Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Deutsche Flughäfen fordern staatliche Verantwortung und klare Zuständigkeiten bei der Drohnenabwehr

Die wachsende und sich schnell verändernde Bedrohung durch den illegalen Einsatz von Drohnen im Umfeld deutscher Flughäfen erfordert ein entschlossenes Handeln des Staates. Der deutsche Flughafenverband (ADV) fordert angesichts von über 140 gemeldeten Drohnensichtungen allein in diesem Jahr eine dringende Klärung der Zuständigkeiten und die gesicherte, staatliche Finanzierung moderner Abwehrsysteme. Nach Ansicht des ADV sind Detektion und Abwehr von Drohnen hoheitliche Aufgaben, die in die Verantwortung von Bundes– und Landespolizei fallen müssen. Die Flughäfen betonen, daß sie weder die Befugnis noch die Möglichkeit haben, die Natur einer Drohnenbedrohung zu beurteilen, was die Sicherheit des Flugbetriebs unmittelbar gefährdet. Hohe Bedrohungslage und operative Konsequenzen Die Zahl der illegalen Drohnensichtungen im Umfeld von Verkehrsflughäfen hat in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen. Über 140 solcher Vorfälle allein in diesem Jahr verdeutlichen die Ernsthaftigkeit der Situation. Jede Sichtung stellt ein potentielles Risiko für die Sicherheit von Reisenden und die Beschäftigten dar und kann den Flugbetrieb stören oder zur Einstellung von Starts und Landungen führen. Im Falle eines Drohnenalarms greifen die etablierten Meldeketten zwischen Flugsicherung, Flughafenbetrieb und den zuständigen Polizeibehörden. Trotzdem hat die Bedrohungslage das Potential, den regulären Flugbetrieb massiv zu beeinträchtigen, was zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden und Frustration bei den Reisenden führt. Die Flughäfen betonen, daß bei einem Vorfall die Sicherheit oberste Priorität hat. Dies bedeutet in der Regel eine unmittelbare Einschränkung oder vollständige Einstellung des Flugbetriebs, bis die Bedrohung als beseitigt gilt. Diese präventive Maßnahme ist zwingend erforderlich, da eine Kollision zwischen einem Passagierflugzeug und einer Drohne katastrophale Folgen haben könnte. Die Betreiber der

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KLM klagt gegen Streiks am Flughafen Schiphol

Die niederländische Fluggesellschaft KLM geht juristisch gegen die Serie von Streiks des Bodenpersonals am Flughafen Schiphol in Amsterdam vor. Die Airline hat beim Gericht Noord-Holland ein Eilverfahren gegen die Gewerkschaften FNV und CNV eingereicht. Die Verhandlung findet am heutigen Freitag, den 26. September, statt. Mit der Klage versucht KLM, die für kommenden Mittwoch geplante weitere Arbeitsniederlegung zu verhindern. Die Gewerkschaften haben angekündigt, am kommenden Mittwoch zwischen 6 und 14 Uhr erneut die Arbeit niederzulegen. Dies wäre der vierte Streik in Folge, der den Betrieb am größten Flughafen der Niederlande empfindlich stören würde. Die Fluggesellschaft KLM, die einen Großteil ihres Geschäfts über Schiphol abwickelt, beziffert die bisherigen Verluste durch die Streikserie auf mindestens 30 Millionen Euro. Ein weiterer Streik würde nach Schätzung der Airline zusätzliche Kosten von mindestens zehn Millionen Euro verursachen. Die Arbeitsniederlegungen sind Teil eines seit längerem schwelenden Tarifkonflikts. Die Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für das Bodenpersonal. Die Streiks betreffen dabei nicht nur die Abfertigung von KLM-Flügen, sondern wirken sich auf den gesamten Flugbetrieb und die Passagiere aus. Ähnliche Konflikte zwischen Fluggesellschaften und Gewerkschaften hatten zuletzt auch an anderen europäischen Flughäfen, etwa in Deutschland und Frankreich, zu Störungen geführt. Das Eilverfahren soll nun klären, ob die geplanten Arbeitskampfmaßnahmen unverhältnismäßig sind und daher untersagt werden können. Das Urteil wird mit Spannung erwartet.

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Triebwerksprobleme zwingen Air Austral zum Flottenwechsel: Airbus A220 droht das Aus im Indischen Ozean

Die auf der Insel La Réunion beheimatete Fluggesellschaft Air Austral plant Presseberichten zufolge, ihre gesamte Flotte des Flugzeugtyps Airbus A220 zu ersetzen. Als Grund für diesen drastischen Schritt werden anhaltende Zuverlässigkeitsprobleme mit den Pratt & Whitney GTF-Triebwerken genannt, die mindestens zwei der drei Maschinen der Airline betreffen. Die Air Austral, die als erste Fluggesellschaft im Indischen Ozean die A220 in Dienst stellte, sieht sich gezwungen, nach Ersatzmustern zu suchen, um den stabilen Betrieb ihres Kurz- und Mittelstreckennetzes aufrechtzuerhalten. Die Entscheidung unterstreicht die globalen Schwierigkeiten, mit denen Fluggesellschaften aufgrund der technischen Mängel der GTF-Triebwerke konfrontiert sind. Die Herausforderungen im Flugbetrieb der Air Austral Air Austral hatte die Airbus A220 ab Juli 2021 in ihre Flotte integriert, um von ihrem Drehkreuz am Roland Garros International Airport (RUN) auf La Réunion aus Destinationen in Madagaskar, Mauritius und Südafrika zu bedienen. Die A220 sollte die älteren Muster auf diesen Routen ablösen und die Effizienz des Regionalverkehrs steigern. Die Realität sah jedoch anders aus. Die Fluggesellschaft sah sich mit anhaltenden Ausfällen und Wartungsproblemen bei den Pratt & Whitney GTF-Triebwerken konfrontiert. Daten vom 25. September 2025 zeigen, daß zwei der drei A220-Flugzeuge der Air Austral derzeit nicht im aktiven Flugbetrieb stehen. Eine Maschine (F-OMER) wird als eingelagert geführt, während eine zweite (F-OTER) sich in Wartung befindet. Solche prolongierten Ausfälle sind für eine Regionalfluggesellschaft mit einer relativ kleinen Flotte existenzbedrohend, da sie die regelmäßige Bedienung des Streckennetzes massiv stören und zu erheblichen Kosten führen. Neben den A220 betreibt Air Austral noch fünf Großraumflugzeuge (Boeing 777-300ER und Boeing

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Drohnensichtungen legen Flugbetrieb in Dänemark lahm

Nachdem bereits am vergangene Woche Drohnen in der Nähe der Flughäfen Kopenhagen und Oslo gesichtet wurden, kam es zwei Tage später erneut zu Vorfällen im skandinavischen Luftraum. Aufgrund von Drohnenaktivitäten mußte der Flughafen Aalborg im Norden Dänemarks, einer der größten des Landes, vorübergehend geschlossen werden. Kurz darauf wurden weitere Drohnensichtungen an den Flugplätzen Esbjerg und Sønderborg sowie an einem Luftwaffenstützpunkt gemeldet. Solche Vorfälle führen regelmäßig zu massiven Beeinträchtigungen im Flugverkehr. Die wiederholten Drohnensichtungen haben erhebliche Auswirkungen auf den Flugbetrieb. Bereits am Montag mußten in Kopenhagen, einem der größten Drehkreuze Skandinaviens, 100 Flüge gestrichen und 31 Flüge umgeleitet werden. Diese Drohnenwarnungen gelten als schwerwiegende Störungen der öffentlichen Sicherheit und führen dazu, daß die Flughäfen den Betrieb aus Sicherheitsgründen umgehend einstellen müssen. Die Behörden untersuchen derzeit die Hintergründe der Vorkommnisse. Im vergangenen Jahr gab es ähnliche Vorfälle an mehreren europäischen Flughäfen, die die Verletzlichkeit des zivilen Luftverkehrs gegenüber unbefugten Drohnen unterstrichen. Fluggäste, die von den daraus resultierenden Flugausfällen und Verspätungen betroffen sind, haben nach Auskunft von Nina Staub, Fluggastrechtsexpertin bei AirHelp, keinen Anspruch auf eine Entschädigungszahlung nach der Europäischen Fluggastrechteverordnung. Da Drohnensichtungen als außergewöhnliche Umstände gelten und außerhalb des Einflußbereichs der Fluggesellschaften liegen, entfällt der Anspruch auf die Entschädigung von bis zu 600 Euro. Trotzdem haben die betroffenen Passagiere Anspruch auf Ersatzleistungen. Die Fluggesellschaften müssen entweder eine alternative Beförderung anbieten oder den vollen Flugpreis erstatten. Bei Verspätungen von über zwei Stunden sind die Airlines zudem verpflichtet, Mahlzeiten, Getränke und Kommunikationsmöglichkeiten am Flughafen bereitzustellen. Sollte sich die Beförderung auf den nächsten Tag verschieben,

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Russische Antonov An-124 in Toronto: Kanada bereitet endgültige Einziehung vor

Ein seit über dreieinhalb Jahren in Kanada festsitzendes russisches Frachtflugzeug vom Typ Antonov An-124 hat am Toronto Pearson International Airport (YYZ) für Aufsehen gesorgt. Die Maschine der Volga-Dnepr Airlines wurde kürzlich erstmals seit ihrer Ankunft im Februar 2022 auf dem Vorfeld bewegt, Berichten zufolge für eine routinemäßige technische Inspektion durch die kanadischen Behörden. Das Flugzeug, das kurz nach seiner Landung aufgrund der Schließung des kanadischen Luftraumes für russische Maschinen gestrandet war, wurde im Jahr 2023 von der kanadischen Regierung beschlagnahmt. Die jüngste Bewegung signalisiert zwar keine unmittelbar bevorstehende Freigabe, steht aber im Kontext eines laufenden Gerichtsverfahrens, in dessen Verlauf Kanada die endgültige Einziehung des Flugzeugs anstrebt. Die Odyssee einer Antonov in Kanada Die ungewöhnliche Geschichte des Frachtflugzeugs mit der Registrierung RA-82078 begann im Februar 2022. Die Antonov An-124-100 der Volga-Dnepr Airlines war in Toronto gelandet, um eine Lieferung von COVID-19-Testkits abzuliefern. Kurz nach der Landung reagierte Kanada jedoch auf den Einmarsch Rußlands in die Ukraine und schloß seinen Luftraum für russische Flugzeuge und deren Betreiber. Das 30 Jahre alte Flugzeug, das 1996 an Volga-Dnepr Airlines ausgeliefert wurde, war damit am Boden gefangen. Die Folge waren erhebliche Kosten. Bereits im Juni 2022 hatten sich die Parkgebühren für die riesige Maschine auf über 100.000 US-Dollar summiert. Ein Jahr später verschärfte die kanadische Regierung die Situation, indem sie das Flugzeug beschlagnahmte. Die Begründung für diesen Schritt war die Besorgnis, daß Rußland die Maschine zu militärischen Transportzwecken nutzen könnte. Die Antonov ist seitdem ein unerwarteter Dauergast am Toronto Pearson International Airport. Die lange Verweildauer

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Berliner Bürgermeister fordert mehr Langstreckenflüge für den BER

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat seine Kritik an den fehlenden Langstreckenverbindungen am Hauptstadtflughafen BER erneuert. Er forderte eine bessere Anbindung an den internationalen Luftverkehr und warnte vor negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft in ganz Ostdeutschland. In einer Äußerung an die Deutsche Presse-Agentur bezeichnete Wegner den BER als hervorragenden Flughafen, der jedoch vom internationalen Luftverkehr weitgehend abgeschnitten sei. Wegner betonte die Bedeutung eines leistungsfähigen Flughafens für die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands. Er kündigte an, das Thema bei der Konferenz der ostdeutschen Ministerpräsidenten (MPK) mit Bundeskanzler Friedrich Merz zu besprechen. Der Berliner Politiker sieht in dem Ausbau des Langstreckenangebots auch ein Zeichen der Gerechtigkeit nach 35 Jahren Deutscher Einheit. Die Berliner Wirtschaft und der Tourismussektor haben in der Vergangenheit ebenfalls die unzureichenden Langstreckenverbindungen bemängelt. Die Kritik von Kai Wegner und den ostdeutschen Ländern zielt auf die Bundesregierung. Der Regierende Bürgermeister fordert eine Minimierung der Hemmnisse im Luftverkehr und eine Senkung der Luftverkehrsteuer, um das Flugangebot von Deutschland aus wieder wettbewerbsfähig zu machen. Die Luftverkehrsteuer war erst kürzlich erhöht worden und wird von der Luftfahrtbranche als ein Hauptgrund für die hohen Kosten und die Verlagerung von Flügen an ausländische Flughäfen angesehen. So hatte die Lufthansa Group die deutsche Luftverkehrspolitik als eine der in Europa am wenigsten wettbewerbsfähigen bezeichnet. Trotz der Forderung nach mehr Langstreckenflügen am BER sind die Zahlen des Flughafens nach der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Im Jahr 2024 wurden 23,2 Millionen Passagiere gezählt, während für 2025 ein leichter Anstieg erwartet wird. Allerdings bleibt der Flughafen Berlin hinter den größeren Drehkreuzen

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London Luton Airport eröffnet neuen Parkbereich und investiert in den Nahverkehr

Der London Luton Airport (LTN) hat einen neu errichteten Terminalparkbereich (Terminal Car Park 2) in Betrieb genommen, der 1.900 neue Stellplätze bietet und einen überdachten Express-Abgabe- und Abholbereich integriert. Diese Wiedereröffnung ist Teil eines umfassenderen Programms zur Verbesserung des Passagierkomforts und der Anbindung des Flughafens. In diesem Zusammenhang hat der LTN auch die Einrichtung eines öffentlichen Nahverkehrsfonds angekündigt, der mit 1,5 Millionen Pfund im ersten Jahr ausgestattet ist. Ziel ist es, in Partnerschaft mit Verkehrsbetrieben und lokalen Behörden die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu verbessern und die Infrastruktur zu modernisieren. Neue Parkinfrastruktur und angepaßte Gebühren Mit der Wiedereröffnung des Terminal Car Park 2 erweitert der London Luton Airport sein Angebot für Reisende, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Ein zentrales Element des neuen Parkhauses ist der integrierte Express-Abgabe- und Abholbereich im Erdgeschoß, der einen direkten und bequemen Zugang zum Terminalgebäude ermöglicht. Diese Maßnahme soll den Verkehrsfluß am Flughafen effizienter gestalten. Gleichzeitig wurden die Gebührenstrukturen für die verschiedenen Parkbereiche angepaßt. Die Kosten für den Bring- und Abholbereich wurden auf 7 £ festgelegt, die Parkdauer wurde auf 10 Minuten verdoppelt, um Reisenden mehr Zeit zu gewähren. Für Inhaber eines Blue Badge (Behindertenausweis) wird eine kostenlose Parkzeit von 30 Minuten im Terminal Car Park 1 ermöglicht. Auch Fahrer von Elektrofahrzeugen profitieren von einer Sonderregelung, die das Parken für 30 Minuten für 1 £ im Terminal Car Park 1 erlaubt. Das kostenlose Bringen und Abholen wird in den weiter entfernt gelegenen Langzeitparkplatz verlegt und die Dauer auf zwei Stunden erweitert. Die Mid-Stay-Parkfläche steht

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T’way Air reduziert Flüge nach Frankfurt

Die südkoreanische Fluggesellschaft T’way Air verringert ihre Flugfrequenz auf der Verbindung zwischen Seoul-Incheon und Frankfurt. Laut Flugplandaten, die vom Luftfahrtportal Aeroroutes ausgewertet wurden, wird die Airline die Anzahl der wöchentlichen Flüge ab dem 9. November 2025 von sieben auf nur noch drei reduzieren. Diese Reduzierung soll zunächst bis zum 29. November 2025 gelten. Auch für den Winterflugplan, der am 30. November 2025 beginnt und bis zum 28. März 2026 dauert, sind nur vier von den ursprünglich geplanten sieben wöchentlichen Verbindungen zur Buchung freigeschaltet. Die Fluggesellschaft hatte erst im Mai 2025 tägliche Flüge auf dieser Strecke angekündigt, nachdem sie ihre Frequenz zuvor sukzessive erhöht hatte. Im Oktober 2024 hatte T’way Air die Strecke mit drei wöchentlichen Flügen aufgenommen und diese dann im November auf vier pro Woche aufgestockt. Die Strecke zwischen Seoul und Frankfurt gilt als wichtige Verbindung zwischen Südkorea und Deutschland. Korean Air und Asiana Airlines bedienen diese Route ebenfalls, wobei Korean Air die Strecke als Teil ihres interkontinentalen Streckennetzes und Asiana als Teil ihres europäischen Netzes anbietet. Die Reduzierung der Flüge von T’way Air könnte auf eine Anpassung an die Nachfrage in der Nebensaison oder eine strategische Neuorientierung der Fluggesellschaft hindeuten. Die Airline hat in den letzten Jahren ihre europäischen Routen ausgebaut und fliegt unter anderem auch nach Paris, Rom, Barcelona und Zagreb. Der Flugplan für die kommenden Monate kann sich noch ändern. T’way Air, die in Europa auch als kostengünstiger Anbieter auftritt, hat in den letzten Monaten mehrere neue Verbindungen nach Europa, Nordamerika und Asien angekündigt, darunter eine

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Portugal bereitet Teilprivatisierung der Nationalairline TAP vor

Die portugiesische Regierung hat das offizielle Verfahren zum Teilverkauf ihrer Nationalfluggesellschaft TAP gestartet. Wie aus einem jetzt vorliegenden Pflichtenheft hervorgeht, soll eine Minderheitsbeteiligung von 44,9 Prozent veräußert werden. Der Prozeß, der in mehrere Phasen unterteilt ist, soll nach dem Willen von Premierminister Luis Montenegro bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Mehrere internationale Luftfahrtkonzerne haben bereits ihr Interesse an der TAP bekundet, darunter auch die Lufthansa Group, die als einer der stärksten potentiellen Käufer gilt. Der Verkaufsprozeß markiert einen bedeutenden Schritt in der strategischen Neuausrichtung des portugiesischen Staates bezüglich seiner Beteiligungen im Luftfahrtsektor. Die Phasen des Verkaufsprozesses Das Pflichtenheft, das den genauen Ablauf der Privatisierung regelt, sieht ein mehrstufiges Verfahren vor. Zunächst werden interessierte Investoren einer Vorqualifikation unterzogen. In dieser Phase müssen die Bieter ihre finanzielle Leistungsfähigkeit und ihre strategischen Absichten nachweisen. Nach erfolgreicher Vorqualifikation erhalten die verbleibenden Interessenten Zugang zu detaillierten Unternehmensdaten der TAP, um eine umfassende Due Diligence durchführen zu können. Erst im Anschluß an diese Phase werden die endgültigen Angebote eingeholt, die den finalen Kaufpreis und die Bedingungen der Beteiligung festlegen. Der Zeitplan für diesen Prozeß ist ambitioniert. Die Regierung strebt an, den Verkauf noch in diesem Jahr abzuschließen. Dies deutet auf den politischen Willen hin, die Privatisierung zügig voranzutreiben. Der portugiesische Staat hält derzeit die Mehrheit an der TAP, und die Veräußerung einer fast 45-prozentigen Minderheitsbeteiligung soll neue Investitionen und strategische Partnerschaften ermöglichen, um die Position der Airline im internationalen Luftverkehr zu stärken. Der portugiesische Premierminister Luis Montenegro hat bereits öffentlich erklärt, daß er mit großem

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Verhaftung nach Cyberangriff auf Luftfahrtsoftware: Ermittlungen in Großbritannien

In Verbindung mit dem schwerwiegenden Cyberangriff auf den Luftfahrtdienstleister Collins Aerospace ist in Großbritannien ein Mann verhaftet worden. Die britische National Crime Agency (NCA) gab bekannt, daß ein Mann in den Vierzigern in West Sussex festgenommen wurde. Ihm werden Verstöße gegen den Computer Misuse Act zur Last gelegt. Der Angriff hatte die Gepäck- und Check-in-Systeme vieler Fluggesellschaften betroffen und zu Hunderten von Flugverspätungen geführt, darunter auch in Berlin. Die Festnahme markiert einen wichtigen Schritt in der Aufklärung des Angriffs, der die Anfälligkeit kritischer Infrastrukturen für digitale Bedrohungen einmal mehr verdeutlicht hat. Schaden und Ausmaß des Cyberangriffs Der Angriff auf Collins Aerospace hatte weitreichende Konsequenzen für den globalen Flugverkehr. Das Unternehmen ist ein führender Zulieferer von Softwarelösungen für die Luftfahrtindustrie, und seine Systeme werden von zahlreichen Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit genutzt. Die betroffene Software ist zentral für den Betrieb von Gepäckförderanlagen, Check-in-Schaltern und Flugsteig-Management. Als die Systeme ausfielen, mußten viele Prozesse manuell durchgeführt werden, was zu erheblichen Verzögerungen führte. Flughäfen in verschiedenen Ländern meldeten Störungen. In Berlin waren ebenfalls Flüge von den Auswirkungen betroffen, was zu Frustration bei den Reisenden und operativem Chaos führte. Die genaue Zahl der weltweit betroffenen Flüge ist schwer zu beziffern, aber Berichte sprachen von Hunderten von Verspätungen und annullierten Flügen. Der Vorfall zeigte, wie stark die moderne Luftfahrt von der digitalen Infrastruktur abhängt und wie schnell ein Ausfall bei einem einzigen Dienstleister globale Auswirkungen haben kann. Die Angreifer hatten es auf die Schwachstellen in den Systemen von Collins Aerospace abgesehen. Es ist noch unklar, ob es

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