Jan Gruber

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Jan Gruber

Ukraine International setzt Eriwan bis Ende Oktober aus

Aufgrund der weiterhin enorm angespannten Lage in Armenien und Aserbaidschan bezüglich Berg-Karabach streicht Ukraine International Airlines nun sämtliche Flüge nach Eriwan. Diese Maßnahme gilt vorläufig bis zum 31. Oktober 2020. Der Carrier teilte mit, dass die Entscheidung in Absprache mit den ukrainischen Behörden getroffen wurde. Momentan ist Ukraine International der Ansicht, dass aufgrund des bewaffneten Konflikts die Destination nicht sicher bedient werden kann. Die Lage wird weiterhin beobachtet. Gegebenenfalls könnte es auch zu einer Verlängerung der temporären Einstellung kommen. Aserbaidschan untersagt derzeit übrigens sämtliche zivilen Flüge.

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Lauda: Einschnitte angekündigt, doch Leiharbeitsfirma startet Flugbegleiterkurs

Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen: Lauda-Chef David O’Brien stimmte am Mittwoch die Wiener Belegschaft auf bevorstehende Einschnitte ein und warb für unbezahlte Urlaube und just einen Tag später schreibt die Leiharbeitsfirma Crewlink Bewerber ein und kündigt einen Ausbildungskurs für neue Flugbegleiter an.  Über das irische Personalleasingunternehmen ist ein ganz erheblicher Teil des Kabinenpersonals von Lauda Europe und Laudamotion, die Ende des Monats den Flugbetrieb einstellen wird, beschäftigt. Aviation Direct liegt das Anschreiben, das die Teilnehmer der im März aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochenen Kurse sowie Bewerber, denen man ursprünglich abgesagt hatte, vor. In diesem wird die Wiederaufnahme von Flugbegleiterkursen für Lauda angekündigt. Ist man an dem Job interessiert, so ist das Zeitfenster zur Zustimmung in typischer Ryanair-Manier enorm kurz: Bis Freitag, 9. Oktober 2020 muss die Zusage per Mail übermittelt werden. Andernfalls ist sprichwörtlich der Zug abgefahren. Die Ankündigung, dass ab November wieder neues Kabinenpersonal für Lauda durch die Leiharbeitsfirma Crewlink ausgebildet werden soll, steht in krassem Widerspruch zur Erklärung von Firmenchef David O’Brien, dass in Wien harte Einschnitte bevorstehen. Das Personalleasingunternehmen nennt übrigens keine Basis, an der die Nachwuchsflugbegleiter künftig arbeiten sollen. Lauda schloss die Station Stuttgart mit Ende September 2020, Düsseldorf erleidet mit Monatsende selbiges Schicksal. Damit bleiben Palma de Mallorca und Wien übrig. Im Sommerflugplan 2021 will Lauda Europe einige Airbus-Maschinen woanders hin “verpflanzen” und eine oder mehrere neue Bases eröffnen. Ob und gar wo ist allerdings noch nicht entschieden. Wozu also neue Flugbegleiter ausgebildet werden, wenn gleichzeitig die Basis Wien auf Einschnitte vorbereitet wird,

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Dnata schließt Veranstalter-Tochter Tropo

Der deutsche Reiseveranstalter Tropo, eine Tochter der Dnata Travel Group, schließt. Der Geschäftsbetrieb wird mit Jahresende eingestellt. Es handelt sich um eine freiwillige Liquidation, da der Alleingesellschafter das Unternehmen nicht mehr fortführen möchte. „Durch die beispiellosen Auswirkungen der Pandemie auf die Reisebranche sowie aufgrund von Veränderungen von Präferenzen und Nachfrage auf Kundenseite, mussten wir unser Veranstaltergeschäft umstrukturieren und bedarfsgerecht neu ausrichten. Die Entscheidung, tropo nicht mehr fortzuführen war keine leichte und folgte einer gründlichen Geschäftsprüfung und einer sorgfältigen Abwägung verschiedener kommerzieller und strategischer Faktoren. Ich danke dem Geschäftsführer Thomas Meyer und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von tropo für ihre harte Arbeit und ihr Engagement in den vergangenen zwei Jahren“, erklärt Steve Allen, CEO Dnata Travel Group. In einer Aussendung erklärt Dnata, dass sämtliche Buchungen mit Abreisedatum bis zum 31. Dezember 2020 gültig bleiben und durchgeführt werden sollen. Sämtliche Reisen ab 1. Jänner 2021 werden storniert. Betroffene Kunden sollen ihre Anzahlungen zurückbezahlt bekommen. Auch wurde der Verkauf unter der Marke Tropo bereits eingestellt.

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Air Canada versilbert neun Boeing 737-Max-8

Air Canada veräußerte neun Boeing 737-Max-8 an zwei Leasingunternehmen und besserte damit die Kassa um 365 Millionen U.S.-Dollar auf. Es handelt sich um einen so genannten Sale-and-Leaseback-Deal, so dass der Carrier die Maschinen, die momentan nicht fliegen dürfen, weiterhin nutzen kann. Drei Einheiten gingen an Jackson Square Aviation und die restlichen an Avolon Aerospace Leasing. Die neun B737-Max-8 werden nun langfristig von Air Canada gemietet. Die Ausgaben für die Raten wurden mit 345 Millionen U.S.-Dollar beziffert. „Seit Beginn der COVID-19-Krise hat Air Canada mehrfach Zugang zu den Finanzmärkten erhalten und erfolgreich Liquidität in Höhe von fast sechs Milliarden US-Dollar zu angemessenen Bedingungen, einschließlich dieser Transaktion, aufgenommen, da das Liquiditätsniveau weiterhin beibehalten wird, um die Krise zu mildern Herausforderungen und Unsicherheiten bevorstehen. Wir freuen uns sehr, unsere enge Beziehung zu Avolon auszubauen und eine neue Beziehung zu Jackson Square Aviation aufzunehmen“, so Michael Rousseau, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand von Air Canada.

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VC erlangt zwei Mandate im Tui-Aufsichtsrat

Die Vereinigung Cockpit wird mit zwei Vertretern in den Aufsichtsrat der Tui AG einziehen. Tanja VIehl und Andreas Barczewski wurden am 8. Oktober 2020 als Arbeitnehmervertreter in das Kontrollgremium gewählt. Die VC hält damit erstmals zwei Mandate im Aufsichtsrat des weltgrößten Tourismuskonzerns. „Die Wahl ist ein wichtiger Meilenstein für uns und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,“ sagt VC-Rechtsanwältin und Spitzenkandidatin Tanja Viehl. „Ich möchte ihr Vertrauen rechtfertigen, indem ich mich als Vertreterin aller rund 70.000 Konzernbeschäftigten im Aufsichtsrat für deren Interessen einsetze. Wir werden dabei den Erhalt von Arbeitsplätzen in den Mittelpunkt aller Überlegungen stellen. Letztlich haben Staatskredite das Überleben der Tui gesichert. Da erwarten Steuerzahler wie auch Beschäftigte zu Recht, dass Arbeitsplätze geschützt werden.“ Der Aufsichtsrat ist mit jeweils 10 Anteilseigner- und 10 Arbeitnehmervertretern besetzt. Für die Arbeitnehmerbank entfallen wiederum drei Sitze auf die im Konzern vertretenen Gewerkschaften. „Dass mit Tanja Viehl und Andreas Barczewski erstmals gleich zwei Sitze aus den Reihen der VC im einflussreichen Tui-Aufsichtsrat besetzt werden können, ist Ausdruck der Anerkennung für die jahrelange, kompetente Arbeit der Teams, in denen unsere Kandidaten mitgewirkt haben. Gleichzeitig ist es Verpflichtung für uns als VC, die vor der Tür stehenden Herausforderungen gemeinsam mit vielen Entscheidungsträgern und mit dem größtmöglichen Engagement anzugehen. Dabei steht für uns die Zusammenarbeit im Vordergrund. Sämtliche Arbeitnehmervertreter müssen im Aufsichtsrat gemeinsam für die Interessen aller Beschäftigten streiten”, so VC-Präsident Markus Wahl.

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Sun Air kündigt Comeback in Friedrichshafen und Düsseldorf an

Der Flughafen Friedrichshafen befindet sich momentan in einer Art unfreiwilligem Dornröschen-Schlaf, zumindest was den innerdeutschen Flugverkehr anbelangt. Der British-Airways-Franchisenehmer Sun Air of Scandinavia plant ab 18. Jänner 2021 die Düsseldorf-Strecke wiederaufzunehmen. Der Carrier teilte weiters mit, dass am 11. Jänner 2021 die Verbindung zwischen Billund und Düsseldorf ebenfalls wiedereröffnet wird. Ab 2. November 2020 will Sun Air ab dem dänischen Airport die Strecken nach Oslo, Manchester, Brüssel und London-City bedienen. Die Wiederaufnahmen wurden teilweise bereits mehrfach verschoben. Die Flotte des Carriers besteht aus Dornier-328-Jets.

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RKI: Einreisende aus dem Ausland spielen kaum eine Rolle

Reiserückkehrer spielen in Deutschland in Sachen Corona-Pandemie eine nur untergeordnete Rolle. Dies geht aus den Anfang dieser Woche vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen hervor. Demnach sank der Anteil der Reisenden, die Infektionen in die Bundesrepublik importierten sogar ab. Gerechnet auf den Gesamtanteil der Neuansteckungen, die das Robert-Koch-Institut ausgewertet hat, sind sieben Prozent der Fälle auf Reisende aus dem Ausland zurückzuführen. Damit spielen diese für die epidemiologische Situation in der Bundesrepublik keine nennenswerte Rolle. Unter jenen Personen, die nach einem Auslandsaufenthalt dennoch positiv getestet wurden, rangieren Türkei-Rückkehrer ganz oben. Weitere Länder, die das RKI als wahrscheinliche Infektionsländern der Reiserückkehrer führt, sind die Tschechische Republik, Rumänien, Länder des Westbalkans, Österreich und Frankreich. Die überwiegende Mehrheit der Ansteckungen erfolgt allerdings innerhalb der Bundesrepublik und ist nicht auf Personen, die sich im Ausland aufgehalten haben, zurückzuführen. Angesichts dieser Feststellung, die das staatliche Robert-Koch-Institut im jüngsten Bericht tätigt, erscheint die seitens Deutschlands geplante Zwangsquarantäne für alle Personen, die sich in einem vom RKI definierten Risikogebiet aufgehalten haben, äußerst fraglich. Die Bundesrepublik plant, dass bei einem vorherigen Aufenthalt in einem Risikogebiet ab 15. Oktober 2020 eine Quarantäne angetreten werden muss. Liegt ein negativer PCR-Befund, der nicht älter als 48 Stunden ist, vor, so dauert die Absonderung fünf Tage. Wenn nicht, darf man zehn Tage lang die eigene Wohnung nicht verlassen, kann sich aber frühestens am fünften Tag von der Quarantäne „freitesten“. Gegen diese geplante Regelung laufen Fluggesellschaften, Airports, die IATA und weitere Interessensverbände Sturm. RKI: Positiver PCR-Test sagt nichts über die Ansteckungsfähigkeit aus Im epidemiologischen Bulletin 39/2020

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FKB-Chef Jung: „Reisen in Europa muss wieder ohne ‚Grenzen‘ möglich sein“

Der deutsche Regionalflughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) befindet sich nur einen gefühlten Steinwurf von der französischen Grenze entfernt und ist der zweitgrößte Airport Baden-Württembergs. Die 3.000 Meter lange Piste erbte man von der Royal Canadian Air Force, die hier bis 1993 einen Stützpunkt unterhielt. Nach durchaus turbulenten ersten Jahren als Zivilflughafen, die insbesondere dem ungünstigen Umstand geschuldet waren, dass die damalige Baden-Airpark AG einen windigen privaten Eigentümer hatte, der mit der Flowtex AG für einen schweren Wirtschaftsskandal sorgte, entwickelte sich der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) seit dem Jahr 2001 unter neuen Eigentümern solide weiter. Der Stuttgart Airport hält zwei Drittel und die übrigen Anteile befinden sich in den Händen der Region. Der Baden-Airpark war – wie viele andere Regionalflughäfen auch – von vielen Veränderungen im Flugverkehr betroffen. Fluggesellschaften kamen und gingen, wichtige Strecken gingen verloren, weil der Operator Pleite ging oder aber aus verschiedenen Gründen die Route aufgab. Tägliches Airport-Business eben. Doch die Corona-Krise war und ist auch in Karlsruhe/Baden-Baden eine noch nie dagewesene Situation. Geleitet wird die Baden-Airpark GmbH seit 19 Jahren von Manfred Jung, der mit Jahresende einen neuen „Job“ antreten wird: Der Manager wird in den wohlverdienten Ruhestand treten. Sein Nachfolger wird Uwe Kotzan, der zuletzt Geschäftsführer am Flughafen Erfurt war, sein. Im Gespräch mit Aviation.Direct erklärt Jung warum Reisen ohne Grenzen in Europa wieder möglich sein muss, welche Fragen sich hinsichtlich Schnelltests stellen und wie am Baden-Airpark der Lockdown und die Krise empfunden wurden. Durch die Vielzahl an Risikogebieten fährt der Luftverkehr seit Mitte August aber wieder herunter. Die

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Düsseldorf: 500 Euro Strafe für das Benutzen der falschen Tür

Am 1. März 2020 sorgten ein Unbekannter, ein 65-jähriger Grieche und ein 24-jähriger Student aus Hamburg für ordentlich Wirbel am Flughafen Düsseldorf. Sie betraten den Sicherheitsbereich durch eine Nottür und damit illegal. Das hatte Folgen: Das Terminal wurde evakuiert, rund 6.500 Reisende wurden erneut kontrolliert und 48 Flüge mussten gestrichen werden. Das Amtsgericht Düsseldorf verhängte nun Geldstrafen in der Höhe von jeweils 500 Euro. Die Tür wurde allerdings weder vom Rentner, noch vom jungen Mann aus Hamburg geöffnet, sondern von einer bis heute nicht identifizierten Person. Die beiden sind dieser einfach nachgelaufen und hatten nach Ansicht des Amtsgerichts Düsseldorf auch keine Absicht eine Gesetzesübertretung zu begehen. Ursprünglich wurden 2.500 Euro Strafe wegen eines fahrlässigen Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz verhängt. Das Gericht reduzierte diese auf jeweils 500 Euro.

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Lauda: O’Brien stimmt Belegschaft auf erhebliche Flugplan-Reduktion ein

Die maltesische Fluggesellschaft Lauda Europe kann am Standort Wien-Schwechat nicht mehr ausschließen, dass es zu weiteren Kürzungen im Winterflugplan 2020/21 kommen wird. Geschäftsführer David O’Brien erklärt in einem Aviation Direct vorliegenden Rundschrieben, dass es derzeit völlig unklar ist wie viele Maschinen im Winter für Ryanair eingesetzt werden können. Derzeit sind an der ehemaligen Laudamotion-Homebase zehn Airbus A320 und drei von Ryanair selbst betriebene Boeing 737-800 stationiert. Derzeit arbeite man mit der Konzernmutter daran einen „optimalen Winterflugplan“ auszuarbeiten, doch Kürzungen sind „sehr wahrscheinlich“. Im Fokus steht laut O’Brien, dass man „diesen Winter überlebt“. Für den Sommer 2021 stellt der Airline-Chef den möglichen Ausbau des Angebots ab Wien-Schwechat in Aussicht. Allerdings deutet David O’Brien auch gewisse Bedingungen an: So fordert er, dass mit dem Flughafen Wien „wettbewerbsfähigere Kosten“ vereinbart werden können und die Regierung „faire und diskriminierungsfreie Unterstützung für Jobs in der Luftfahrt“ anbietet. Sollte beides der Fall sein, könnten „hoffentlich die Kürzungen in diesem Winter“ minimiert werden. Die Konzernschwester Laudamotion sorgte kurz nach Beginn der Corona-Pandemie mit einer regelrechten PR-Schlacht rund um die Kurzarbeit für Aufsehen. Diese wurde dann einfach so beendet, da der gewünschte Kollektivvertrag nicht rechtzeitig unterschrieben wurde. Seither wurden bei Laudamotion, die rechtlich in keiner Verbindung mit der neuen Lauda Europe steht, zahlreiche Mitarbeiter, insbesondere in der Verwaltung abgebaut. Laudamotion wird den Flugbetrieb mit Ende des Monats Oktober 2020 endgültig einstellen und AOC und OL zurückgeben. Lauda Europe wird in Wien nur ein sehr kleines Verwaltungsteam unterhalten. Von etwa zehn Personen ist die Rede, jedoch wollte der Carrier

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