Jan Gruber

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Jan Gruber

Kurios: Lauda Europe wirbt um gefeuerte Lauda-Mitarbeiter

Das fliegende Personal der Lauda-Basis Stuttgart wurde bereits vor einigen Wochen gekündigt und soll per 31. Oktober 2020 das Unternehmen verlassen. Alternative Einsatzmöglichkeiten habe man für die Flugbegleiter und Piloten nicht. Doch nun erhalten einige Stuttgarter Lauda-Mitarbeiter glatt Briefe der maltesischen Lauda Europe Ltd., in denen ein Job in Düsseldorf angeboten wird. Fast zeitgleich gab es an der Base in Nordrhein-Westfalen allerdings eine Kündigungswelle. Zahlreiche Beschäftigte des fliegenden Personals haben den „blauen Brief“ bekommen. Den anderen wurde ein Jobangebot für Lauda Europe Ltd. zugeschickt. Die Zustimmung zum Arbeitgeberwechsel soll bis zum 27. August 2020 erteilt werden. In Stuttgart empfanden gekündigte Mitarbeiter der österreichischen Laudamotion GmbH das von Richard Higgins, einer der Geschäftsführer von Lauda Europe Ltd., unterzeichnete Anschreiben als regelrechte Farce. Im vorliegenden Brief wird darauf verwiesen, dass die Konditionen des Eckpunktepapiers, dem man zugestimmt habe, übernommen werden. Nur: Die betroffenen Lauda-Mitarbeiter haben eben diese Zustimmung verweigert, was letztlich zur Schließung der Basis Stuttgart führte. Erst hieß es, dass man keine Verwendung mehr für sie habe und nun werden Jobs in Düsseldorf angeboten. Ein bisschen undurchsichtig und verwirrend, meinen gekündigte Flugbegleiter der Basis Stuttgart. Das Job-Angebot gilt übrigens ebenfalls nur bis zum 27. August 2020 und kann nur mit einem vorgefertigten Text angenommen werden. Lauda Europe Ltd. sitzt in Birkirkara (Malta) und soll künftig die Airbus-A320-Flotte der heutigen Laudamotion GmbH, die geschlossen werden soll, betreiben. Als Accountable Manager wird Ryanair-Vorstandsmitglied David O’Brien fungieren, der auch Chief Executive Officer des maltesischen Unternehmens ist. Als weitere Geschäftsführer sind Richard Higgins, Angelo Buhagiar

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Getestet: Stadt Wien prescht mit Gratis-Corona-Tests vor

Mit sofortiger Wirkung bietet die Stadt Wien kostenfreie Coronatests für alle, die von einer Reise zurückgekehrt sind, an. Es spielt keine Rolle, ob man in einem Risikogebiet oder einer Nicht-Risikozone oder aber innerhalb von Österreich war. Die Testungen werden vor dem Ernst-Happel-Stadion durchgeführt. Das Angebot richtet sich an Personen mit Wohnsitz in Wien. Offiziell müssen der Meldezettel, ein Ausweisdokument und die E-Card mitgenommen werden. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass die E-Card und die mündliche Angabe der Wiener Wohnsitzadresse völlig ausreichend waren. Auch Nachweise zum Aufenthaltsort der Reise sind nicht erforderlich. Es muss lediglich mündlich der Staat, in dem man sich aufgehalten hat, angegeben werden. War man innerhalb von Österreich unterwegs, so gibt man das Bundesland, das eben nicht Wien sein sollte, an. Kosten fallen für die Testung keine an und die Angelegenheit ist, sofern es keine Wartezeit gibt, innerhalb von zwei bis drei Minuten, erledigt.  Die Stadt Wien beabsichtigt mit dem Angebot der kostenfreien Testungen für Personen mit Hauptwohnsitz in Wien wesentlich mehr asymptomatische Fälle zu finden und so die weitere Verbreitung des Virus eindämmen zu können. Dazu schreibt das Rathaus, dass in den letzten Tagen etwa 3.948 Rückkehrer aus Kroatien die Gratis-Tests in Anspruch genommen haben und bislang 68 Proben positiv waren. Alle sollen asymptomatisch gewesen sein. Das bedeutet, dass die Getesteten überhaupt nicht bemerkt haben, dass sie Covid-19 in sich tragen. Wie kommt man zu einem kostenlosen Corona-Test? Das Angebot richtet sich nach Angaben der Stadt Wien, die für die Kosten aufkommt, an Personen mit Hauptwohnsitz

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Flugbegleiter warnen: Corona-Schutz ist mangelhaft

Bereits vor einigen Wochen beklagte sich die spanische Gewerkschaft über nicht der lokalen Gesetzeslage entsprechende Schutzmasken, die dem Lauda-Personal der Basis Palma de Mallorca zur Verfügung gestellt werden. Nun wurde bekannt, dass es auch an den anderen Stationen der Ryanair-Tochter an Schutzausrüstung mangelt.  So wurde das fliegende Personal in Düsseldorf gar aufgefordert, dass wenn man Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel haben möchte, dieses selbst kaufen soll. Erst nach erheblichem Druck zahlreicher Flugbegleiter wurde angekündigt, dass man Gummihandschuhe aus Palma de Mallorca einfliegen lassen werden. Angekommen sind diese bislang nicht. Einziger Lichtblick der Beschäftigten: Zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 stand das Unternehmen in der Kritik, dass man keine Seife in den Toiletten der A320 hatte. Mehrere Lauda-Flugbegleiter verschiedener Bases meinten, dass man nun definitiv ausreichend Flüssigseife habe und auch große Vorräte vorhanden sind. Eimalhandschuhe und Desinfektionsmittel für das Personal sind allerdings nur sehr spärlich bzw. teilweise gar nicht vorhanden, so das Kabinenpersonal. Besonders besorgt zeigen sich Flugbegleiter der Lauda-Bases Düsseldorf und Stuttgart über den laxen Umgang der lokalen Gesundheitsbehörden und ihres Arbeitgebers, wenn Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet wurden. In Deutschland können sich Reisende nach der Ankunft an den Airports kostenfrei testen lassen, wobei die Teilnahme verpflichtend ist, wenn man aus einem Risikogebiet, beispielsweise Spanien, kommt. Im Rahmen des Contact-Tracings wird auch die jeweilige Fluggesellschaft informiert. Kabinenpersonal: „Die deutschen Behörden lassen uns im Stich“ In Deutschland häufen sich positive Testungen von Personen, die sich zuvor an Bord von Verkehrsflugzeugen befunden haben. Dies hängt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch damit zusammen, dass

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Lauda: Lizenzwechsel kommt Piloten teuer

Am Abend des 20. August 2020 läuft die Deadline, die dem fliegenden Personal der Lauda-Basis Wien zur Akzeptanz des Arbeitgeberwechsels gesetzt wurde, ab. Auf Briefpapier der maltesischen Lauda Europe Ltd. erinnert man jene, die ihre Zustimmung (noch) nicht erteilt haben, an den bevorstehenden Fristablauf und verweist darauf, dass man mit der Planung der OCC-Kurse beginnen müsse. Dem Vernehmen nach sollen etwa 95 Prozent der Piloten bereits dem Wechsel des Arbeitgebers zugestimmt haben während unter den Flugbegleitern die Akzeptanz eher überschaubar gering sein soll. Jene fliegenden Mitarbeiter, die zur maltesischen Lauda Europe Ltd. wechseln müssen neu gecheckt werden, da es sich um eine andere Betriebsgenehmigung und ein anderes AOC handeln wird. Die in Österreich ansässige Laudamotion GmbH soll geschlossen werden. Die Finanzlage soll stark angespannt sein. Es ist daher damit zu rechnen, dass jene Lauda-Mitarbeiter, die dem Wechsel zur neuen Malta-Tochter von Ryanair nicht zustimmen, ihren Job bald los sein könnten. Unter den Flugzeugführern, die angeblich mit großer Mehrheit für den Wechsel zur Lauda Europe Ltd. gestimmt haben sollen, sorgt allerdings ein anderer Umstand für Unmut. So müssen die Lizenzen von österreichischen auf maltesische Dokumente umgeschrieben werden. Die Kosten hierfür können bis zu 2.000 Euro betragen und sind wenig überraschend von den Piloten selbst zu tragen. Auf Nachfrage wäre den Flugzeugführern erklärt worden, dass weder die Laudamotion GmbH noch Lauda Europe Ltd. für diese Ausgaben aufkommen werden. Einige Piloten haben erst vor wenigen Monaten ihre Lizenzen, beispielsweise deutsche oder britische in österreichische, ändern lassen müssen, da dies angeblich seitens der Austro

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AUA: Blümel verlangt sofortige Boni-Rückzahlung

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) erhöht nun den Druck auf Austrian Airlines in Sachen der Ausschüttung von Boni in der Höhe von rund 2,9 Millionen Euro an den Vorstand und etwa 200 Manager. Nun fordert er den AUA-Vorstand um Alexis von Hoensbroech zur Rückzahlung der Ende Juli 2020 für das Jahr 2019 ausbezahlten Prämien auf. Gegenüber dem Kurier meinte das Regierungsmitglied, dass der AUA-Vorstand die Ansicht vertrete, dass die Auszahlung juristisch korrekt wäre, jedoch Blümel: “Moralisch ist die Aktion ein Schlag in die Magengrube”. Nun fordert er die sofortige Rückzahlung. „Staatshilfen für das Unternehmen in Anspruch nehmen, Mitarbeiter in Kurzarbeit zu haben und als Vorstand gleichzeitig Boni auszubezahlen, ist völlig inakzeptabel. Ich erwarte, dass der Vorstand den Bonus umgehend zurückbezahlt“, so Blümel gegenüber der Tageszeitung Österreich. 

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Staatshilfe für Lufthansa wird reduziert

Die von den Regierungen Belgiens, Österreichs und der Schweiz gewährten Staatshilfen und Kreditgarantien für Brussels Airlines, Austrian Airlines und Swiss sowie Edelweiss werden in Deutschland in Abzug gebracht. Dies hat zur Folge, dass das Volumen der deutschen Staatshilfe für Lufthansa von neun auf sieben Milliarden Euro sinkt. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds gab am Montag grünes Licht für die Rettungspakete für die Kranich-Töchter in Österreich, Belgien und der Schweiz. Die Konditionen, die seitens der drei Staaten für die Rettungspakete der jeweiligen Airlines gewährt werden, sind stark unterschiedlich.

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Finanzminister Blümel über AUA-Boni erbost

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) bezeichnet die Boni-Auszahlungen, die Austrian Airlines Ende Juli 2020 an das Management für Leistungen aus dem Geschäftsjahr 2019, das mit einem kleinen Gewinn in der Höhe von 19 Millionen Euro abgeschlossen wurde, ausbezahlt hat als “unsensibel”. Gegenüber diversen Medien und der Austria Presseagentur sagte das Regierungsmitglied, dass das Verhalten des Unternehmens “jede Sensibilität vermissen” lasse. Die Vorgehensweise, die die AUA gewählt hat, ist für ihn unverständlich. „Wir haben ein sehr gutes Paket geschnürt, um Arbeitsplätze zu sichern und dem Standort eine Perspektive zu geben. Ich erwarte, dass der AUA-Vorstand seiner Verantwortung gerecht wird, eine Lösung dafür findet und darüber hinaus, dass die ausständigen Erstattungen der Ticketpreise durch die AUA umgehend erledigt werden”, so Blümel. Doch der Minister erhält von der Opposition auch erhebliche Kritik an seinen Aussagen. So fordern die SPÖ, die FPÖ und die Gewerkschaft ein Auszahlungsverbot für Boni. Nationalratsabgeordneter Peter Wurm (FPÖ) dazu: „Während sich die Vorstände einer staatlich gestützten Airline und trotz hoher Verluste ihre Taschen mit Boni-Zahlungen vollstopfen, müssen heimische Konsumenten monatelang auf ihre Flugticketrückerstattung warten. Dies ist ein neuer Skandal den einzig und alleine die schwarz-grüne Regierung zu verantworten hat. Doch der grüne Konsumentenschutzminister Anschober hat sich bisher noch mit keinem einzigen Satz dazu zu Wort gemeldet oder sich für die Interessen der Konsumenten stark gemacht. Aufgrund der fehlenden Konsumentenschutzpolitik aus dem Ministerium zieht man als kleiner Konsument in diesem Land scheinbar den Kürzeren, doch nicht jeder kann AUA-Vorstand sein, Herr Minister! Diese Angelegenheit wurde längst zu einer Geduldsprobe für die

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Vida kritisiert AUA-Boni heftig

Rund 2,9 Millionen Euro soll die Fluggesellschaft Austrian Airlines, die von der Republik Österreich eine staatliche Unterstützung in dreistelliger Millionenhöhe sowie Kredithaftungen in Anspruch nimmt, mitten in der Coronakrise an das Management ausgeschüttet haben. Zwar betont das Unternehmen, dass es sich um Nachzahlungen für das Jahr 2019 gehandelt habe, doch die Gewerkschaft Vida kritisiert den Vorgang heftigt.  „Es kommt mir so vor, als weint Finanzminister Blümel hier über verschüttete Milch. Schließlich passiert so etwas nicht erst seit heute. Appelle an Unternehmen und Lippenbekenntnisse sind daher zu wenig. Was es endlich braucht, sind klare gesetzliche Spielregeln, dass wenn Konzerne mit Steuergeld unterstützt werden und bei den Beschäftigten gespart wird, keine zusätzlichen Boni mehr an ohnedies gut bezahlte Manager fließen dürfen“, so Vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit. „Und das gilt nicht nur für den aktuellen Anlassfall der AUA, sondern muss für die Manager aller Konzerne gelten. Die hart arbeitenden und steuerzahlenden Menschen müssen durch Finanz- und Wirtschaftskrisen oder wie jetzt durch die Corona-Krise immer an erster Stelle Einschnitte durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit hinnehmen. Als Steuerzahler müssen sie auch noch die Verluste von Unternehmen auffangen. Ihr Verständnis für Prämienausschüttungen an Manager dürfte sich somit in Grenzen halten“. Der Gewerkschafter betont, dass die Boni-Regelung zwar an Leistungen aus dem Vorjahr anknüpft und zu diesem Zeitpunkt die Corona-Krise noch nicht absehbar war, jedoch bleibe zu hinterfragen, ob solche Managementzahlungen gerechtfertigt seien, zumal auch KonsumentInnen auf die Rückerstattung ihre Ticketkosten warten und die MitarbeiterInnen reduzierte Gehälter in Kauf nehmen müssen, so Hebenstreit. „Die hart arbeitenden Steuerzahler können ihrem

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Boeing bietet Golden-Handshakes an

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing soll den Abbau von Mitarbeitern weiter vorantreiben. So versucht man in zwei Sparten Abfindungen anbieten, um die Beschäftigten zum Verlassen des Unternehmens zu bewegen. Laut Bloomberg sind die Bereiche Service und Verkehrsflugzeuge primär betroffen. Der Konzern wollte den Bericht der Agentur nicht kommentieren. In einem internen Rundschreiben wird gefordert, dass die Belegschaft auf die aktuelle Nachfrage auf dem Weltmarkt Rücksicht nehmen soll und die Sparmaßnahmen unterstützen soll. Boeing kündigte bereits im April 2020 an, dass 16.000 Mitarbeiter abgebaut werden sollen. Ende Juli 2020 wurden weitere Maßnahmen angekündigt. Derzeit geht man davon aus, dass 19.000 Stellen wegfallen werden. Nach Angaben von Boeing haben bereits etwa 6.000 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Auch Mitbewerber Airbus muss aufgrund der Coronakrise etwa 15.000 Jobs streichen.

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British Airways: Erste Boeing 747 ausgeflottet

Das IAG-Konzernmitglied British Airways leitet die vorzeitige Ausflottung der Boeing 747-400-Teilflotte ein. Die erste Maschine wurde am Dienstag zur Verschrottung von Heathrow nach Spanien ausgeflogen.  Die Coronakrise führt dazu, dass der ursprüngliche Plan verworfen wurde. Eigentlich wollte British Airways die Vierstrahler erst im Jahr 2024 ausflotten. Nun beschleunigte man dies und setzt künftig hauptsächlich auf Boeing 787 und AIrbus A350. Auch der “Mini-Jumbo”, Airbus A318, der auf der Strecke London City-New York im Einsatz war, hat zwischenzeitlich die Flotte verlassen. Die Route wurde in reiner Business-Class-Bestuhlung bedient und wird endgültig aufgegeben.

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