Jan Gruber

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Jan Gruber

Luftwaffe rüstet A400M-Flotte auf

Die deutsche Verteidigungsbeschaffungsbehörde (BAAINBw) hat Airbus einen Vertrag zur Aufrüstung von 23 Transportflugzeugen des Typs Airbus A400M mit sogenannten „Directed Infrared Counter Measures“ (DIRCM)-Systemen erteilt. Diese Initiative zielt darauf ab, die Überlebensfähigkeit der taktischen Lufttransportflotte der Luftwaffe gegen infrarotgelenkte Raketenbedrohungen erheblich zu verbessern. Die Integration der hochentwickelten Abwehrsysteme, die von Israels Elbit Systems entwickelt wurden, wird die Selbstschutzfähigkeiten der Flugzeuge autonom verstärken und ist ein Zeichen für einen breiteren Trend innerhalb der Nato, auch nicht-kampfbezogene Plattformen besser zu schützen. Verstärkter Schutz für taktische Einsätze der Luftwaffe Der Airbus A400M, entwickelt von Airbus Defence and Space, ist ein vielseitiges viermotoriges Turboprop-Militärtransportflugzeug. Es wurde konzipiert, um sowohl strategische als auch taktische Missionen auszuführen. Seine Fähigkeiten reichen vom Transport schwerer und überdimensionierter Lasten über die Luftbetankung anderer Flugzeuge bis hin zur medizinischen Evakuierung. Diese Multifunktionalität macht den A400M zu einem zentralen Element der deutschen Luftstreitkräfte, insbesondere bei Operationen, die schnellen und flexiblen Transport in unterschiedlichen Einsatzgebieten erfordern. Gerd Weber, Leiter des A400M-Programms bei Airbus Defence and Space, hob die Bedeutung des Flugzeugs hervor: „Der Transport von Truppen, Ausrüstung und humanitären Gütern; die Betankung anderer Flugzeuge und Hubschrauber in der Luft; der Dienst als fliegendes Hospital zur Behandlung von verwundetem Personal – der Airbus A400M ist das Gesicht und Arbeitspferd der deutschen Luftwaffe.“ Er betonte weiter, daß das neue DIRCM-System den A400M-Besatzungen einen noch größeren Schutz während ihrer weltweiten Missionen bieten und die bereits breite Palette der Anwendungen dieses außergewöhnlichen Flugzeugs erweitern werde. Die 23 A400Ms, die für die DIRCM-Aufrüstung vorgesehen sind, werden primär

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Österreichische Hotellerie setzt auf Künstliche Intelligenz

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) widmet sich verstärkt dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der Hotellerie. Am 25. Juni 2025 findet im Krallerhof in Leogang ein ÖHV-Forum statt, das sich der Anwendung von KI bei der Hotelsuche, Buchung und Gästekommunikation widmet. Ab September soll das Thema zudem im Rahmen einer Webinar-Reihe am ÖHV-Campus vertieft werden. Markus Gratzer, Generalsekretär der ÖHV, betont die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit KI. Er sieht in der Technologie eine Umwälzung für Buchungsprozesse und Gästekommunikation, bei der Qualität und Tempo Hand in Hand gehen müssen, um sowohl die Gäste von heute als auch die von morgen zu erreichen. Beim Forum werden Praktiker aus der Ferienhotellerie, darunter Vertreter des Puradies Naturresorts und des Forsthofguts, ihre Erfahrungen teilen. Sie zeigen auf, wie sie KI nutzen, um die Gästekommunikation zu automatisieren, neue Vertriebswege zu erschließen und ihren Online-Auftritt zu optimieren – und das schnell, kostengünstig und in hoher Qualität. Zudem werden Manuela Machner von KiNET.ai und Olga Heuser von DialogShift, anerkannte KI-Expertinnen für die Hotellerie im deutschsprachigen Raum, neueste Tools und Best Practices vorstellen. Der Einsatz von KI soll eine 24-Stunden-Erreichbarkeit in der jeweiligen Sprache der Gäste ermöglichen, ohne daß Personal ersetzt wird. Stattdessen sollen Mitarbeiter durch die Übernahme von Routinetätigkeiten entlastet werden, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den persönlichen Kontakt zum Gast. Ab dem 10. September 2025 startet zudem die Webinar-Reihe „KI-Werkzeugkasten für den Hotelalltag“ am ÖHV-Campus, die Führungskräften und Teams praxisnahes Wissen über den sachkundigen Umgang mit KI vermitteln soll, auch im Hinblick auf den EU AI

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United Airlines pausiert Starlink Wi-Fi auf regionalen Embraer-Flugzeugen wegen Funkstörungen

United Airlines hat den Starlink Wi-Fi-Dienst auf etwa zwei Dutzend ihrer regionalen Embraer-Flugzeuge vorübergehend ausgesetzt. Grund hierfür sind gemeldete statische Funkstörungen, welche die Kommunikation der Piloten beeinträchtigen. Seit dem 7. Juni 2025 sind alle Flüge, die mit den betroffenen Maschinen der Embraer 175-Flotte durchgeführt werden, ohne Starlink-Internetverbindung unterwegs. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen bei der Integration neuer Technologie in komplexe Luftfahrtsysteme. Details der Störung und erste Lösungsansätze Berichten zufolge, die unter anderem von „The Points Guy“ veröffentlicht wurden, erhielt die Fluggesellschaft Meldungen über Funkstörungen zwischen den VHF-Antennen, die von den Piloten zur Kommunikation mit der Flugverkehrskontrolle verwendet werden, und den Starlink-Antennen. Ein Sprecher von United Airlines bestätigte die Berichte und erklärte, derartige Funkstörungen seien bei der Einführung neuer Konnektivitätslösungen „ziemlich häufig“. Man erwarte, daß der Dienst auf diesen Flugzeugen bald wieder in Betrieb genommen werden könne. Die Sicherheit des Flugbetriebs habe dabei oberste Priorität, und die Kommunikation mit der Flugsicherung sei ein unverzichtbarer Bestandteil dessen. United Airlines und Starlink haben bereits einen Weg gefunden, die Funkstörungen zu beheben, und setzen diese Lösung derzeit auf den betroffenen Flugzeugen um. Etwa ein Drittel der Maschinen, bei denen die Störungen auftraten, wurde bereits modifiziert. Der Flugzeughersteller Embraer und die Luftfahrtbehörden, insbesondere die Federal Aviation Administration (FAA), sind ebenfalls in den Prozeß der Fehlersuche und -behebung eingebunden, da solche Modifikationen die ursprüngliche Zulassung des Flugzeugs berühren. Implementierung im Rahmen der regulären Wartung und strategische Bedeutung Ein Sprecher von United Airlines stellte klar, daß keine Flugzeuge außer Dienst gestellt werden, um die Korrekturen vorzunehmen. Stattdessen

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Flughafen Berlin Brandenburg verzeichnet Passagierzuwachs im Mai 2025

Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat im Mai 2025 einen Passagierzuwachs verzeichnet. Gemäß vorläufiger Zahlen des Verkehrsberichts reisten knapp 2,32 Millionen Menschen über den Flughafen, was eine Steigerung von rund 90.000 Passagieren gegenüber dem Vormonat April bedeutet. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres ergibt sich jedoch ein Rückgang von etwa 51.000 Passagieren. Der verkehrsreichste Tag im Mai war Sonntag, der 4. Mai 2025, mit 86.760 Passagieren. Insbesondere das Wochenende des DFB-Pokalfinales, vom 23. bis zum 25. Mai, sorgte für ein erhöhtes Aufkommen, als rund 237.000 Passagiere den BER nutzten. Dies unterstreicht die Rolle des Flughafens bei Großveranstaltungen in der Region. Im vergangenen Monat wurden am BER insgesamt 17.513 Flugzeugstarts und -landungen registriert. Im April 2025 waren es noch 16.291 Maschinen. Des Weiteren wurden im Mai mehr als 4.336 Tonnen Fracht umgeschlagen, was auf eine konstante Aktivität im Bereich des Güterverkehrs hindeutet.

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Brüssel schlägt Rückschritt bei Fluggastrechten vor: EU-Rat stimmt für längere Wartezeiten bei Entschädigungen

Der Rat der Europäischen Union hat am Donnerstagabend für eine Änderung der Fluggastrechte-Verordnung (EC 261) gestimmt, die weitreichende Folgen für Millionen von Reisenden haben könnte. Künftig sollen Fluggesellschaften erst bei Verspätungen von vier beziehungsweise sechs Stunden zu Entschädigungszahlungen verpflichtet sein. Bislang galt diese Regelung bereits ab drei Stunden. Diese geplante Änderung würde dazu führen, daß 60 Prozent weniger Fluggäste einen Anspruch auf Entschädigung bei Verspätungen hätten, wodurch der Schutz von Fluggästen in ganz Europa drastisch reduziert würde. Die Reform, die nun im nächsten Schritt vor dem Europäischen Parlament diskutiert wird, stößt auf scharfe Kritik von Verbraucherschützern und Fluggastrechte-Experten. Tomasz Pawliszyn, CEO von AirHelp, bezeichnet die Entscheidung als „verheerenden Rückschlag für die Verbraucherrechte“ und warnt vor schwerwiegenden negativen Folgen für Reisende. Änderungen zugunsten der Fluggesellschaften: Längere Wartezeiten und gekürzte Entschädigungsbeträge Die wesentliche Änderung der Verordnung EC 261 betrifft die Schwelle, ab der Passagiere einen Anspruch auf Entschädigung haben. Während bisher eine Verspätung von drei Stunden ausreichend war, sollen es künftig vier Stunden für Kurz- und Mittelstreckenflüge sowie sechs Stunden für Langstreckenflüge sein. Die einzige Begründung, die die EU-Kommission für diesen drastischen Schritt anführt, ist die Behauptung, Fluggesellschaften würden bei Verspätungen ab drei Stunden eher dazu tendieren, Flüge zu streichen, anstatt Ersatzflüge zu organisieren, da sie ohnehin bereits die Entschädigungssummen zahlen müßten. Diese Argumentation wird von Experten wie Tomasz Pawliszyn als „völlig haltlos“ zurückgewiesen. Er argumentiert, daß keine Fluggesellschaft Flüge allein wegen möglicher Entschädigungszahlungen streichen würde. Im Gegenteil: Eine Annullierung verursacht für die Airline zusätzlich hohe Kosten, etwa für die Betreuung und

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Salzburger Airportlauf: Rund 13.500 Euro für die Lebenshilfe Wals

Am Donnerstag, den 5. Juni 2025, verwandelte sich der Salzburger Flughafen zum achten Mal in eine Laufstrecke für den jährlichen AIRportlauf. Rund 500 Teilnehmer liefen eine Stunde lang auf dem Vorfeld, um Spenden für das Projekt „Betreutes Wohnen“ der Lebenshilfe Wals zu sammeln. Durch die erlaufenen Kilometer und die Hälfte der Startgelder kam ein Betrag von 13.500 Euro zusammen. Die Läufer traten in verschiedenen Kategorien an, darunter Einzel- und Teamwertungen für Männer, Frauen und Mixed-Teams. Auch die jüngsten Teilnehmer waren mit Begeisterung dabei, wobei bei der Kinderwertung der Spaß am Laufen im Vordergrund stand. Zusätzlich zu den sportlichen Leistungen wurde auch der kreativste Teamname prämiert, was für eine lockere Atmosphäre sorgte. Insgesamt legten die Athleten und Hobbysportler 4078 Kilometer zurück. Mit dem Erlös des AIRportlaufs sollen Umbauarbeiten und Verbesserungen in der Einrichtung der Lebenshilfe Wals finanziert werden. Diese Maßnahmen sollen den Bewohnern ein angenehmeres und selbstbestimmteres Leben ermöglichen. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern nicht nur eine einzigartige Kulisse und gute Stimmung, sondern auch die Möglichkeit, einen Beitrag für einen wohltätigen Zweck zu leisten.

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Terminalausbau am Münchner Flughafen nähert sich der Vollendung

Der Ausbau des Terminal 1 am Flughafen München schreitet planmäßig voran und steht kurz vor der Fertigstellung. Mit dem neuen Flugsteig entsteht ein modernes Abfertigungsgebäude für den Non-Schengen-Verkehr des Terminal 1, welches die Kapazität des Flughafens um bis zu sechs Millionen Passagiere jährlich erweitern wird. Dies entspricht in etwa dem jährlichen Fluggastaufkommen eines Flughafens wie Hannover. Die Anlieferung und Montage aller Fluggastbrückenelemente ist weitgehend abgeschlossen. Im Inneren des Gebäudes werden die Ausbauarbeiten schrittweise beendet: Die CT-Scanner für die Sicherheitskontrollen werden derzeit montiert, und die Gates mit den Boarding-Automaten sowie die Gepäckausgabeanlage sind bereits installiert. Die geplanten gastronomischen Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und Wartebereiche für Passagiere werden in den kommenden Wochen fertiggestellt. Bayerns Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen München GmbH (FMG) hob die Bedeutung des Projekts hervor, das die Kapazität und Attraktivität des Flughafens als „Tor zur Welt“ für Bayern weiter ausbaut und zu den größten Infrastrukturprojekten im Freistaat zählt. Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der FMG, betonte, daß nicht nur zusätzliche Kapazitäten geschaffen, sondern auch ein neues Niveau an Qualität und Komfort für die Fluggäste erreicht werde. Der neue Flugsteig erstreckt sich über eine Länge von rund 360 Metern im Vorfeld-West und umfaßt inklusive eines Bereiches im Modul B des Terminal 1 circa 95.000 Quadratmeter. Er kann bis zu zwölf kleinere Flugzeuge oder sechs Großraumflugzeuge gleichzeitig aufnehmen. Auf sechs Ebenen, wovon drei für Passagierprozesse vorgesehen sind, entstehen moderne Abfertigungsbereiche mit zentralisierten Sicherheitskontrollen unter Einsatz von CT-Technik, großzügige Wartezonen und kommerzielle Flächen. Die FMG investierte insgesamt 665 Millionen Euro in dieses Projekt. Die

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China erwägt Großauftrag für Airbus: Europäischer Flugzeughersteller könnte bis zu 500 Maschinen verkaufen

China erwägt einem Bericht von Bloomberg zufolge, dem europäischen Flugzeughersteller Airbus einen Großauftrag über bis zu 500 Flugzeuge zu erteilen. Dieser Schritt würde die bereits starke Position von Airbus auf dem chinesischen Markt weiter festigen und die wachsende Verlagerung Chinas von Boeing hin zu Airbus unterstreichen. Die Verhandlungen über den möglichen Auftrag, der sowohl Schmalrumpf- als auch Großraumflugzeuge umfassen könnte, fallen mit einem geplanten Gipfeltreffen europäischer Staats- und Regierungschefs in Peking im Juli zusammen, das das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union markiert. Chinas strategische Neuausrichtung: Ein möglicher Großauftrag für Airbus Die Gespräche über den potenziellen Auftrag werden als noch nicht abgeschlossen und in einem „fließenden“ Zustand beschrieben. Sollte der Auftrag jedoch zustande kommen, könnte er einen der größten Einzelaufträge in der Geschichte der zivilen Luftfahrt darstellen. Chinas stellvertretender Ministerpräsident He Lifeng besuchte im vergangenen Monat Frankreich, wo er unter anderem mit dem Vorstandsvorsitzenden von Airbus, Guillaume Faury, zusammentraf. Dies deutet auf ein starkes Interesse Chinas an einer Vertiefung der Beziehungen zu Airbus hin. Die chinesischen Fluggesellschaften haben derzeit insgesamt 323 Flugzeuge bei Airbus bestellt, deutlich mehr als die 139 bei Boeing. Der bisher größte Einzelauftrag Chinas bei Airbus erfolgte im Juli 2022, als Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Shenzhen Airlines den Kauf von 292 Flugzeugen der A320-Familie vereinbarten. Der nun in Erwägung gezogene Auftrag könnte dieses Volumen noch übertreffen und, falls er sich der Marke von 500 Flugzeugen nähert, zu den größten jemals erteilten Aufträgen gehören. Es ist jedoch üblich,

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Debatte um Ortstaxen in Österreich: ÖHV warnt vor Preiserhöhungen

Eine Diskussion über die Erhöhung von Ortstaxen zur Sanierung von Gemeindehaushalten hat sich in Österreich entzündet. Während der WIFO-Ökonom Oliver Fritz sich im Ö1-Morgenjournal für höhere Abgaben aussprach, erteilte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) diesem Vorschlag eine klare Absage. Die ÖHV befürchtet, daß eine solche Maßnahme die Urlaubspreise im Land in die Höhe treiben und die Gäste direkt belasten würde. ÖHV-Präsident Walter Veit betonte, der Tourismus sei kein „Selbstbedienungsladen für kommunalpolitische Haushaltslöcher“. Er warnte, daß eine weitere Verteuerung des Urlaubs in Österreich die stabile Nachfrage gefährden könnte. Aktuelle Ergebnisse des Deloitte ÖHV-Tourismusbarometers zeigen, daß trotz steigender Nächtigungszahlen viele Betriebe aufgrund explodierender Kosten für Energie, Waren und Personal keine Verbesserung ihres operativen Ergebnisses erzielen. Veit argumentierte, daß eine Erhöhung der Ortstaxe im preissensiblen Segment zu einem Rückgang der Buchungen führen könnte. Er forderte stattdessen Entlastungen für die Branche und stabile Rahmenbedingungen anstelle von kurzfristigen Belastungsdebatten. Die ÖHV ist der Ansicht, daß steigende Kosten und zusätzliche Abgaben die Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Tourismus schwächen und sich negativ auf Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen auswirken könnten.

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Breeze Airways trotzt Handelskonflikten: David Neeleman spielt Zoll-Auswirkungen herunter

David Neeleman, der Geschäftsführer der amerikanischen Fluggesellschaft Breeze Airways, hat die Auswirkungen der jüngsten Handelstarife auf die Beschaffung seiner Airbus A220-300-Flotte heruntergespielt. Obwohl er einräumte, daß die Fertigung dieser Flugzeuge in Kanada derzeit aggregierte Mehrkosten mit sich bringe, sei dies eine Folge des andauernden Handelskonflikts, den die Regierung der Vereinigten Staaten mit anderen Ländern führe. In einem Gespräch mit dem Wirtschaftsdienst Bloomberg betonte Neeleman, daß die neuen Flugzeuge, die aus der Airbus-Montagelinie in Montréal-Mirabel in Kanada stammen, tatsächlich höheren Zöllen unterlägen. Dennoch sieht er das Geschäftsmodell von Breeze Airways, das auf dem Einsatz des A220 basiert, nicht grundsätzlich gefährdet und blickt mit Optimismus auf eine bevorstehende Profitabilität des Unternehmens. Der Handelskrieg und seine Komplexität für die Luftfahrtindustrie Der Ursprung der aktuellen Zollproblematik bei den A220-Flugzeugen, die ursprünglich als Bombardier CSeries entwickelt wurden, liegt in einem komplexen Handelsstreit. Dieser begann, als der amerikanische Flugzeughersteller Boeing Vorwürfe gegen Bombardier erhob, die CSeries werde durch staatliche Subventionen in Kanada ungerechtfertigt begünstigt und zu Dumpingpreisen auf dem US-Markt angeboten. Dies führte zu einer Untersuchung durch das Handelsministerium der Vereinigten Staaten und der International Trade Commission (ITC), die im Jahr 2017 hohe Zölle auf die CSeries-Flugzeuge empfahl. Um diese Zölle zu umgehen und den Zugang zum wichtigen amerikanischen Markt zu sichern, erwarb Airbus im Jahr 2018 eine Mehrheitsbeteiligung am CSeries-Programm von Bombardier und benannte das Flugzeug in A220 um. Ein wesentlicher Schritt war die Eröffnung einer zweiten Montagelinie für den A220 in Mobile, Alabama, in den Vereinigten Staaten, um die Flugzeuge für den US-Markt lokal

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