanung für die Piloten angegeben, was die operative Zuverlässigkeit des Unternehmens in Frage stellte. Die DGCA forderte Indigo am Dienstag offiziell auf, bis zum Mittwoch einen entsprechend revidierten Flugplan einzureichen. Die Aufsichtsbehörde verfügte dabei, dass die Kürzungen vorrangig auf Strecken vorgenommen werden müssen, auf denen auch konkurrierende Fluggesellschaften operieren. Wettbewerbsfreie Routen sollen von den vorgeschriebenen Reduzierungen verschont bleiben. Ein konkretes Enddatum für die Dauer dieser erzwungenen Flugstreichungen wurde in der Anweisung zunächst nicht genannt. Die Entscheidung der DGCA ist eine Reaktion auf die operative Instabilität der größten indischen Fluggesellschaft während der stark frequentierten Wintersaison. Die Situation bei Indigo ist vor dem Hintergrund des steigenden Reiseverkehrs in Indien besonders kritisch. Die DGCA hatte für die aktuelle Wintersaison rund 15.000 wöchentliche Abflüge für Indigo genehmigt. Bereits im November musste die Airline 951 Flüge annullieren. Die jüngsten operativen Probleme spiegelten sich auch an der Börse wider: Die Indigo-Aktie verlor allein am Tag der DGCA-Anweisung 0,22 Prozent und verzeichnete seit dem 1. Dezember einen Wertverlust von nahezu 17,1 Prozent. Das Vorgehen der Aufsichtsbehörde gilt als drastische Maßnahme zur Gewährleistung der Flugsicherheit und des Verbraucherschutzes. Die DGCA hat in der Vergangenheit wiederholt Maßnahmen ergriffen, um die Einhaltung von Sicherheits- und Betriebsvorschriften bei indischen Fluggesellschaften zu erzwingen. Die fünfprozentige

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Airline-Gelder blockiert: IATA fordert Regierungen zur Freigabe von 1,2 Milliarden US-Dollar auf

Die Internationale Flug-Transport-Vereinigung (IATA) hat Ende Oktober 2025 erneut die Alarmglocken geläutet: Weltweit halten Regierungen beträchtliche Airline-Gelder in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar zurück, die eigentlich an die Fluggesellschaften zur Rückführung in deren Heimatmärkte überwiesen werden müssten. Diese Gelder stammen aus dem regulären Geschäftsbetrieb, insbesondere aus dem Verkauf von Tickets und Frachtleistungen. Obwohl sich die Situation seit dem letzten Bericht im April 2025 geringfügig um 100 Millionen US-Dollar verbessert hat, bleibt die Blockade ein massives Problem für die globale Luftfahrtbranche. Die IATA sieht in dieser Praxis einen klaren Verstoß gegen internationale Verpflichtungen und bilaterale Luftverkehrsabkommen, die eine uneingeschränkte Rückführung von Einnahmen garantieren sollen. Ein überwältigender Anteil von 93 Prozent der blockierten Gelder, das entspricht 1,12 Milliarden US-Dollar, ist in Regionen Afrikas und des Nahen Ostens angesiedelt. Die Organisation fordert die betreffenden Regierungen nachdrücklich auf, alle Restriktionen aufzuheben und den Fluggesellschaften den uneingeschränkten Zugriff auf ihre hart erwirtschafteten US-Dollar-Einnahmen zu gewähren. Die geografische Konzentration des Problems Die Blockade der Airline-Gelder ist geografisch stark konzentriert, wobei zehn Länder für beinahe 90 Prozent der Gesamtsumme verantwortlich sind. Konkret machen zehn Staaten in Afrika, dem Nahen Osten und Südasien 89 Prozent der gesamten blockierten Gelder aus, was 1,08 Milliarden US-Dollar entspricht. Land Betrag in Millionen US-Dollar Algerien 307 XAF-Zone* 179 Libanon 138 Mosambik 91 Angola 81 Eritrea 78 Simbabwe 67 Äthiopien 54 Pakistan 54 Bangladesch 32 *Die XAF-Zone umfasst Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, den Tschad, die Republik Kongo, Äquatorialguinea und Gabun. Auffällig ist, dass Algerien in diesem Berichtszeitraum erstmals an die Spitze der Liste

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KLM Cityhopper beginnt Umrüstung der Embraer E2-Flotte zur Kapazitätserweiterung

KLM Cityhopper, die Regionaltochter der niederländischen KLM, hat mit der Umrüstung ihrer gesamten Flotte von 22 Embraer 195-E2-Flugzeugen begonnen. Ziel der Modifikation ist die Steigerung der Sitzplatzkapazität und die Optimierung der betrieblichen Effizienz. Der erste umgerüstete Jet mit vier zusätzlichen Sitzen in der Economy Class, der nun insgesamt 136 Plätze bietet, nahm am 6. Dezember den Flugbetrieb mit einem Flug nach Porto auf. Die Kabinenanpassungen werden durch eine Reduzierung der Bordküchengröße und die Optimierung des Stauraums für das Catering erreicht. Durch die zusätzlichen Sitzplätze kann die Fluggesellschaft mehr Passagiere befördern. Die Umstellung auf eine leichtere Catering-Ausrüstung reduziert das jährliche Gewicht der transportierten Ausrüstung um rund fünf Millionen Kilogramm. Dies führt zu einer jährlichen Einsparung von bis zu 160.000 Kilogramm Kerosin. KLM Cityhopper plant, die Umrüstung in einem schnellen Tempo durchzuführen: Alle fünf Arbeitstage soll ein Flugzeug umgebaut werden. Die Fertigstellung der gesamten Umrüstung der 22 Embraer E2-Jets ist bis Juni 2026 vorgesehen. Maschinen, die sich derzeit in Twente in Lagerung befinden, werden nach dem Umbau wieder in den aktiven Dienst gestellt. Die Regionalfluggesellschaft betonte, dass Mitarbeiter von KLM Cityhopper an der Verfeinerung des neuen Designs beteiligt waren, um die praktische Anwendbarkeit für das Bordpersonal zu gewährleisten. Die Embraer E2-Serie, bekannt für ihre Treibstoffeffizienz und Geräuscharmut, bildet das Rückgrat der Kurz- und Mittelstreckenflotte von KLM Cityhopper. Die nun durchgeführte Kapazitätserweiterung auf 136 Sitze pro Jet zielt darauf ab, die Einnahmen pro Flug zu maximieren. Die Fluggesellschaft versichert, dass der Komfort der Passagiere und die Qualität des Caterings trotz der Anpassungen unverändert

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Qantas etabliert Perth als internationalen Drehkreuz

Die australische Fluggesellschaft Qantas hat zwei neue Nonstop-Routen von Perth nach Johannesburg in Südafrika und nach Auckland in Neuseeland in Betrieb genommen. Damit stärkt Qantas die Rolle von Western Australia als zentrales internationales Drehkreuz, das nun drei Kontinente direkt miteinander verbindet. Der Erstflug nach Johannesburg (QF65) startete am Nachmittag des betreffenden Tages, während der erste Auckland-Perth-Dienst bereits am Vormittag landete. Durch diese beiden neuen Routen erweitert Qantas das jährliche Sitzplatzangebot um mehr als 150.000, was den Tourismus und die Schaffung lokaler Arbeitsplätze fördern soll. Die Erweiterung des internationalen Flugplans von Qantas am Flughafen Perth wurde durch finanzielle Unterstützung der australischen Bundesregierung ermöglicht, die in die Erhöhung der Kapazitäten für Grenzkontrollen und Biosicherheit am Flughafen investierte. Dies war eine notwendige Voraussetzung, um das erhöhte Passagieraufkommen und die komplexeren internationalen Abläufe bewältigen zu können. Die Flüge zwischen Perth und Johannesburg werden dreimal wöchentlich mit Airbus A330-Flugzeugen durchgeführt und haben eine Flugdauer von etwa 11 Stunden und 15 Minuten. Die Verbindung nach Auckland wird ebenfalls dreimal wöchentlich mit einer Flugzeit von rund 6 Stunden und 45 Minuten angeboten. Cam Wallace, der internationale Geschäftsführer von Qantas, zeigte sich äußerst zufrieden mit der frühen Nachfrage. Er hob hervor, dass die Buchungszahlen für beide Strecken „hervorragend“ seien. Die Johannesburg-Verbindung eröffnet Passagieren mit dem Partner Airlink weitere Anschlussmöglichkeiten innerhalb Afrikas. Gleichzeitig schafft die Route nach Auckland eine attraktive One-Stop-Option für Reisende, die von Perth nach New York gelangen möchten. Vertreter der Tourismusverbände Australiens und Neuseelands begrüßten die neuen Routen und betonten die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen sowie die

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Korean Air führt Starlink-Breitband-WLAN in gesamter Flotte ein

Korean Air, zusammen mit seinen Partnerfluggesellschaften Asiana Airlines, Jin Air, Air Busan und Air Seoul, plant die Einführung des Hochgeschwindigkeits-WLAN-Dienstes Starlink in der gesamten Flotte. Dies markiert die erste Nutzung von Starlink, dem Satelliten-Internetdienst von SpaceX für den niedrigen Erdorbit (LEO), durch eine südkoreanische Fluggesellschaft. Die Initiative ist Teil einer umfassenden Strategie zur deutlichen Verbesserung des Reiseerlebnisses für Passagiere und Besatzung vor dem Hintergrund der vollständigen Integration der Fluggesellschaften, insbesondere von Asiana Airlines in die Korean Air Group (Hanjin Group). Das Starlink-System, das mit Spitzen-Breitbandgeschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s wirbt, soll Fluggästen in allen Kabinen einen schnellen und zuverlässigen Internetzugang ermöglichen, der dem Erlebnis am Boden vergleichbar ist. Passagiere sollen somit die Möglichkeit erhalten, nahtlos zu streamen, online zu spielen, Videoanrufe zu tätigen und cloudbasiert zu arbeiten. Technologisch übertrifft Starlink herkömmliche Bord-Internetsysteme, da es über 8.000 Satelliten in einer niedrigeren Umlaufbahn (etwa 550 km Höhe) nutzt, im Gegensatz zu geostationären Satelliten, die mehr als 35.000 km entfernt sind, was zu einer schnelleren Datenübertragung führt. Die Installationsvorbereitungen und Tests sollen noch in diesem Jahr beginnen. Die zeitliche Einführung wird jedoch je nach Fluggesellschaft variieren. Die früheste Verfügbarkeit des Dienstes wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Korean Air und Asiana Airlines werden zunächst ihre Langstreckenflugzeuge, darunter die Typen Boeing 777-300ER und Airbus A350-900, ausstatten. Nach der Integration von Asiana Airlines ist geplant, die Installation in der gesamten Korean-Air-Flotte bis Ende 2027 abzuschließen. Jin Air wird zuerst seine Boeing 737-8-Flugzeuge ausrüsten, während Air Busan und Air Seoul ihre Flottenprioritäten noch festlegen.

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Eurocontrol und ACI Europe legen Leitfaden zur Klimaanpassung für europäische Luftfahrt vor

Eurocontrol und ACI Europe haben gemeinsam den Leitfaden „Anpassung der europäischen Luftfahrt an den Klimawandel: Leitfaden zur Risikobewertung und Anpassung“ veröffentlicht. Das umfassende Rahmenwerk soll Flughäfen, Fluggesellschaften und Flugsicherungsdiensteanbietern (ANSPs) in Europa als Fahrplan dienen, um die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen. Trotz der Bestrebungen der europäischen Luftfahrt, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen (etwa durch die Initiative DESTINATION 2050), sehen sich die Akteure zunehmend mit operativen Risiken konfrontiert, die durch steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und häufigere Extremwetterereignisse entstehen. Diese Phänomene bedrohen die Betriebsabläufe, die Integrität der Infrastruktur und die allgemeine Sicherheit. Raúl Medina, Generaldirektor von Eurocontrol, betonte die strategische Notwendigkeit der Klimaanpassung, da Europa voraussichtlich der sich am schnellsten erwärmende Kontinent sei. Die neuen Leitlinien, die im Rahmen der Eurocontrol-Strategie „Trajectory 2030“ entwickelt wurden, bieten konkrete Handlungsempfehlungen. Diese umfassen unter anderem die Modernisierung der Infrastruktur wie Entwässerungs- und Kühlsysteme, die Verstärkung von Start- und Landebahnen und die Nutzung von naturbasierten Lösungen zur Bewältigung von Hitzestress und Überschwemmungen. Die Stärkung der Resilienz der Betriebsabläufe und Infrastrukturen wird als entscheidender Schritt zur Sicherung der langfristigen Konnektivität und Wettbewerbsfähigkeit Europas gesehen. Ein weiterer Schwerpunkt des Leitfadens liegt auf der operativen Resilienz und dem Ressourcenmanagement. Hierzu zählen die Verbesserung der Flugplanung und -terminierung unter Berücksichtigung von Temperaturextremen und Sturmstörungen sowie die Optimierung der Turbulenzvorhersage und der Notfallvorsorge. Zudem werden Maßnahmen zur Bewältigung von Wasserknappheit und schwankendem Energiebedarf durch effiziente Technologien adressiert. Olivier Jankovec, Generaldirektor von ACI Europe, hob hervor, dass Klimaschutz nun sowohl die Reduzierung von Treibhausgasen als auch die Anpassung der Infrastruktur

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