Amely Mizzi

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Amely Mizzi

SAS fliegt 838 Millionen Euro Verlust ein

Aufgrund der Corona-Pandemie steckt die skandinavische SAS tief in den roten Zahlen. Der Umsatz sank um 55 Prozent auf 20,5 Milliarden schwedische Kronen ab. Das kürzlich abgelaufene Geschäftsjahr 2020 ist daher tiefrot: Der Carrier schreibt einen Verlust in der Höhe von umgerechnet 838 Millionen Euro. Mit einer raschen Besserung im Jahr 2021 rechnet das Unternehmen nicht. Die Nachfrage wird weiterhin verhaltend bleiben. Derzeit ist nicht absehbar ob und wann die einzelnen Staaten ihre Einreise- und Quarantänebestimmungen lockern oder aufheben werden. Das macht die Planung für SAS und andere Airlines nahezu unmöglich. „Auch wenn uns die jüngsten Fortschritte bei der Entwicklung und dem Vertrieb von Covid-19-Impfstoffen ermutigen, bleibt die Nachfrage unsicher und macht es unmöglich, eine Prognose für das Finanzergebnis des kommenden Geschäftsjahres abzugeben. Wir erwarten jedoch einen schwachen operativen Cashflow im ersten Quartal 2021 aufgrund der geringen Nachfrage während der Wintersaison in Verbindung mit beschleunigten Rückerstattungen. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass die Hochlaufphase für die Luftfahrtindustrie bis 2022 dauern wird, bevor die Nachfrage ein normalisierteres Niveau erreichen kann, mit einer Rückkehr zu den Niveaus vor Covid-19 einige Jahre danach“, so SAS-Chef Rickard Gustafson in einer Aussendung.

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VC fordert: „Staatshilfe darf nicht zur Verkleinerung von Tuifly verwendet werden“

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert die Politik im Zusammenhang mit der neuerlichen Aufstockung der Staatshilfe für den Tui-Konzern dazu auf, dass diese nicht zur Verkleinerung der Tochtergesellschaft Tuifly verwendet werden darf. Dazu sagt Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik bei der VC: „“TUI braucht weitere Hilfe in dieser unverschuldeten Krise. Wir begrüßen die Bereitschaft der Politik ausdrücklich, den Konzern weiter zu stützen. Wir fordern jedoch ebenso ausdrücklich die Unterstützung der Politik für die Beschäftigten. Weitere Finanzhilfen dürfen nicht für eine strukturelle Verkleinerung der TUIfly-Flotte missbraucht werden, die mit der aktuellen Situation gar nichts zu tun hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sich über die prekäre Situation des Unternehmens absolut im Klaren. Sie haben deshalb bereits mehrfach die Bereitschaft für tiefe und schmerzhafte Einschnitte bekräftigt. Im Gegenzug dafür müssen allerdings betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Nur so können wir gleichermaßen für das Unternehmen und die Belegschaft eine Perspektive schaffen. Wichtig ist, dass deutsches Steuergeld hilft, deutsche Firmen und deutsche Arbeitsplätze zu schützen. Die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland darf jedenfalls nicht mit Steuergeld finanziert werden! Die Politik muss nun sicherstellen, dass staatliche Gelder nicht zweckentfremdet werden, sondern den tausenden loyalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen.“

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EuGH muss entscheiden: Ist AUA-Landung in Schönefeld statt Tegel entschädigungspflichtig?

Der Europäische Gerichtshof muss sich derzeit mit der Frage befassen, ob Airlines entschädigungspflichtig werden, wenn der Flug auf einen nahegelegenen Airport umgeleitet wird. Der Generalanwalt ist der Ansicht, dass lediglich die Kosten für die Weiterfahrt übernommen werden müssen. Konkret betroffen ist Austrian Airlines, die aufgrund einer Verspätung nicht in Berlin-Tegel, sondern in Berlin-Schönefeld gelandet sind. Am damaligen innerstädtischen Airport hätte das Unternehmen aufgrund des nächtlichen Flugverbots nicht mehr landen können. Ein Passagier fordert deshalb von der AUA eine Entschädigung in der Höhe von 250 Euro. Die Wohnung des Berliners befindet sich acht Kilometer von Tegel und 24 Kilometer von Schönefeld entfernt. Der EuGH muss sich unter der Geschäftszahl C-826/19 mit dieser Angelegenheit befassen. Der Generalanwalt gab die Empfehlung ab, dass in diesem Fall keine Ausgleichszahlung im Sinne der EU-VO 261/2004 gebührt. Allerdings müsse die Airline für zusätzliche Fahrtkosten von Schönefeld nach Tegel aufkommen. Das Plädoyer des Generalanwalts ist noch kein Urteil. In vielen Fällen folgen die Richter diesem, sind jedoch in ihrer Entscheidung völlig frei und haben in der Vergangenheit bereits öfters abweichend geurteilt. Der EuGH wird in den kommenden Monaten das Urteil verkünden.

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Montenegro Airlines: Finanzlage spitzt sich zu

Die Finanzlage bei Montenegro Airlines spitzt sich immer weiter zu. Das Unternehmen bestätigte, dass man die Löhne für Oktober 2020 noch immer nicht ausbezahlen konnte. Weiters habe man bei diversen Zulieferern und Dienstleistern Rückstände. Sollte der Staat keine Hilfe gewähren, so kann die Geschäftsleitung das Grounding nicht mehr ausschließen. „Seit Beginn der Wintersaison hat sich die Krise beschleunigt und die geringen Einnahmen, die wir hatten, wurden weiter reduziert. Bis heute konnten wir den Oktoberlohn nicht bezahlen. Wir haben auch ausstehende Zahlungen für Flugzeugleasing, Triebwerke und Schulden gegenüber Lieferanten. Wir tun alles, um die Ausgaben zu senken. Die Reduzierung der Einnahmen und Ausgaben ist jedoch nicht proportional zueinander“, erklärte ein Sprecher gegenüber der Tageszeitung „Vijesti“. „Unter diesen Umständen und ohne staatliche Beihilfen können wir den Betrieb auch kurzfristig nicht fortsetzen. Wenn ein Unternehmen wie Lufthansa staatliche Beihilfen beantragt und erhalten hat, was kann man dann für uns sagen? Seit dem 31. August haben wir keine staatlichen Mittel mehr erhalten.“

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Turkish plant Gründung einer Cargo-Tochter

Heuer konnte Turkish Airlines im Frachtbereich starke Zuwächse erzielen. Nun plant das Unternehmen den Bereich in eine Tochtergesellschaft, die dann über eigene Zertifikate verfügen soll, auszulagern. Spielte Cargo vor einigen Jahren eine noch untergeordnete Rolle, so konnte sich Turkish Airlines zu einem wichtigen Player in diesem Segment etablieren. Derzeit betreibt man zehn A330-200F und acht Boeing 777F selbst. Weiters sind vier Boeing 747F, betrieben von AirACT und zwei A310F, betrieben von ULS Airlines, im Wetlease für das Unternehmen in der Luft. Aus den für das dritte Quartal des Jahres 2020 veröffentlichten Finanzzahlen geht hervor, dass die Einnahmen aus Frachtflügen in den ersten neun Millionen um 55 Prozent gesteigert werden konnten. Derzeit liegen diese bei 1,881 Milliarden U.S.-Dollar. Um den Bereich weiter expandieren zu können, soll nun eine eigene Cargo-Tochter geschaffen werden. Derzeit werden das AOC und die Betriebsbewilligung von Turkish Airlines genutzt. Die Neugründung soll sich komplett im Eigentum des Carriers befinden, wobei man sich auch den Einstieg eines Partners vorstellen kann.

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Belgrad: Regierung budgetiert Air-Serbia-Subventionen für 2021

Die serbische Regierung beabsichtigt der teilstaatlichen Air Serbia auch im kommenden Jahr mit Subventionen unter die Flügel zu greifen. Dies hat aber auch taktische Gründe, denn sollte Etihad Airways nicht mitziehen, so verwässert die 49-prozentige Beteiligung des Golfcarriers. Budgetiert sind vorläufig knapp 151 Millionen U.S.-Dollar, die unter zehn Firmen, die seitens der Regierung als besonders wichtig eingestuft wurden, aufgeteilt werden. Auf der Liste befindet sich auch die Fluggesellschaft Air Serbia. Wie hoch die Summe, die überwiesen wird, sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Da man seit einiger Zeit mit dem Minderheitsgesellschafter Etihad Airways durchaus unglücklich ist, prüft die serbische Regierung seit einiger Zeit die Übernahme des Anteils des Golfcarriers. Dieser hält 49 Prozent. Sollte sich Etihad an dem geplanten Kapitalzuschuss des Staats nicht beteiligen, so könnte sich die momentane Beteiligung in der Höhe von 51 Prozent durch Verwässerung des Etihad-Anteils erhöhen. Dies ist durchaus auch ein taktisches Spiel in den Gesprächen mit dem Golfcarrier.

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BER vor Abbau von 535 Stellen

Vier Wochen ist der neue Flughafen Berlin-Brandenburg in Betrieb und schon stehen die Schließung der Südpiste und des Terminals 5 an. Zusätzlich sollen nun 535 Stellen abgebaut werden. Dies kündigte Finanzchefin Aletta von Massenbach im Brandenburger Landtag an. Bereits im Jahr 2021 müssen zumindest 115 Flughafenmitarbeiter gehen. Die weiteren Jobs sollen bis 2025 entfallen, wobei betont wird, dass dies „sozialverträglich“ erfolgen soll. Nicht nur im Bereich Aviation verzeichnet die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH aufgrund der Corona-Pandemie starke Rückgänge, sondern auch bei der Vermietung von Handels- und Gastronomieflächen. Der Leerstand im neuen Terminal 1 ist beachtlich.

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Ryanair stellt Laudamotion-Homepage ab

Die Ryanair Group hat weitere Fakten zur Abschaffung des Lauda-Markenauftritts geschaffen. Die Homepage der österreichischen Tochter Laudamotion GmbH wurde nun abgestellt. Das SSL-Zertifikat hat man schon einige Zeit nicht mehr erneuert, so dass Besucher eine Warnmeldung angezeigt bekommen. Die Lauda-Homepage war unter der Eigentümerschaft von Ryanair nie eine echte eigene Seite, sondern lediglich eine umgefärbte Version der Website der Konzernschwester Ryanair DAC. Genau genommen war es nur eine Spracheinstellung, die dazu führte, dass die Internetseite des irischen Lowcosters mit Lauda-Logo und in roter statt blauer Farbe erschien. Damit ist jetzt Schluss. Wer laudamotion.com besucht, landet nun auf der „echten“ Ryanair-Page. Die Spracheinstellung „Lauda“ existiert nicht mehr. Im Zuge der Ummeldung der A320-Flotte von der österreichischen Laudamotion auf den maltesischen Nachfolger Lauda Europe wurde der sich unter dem Lauda-Schriftzug befindliche Hinweis auf die Internetseite ersatzlos entfernt. Ob das Unternehmen mit Sitz in Schwechat zwischenzeitlich AOC und Betriebsbewilligung zurückgegeben hat oder nicht, ist unklar: Es ist weiterhin auf der Homepage des Klimaschutzministeriums gelistet, jedoch beantwortete dieses eine entsprechende Rückfrage nicht. Wie fast alle Ryanair-Töchter verfügt auch Lauda Europe über eine eigene Internet-URL. Diese lautet laudaeur.com, allerdings gibt es im Gegensatz zur polnischen Konzernschwester Buzz keinen eigenen Internetauftritt. Derzeit wird die Domain ausschließlich für E-Mail-Adressen verwendet.

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Level Europe: Gericht lädt erneut zur Prüfungstagsatzung

Im Konkursverfahren, in dem sich Level Europe befindet, beraumte das Landesgericht Korneuburg eine nachträgliche Prüfungstagsatzung an. Diese wird am 20. Jänner 2021 stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird diese als Videokonferenz abgehalten. Eine nachträgliche Prüfungstagsatzung ist immer dann erforderlich, wenn Gläubiger ihre Forderungen so verspätet angemeldet haben, dass sie in der allgemeinen Prüfungstagsatzung nicht mehr verhandelt werden konnte. Über Level Europe wurde am 19. Juni 2020 das Konkursverfahren eröffnet, da der Carrier wegen der Corona-Pandemie unter Druck geraten ist und im Gegensatz zu Austrian Airlines keine Staatshilfe erhalten hat. Mittlerweile wurde die Flotte aus Wien ausgeflogen und wurde überwiegend auf dem AOC der IAG-Konzernschwester Vueling registriert. Mit dieser kooperierte man in der Vergangenheit hinsichtlich des Vertriebs. Auch die Schwester OpenSkies, die als Level France Langstreckenflüge ab Paris-Orly durchgeführt hat, steht vor dem Aus. Die Suche nach Investoren war erfolglos. Eigentümer International Airlines Group will die Billigmarke – operated by Iberia – nur ab Barcelona fortführen. Ab dem spanischen Airport wurden die Level-Langstreckenflüge zwischenzeitlich reaktiviert.

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Frankfurt: Condor kündigt weitere Langstrecken an

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor wird am 18. Dezember 2020 Nonstop-Flüge von Frankfurt am Main nach Punta Cana, Puerto Plata und Santo Domingo aufnehmen. Die Malediven stehen ebenfalls wieder zweimal pro Woche im Flugplan. Die Verbindungen auf die kanarischen Inseln werden aufgestockt: Von Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg und München bringt Condor Urlauber nach Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, La Palma, Teneriffa und Madeira. Reisen mit Condor sind bei allen deutschen Veranstaltern buchbar, Flugtickets wie gewohnt unter www.condor.com im Reisebüro und telefonisch. „Wir sehen an unseren Flügen nach Kuba, dass die Deutschen reisen wollen – und verantwortungsbewusstes Reisen ist dank umfangreicher Schutzmaßnahmen und Hygienekonzepten über die gesamte Reise hinweg möglich. Wir freuen uns, eines der beliebtesten Ziele der Condor-Kunden, die Dominikanische Republik, noch in diesem Jahr wieder in unseren Flugplan aufzunehmen. So steht einem Winterurlaub an karibischen Traumstränden nichts mehr im Wege“, so Ralf Teckentrup, CEO von Condor. Verbindungen ab Frankfurt, ab dem 18. Dezember 2020 Varadero: Dienstag, Freitag, Samstag Punta Cana: Montag, Mittwoch, Samstag Puerto Plata, Santo Domingo: Sonntag Malediven: Montag, Samstag

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