Jan Gruber

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Jan Gruber

Wiener Kunstforum schließt infolge der Signa-Insolvenz

Das Bank Austria Kunstforum Wien hat am 21. August 2025 nach über vier Jahrzehnten seinen Betrieb an seinem Standort auf der Freyung eingestellt. Die Schließung steht im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Folgen der Signa-Insolvenz, die den Betrieb der Institution unmöglich gemacht haben. Die letzte Ausstellung in dem traditionsreichen Haus, Mensch Berlin, war ein Publikumserfolg. Die Schau präsentierte mehr als 120 Kunstwerke aus der deutschen Nachkriegszeit und aus der Zeit der Wiedervereinigung. Tausende Besucher nutzten die Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen und sich vom Kunstforum zu verabschieden. Die Ausstellung war der erste internationale Auftritt der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank. Sie stieß sowohl bei Fachleuten als auch beim Publikum auf positive Resonanz. Begleitet wurde die Finissage von einer Lesung des Kunsthändlers Rüdiger Küttner, der Einblicke in die Kunstwelt der DDR gab. Die Schließung der bekannten Kunstinstitution stellt einen Einschnitt für die Wiener Kulturszene dar. Sie zeigt, wie die Insolvenz der Signa-Gruppe nicht nur den Immobilienbereich, sondern auch kulturelle Einrichtungen beeinträchtigt hat.

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Sun d’Or Airlines kündigt Flüge nach Salzburg an

Die israelische Fluggesellschaft Sun d’Or Airlines hat ihren Winterflugplan 2025/2026 um eine neue Verbindung erweitert. Das Unternehmen plant laut einem Bericht von Aeroroutes.com, vom 14. bis zum 21. Dezember Flüge zwischen Tel Aviv und Salzburg anzubieten. Die Flüge sollen jeweils donnerstags und sonntags mit einem Flugzeug des Typs Boeing 737-800 durchgeführt werden. Sun d’Or Airlines ist eine Tochtergesellschaft der israelischen Nationalfluggesellschaft El Al und spezialisiert sich auf Ferienflüge zu verschiedenen Destinationen in Europa. Die neue Route zielt darauf ab, israelische Reisende für den Wintersport in die österreichischen Alpen zu bringen. Der Flughafen Salzburg gilt als wichtiger Zugangspunkt für Touristen, die die Skiregionen der umliegenden Bundesländer besuchen möchten. Der vorerst auf eine Woche beschränkte Flugbetrieb könnte als Testlauf für eine mögliche Verlängerung in zukünftigen Saisons dienen. Die Verbindung unterstreicht das wachsende touristische Interesse am Wintersport in Österreich und die Bemühungen, das Flugangebot aus dem Nahen Osten auszubauen.

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Der Simulatorbau im Wandel: Steirisches Unternehmen erschließt neue Märkte mit Virtual-Reality-Lösung

Das steirische Unternehmen Axis, ein Spezialist für Flugsimulatoren, expandiert sein Geschäft und setzt künftig auch auf Virtual-Reality-Anwendungen für die Pilotenausbildung. Nach zweieinhalb Mannjahren Entwicklungszeit steht die neue Anwendung kurz vor der Markteinführung. Diese soll als sinnvolle Ergänzung zu den traditionellen Simulatoren dienen und Piloten bereits in der Frühphase ihrer Ausbildung ein realitätsnahes Training ermöglichen. Das neue Produkt, welches auf der Grundlage des positiven Feedbacks einer Branchenmesse in Portugal entwickelt wurde, unterstreicht den sich abzeichnenden Trend in der modernen Luftfahrtindustrie, digitale und flexible Trainingswerkzeuge zu nutzen. Während das Kerngeschäft mit traditionellen Flugsimulatoren weiterhin floriert, will Axis mit dieser neuen Technologie seine Marktposition weiter festigen und neue Geschäftszweige erschließen. Expansion in die virtuelle Welt In den vergangenen Monaten hat Axis, ein in Lebring ansässiges Unternehmen, intensiv an der Entwicklung einer eigenen Virtual-Reality-Lösung gearbeitet. Das Resultat dieser Bemühungen, in die zweieinhalb Mannjahre Entwicklungszeit geflossen sind, soll in Kürze auf den internationalen Markt kommen. Geschäftsführer Christian Theuermann betont, die VR-Anwendung sei nicht als Ersatz für die klassischen, vollwertigen Flugsimulatoren gedacht, sondern als eine „sinnvolle Ergänzung“, insbesondere in der Anfangsphase des Pilotentrainings. Die neue Applikation ermöglicht das Üben von Standardprozeduren wie Cockpit- und System-Checks sowie Triebwerksstarts. Solche Abläufe, so Theuermann, ließen sich mit der neuen Technologie „sehr gut abbilden“. Die virtuelle Umgebung bildet dabei den Flugsimulator eins zu eins nach, einschließlich aller Bedienelemente und Anzeigen. Ein weiterer Vorteil ist die Vielseitigkeit der Anwendung, die auf verschiedenen Plattformen, von Tablets bis zu hochwertigen VR-Brillen, nutzbar sein wird, wie Produktmanager Marcell Surányi erklärt. Die Digitalisierung der Pilotenausbildung

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Gibraltar als neuer Knotenpunkt für die Luftfahrt: Ein privates Register mit großen Ambitionen

Die Regierung von Gibraltar hat eine strategische Partnerschaft mit dem amerikanischen Unternehmen Aviation Registry Group bekanntgegeben, um ein eigenes privates Luftfahrzeugregister mit der Kennung VP-G zu etablieren. Diese Initiative markiert einen bedeutsamen Schritt in der Entwicklung der Wirtschaft des Territoriums und folgt auf eine umfassende Reform der staatlichen Aufsicht, bei der das frühere Department of Civil Aviation durch eine neu geschaffene Gibraltar Civil Aviation Authority (GCAA) ersetzt wurde. Die Bemühungen, die eine neue Ära der Luftfahrt-Dienstleistungen auf dem Felsen einläuten sollen, zielen darauf ab, Gibraltar in einem äußerst kompetitiven Nischenmarkt zu positionieren. Die Entscheidung für einen privaten Betreiber in Verbindung mit einem gestärkten staatlichen Aufsichtsrahmen unterstreicht das Bestreben, ein effizientes und international angesehenes Register für Flugzeuge zu schaffen, das den Ansprüchen wohlhabender Einzelpersonen und internationaler Konzerne gerecht wird. Die strategische Neuausrichtung Gibraltars Die Etablierung des VP-G-Registers ist das Resultat einer weitsichtigen Wirtschaftsstrategie, die darauf abzielt, neü Einnahmequellen zu erschließen und die Dienstleistungspalette des Territoriums zu diversifizieren. Seit Langem sind britische Überseegebiete und Kronbesitzungen dafür bekannt, hochspezialisierte Dienstleistungen in Bereichen wie Finanzen, Wirtschaftsprüfung und rechtlicher Beratung anzubieten. Mit der gründlichen Reform der Luftfahrtaufsicht hat sich Gibraltar nun bewusst in diesen globalen Wettbewerb begeben. Die Ersetzung der alten Behörde durch die GCAA ist dabei mehr als ein reiner Namenswechsel. Sie symbolisiert einen Übergang zu einem moderneren, flexibleren und an den internationalen Standards ausgerichteten Regulierungsmodell, das Transparenz und Vertrauen schaffen soll. Das neue, schlanke System soll die Registrierungsprozesse für Flugzeuge optimieren und potenziellen Kunden die Gewissheit geben, daß sie ihre Flugzeuge in einem

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Polen sucht Berater für Gewerbeimmobilien am geplanten Flughafen

Die polnische Infrastrukturgesellschaft Centralny Port Komunikacyjny (CPK) hat ein Ausschreibungsverfahren zur Auswahl eines Branchenberaters für Gewerbeimmobilien gestartet. Das ausgewählte Unternehmen soll die Entwicklung der geplanten Airport City und Cargo City fachlich unterstützen. Der neue Flughafen, der zwischen Warschau und Łódź entstehen soll, ist als zentraler Knotenpunkt für den Luft-, Straßen- und Schienenverkehr geplant. In seiner ersten Betriebsphase soll er über zwei Start- und Landebahnen verfügen und eine Kapazität von bis zu 34 Millionen Passagieren pro Jahr haben. Die Airport City soll ein Komplex für Büros, Handel und Dienstleistungen werden, der direkt an das Passagierterminal angeschlossen ist. Die Cargo City hingegen ist als großes Logistikzentrum für Luftfracht konzipiert, das sich zu einer der größten Drehscheiben in Mittel- und Osteuropa entwickeln soll. Die Einleitung des Ausschreibungsverfahrens ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung des ambitionierten Infrastrukturprojektes. Die Entwicklung der Gewerbeimmobilien wird als wesentlicher Teil des Projektes angesehen, um das volle Potential des Flughafens als internationaler Verkehrsknotenpunkt auszuschöpfen.

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DRSF leitet finale Erstattungsphase für FTI-Kunden ein

Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat die finale Phase der Erstattung für von den Insolvenzen der Touristikunternehmen FTI und Big Xtra betroffene Kunden eingeleitet. Bislang wurden rund 260 Millionen Euro an etwa 180.000 Antragsteller ausgezahlt. Nach Angaben des Fonds haben rund 22.000 Verbraucher, die eine Pauschalreise oder verbundene Reiseleistungen gebucht haben, noch keinen Antrag gestellt. Der DRSF ruft diese Personen auf, sich umgehend zu melden, um die ihnen zustehende Rückerstattung zu erhalten. Anträge können online über das Erstattungsportal oder per Post eingereicht werden. Der Fonds weist darauf hin, daß die Anträge noch bis Ende 2027 gestellt werden können. Diese Frist basiert auf der gesetzlichen Verjährungsfrist des Bürgerlichen Gesetzbuches. Der DRSF wurde nach der Insolvenz von Thomas Cook eingeführt, um künftige finanzielle Verluste für Pauschalreisende in Deutschland zu vermeiden. Die Insolvenz der FTI-Gruppe gilt als der erste große Härtetest für das neue Sicherungssystem. Die bislang erfolgten Auszahlungen zeigen, daß das System im Falle einer Insolvenz die finanziellen Ansprüche der betroffenen Kunden im Rahmen des Pauschalreiserechts absichern soll.

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Paketversand in Österreich wächst weiter, Briefvolumen schrumpft

Ein neuer Jahresbericht des RTR Post Monitor bestätigt die anhaltenden Trends auf dem österreichischen Postmarkt. Im Jahr 2024 wurden in Österreich rund 430 Millionen Pakete befördert, was eine Steigerung von über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Gleichzeitig ist das Briefvolumen weiter rückläufig. Die inländischen Briefsendungen gingen um 6,1 Prozent zurück und beliefen sich auf 480,9 Millionen Stück. Die Entwicklung bei den Paketen ist laut dem Bericht eine direkte Folge des weiter wachsenden Online-Handels, der dazu führt, daß immer mehr Güter an Privatkunden versendet werden. Als Reaktion auf das steigende Paketvolumen hat die Branche die Infrastruktur für die Zustellung massiv ausgebaut. Die Anzahl der Abholstationen in Österreich hat sich im vergangenen Jahr auf über 3.200 mehr als verdoppelt. Das Land reiht sich damit im europäischen Mittelfeld ein. Der Bericht weist zudem auf eine Verlagerung des Kaufverhaltens der Verbraucher weg vom stationären Handel hin zum Internet hin. Die Zunahme des grenzüberschreitenden Online-Handels führt laut den Autoren des Berichts dazu, daß Wertschöpfung in der österreichischen Wirtschaft teilweise ins Ausland abfließt.

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Österreich nähert sich europäischem Standard bei Kartenzahlung an

Die Zahl der Zahlungsterminals in Österreich ist stark angestiegen und hat sich seit 2022 auf nunmehr 30 Terminals pro 1.000 Einwohner verdoppelt. Damit erreicht das Land nahezu den bereinigten EU-Durchschnitt. Österreich hat sich somit an die Dichte in Nachbarländern wie der Schweiz und Tschechien angeglichen. Der offizielle EU-Durchschnitt liegt bei rund 38 Terminals pro 1.000 Einwohner, wobei dieser Wert durch Länder mit einer sehr hohen Dichte wie die Niederlande stark beeinflußt wird. Im Vergleich dazu bleibt Deutschland mit lediglich 15 Terminals deutlich zurück. Der Anstieg in Österreich wird hauptsächlich durch den Tourismussektor getrieben, da ausländische Gäste zunehmend bargeldlose Zahlungen erwarten. Auch der technologische Fortschritt, insbesondere mobile Lösungen, die Smartphones in Bezahlterminals verwandeln, ermöglicht Kleinbetrieben einen einfacheren Zugang zur Kartenzahlung. Marktanalysen legen nahe, daß die Einführung bargeldloser Zahlungen den Umsatz von Händlern steigern und gleichzeitig Kosten sowie Risiken im Umgang mit Bargeld verringern kann. Die Zunahme der Zahlungsterminals gilt als wichtiger Faktor für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes.

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Ein Paradox im europäischen Reiseverkehr: Warum die schnellste Route oft die billigste ist

Eine neue Studie wirft ein Schlaglicht auf eine der größten Paradoxien des modernen europäischen Reiseverkehrs: Trotz der Dichte und Effizienz des Schienennetzes sind Flüge auf vielen grenzüberschreitenden Strecken immer noch erheblich günstiger als Zugreisen. Eine Analyse von 142 europäischen Reiserouten, die von einer paneuropäischen Forschungsgruppe in Auftrag gegeben wurde, zeigt, daß der Luftverkehr, der mit bestimmten fiskalischen Vorteilen versehen ist, weiterhin einen signifikanten Preisvorteil gegenüber der Eisenbahn genießt. Der Bericht faßt zusammen, daß auf mehr als der Hälfte aller grenzüberschreitenden Verbindungen die Flugtickets günstiger sind als die Bahntickets. Dies untergräbt nicht nur die Bemühungen um einen kohärenten europäischen Binnenmarkt, sondern schafft auch einen systemischen Anreiz für Reisende, sich für die billigere, wenn auch logistisch kompliziertere, Option zu entscheiden. Die Studie fordert eine Überprüfung der Steuerpolitik und die Einführung eines einheitlichen Buchungssystems für den Eisenbahnverkehr, um ein gerechteres Wettbewerbsumfeld zu schaffen. Ein Preiskrieg der Systeme: Die ökonomische Realität im europäischen Reiseverkehr Die Diskrepanz zwischen den Flug- und Zugpreisen ist das Ergebnis zweier fundamental unterschiedlicher ökonomischer Systeme. Auf der einen Seite stehen die sogenannten Billigflieger, die ihr Geschäftsmodell auf aggressivem Preiskampf und einem ausgeklügelten System von Zusatzgebühren, etwa für Gepäck oder Sitzplatzwahl, aufgebaut haben. Sie profitieren von einer Reihe von Steuerprivilegien, die es der Bahn nicht gibt. So ist gewiß, daß das Fehlen einer Steuer auf Flugkerosin einen enormen Kostenvorteil darstellt, der es den Fluggesellschaften ermöglicht, Tickets zu einem Preis anzubieten, der in keinem Verhältnis zu den operativen Kosten steht. Dies führt zu extremen Preisunterschieden, wie das Beispiel der Strecke von Barcelona

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Delta Air Lines läßt Passagiere über neue Route abstimmen

Die amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines hat eine außergewöhnliche Maßnahme zur Kundenbeteiligung gestartet. Zum ersten Mal können Vielflieger und Mitarbeiter über eine neue Langstreckenverbindung in den Sommerflugplan 2026 mitentscheiden. Die Abstimmung findet vom 25. bis zum 29. August über die App der Fluggesellschaft statt. Zur Auswahl stehen die Mittelmeerinseln Ibiza, Malta und Sardinien. Nur eine dieser drei Destinationen wird im kommenden Sommer nonstop von den Vereinigten Staaten angeflogen werden. Die Aktion gilt als innovative Marketingstrategie, um Kunden direkt in die Netzwerkplanung einzubeziehen und gleichzeitig die Nachfrage für die jeweiligen Ziele zu testen. Laut der Fluggesellschaft haben alle drei Destinationen Potenzial, aber nur eine Verbindung kann realisiert werden. Die Beteiligung von Kunden an strategischen Entscheidungen in der Luftfahrt nimmt zu. Für Delta bietet die Abstimmung eine Möglichkeit, die Kundenbindung zu stärken und die Aufmerksamkeit für die geplante Erweiterung des Streckennetzes in Europa zu erhöhen.

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