Jan Gruber

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Jan Gruber

Emirates mit 25 Europa-Destinationen

Golfcarrier Emirates Airline wird im September 2020 das Netzwerk auf 75 Destinationen erweitern. Davon befinden sich 25 Ziele auf dem europäischen Kontinent. Am 4. September 2020 wird die polnische Hauptstadt Warschau wieder angeflogen. Bereits am 7. Oktober 2020 soll die Frequenz aufgestockt werden. Gegenüber der Zeit “vor Corona” ist das momentane Angebot von Emirates eher klein, jedoch ist man bestrebt dieses nach und nach zu erweitern. Verschiedene Einreisebeschränkungen machen dieses Vorhaben derzeit für alle Fluggesellschaften schwierig. Auch ist die Nachfrage dem Vernehmen nach gering und stark schwankend.

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Corona stürzt Wien in die Verlustzone

Die Corona-Pandemie hat tiefe Spuren in den Finanzzahlen des Flughafen-Wien-Konzerns hinterlassen. Der Umsatz ging um 51,2 Prozent zurück und das EBITDA reduzierte sich gar um 73,3 Prozent auf 48,9 Millionen Euro. Unter dem Strich steht ein Verlust von 18,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2020.Die Anzahl der Passagiere an den Airports Wien, Malta und Kosice ging aufgrund der Krise stark zurück. Gruppenweit verzeichnete man im Juli 2020 ein Minus von 81,9 Prozent. Am Standort Wien waren es um 81,8 Prozent weniger Reisende. Ein Sparprogramm soll die Kosten um etwa 220 Millionen Euro reduzieren. Auch wurden Investitionen um etwa 100 Millionen Euro abgespeckt. In Wien erweist sich die Kurzarbeit für die rund 6.000 Mitarbeiter als wichtige Unterstützung. „Ohne funktionierenden internationalen Flugbetrieb droht sich die Krise zu verlängern, das gilt nicht nur für Tourismus und Konferenzen, sondern für große Teile von Wirtschaft und Industrie. Wer in einer so vom Export abhängigen Wirtschaft wie der österreichischen, heute nicht auf den Märkten präsent ist, wird morgen keine Aufträge und damit keine Arbeit haben. Deshalb sind dringend europaweit und global einheitliche Reisebestimmungen sowie eine umfassende Teststrategie notwendig, damit internationaler Geschäfts- und Urlaubsreiseverkehr wieder flächendeckend möglich ist. Der Flughafen Wien hat zur Unterstützung des guten österreichischen Einreiseregimes  bereits erfolgreich PCR-Tests für Reisende etabliert, zuletzt wurden pro Tag mehr als 800 Tests durchgeführt“, stellt Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest. Und weiter: “Das Leben und auch die Entwicklung der Airport City gehen aber trotz Pandemie weiter, in diesen Tagen besiedeln die ersten Mieter den neuen

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Deutschland: Grünes Licht für Staatshilfen für LH-Töchter

Am Montag erteilte der deutsche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) grünes Licht für die Staatshilfen für die Lufthansa-Töchter Brussels Airlines, Swiss und Austrian Airlines. Nun wird die AUA einen Zuschuss in der Höhe von 150 Millionen Euro von der Republik Österreich erhalten. Weitere 300 Millionen Euro sollen in Form von staatlich garantierten Krediten in drei Tranchen zu je 100 Millionen Euro ausbezahlt werden. Im Juli 2020 überwies die Deutsche Lufthansa AG einen Zuschuss in der Höhe von 150 Millionen Euro an die marode Tochter in Österreich. Dem Vernehmen nach soll es jedoch bereits Gespräche über eine mögliche Aufstockung des Kreditvolumens geben.

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FPÖ: „AUA ist neuer Selbstbedienungsladen“

Der Umstand, dass Austrian Airlines Ende Juli 2020 Prämien und Boni für das Geschäftsjahr 2019 an das Top-Management und etwa 200 weitere Führungskräfte überwiesen hat, jedoch gleichzeitig Staatshilfe in Anspruch nimmt, stößt der im Nationalrat vertretenen Opposition nun sauer auf. FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker bezeichnet die AUA gar als “Selbstbedienungsladen der Republik”. Bereits vergangene Woche erklärte Austrian Airlines, dass es sich bei den Überweisungen um variable Gehaltsbestandteile aus dem Jahr 2019 gehandelt habe und man quasi Schulden gegenüber dem Management beglichen habe. Für das laufende Jahr ist nicht mit Prämien zu rechnen, da die AUA mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgrund der Corona-Pandemie einen Verlust einfliegen wird. Ganz anders sieht das Nationalratsabgeordneter Hafenecker in einer Aussendung: „Der AUA-Vorstand und etwa 200 Führungskräfte der Lufthansatochter können sich auch in größten Krisenzeiten über eine Prämienausschüttung erfreuen. Während jeder Maler- oder Schlossereibetrieb auf seine sorgsamen Ersparnisse zurückgreifen muss, um über die Runden zu kommen, lässt man es sich bei der Fluglinie gut gehen. Die im Jahr 2019 gebildeten Rücklagen werden nicht etwa dazu verwendet, um Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu retten, oder die staatliche Hilfe in der Höhe von 450 Millionen Euro zu minimieren – nein es werden an das Management Prämien ausgeschüttet. Das ist etwa so, als ob ich einem vermeintlichen Obdachlosen zehn Euro schenke und er sich sein damit gekauftes Brathendl im Porsche vom Imbiss abholt. Es ist auch nicht verwunderlich, dass seitens unserer Bundesregierung keinerlei Reaktion auf diese Ungeheuerlichkeit erfolgt. Der ohnehin schlechte Deal mit der Lufthansatochter, der nicht einmal den heimischen Standort garantiert,

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Swiss verlagert Genf-Zürich auf die Schiene

Die Lufthansa-Tochter Swiss bietet in Zusammenarbeit mit den SBB ein Schienenverbindung zwischen Genf und Flughafen Zürich an. Diese wird als “Flugzug” bezeichnet und soll die Anbindung der Westschweiz an das Drehkreuz in Kloten verbessern. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Flugangebot zwischen den beiden Airports stark reduziert. Nun erhalten einige SBB-Züge zwischen Genf Cornavin und dem Flughafen Zürich-Kloten Flugnummern der Swiss. Die Reise mit diesen Zügen an das Drehkreuz ist nach Angaben des Carriers im Flugpreis inkludiert. Dieses soll auch ab dem Bahnhof Flughafen Genf gelten. Nach Lugano und Basel handelt es sich um die dritte Kooperationsstrecke innerhalb der Schweiz. “Die enge Anbindung der Westschweiz an unser weltweites Streckennetz am Flughafen Zürich liegt uns am Herzen”, erklärt Swiss-Chef Thomas Klühr. “Diese Ausweitung des Flugzugangebotes auf Genf bietet unseren Fluggästen noch mehr Auswahl bei ihrer Reiseplanung mit Swiss. Mit dem Angebot kommen wir zudem dem steigenden Bedürfnis unserer Gäste nach flexibler Kombinierbarkeit der beiden Verkehrsträger nach”.

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Ryanair kürzt das Angebot wieder

Die Ryanair Group kündigt an, dass das für September und Oktober geplante Flugangebot um 20 Prozent gekürzt wird. In den letzten Tagen habe man einen signifikanten Rückgang bei Neubuchungen verzeichnet. Diesen führt man auf neuerliche Reisebeschränkungen bzw. Quarantänebestimmungen verschiedener EU-Staaten zurück. Eigentlich wollte Ryanair das Angebot im August wieder auf 60 Prozent des Vorjahreswerts hochfahren, doch nun folgt ein Schritt in die andere Richtung. Von der Reduktion sind insbesondere Flüge in Spanien, Frankreich und Schweden betroffen. Auch im Heimatland Irland nimmt man Kürzungen vor. Laut Ryanair kaufen derzeit insbesondere Geschäftsreisende weniger Flugscheine, doch auch Privatreisende planen eher kurzfristig. Die Nachfrage für die Monate September und Oktober wäre demnach wesentlich niedriger als gedacht. Verschiedene EU-Staaten, darunter auch Irland, führten wieder Quarantänemaßnahmen ein. Dies hat zur Folge, dass insbesondere private Reisen eher nicht unternommen werden. Manche Länder, darunter Österreich, machen alternativ die Vorlage eines negativen PCR-Tests zur Einreisebedingung. Die Kosten dafür sind selbst zu tragen, was sich ebenfalls negativ auf die Nachfrage bei sämtlichen Fluggesellschaften auswirkt. Ryanair sieht das Modell, das derzeit in Deutschland und Italien praktiziert wird als einzigen Weg, um Luftfahrt und Tourismus am Leben erhalten zu können. Die Bundesrepublik Deutschland bietet allen Einreisenden kostenfreie Coronatests an, wobei jene, die aus Risikogebieten kommen an diesen verpflichtend teilnehmen müssen. Welche Auswirkungen die Entscheidung von Ryanair auf die österreichische Tochter Lauda haben wird, ist unklar. Geschäftsführer Andreas Gruber beantwortete eine genausowenig wie Fragen zur laut Gerüchten angespannten Finanzsituation des Unternehmens. Auch zu seiner persönlichen Zukunft – er scheint bei der neuen Lauda

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VKI: Lauda verhält sich „unverschämt“

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) fühlt sich von der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda regelrecht an der Nase herumgeführt. Trotz Zusagen die Gelder abgesagter Flüge zügig an die Kunden zu erstatten läuft nicht nur alles sehr schleppend, sondern das Unternehmen versucht trotz Intervention durch den VKI die Kunden mit Gutscheinen abzuspeisen. Die Tiroler Tageszeitung berichtet dazu unter Berufung auf den Verein, dass die Gutscheine, mit denen Lauda die berechtigten Kundenansprüche loswerden will, zum Teil mehrere Monate nach hinten datiert sind. Mit dem Hinweis, dass man erst nach Ablauf von 12 Monaten eine Auszahlung beantragen könnte, würde Lauda die betroffenen Kunden nicht nur in die Irre führen, sondern mutmaßlich vorsätzlich falsch informieren. Der VKI startete vor einigen Wochen eine Sammelaktion für Passagiere, die von Austrian Airlines und Lauda bedingt durch deren Rechtsbrüche geschädigt wurden. Beide Carrier deaktivierten automatische Erstattungsmöglichkeiten und verschleppen seither die Rückzahlung von Tickets, die aufgrund von Flugstreichungen nicht angetreten werden konnten. Bei der AUA soll es aber Licht am Ende des Tunnels geben, denn von 10.500 Forderungen, die über den VKI betrieben werden, sollen bereits 9.000 ausbezahlt worden sein. Ganz anders die Situation bei der Lauda. Die Geschäftsleitung habe vor einigen Wochen zugesichert, dass die Auszahlung nun zügig erfolgen soll, doch VKI-Managerin Ulrike Wolf berichtet gegenüber der Tiroler Tageszeitung von einem anderen Bild: „Es wurde zwar angekündigt, das Geld zügig zurückzuzahlen, aber es läuft immer noch alles nur sehr schleppend und schlecht.“ Besonders sauer stößt der Konsumentenschützerin auf, dass Lauda trotz der Intervention durch den VKI und die Zusage der Geschäftsleitung, dass

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Easyjet gibt Stansted, Southend und Newcastle auf

Easyjet wird im Vereinigten Königreich die Bases in Southend, Stansted und Newcastle schließen. Damit reduziert sich die Anzahl der Stützpunkte von elf auf acht. Gleichzeitig wird es auch zum Abbau von Stellen kommen, erklärte das Unternehmen in einer Aussendung. Die Schließung der betroffenen Stationen erfolgt bereits zum 31. August 2020. Hintergrund ist, dass die Nachfrage aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen eingebrochen ist. Erst vor wenigen Tagen gab Easyjet bekannt, dass man 23 Airbus-Jets im Rahmen von Sale-and-Leaseback-Geschäften versilbert hat. Der Gesamterlös aus den Transaktionen wurde mit etwa 650 Millionen Euro beziffert.

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Deutschland: Flightright pfändet TAP-Bankkonten

Das Fluggastrechteportal Flightright hat in Deutschland einen Pfändungsbeschluss gegen TAP Air Portugal erwirkt. Laut Mitteilung geht es um 750.000 Euro, die der Carrier trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils und mehrfacher Zahlungsaufforderungen nicht beglichen habe. Flightright lässt nun Konten und sonstige Guthaben, die TAP bei deutschen Kreditinstituten unterhält pfänden, um die Summe eintreiben zu können. Hintergrund der Forderung sind Entschädigungsansprüche von Kunden aus dem Jahr 2019. Zuzüglich der zugesprochenen Kosten für das Gerichtsverfahren und die Auslagen für Anwaltshonorare ist die Summe mittlerweile auf über eine Million Euro angewachsen. Laut Flightright habe TAP Air Portugal aufgrund des Exekutionsverfahrens nun keinen Zugriff mehr auf Bankkonten in Deutschland. Wie viel Geld der Carrier bei deutschen Kreditinstituten liegen hat ist derzeit noch unklar. Das Fluggastrechteportal kritisiert jedenfalls, dass TAP trotz eines rechtskräftigen Gerichtsurteils nicht bezahlen würde.

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Türkei: Corona-Versicherung mit Haken und Ösen

In Kooperation mit der türkischen Versicherung Güneş Sigorta bietet die Ferienfluggesellschaft SunExpress eine Reiseversicherung an, die eventuelle Kosten einer COVID-19-Erkrankung innerhalb der Türkei abdecken soll. Diese ist abhängig von der Reisedauer ab 15 Euro pro Woche erhältlich. Ein Blick in die Versicherungsbedingungen zeigt allerdings, dass die “Touristenversicherung” diverse Einschränkungen hat. Leistungen werden nur dann erbracht, wenn ein stationärer Aufenthalt in einem türkischen Krankenhaus notwendig ist. Bei einer eventuellen Ansteckung in der Türkei, die erst nach der Rückkunft in das Heimatland festgestellt wird, ist der Versicherer leistungsfrei. Auch bei ambulanten Behandlungen innerhalb der Türkei gibt es keinen Deckungsschutz. Personen, die älter als 65 Jahre sind, können keine Polizze erwerben.

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