Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Air-Europa-Übernahme: EU-Kommission verlängert die Prüffrist

Die EU-Kommission verlängert das Prüfverfahren der geplanten Übernahme von Air Europa durch die International Airlines Group um 20 Arbeitstage. Die Frist läuft nun bis zum 3. Dezember 2021, teilten die Wettbewerbshüter mit. Ursprünglich wollte die IAG rund eine Milliarde Euro für den spanischen Mitbewerber bezahlen, jedoch wurde aufgrund der Coronapandemie der Kaufpreis neu verhandelt. Derzeit bietet die Iberia-Mutter rund 500 Millionen Euro für Air Europa. Es ist geplant, dass der Carrier in Iberia aufgehen soll. Um die EU-Kommission wohlwollend zu stimmen gab man bereits Slots in Madrid und Barcelona ab. Es handelt sich um Start- und Landrechte von Iberia, die unter anderem zu Volotea und World2Fly wechselten. Die Wettbewerbshüter wollen die geplante Transaktion vertieft prüfen, da man negative Auswirkungen auf die Preise im nationalen und internationalen Verkehr von/nach Spanien befürchtet. Es wird derzeit vermutet, dass die IAG noch weitere Zugeständnisse machen muss.

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Lufthansa Group schafft kostenlose Umbuchungen ab

Mit 2. August 2021 verabschieden sich die Fluggesellschaften der Lufthansa Group von kostenlosen Umbuchungen. Primär betroffen sind die Tarifklassen Business Saver (kontinental) und Economy light (streckennetzweit). Wie viel die Änderung nun kosten wird ist nicht sonderlich transparent. Zusätzlich zur Gebühr “ab 35 Euro” (Europa-Flüge) und “ab 75 Euro” (Langstrecken-Flüge) kassiert der Konzern dann auch die Tarifdifferenz. Somit kann keine klare Aussage gemacht werden wie viel eine etwaige Umbuchung eigentlich kostet. Tickets, die bis inklusive 1. August 2021 ausgestellt werden, sind nicht betroffen. Bei diesen fällt nur eine mögliche Tarifdifferenz an. Die Lufthansa Group ändert per 2. August 2021 auch den Begriff “Umbuchung”. Künftig wird zwischen einer Änderung des Datums (“Rerouting”) und Umbuchung unterschieden. Für erstere wird keine Gebühr erhoben, jedoch ist eine Tarifdifferenz nachzuzahlen. Wenn auch die Strecke geändert werden soll, erhebt Lufthansa wieder eine Bearbeitungsgebühr. Allerdings ist die Grundvoraussetzung für beides, dass der gebuchte Tarif überhaupt Änderungen zulässt. Die Änderungen treten mit 2. August 2021 bei Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines, Austrian Airlines und Eurowings Discover in Kraft. Die Lowcost-Tochter Eurowings will – zumindest vorläufig – weiterhin auf Umbuchungsgebühren verzichten. Es gilt darauf hinzuweisen, dass auch der Billigflieger eine etwaige Tarifdifferenz als Nachzahlung kassiert.

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EU-Kommission winkt Condor-Staatshilfe erneut durch

Die EU-Kommission gab erneut grünes Licht für die Condor-Staatshilfe. Das Gericht der Europäischen Union hatte die Bewilligung zuvor gekippt, jedoch den Wettbewerbshütern die Möglichkeit zur Nachbesserung der Begründung eingeräumt. Konkret wurde eine Beihilfe in der Höhe von 525 Millionen Euro durchgewunken. Zuvor hatte Condor bereits Kredite von rund 550 Millionen Euro erhalten. Ryanair klagte gegen die Bewilligung der staatlichen Hilfsgelder und obsiegte in erster Instanz. Die EU-Kommission besserte die Begründung nun nach. Laut Mitteilung der Behörde wurde das Urteil berücksichtigt und nun der tatsächliche Schaden, der durch die Corona-Pandemie entstanden ist, als Grundlage verwendet. Was darüberhinaus geht muss Condor samt Zinsen zurückführen. Gänzlich ausgestanden ist die Causa noch nicht, denn gegen den nachgebesserten Beschluss der EU-Kommission könnten Mitbewerber erneut Rechtsmittel ergreifen. Es gilt als durchaus wahrscheinlich, dass Ryanair diesen Schritt setzen wird.

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Alltours: Keine kostenlosen Stornos bei Reisewarnungen

Alltours-Gründer Willi Verhuven gilt in Deutschland als einer der Pioniere der Pauschalreise und prescht nun damit vor, dass Kunden, die sich nicht für das Flex-Paket entschieden haben, auch bei Reisewarnungen nicht mehr kostenlos umbuchen oder stornieren können. Damit begibt sich Alltours auf Neuland, denn bislang war es üblich, dass Pauschalreisende im Falle von Reisewarnungen kostenlos vom Vertrag zurücktreten konnten oder aber auf Wunsch ihre Buchung ohne Mehrkosten auf ein anderes Ziel ändern konnten. Der deutsche Tour Operator will das aber nur noch dann ermöglichen, wenn die Kunden zuvor das kostenpflichtige Flex-Paket gebucht haben. Bislang verhält sich kein anderer Reiseveranstalter so, jedoch könnte es durchaus sein, dass Verhuven mal wieder Pionier ist und einen neuen Trend anstößt. Bislang war es üblich, dass Pauschalreisende im Falle von Reisewarnungen kostenlos zurücktreten oder umbuchen konnten. Allerdings haben sich die europäischen Regierung derart inflationär mit Reisewarnungen, die zum Teil schwer nachvollziehbar waren eingedeckt, so dass jegliche abschreckende Wirkung verloren gegangen ist. Dennoch scheint Alltours nicht mehr gewillt zu sein das wirtschaftliche Risiko zu tragen und wälzt dieses auf die Kunden ab. Ob man damit durchkommen wird? Das ist fraglich, denn es ist davon auszugehen, dass zumindest ein Kunde vor Gericht ziehen wird und dann muss die Justiz entscheiden. Gegenüber dem Branchenblatt FVW erklärt Willi Verhuven unter anderem, dass seiner Ansicht nach die Hochstufung von Spanien und der Niederlande für die Kunden keine Überraschung wäre. Dies hätte sich aufgrund steigender Infektionszahlen in den letzten Wochen abgezeichnet. Der Manager und Inhaber ist der Ansicht, dass man mit

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Friedrichshafen: Corendon-B737 touchiert Fluggasttreppe

Eine Boeing 737-800 von Corendon Airlines fing sich am Freitagnachmittag auf dem Flughafen Friedrichshafen eine Beschädigung ein. Der Mittelstreckenjet kollidierte aus noch ungeklärter Ursache mit einer Fluggasttreppe. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall während den letzten Metern vor der Parkposition. Dabei wurde eines der Winglets beschädigt. An Bord befanden sich 106 aus der Türkei kommende Personen. Der Rückflug wurde aus Sicherheitsgründen nicht durchgeführt. Techniker mussten zunächst das Ausmaß der Beschädigung begutachten. Corendon Airlines brachte die 179 Passagiere, die in die Türkei fliegen wollten, in Hotels rund um den Flughafen Friedrichshafen unter. Am Samstag wurden diese dann an ihren Zielort geflogen. Ursache und Schadenshöhe sind noch unklar, werden jedoch momentan ermittelt.

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Italien: ITA vor Großbestellung bei Airbus

Die staatliche Italia Trasporto Aereo befindet sich derzeit in der Evaluierungsphase der langfristigen Flottenplanung. Airbus und Boeing hoffen auf Aufträge. Die Europäer sollen aber diese Nase vorne haben.  Demnach könnte eine 5,3 Milliarden schwere Bestellung über 81 Maschinen, die über vier Jahre verteilt ausgeliefert werden sollen, unmittelbar bevorstehen. Dabei soll die ITA-Führung offenbar Airbus zum Zug kommen lassen, berichtet Corriere della Sera. Der Launch des Alitalia-Nachfolgers soll am 15. Oktober 2021 mit Fluggerät, das momentan in der Flotte von Alitalia ist, erfolgen. Die Zielflotte von ITA beträgt vorläufig 52 Maschinen. Bis etwa 2025 soll diese auf 105 Einheiten ausgebaut bzw. erneuert werden. Mindestens 81 Flugzeuge sollen aus der neuesten Generation stammen.  Unklar ist auch die Zukunft der Embraer-Teilflotte, die von Alitalia Cityliner betrieben werden. Derzeit wird in Italien damit gerechnet, dass diese im Zuge des Wechsels auf ITA stillgelegt werden könnte. Die Führung der neuen Staatsairline will sich auf einen Hersteller konzentrieren und das könne Airbus werden.

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Graz sieht sich für PCR-Pflicht gerüstet

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) will, dass sich in Kürze Personen, die auf Nonstop-Flügen aus den Niederlanden, Zypern und Spanien kommend einreisen wollen, einem verpflichtenden PCR-Test unterziehen müssen, aber nur dann, wenn weder vollständige Impfung noch PCR-Befund vorliegen. Der Grazer Flughafen sieht sich gut gerüstet. Geschäftsführer Wolfgang Grimus erklärte gegenüber dem Österreichischen Rundfunk, dass pro Woche etwa 600 Personen aus Amsterdam und Palma de Mallorca kommend in Graz ankommen. Seiner Ansicht nach wäre aber nur ein kleiner Bruchteil der Reisenden von der von Mückstein geplanten Testpflicht betroffen. Grund dafür ist, dass viele Personen bereits vollständig geimpft sind oder bereits einen gültigen Befund aus dem Ausland mitbringen. Noch ist offen wie die Testungen ablaufen werden. Grimus verweist darauf, dass man am Airport bereits eine Station hat und diese Infrastruktur nutzen könnte. Sollte jedoch die Behörde eine andere Lösung haben wollen, so bedarf es einer gewissen Vorlaufzeit. Grimus geht aber davon aus, dass die PCR-Tests an der bestehenden Stelle zwischen Abflug und Ankunft vorgenommen werden.

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Niederlande schaffen Reisewarnungen ab und verschärfen gleichzeitig

Die Niederlande schaffen Reisewarnungen für EU-Staaten, die hohe Inzidenzen aufweisen, komplett ab. Die Regierung erklärte, dass das System der Siebentagesinzidenzen nicht mehr zeitgemäß ist, da in Europa mittlerweile ein weiter Impffortschritt erreicht wurde. Weiters wäre es unverhältnismäßig Reisewarnungen allein an Inzidenzen festzunageln, wenn gleichzeitig die Belegung der Krankenhäuser niedrig ist. Praktische Folgen hat das aber nicht, denn ab 8. August 2021 ist die Einreise in die Niederlande aus Gebieten mit hoher Inzidenz quarantänefrei nur noch für Geimpfte möglich. Alle anderen müssen einen negativen Coronatest vorweisen. Hierzu kündigt das Gesundheitsministerium entsprechende Kontrollen an den Grenzen an. Der Umstand, dass man die Reisewarnungen abschafft und damit argumentiert, dass die bloßen Inzidenzen nicht aussagekräftig sind und gleichzeitig unter Berufung auf Inzidenzen die Einreisebestimmungen verschärft, erscheint paradox. Die Bundesrepublik Deutschland stuft die Niederlande als so genanntes Hochinzidenzgebiet ein. Für Geimpfte und Genese hat das defacto keine Folgen, jedoch kann es bei allen anderen zu Quarantäne mit der Möglichkeit des Freitestens nach fünf Tagen führen. Österreich beabsichtigt für Personen, die weder vollständig geimpft sind, noch einen negativen PCR-Test vorweisen können, verpflichtende PCR-Abstriche bei der Einreise vorzunehmen. Der genaue Zeitpunkt der Umsetzung ist noch offen.

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Leasinggeber: EU-Kommission bewilligt Elefanten-Hochzeit

Im Bereich Flugzeugleasing steht eine Elefantenhochzeit bevor, denn AerCap beabsichtigt den Mitbewerber Gecas zu übernehmen. Die EU-Kommission gab für die 30 Milliarden schwere Transaktion grünes Licht. Die beiden Lessoren gelten als größte Kunden von Boeing und Airbus sowie anderen Flugzeugbauern. Nach der Zusammenführung der Geschäftsbetriebe soll der weltweit größte Leasinggeber entstehen. Die U.S.-amerikanische Kartellbehörde forderte die EU-Kommission bis zum 26. Juli 2021 zu einer Stellungnahme auf. Laut Reuters haben die europäischen Wettbewerbshüter keine Bedenken angemeldet. Die Transaktion zum Kauf von GECAS umfasst rund 24 Milliarden US-Dollar in bar und 1 Milliarde US-Dollar in Form von AerCap-Noten oder Bargeld. Es enthält 111 Millionen neue Aktien und wird GE einen Anteil von 46% an dem von AerCap kontrollierten Unternehmen verschaffen.

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Ryanair hat keine Eile mit der Boeing 737 Max 10

Dem Billigflieger Ryanair wird schon länger nachgesagt, dass man mehr als nur ein Auge auf die Boeing 737 Max 10 geworfen hat. Es handelt sich um die größte Variante der Max-Reihe, doch bislang hat man dieses Muster (noch) nicht bestellt. Der von Michael O’Leary geleitete Konzern gilt als treuer Boeing-Kunde, jedoch aufgrund des Umstands, dass immer dann, wenn der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer gerade Probleme hat, Ryanair Lust auf Großbestellungen hat. Um den Preis zu drücken erklärt man auch gerne öffentlich mit Airbus oder chinesischen und russischen Herstellern zu verhandeln. Bestellt wird letztlich zum Schnäppchenpreis bei Boeing. Aufgrund einer Verkettung vieler äußerst ungünstiger Umstände ist die Auslieferung der 210 bestellten B737-Max-200 erst im Juni 2021 angelaufen. O’Leary rechnet damit, dass die Teilflotte über den Sommer 2012 auf 12 Exemplare anwachsen wird. Diese werden bei Ryanair DAC, Ryanair UK, Buzz und Malta Air eingesetzt. Die beiden zuletzt genannten Töchter erhalten sohin auch ihre eigene Livery. Bis zum Sommer des nächsten Jahres will man etwa 60 Maschinen dieses Typs in der Flotte haben, so der Ryanair-Konzernchef. Ob man weitere Max-200 bestellen wird oder auf die größere Max-10 gehen wird, lässt O’Leary offen. Er spricht von einem großartigen Flugzeug, doch kaufen werde man nur, wenn der Preis stimmt. Somit ist anzunehmen, dass man sich mit Boeing mitten in Verhandlungen befindet, denn gegenüber Reuters sagte Finanzchef Neil Sorahan, dass die erste von etwa 100 Boeing 737-Max-10 um 2025 herum eingeflottet werden könnte. Man habe aber keinen Zeitdruck.

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