Immer mehr Fluggesellschaften versuchen zusätzliche Einnahmen zu generieren, in dem gemeinsam reisende Passagiere gezielt auseinandergesetzt werden. Will man dies nicht akzeptieren, so wird für kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen zur Kasse gebeten. Mittlerweile gehen die Behörden der Vereinigten Staaten von Amerika gegen diese Praxis vor. Einst war es mehr oder weniger selbstverständlich, dass gemeinsam gebuchte Personen wie Paare oder Familien im Flugzeug zusammensitzen konnten. War man zu spät am Check-in-Schalter konnte das mal schief gehen, jedoch nur mangels Verfügbarkeit von zusammenhängenden Plätzen und nicht aus monetären Interessen der Airline. Immer mehr Carrier haben mittlerweile ausgefinkelte Software programmieren lassen, die „rein zufällig“ Sitzplätze so zuweist, dass beim Wunsch „Zusammensitzen“ möglichst viele kostenpflichtige Reservierungen gekauft werden müssen. Wer sagt denn, dass der jeweilige Nebensitz frei sein muss? Mit ein paar Programmierzeilen ist es möglich, dass die zusammengebuchten Personen zunächst so positioniert werden, dass bei Nichtgefallen gleich zweimal für die Änderung des Sitzplatzes zur Kasse gebeten werden kann. In den USA stößt den Behörden diese Praxis sauer auf, denn es gibt gesetzliche Vorschriften, die besagen, dass Familien mit Kindern unter 12 Jahren zusammensitzen dürfen und zwar ohne dafür einen Aufpreis zu bezahlen. Allerdings haben es damit nicht alle Anbieter sonderlich genau genommen und beispielsweise United Airlines handelte sich durchaus Ärger ein. Mittlerweile hat das Star-Alliance-Mitglied eigenen Angaben nach eingelenkt und versichert, dass es ab März 2023 kostenlos sein wird, dass Kinder unter 12 Jahren stets neben einem Erwachsenen, der sich auf der gleichen Buchungsbestätigung befindet, sitzen dürfen. Man habe dazu die Programmierung der Buchungssoftware geändert, so