Amely Mizzi

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Amely Mizzi

OGH kippt fünf Klauseln von Austrian Airlines

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines kassierte vor dem Obersten Gerichtshof hinsichtlich ihrer Allgemeinen Beförderungsbedingungen eine Schlappe. Die Arbeiterkammer hatte gegen fünf Klauseln geklagt und vor dem Höchstgericht recht bekommen. Der OGH betrachtete unter anderem die Praxis des Carriers, dass man für die Rückerstattung von Steuern und Gebühren eine saftige Gebühr in der Höhe von 35 Euro verlangte, für illegal. Die Arbeiterkammer stellt nun einen Musterbrief bereit, mit dem Betroffene das zu Unrecht einbehaltene Geld zurückfordern können. Die laut AK für Passagiere wesentlichsten Punkte des OGH-Urteils: Extra-Bearbeitungsgebühr bei storniertem Flug – nicht von Konsumenten holen: Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen – und manchmal auch, wenn er die Reise gar nicht antritt. Wer seinen Flug storniert, hat das Recht, die Taxen und Gebühren zurückzubekommen. Die Austrian Airlines zog von diesem Betrag noch eine Bearbeitungsgebühr („Refundgebühr“) in der Höhe von 35 Euro pro Ticket ab. Die Airline berief sich auf eine Klausel, die bei Stornierung einen Abzug von „anwendbaren Bearbeitungs- und Stornogebühren“ vorsieht, ohne jedoch die Höhe zu benennen. Der OGH befand die Klausel als rechtswidrig, weil die Konsumenten über die Höhe nicht ausreichend aufgeklärt wurden. Die Klausel selbst gibt weder über die Höhe Auskunft noch enthält sie einen Hinweis, wo man sich über die Höhe informieren kann. Mit dem AK Musterbrief können sich Konsumenten die ungerechtfertigte Bearbeitungsgebühr zurückholen: www.arbeiterkammer.at/aua-bearbeitungsgebuehrklausel. Gepäck fliegt „soweit möglich“ mit – darf nicht von der „Laune“ der Airline abhängen: Als gröblich benachteiligend und intransparent beurteilte der OGH eine Klausel, wonach das aufgegebene Gepäckstück „soweit

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Wegen Ukraine-Krieg: Anpassungen im Nürnberger Flugplan

Der kriegerische Überfall der Russischen Föderation gegen die Ukraine hat auch Auswirkungen auf den Sommerflugplan 2022 ab Nürnberg. Die Ukraine-Strecken pausieren derzeit bzw. angekündigte Neuaufnahmen sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. „Die ureigenste Aufgabe des Luftverkehrs ist es, Menschen miteinander zu verbinden. Durch die kriegerischen Handlungen sind die Ukraine-Verbindungen ab Nürnberg nun leider nicht mehr möglich. Mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro an den Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg e.V. als Sofortmaßnahme tragen wir dazu bei, das unvorstellbare Leid der vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen vor Ort zu lindern”, so Geschäftsführer Michael Hupe. Der Flughafen Kiew-Schulany wurde seit August 2017 von Wizz Air angesteuert, Ryanair flog ab Winter 2019/20 zum Flughafen Kiew-Borispil. Wegen der starken Nachfrage sollte im Sommer 2022 eigentlich Lwiw hinzukommen. Diese Pläne wurden Opfer des Krieges. Vor dem Hintergrund der leider notwendigen Flugplananpassungen hat Ryanair den Sommerflugplan kurzfristig umgestellt und sogar noch ausgeweitet: So kommt Vilnius, die Hauptstadt von Litauen, mit zwei Flügen pro Woche dazu. Außerdem – ergänzend zum bestehenden Angebot von Corendon Airlines – das italienische Lamezia Terme, ebenfalls zweimal wöchentlich, sowie einmal pro Woche Ponta Delgada auf der portugiesischen Insel São Miguel in den Azoren. Somit bietet die irische Airline in diesem Sommer 29 Nonstop-Ziele ab Nürnberg mit bis zu 89 Wochenabflügen an. So werden beispielsweise erstmals Dublin, Valencia und Venedig angesteuert. Beliebte Flugziele wie Ibiza, Krakau und Neapel kommen gleichzeitig zurück in den Nürnberger Sommerflugplan, der insgesamt rund 70 Ziele umfasst.

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Deutschland: Ryanair kündigt acht weitere Strecken an

Die Billigfluggesellschaft Ryanair kündigt die Aufnahme von acht zusätzlichen Strecken ab Deutschland an. Diese werden ab Nürnberg, Berlin, Köln/Bonn, Memmingen und Karlsruhe/Baden-Baden angeboten. Eigenen Angaben nach hat man im Sommerflugplan 2022 insgesamt 247 Routen ab Deutschland im Programm. Ryanair nutzt in der Bundesrepublik 12 Flughäfen. Streckennetzweit betreibt man derzeit 90 Bases. Nachstehende Strecken hat Ryanair angekündigt: Köln – Stockholm Arlanda Berlin – Krakau Memmingen – Pisa Nürnberg – Lamezia Memmingen – Abruzzen Karlsruhe/Baden-Baden – Palermo Köln – Biarritz Nürnberg – Ponta Delgada

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Versicherungsprobleme: Pegasus stellt Russland-Flüge ein

Die Anzahl der Fluggesellschaften, die Ziele in der Russischen Föderation ansteuern, wird immer geringer. Die türkische Pegasus Airlines teilte mit, dass man ab sofort die Verbindungen in dieses Land nicht mehr bedienen wird. Auch der Luftraum soll gemieden werden. Laut offizieller Erklärung ist man derzeit aufgrund der von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union verhängten Sanktionen nicht mehr in der Lage nach Russland zu fliegen. Explizit angeführt werden auch versicherungsrechtliche Gründe. Dem Vernehmen nach untersagen immer mehr Leasinggeber den Einflug in den russischen Luftraum. Die überwiegende Mehrheit der Flotte von Pegasus Airlines ist geleast. Aus der Sicht des türkischen Carriers haben sich nun „operationelle Risiken“ ergeben. Daher hat man sich zur Einstellung der Russland-Flüge entschieden. Diese sollen von 13. März 2022 bis voraussichtlich 27. März 2022 pausieren. Es besteht die Möglichkeit, dass die Flugpause in Richtung Russland verlängert wird. Pegasus Airlines ist die erste Fluggesellschaft der Türkei, die die Einstellung der Verbindungen in die Russische Föderation verkündet hat.

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Ab August 2022: Flyr nimmt Oslo-Hamburg auf

Der norwegischen Billigflieger Flyr beabsichtigt ab 15. August 2022 zwischen Oslo und Hamburg zu fliegen. Damit zieht man die Aufnahme der Verbindung vor, denn ursprünglich strebte man den Erstflug für Herbst 2022 an. Die junge Fluggesellschaft wird viermal wöchentlich auf dieser Strecke verkehren. Derzeit ist vorgesehen, dass an den Verkehrstagen Montag, Donnerstag, Freitag und Sonntag geflogen werden soll. Der Verkauf von Flugscheinen wurde bereits aufgenommen. Das günstigste Ticket wird momentan für knapp über 46 Euro angeboten.

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Air-Arabia-Beteiligung Fly Jinnah stellt Livery vor

Die pakistanische Air-Arabia-Beteiligung „Fly Jinnah“ hat ihre künftige Livery und den damit verbundenen Markenauftritt vorgestellt. Dieses erinnert zwar an den Teilhaber, hebt sich dennoch in einigen Aspekten ab. Das Unternehmen beschreibt es wie folgt: „Die visuelle Markenidentität von „Fly Jinnah“ mit dem Markenkürzel „FJ“ hat das leuchtende Rot als Hauptfarbe gewählt, um den jungen und modernen Geist der Fluggesellschaft widerzuspiegeln, während das Logo und die Markenidentität, bestehend aus der einzigartigen Schriftart und dem runden Symbol, Bewegung und Kontinuität widerspiegeln. Die Markenwerte sind Ehrgeiz – den Kunden einen echten Mehrwert zu bieten und Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu verbinden; Aufrichtigkeit – Ehrlichkeit und die Bereitschaft, etwas zu erreichen und zu wachsen, während man nach Verbesserungen strebt; und Erfindungsreichtum – die Entwicklung kreativer Lösungen, während man gleichzeitig konzentriert, praktisch und effizient bleibt. Inspiriert durch das Logo und das Markenethos, spiegelt die Flugzeuglackierung von Fly Jinnah“ eine moderne Fluggesellschaft wieder, die aufstrebend, energiegeladen und ständig in Bewegung ist“. Iqbal Ali Lakhani, Vorsitzender von Fly Jinnah, sagte: „Die neue visuelle Identität von Fly Jinnah wurde sorgfältig ausgewählt, um die Entwicklung und den Fortschritt der Luftfahrtbedürfnisse in Pakistan widerzuspiegeln. Fly Jinnah‘ wird nicht nur der pakistanischen Luftfahrtindustrie dienen, sondern auch einen Beitrag zur Infrastruktur des Landes, zum Tourismus, zu Geschäftsreisen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze leisten. Fly Jinnah wird ein Katalysator für das Wirtschaftswachstum des Landes sein“. Fly Jinnah ist dabei, ein lokales Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) zu erhalten, mit dem die Fluggesellschaft das Recht auf den Flugbetrieb erhalten wird. Die Fluggesellschaft wird zunächst in Karatschi

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Air France-KLM will Mehrheit von ITA Airways kaufen

Der französisch-niederländische Airline-Konzern Air France-KLM und Delta Air Lines haben Interesse am Erwerb der Mehrheit an der italienischen ITA Airways bekundet. In einem gemeinsamen Schreiben, das an das Finanzministerium gerichtet wurde, untermauert man dies. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Lufthansa und MSC an einem Einstieg bei ITA Airways interessiert sind. Dies brachte offensichtlich den Mitbewerber unter Zugzwang, denn man befürchtet, dass der Zugang zum italienischen Markt verloren gehen könnte. Auch wäre bei einem Zuschlag für den Kranich-Konzern damit zu rechnen, dass ITA Airways das Skyteam verlassen und zur Star Alliance wechseln könnte. Das Angebot wäre ein Gegenvorschlag zur Interessensbekundung, die Lufthansa und der Schifffahrtsriese MSC Ende Januar abgegeben haben, wobei später klargestellt wurde, dass es sich um eine Kombination aus einer Minderheitsbeteiligung der Lufthansa und einer Mehrheitsbeteiligung von MSC handelt. Und eine dritte Interessensbekundung kam von einem anderen internationalen Fonds, der in dem Bericht von La Repubblica ebenfalls nicht genannt wird und der, so die Quelle, zuvor in „die wichtigsten Low-Cost-Carrier der Welt“ investiert hatte. Air France-KLM, Delta und Virgin Atlantic teilten der Nachrichtenagentur Reuters in einer Erklärung mit, dass sie mit dem Management der neuen Alitalia zusammenarbeiten wollen, „um unsere Zusammenarbeit zu vertiefen, einschließlich einer möglichen assoziierten Mitgliedschaft im erweiterten Joint Venture der Fluggesellschaften, das 2020 gegründet wird“, lehnten aber weitere Kommentare ab.

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Sky Gates hat Boeing 747-400 an Silkway West übergeben

Die russische Frachtfluggesellschaft Sky Gates Airlines hat eine ihrer beiden Boeing 747-400F an die aserbaidschanische Silkway West weitergereicht. Das betroffene Flugzeug war noch bis Ende Feber 2022 als VP-BCH für den russischen Carrier im Einsatz. Seit 8. März 2022 ist das Flugzeug als 4K-BCH bei Slikway im Einsatz. Diese dürfte schon sehr bald Gesellschaft bekommen, denn auch die VP-BCI wurde zwischenzeitlich nach Baku überstellt und soll in Kürze auf das AOC von Silkway registriert werden. Eigentümer beider Boeing 747-400F ist die Boeing Aircraft Holding. Zahlreiche Leasingflugzeuge in die Türkei ausgeflogen Zwischenzeitlich hat Nordwind Airlines zahlreiche von westlichen Eigentümern geleaste Verkehrsflugzeuge in die Türkei ausgeflogen. Dabei handelt es sich unter anderem um die VP-BSZ, VP-BHN, VP-BSA, VP-BDU, VP-BUI, VP-BUT, VQ-BRY und VQ-BRX. Unter anderem diese Flugzeuge sind auf dem Atatürk-Airport abgestellt. Der Mitbewerber Royal Flight hat unter anderem die VP-BGK, VP-BRE und die VP-BLG in Istanbul abgestellt. Pobeda hat die VQ-BTC in die Türkei ausgeflogen. Auch auf dem Flughafen Istanbul-SAW sind mittlerweile Maschinen russischer Airlines, die aufgrund der Sanktionen von den Leasinggebern eingefordert wurden, geparkt. Es handelt sich dabei unter anderem um die VQ-BPY von Aviastar-TU, die VP-BJG von Nordwind und die VP-BOF von Smartavia. Weitere Maschinen verschiedener russischer Carrier befinden sich derzeit auf dem Flughafen Antalya.

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Eurowings Discover: UFO fordert Tarifverhandlungen

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO fordert die Geschäftsleitung der Lufthansa-Tochter Eurowings Discover zu Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal auf. Abweichend von anderen Konzernairlines hat dieser Carrier momentan keine Tarifverträge. „Nachdem UFO zusammen mit der Vereinigung Cockpit bereits erfolgreich Betriebsratswahlen in der Eurowings Discover eingefordert hat, ist dies aus unserer Sicht der nächste logische Schritt, um den Lufthansa-Konzern an die in Deutschland übliche sozialpartnerschaftliche Verantwortung zu erinnern“, erklärt Maximilian Kampka, Referent Tarifpolitik bei UFO. “Die im letzten Jahr von Carsten Spohr getätigte Aussage, dass die Tarifierung eines Flugbetriebs auch Arbeitsplätze kosten könnte, kann auch weiterhin nur als Kampfansage an die verschiedenen Belegschaften im Konzern verstanden werden – nachdem dieser auch durch die Zahlung von Kurzarbeitergeld in Milliardenhöhe gerettet wurde. Der Start-up-Charme der Eurowings Discover ist verbraucht – die Mitarbeiter dort brauchen nun ein Minimum an sozialer Absicherung”, führt Anja Bronstert, stellvertretende UFO-Vorsitzende, weiter aus. Der Lufthansa-Konzern blickt auf eine lange Geschichte von Töchtergründungen und -schließungen zurück, und hatte erst in der letzten Woche bestätigt, ein weiteres AOC in Deutschland mit der Ausrichtung auf Europa-Verkehre anmelden zu wollen. “Die Kabinenbeschäftigten in den verschiedenen Lufthansa-Töchtern stehen vor der großen Herausforderung, trotz ihrer grundsätzlichen Bereitschaft Beiträge zur Zukunftsfähigkeit des Konzerns zu leisten, nicht in einen Unterbietungswettbewerb hineinzugeraten. Je früher UFO als zuverlässiger Tarifpartner in jedem Flugbetrieb involviert wird, desto besser ist es auch für die Konzernführung, vernünftige strategische Entscheidungen zu treffen”, so Bronstert abschließend.

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DHL stockt Boeing 777F-Order auf

Der Logistikkonzern DHL Express hat eine bestehende Großbestellung um sechs weitere Boeing 777F aufgestockt. Insgesamt wartet man auf die Auslieferung von 28 Flugzeugen dieses Typs. Laut Geoff Kehr, Senior Vice President, Global Air Fleet Management, sollen die Neuzugänge primär für die Verknüpfung der Drehkreuze Leipzig/Halle, Cincinnati und Hongkong eingesetzt werden. Weiters will man die Boeing 777F auch auf Routen mit besonders hohem Aufkommen einsetzen. Derzeit lässt DHL fünf Maschinen dieses Typs von Kalitta Air betreiben. Mit acht B777F fliegt Atlas Air für DHL und eine weitere ist bei DHL Air registriert. Von AeroLogic, einem Gemeinschaftsunternehmen von Deutsche Post-DHL und Lufthansa, lässt man 20 Stück bereedern.

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