Amely Mizzi

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Amely Mizzi

American Airlines prüft Amazons Leo-Satellitennetzwerk für Hochgeschwindigkeits-WLAN an Bord

American Airlines, eine der größten Fluggesellschaften der Welt, führt derzeit Gespräche mit Amazon über die Nutzung des neuen Satellitennetzwerks Amazon Leo für die Bereitstellung von WLAN-Diensten an Bord ihrer Flugzeuge. Dies bestätigte CEO Robert Isom in einem Interview, wobei er betonte, dass die Diskussionen das Low-Earth-Orbit (Leo)-Satellitennetzwerk von Amazon, das früher als Project Kuiper bekannt war, betreffen. Die Offenheit über diese Verhandlungen signalisiert einen möglichen Strategiewechsel der Fluggesellschaft, die damit auf den wachsenden Wettbewerb im Bereich der Konnektivität in der Luft reagiert. Das Ziel von American Airlines ist klar formuliert: „Wir stellen sicher, dass American das bekommt, was unsere Kunden brauchen“, so Isom. Er äußerte sich zwar nicht zum aktuellen Stand der Verhandlungen oder ob eine baldige Entscheidung zugunsten von Amazon bevorsteht, doch allein die Erwägung einer Partnerschaft mit einem neuen Marktteilnehmer wie Amazon Leo unterstreicht den Wunsch des Carriers nach schnelleren und zuverlässigeren Konnektivitätslösungen. Der Wandel im In-Flight-WLAN-Markt American Airlines hat sich in der Vergangenheit auf eine Kombination aus traditionellen Satellitenanbietern wie Viasat und Intelsat verlassen. Erst kürzlich hatte die Fluggesellschaft angekündigt, ab Januar 2026 in einer separaten Partnerschaft mit AT&T kostenloses WLAN für ihre Mitglieder des AAdvantage-Treueprogramms auf Flugzeugen anzubieten, die mit Viasat- und Intelsat-Systemen ausgestattet sind. Dieser Dienst soll auf dem Großteil der Kurz- und Mittelstreckenflotte verfügbar sein. [Table comparing the performance characteristics of LEO and GEO satellite systems] Die Hinwendung zu Gesprächen über eine Leo-Option zeigt, dass American Airlines die Notwendigkeit sieht, mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten. Die etablierten geostationären (GEO) Satellitensysteme, die

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LOT Polish Airlines stärkt Regionalbasis Danzig mit drei neuen Europaverbindungen

LOT Polish Airlines baut ihre Präsenz in Nordpolen aus und kündigt die Einführung von drei neuen Ganzjahresstrecken ab dem Flughafen Danzig Lech Wałęsa an. Ab dem 29. April 2026 nimmt die Fluggesellschaft Direktflüge nach Brüssel und Oslo auf, gefolgt von der Verbindung nach Bergen ab dem 30. April 2026. Diese neuen Destinationen ergänzen die bereits zuvor angekündigte Danzig-Istanbul-Route, deren Start für den 14. Januar 2026 geplant ist. Die Expansion ist Teil der Strategie von LOT Polish Airlines, die operative Tätigkeit an regionalen Flughäfen zu stärken. Michal Fijol, CEO der Fluggesellschaft, betonte, dass Nordpolen ein dynamischer Markt mit erheblichem Geschäfts- und Tourismuspotenzial sei. Die neuen Routen sollen die regionale Anbindung verbessern und das lokale Wirtschaftswachstum unterstützen. Die Verbindungen nach Brüssel, Oslo und Bergen erschließen wichtige europäische Hauptstädte sowie Ziele in Norwegen. Der Geschäftsführer des Flughafens Danzig, Tomasz Kloskowski, hob hervor, dass die neuen Ziele, insbesondere die von Passagieren lange gewünschte Verbindung nach Brüssel, die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens steigern und den Bewohnern sowie Besuchern einen besseren Zugang zu Europa ermöglichen werden. Die Aufnahme dieser Routen festigt die Position Danzigs als wachsendes regionales Drehkreuz in Polen. Die Flugfrequenzen sind wie folgt geplant: Die Verbindung nach Brüssel wird viermal wöchentlich angeboten, Oslo fünfmal wöchentlich und Bergen dreimal wöchentlich. Die Flugzeiten für die neuen Strecken bewegen sich zwischen 1 Stunde 35 Minuten und 1 Stunde 55 Minuten. Tickets sind bereits über die Vertriebskanäle von LOT Polish Airlines erhältlich, was die Fluggesellschaft bei der frühzeitigen Sicherung der Auslastung unterstützt.

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SAS und WestJet weiten Codeshare-Abkommen für bessere Verbindung zwischen Skandinavien und Kanada aus

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS und die kanadische WestJet haben eine erweiterte Codeshare-Vereinbarung unterzeichnet, die die Reiseverbindungen zwischen Skandinavien und Kanada deutlich stärken soll. Die Partnerschaft zielt darauf ab, den Zugang zu den Netzwerken beider Fluggesellschaften zu erweitern und die Abwicklung transatlantischer Reisen zu vereinfachen. Im Rahmen des neuen Abkommens können SAS-Kunden über den Toronto Pearson International Airport oder über die US-Gateways von SAS mehr als zehn kanadische Destinationen erreichen, darunter Vancouver, Calgary und Halifax. Reisende benötigen dafür nur ein einziges Ticket, und das Gepäck wird durchgehend zum Zielort gecheckt. Im Gegenzug erhalten WestJet-Passagiere Zugang zu den Drehkreuzen von SAS in Kopenhagen, Oslo und Stockholm sowie bequeme Weiterflugmöglichkeiten in ganz Europa. Paul Verhagen, Chief Commercial Officer von SAS, bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Schritt, um Skandinavien noch enger mit Kanada zu verbinden. Er betonte, dass die Kooperation Kopenhagen als primäres interkontinentales Drehkreuz von SAS stärke und Reisenden auf beiden Seiten des Atlantiks eine reibungslosere Erfahrung biete. Die Zusammenarbeit profitiere auch von der hohen Zuverlässigkeit der SAS, die im Jahr 2025 mehrmals als pünktlichste Airline Europas und zweimal als pünktlichste Airline der Welt ausgezeichnet wurde. John Weatherill, Chief Commercial Officer von WestJet, erklärte, dass die vertieften kommerziellen Beziehungen dazu beitragen werden, die wachsende kanadische Nachfrage nach Reisen nach Nordeuropa zu bedienen. Die Kooperation soll 2026 weiter ausgebaut werden, insbesondere durch Codesharing auf der neuen WestJet-Verbindung von Halifax nach Kopenhagen, die im Mai startet. Zudem planen beide Fluggesellschaften, eine Loyalitätspartnerschaft einzuführen, die gegenseitige Vorteile für Mitglieder der Vielfliegerprogramme EuroBonus und WestJet Rewards bieten

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Air Serbia erweitert Regionalflotte mit weiterem Embraer E195

Air Serbia hat am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, am Flughafen Belgrad ein weiteres Flugzeug des Typs Embraer E195 in ihre Flotte aufgenommen. Die 2015 gebaute Maschine mit der Registrierung YU-ATA bietet Platz für 118 Passagiere und wurde vor der Überführung von San José dos Campos in den Farben der Air Serbia neu lackiert. Angetrieben wird der Jet von zwei General Electric Triebwerken. Die Flottenerneuerung ist ein zentraler Bestandteil der langfristigen Unternehmensstrategie, wie Air Serbia-Chef Jiří Marek betont. Die Erweiterung durch moderne Regionaljets zielt darauf ab, die Kapazität zu erhöhen, die Effizienz zu steigern und das Streckennetz-Angebot zu stärken. Air Serbia betreibt damit nun insgesamt 29 Flugzeuge. Dazu zählen neben dem Neuzugang vier Langstreckenjets des Typs Airbus A330-200, drei Airbus A320-200, neun Airbus A319-100, nunmehr drei Embraer E195 sowie zehn ATR 72-600 Turboprops. Die Entscheidung für die Embraer E195-Jets unterstreicht die Bedeutung der Regional- und Mittelstrecken für die Airline. Der Typ E195 ist bekannt für seine Wirtschaftlichkeit und wird eingesetzt, um das dichte Netz von Air Serbia innerhalb Europas und in der weiteren Region effizient zu bedienen. Das Unternehmen kündigte zudem an, dass bald eine weitere Embraer E195 zur Flotte stoßen soll, was die kontinuierliche Investition in die Modernisierung der Flotte unterstreicht. Die Erneuerung der Flotte ist für die Airline von Belgrad aus strategisch wichtig, da sie sich als eines der wichtigsten Drehkreuze Südosteuropas positioniert. Durch die Vereinheitlichung und Modernisierung der Flotte kann Air Serbia ihre operative Zuverlässigkeit verbessern und ihre Marktposition im hart umkämpften europäischen Luftverkehr stärken.

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Air France eröffnet neue Premium-Lounge am Flughafen London-Heathrow

Air France wird im Frühjahr 2026 eine neue, exklusive Lounge im Terminal 4 des London-Heathrow Airport eröffnen. Die Gestaltung des über 750 Quadratmeter großen Bereichs, der rund 150 Sitzplätze bietet, erfolgte in Zusammenarbeit mit der Agentur SGK Brandimage und soll die französische Gastfreundschaft in den Mittelpunkt des Reiseerlebnisses stellen. Die Lounge ist Vielfliegern der Kategorien La Première, Business und Flying Blue Elite Plus sowie berechtigten Passagieren von KLM und anderen SkyTeam-Partnerfluggesellschaften vorbehalten. Den Gästen wird ein umfangreiches Premium-Angebot zur Verfügung stehen, das unter anderem ein Restaurant mit französischer Haute Cuisine, eine Bar mit erlesenen französischen Weinen und Champagner sowie separate Spa- und Entspannungsbereiche umfasst. Zudem ist ein spezieller Arbeitsbereich vorgesehen, um Reisenden eine stilvolle Oase der Ruhe vor dem Abflug oder während eines Transits zu bieten. London-Heathrow ist ein strategisch wichtiger Flughafen im Mittelstreckennetz von Air France. Die Fluggesellschaft bietet dort im laufenden Winterflugplan bis zu sieben tägliche Verbindungen zwischen London-Heathrow und ihrem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle an. Über Paris können die Kunden das gesamte globale Streckennetz von Air France erreichen. Als Ausweitung des Angebots wird Air France ab dem 29. März 2026 zusätzlich den Flughafen London-Gatwick mit zwei täglichen Flügen ab Paris-Charles de Gaulle bedienen.

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Österreichischer Alpenverein warnt vor Grenzen der KI bei Skitourenplanung

Der Österreichische Alpenverein mahnt zu Beginn der Wintersaison zur Vorsicht bei der Tourenplanung von Ski- und Schneeschuhwanderungen und warnt eindringlich vor den Grenzen digitaler Tools, insbesondere Künstlicher Intelligenz (KI). Trotz des wachsenden Angebots an digitalen Helfern bleibe die richtige Selbsteinschätzung der alpinen Kompetenz und die sorgfältige Vorbereitung die alleinige Verantwortung der Sportler. Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport im Alpenverein, betont, dass KI-Systeme zwar nützliche Informationen liefern können, aber weder Erfahrung noch die Fähigkeit besitzen, die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort einzuschätzen oder die Kondition der Sportler zu beurteilen. Er warnt, dass KI-Tools nicht immer auf verlässliche Quellen zurückgriffen und die Entscheidungen im alpinen Gelände nicht abnehmen könnten. Randl sieht die Notwendigkeit einer soliden Ausbildung bei „echten“ Lehrenden als unverzichtbar an. Ein zusätzliches Risiko stellen die Sozialen Medien dar, deren Darstellungen oft ein verzerrtes und verharmlosendes Bild von Skitouren vermitteln. Gerhard Mössmer, der das Ausbildungsprogramm des Alpenvereins mitgestaltet, kritisiert, dass riskante Situationen in diesen Medien oft als „cool“ und „perfekt“ inszeniert würden. Für eine sichere Planung rät der Alpenverein dazu, ausschließlich auf verlässliche Quellen wie den Lawinenlagebericht der Lawinenwarndienste und seriöse Tourenplanungsportale wie alpenvereinaktiv.com zurückzugreifen. Dieses Portal bietet einen Lawinenlage-Layer, der tagesaktuelle Daten lagegenau auf digitale Karten überträgt, sowie hochwertige Skitouren-Datensätze. Die Experten unterstreichen abschließend die elementare Bedeutung der analogen Fähigkeiten: Die digitale Planung ersetzt im Ernstfall nicht den richtigen Umgang mit der Notfallausrüstung, deren praktische Anwendung und Übung im Gelände lebensentscheidend sei.

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Ägypten und Spanien führen Reisetrends zu Weihnachten an

Die Weihnachts- und Winterferien stehen vor der Tür, und die Reiselust erreicht ihren Höhepunkt. Europas größter Reisekonzern Tui hat die Buchungstrends für die kommende Saison ausgewertet, die eine klare Präferenz für sonnige Destinationen zeigen. An der Spitze der Rangliste stehen Ägypten und Spanien, gefolgt von Fernzielen, die einen signifikanten Gästezuwachs verzeichnen. Rund die Hälfte der Reisenden sucht demnach Wärme, Strand und Meer, während der traditionelle Winterurlaub in den Bergen ebenfalls eine ungebrochen hohe Attraktivität besitzt. Gottfried Math, Geschäftsführer von Tui Österreich, fasst die Entwicklung zusammen: „Viele unserer Tui Gäste möchten dem Weihnachtstrubel und den kalten Temperaturen entkommen – hin zu Sonne, Strand und Meer. Rund die Hälfte entscheidet sich für Traumstrände in fernen Ländern, während auch der Skiurlaub in den österreichischen Bergen weiterhin hoch im Kurs steht.“ Für Spätbucher sind laut Tui in vielen Top-Destinationen, sowohl für Bade- als auch für Schneeerlebnisse, noch attraktive Restplätze verfügbar. Dominanz der Mittelstrecke: Rotes Meer vor Kanaren Innerhalb der Mittelstrecken-Destinationen führt Ägypten das Ranking souverän an. Hurghada am Roten Meer behauptet seine Spitzenposition als beliebtestes Ziel, gefolgt von den Kanarischen Inseln Gran Canaria und Teneriffa. Die Plätze vier und fünf belegen Marsa Alam, ebenfalls am Roten Meer, und Antalya in der Türkei. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt eine leichte Verschiebung innerhalb der Top-Ziele auf der Mittelstrecke. Während Hurghada, Gran Canaria und Teneriffa ihre Positionen an der Spitze halten, ist Marsa Alam im aktuellen Ranking auf den vierten Platz vorgerückt, während Antalya den fünften Platz belegt. Auffällig ist, dass die Türkei auch in der

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Georgiens doppelter Neujahrszauber: Zwei Wochen voller archaischer Rituale, Festmähler und Gemeinschaft

Georgien zelebriert den Übergang in das neue Jahr mit einem einzigartigen und ausgedehnten Festreigen, der sich über zwei Wochen erstreckt. Im Gegensatz zu vielen anderen Kulturen, die den Jahreswechsel nur einmal begehen, feiert die Nation am Fuße des Kaukasus das Neujahrsfest gleich zweimal: am 1. Januar und, tief in der Tradition verwurzelt, noch einmal am 14. Januar, bekannt als das Alte Neujahr oder Kalanda. Dazwischen liegt eine Zeitspanne voller spezifisch georgischer Bräuche, von üppigen Festmählern und poetischen Trinksprüchen bis hin zu sozialen Ritualen und uralten Symbolen, die das kommende Jahr prägen sollen. Diese Feierlichkeiten sind ein Ausdruck der tiefen Verwurzelung Georgiens in seinen orthodoxen Traditionen und seiner ausgeprägten Gastfreundschaft. Festlicher Glanz in den urbanen Zentren Auch wenn der eigentliche Weihnachtstag in Georgien, entsprechend dem Julianischen Kalender, erst am 7. Januar gefeiert wird, beginnt die festliche Einstimmung in den Städten bereits Mitte Dezember. Die Hauptstädte Tiflis (Tbilisi) und Batumi verwandeln sich in Schauplätze von Lichterglanz und kulturellen Darbietungen. In Tiflis wird der Start der Feierlichkeiten durch die feierliche Beleuchtung des großen Weihnachtsbaumes auf der Rustaweli Avenue markiert. Überall in der Stadt entstehen Neujahrsdörfer mit Bühnen für Konzerte, Ständen für Kunsthandwerk und regionalen Spezialitäten sowie speziellen Kinderprogrammen. Der Höhepunkt des Silvesterabends ist der Auftritt des georgischen Weihnachtsmannes, Tovlis Babua, der traditionell aus den Regionen Swanetiens in den Bergen herabsteigt. Er beschenkt die Kinder mit bunten Körben voller Süßigkeiten. Ein weiteres zentrales Element dieses Abends ist das Aufstellen und Schmücken des georgischen Weihnachtsbaumes, der bezeichnenderweise nicht die gewohnte grüne, sondern eine weiße Färbung

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Generalstreik legt Flugverkehr in Portugal lahm

Ein landesweiter Generalstreik sorgt am Donnerstag, dem 11. Dezember 2025, für erhebliche Störungen im portugiesischen Luftverkehr. An den Hauptflughäfen Lissabon, Porto und Faro wurden seit den Morgenstunden Dutzende Flüge gestrichen. Die Arbeitsniederlegung führt zu langen Wartezeiten und Chaos an den Service-Schaltern der Flughäfen. Die staatliche Fluggesellschaft Tap Air Portugal ist von den Auswirkungen des Streiks besonders betroffen. Obwohl in Portugal Mindestdienste für den Flugverkehr festgelegt sind, kann Tap Air Portugal nur einen Bruchteil ihres regulären Programms durchführen und musste zahlreiche Verbindungen annullieren. Die Fluggesellschaft hatte Passagiere bereits im Vorfeld über mögliche Störungen informiert. Beobachter sehen in der aktuellen Situation einen Höhepunkt der Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst und staatsnahen Unternehmen in Portugal, die sich in den vergangenen Monaten verstärkt haben. Auch internationale Fluggesellschaften mussten auf die Störungen reagieren. Air Europa strich vorsorglich alle Flüge zwischen Portugal und Spanien. Die spanische Fluggesellschaft Iberia reduzierte ihr Flugangebot nach Portugal deutlich. Langstreckenverbindungen waren ebenfalls betroffen: Emirates setzte die Verbindung nach Dubai aus, und TAAG Angola Airlines musste eine ihrer Linien streichen. Zahlreiche weitere europäische Airlines warnten Passagiere vor möglichen Verzögerungen und kurzfristigen Flugausfällen. Der Generalstreik in Portugal hat somit weitreichende Konsequenzen für den internationalen Flugverkehr und die Mobilität von Tausenden Reisenden, die entweder Portugal anfliegen oder von dort abreisen wollten. Die Wiederaufnahme des Normalbetriebs an den portugiesischen Flughäfen wird erst nach Beendigung der Arbeitsniederlegung erwartet.

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Tarifkonflikt bei Lufthansa City Airlines spitzt sich zu: Ufo fordert Gehälter auf Discover-Niveau

Die tarifpolitische Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen bei der neuen Lufthansa-Tochter City Airlines gewinnt an Schärfe. Die Kabinengewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) hat konkrete Gehaltsforderungen für das Flugbegleitpersonal vorgelegt. Bemerkenswert ist dabei, dass sich Ufo dezidiert am Vergütungsniveau der Konzerntochter Discover Airlines orientiert – einem Niveau, das von der konkurrierenden Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ausgehandelt wurde. Dieser Schritt unterstreicht den Wettbewerb zwischen den Gewerkschaften um die tarifliche Vertretungsmacht bei der neuen Airline, die sukzessive ihren Betrieb aufnimmt. Ufo fordert eine monatliche Einstiegsvergütung von 3.200 Euro für Flugbegleiter bei Lufthansa City Airlines. Für erfahrene Beschäftigte mit 18 Dienstjahren und der Qualifizierung zum Senior Flugbegleiter soll das Gehalt auf bis zu 4.590 Euro ansteigen. Die vorgeschlagene Lohnsystematik, die sämtliche Zulagen einschließt, sei bewusst unkompliziert gehalten, so die Gewerkschaft in einer Mitteilung an ihre Mitglieder. Der strategische Gehaltsanspruch: Kostenrahmen von Discover als Maßstab Die Festlegung des Discover-Niveaus als Referenzrahmen durch Ufo ist ein strategisch motivierter Schritt. Discover Airlines wurde tariflich von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi vertreten, die dort im Jahr 2024 einen Tarifvertrag gegen Ufo und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) durchgesetzt hatte. Nun nutzt Ufo diesen von der Konkurrenz gesetzten Standard als Verhandlungsbasis. Die Argumentation von Ufo ist klar: Da Discover Airlines dieses Vergütungsniveau bereits zu einem Zeitpunkt etablierte, als die Fluggesellschaft noch nicht profitabel war, könne und müsse sich auch die neue City Airlines dieses Niveau leisten. Die Schlussfolgerung lautet, dass City Airlines nicht günstiger als Discover Airlines werden dürfe. Diese Positionierung zielt darauf ab, ein Absinken der Arbeitsstandards innerhalb der Lufthansa Group zu verhindern

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