Jan Gruber

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Jan Gruber

Wien: Vier Wizz-Destinationen weniger im Sommer 2024

In der laufenden Sommerflugplanperiode 2024 müssen Wizz-Air-Passagiere auf Dubrovnik-Flüge ab Wien-Schwechat verzichten. Auch auf Nis nimmt der Carrier nicht mehr Kurs. Die erst im Vorjahr aufgenommen Destinationen Kuwait-Stadt und Dammam sind ebenfalls nicht mehr im Wizz-Air-Sommerflugplan enthalten. Diese wurden bereits vor einigen Wochen mangels Nachfrage aufgegeben. Dubrovnik und Nis gibt man höchstwahrscheinlich aufgrund des Wettbewerbs mit dem Konkurrenten Ryanair auf.

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EU und UK bannen Nordwinds Stroh-Airline Southwind Airlines

Die türkische Ferienfluggesellschaft Southwind Airlines darf künftig weder in die Europäische Union, noch ins Vereinigte Königreich fliegen. Zunächst hat die finnische Zivilluftfahrtbehörde dieses Luftfahrtunternehmen gebannt. Hintergrund: Verbindungen zur russischen Nordwind Airlines. Southwind wurde kurz nach dem von Russland gegen die Ukraine angezetteltem Krieg in regelrechtem Rekordtempo gegründet. Einige Maschinen, die zuvor von Nordwind Airlines betrieben wurden, hat man an das neue Unternehmen übergeben. Zunächst hieß es, dass der Carrier explizit gegründet wurde, um Ferienflüge zwischen der Russischen Föderation und der Türkei durchzuführen. Auch der türkische Staat leistete beim Aufbau Mithilfe, denn es wurde befürchtet, dass Turkish Airlines möglicherweise die Russland-Flüge, die als äußerst lukrativ gelten, einstellen muss, um nicht in eine Meinungsverschiedenheit mit der Europäischen Union und den USA zu kommen. Daher sollte Southwind Airlines eine Art Absicherung bilden. Es ist aber bislang zu keinen Sanktionen gegen Turkish Airlines gekommen, so dass diese auch weiterhin davon profitieren kann sowohl russische Touristen in die Türkei zu bringen als auch als Umsteigedrehscheibe für Russland-Verbindungen zu fungieren. Southwind Airlines ist mittlerweile nicht mehr ausschließlich im Russland-Türkei-Geschäft aktiv, sondern prescht auch in die Europäische Union. Damit ist nun Schluss, denn der türkische Carrier darf nicht mehr in die EU fliegen. Zunächst hatte Finnland das Unternehmen gebannt, da eine Untersuchung ergeben habe, dass Southwind Airlines nicht unter der Kontrolle der offiziellen türkischen Eigentümer stehen soll. Angeblich sollen diese lediglich als Strohmänner für die russische Nordwind Airlines fungieren. Seitens des türkischen Luftfahrtunternehmens wird dies scharf zurückgewiesen. Kurz nachdem Finnland den Bann kommuniziert hat, zog die Europäische

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Air-Schengen mit Bulgarien und Rumänien offiziell eröffnet

Seit 31. März 2024 sind Bulgarien und Rumänien – zumindest teilweise – Mitglieder des Schengen-Raums. Vorerst fallen die behördlichen Passkontrollen aber nur auf dem Luftweg weg, denn auf dem Land- und Seeweg wird weiterhin kontrolliert. Passagiere, die aus Schengen-Staaten nach Bulgarien oder Rumänien fliegen, werden künftig am Abflugort nicht mehr durch die Polizei kontrolliert. Auch an den Zielorten sind die Kontrollen am 31. März 2024 weggefallen. Dies gilt selbstverständlich auch für die umgekehrten Flugrichtungen. Derzeit profitieren nur Flugreisende davon, dass das Air-Schengen-Abkommen in Kraft getreten ist. Reist man auf dem Landweg, also beispielsweise mit dem Zug, Bus oder Auto, oder auf dem Seeweg nach Rumänien oder Bulgarien ein oder aus, werden weiterhin behördliche Grenzkontrollen durch die Polizei durchgeführt. Hintergrund ist, dass das Schengen-Abkommen derzeit nur auf dem Luftweg gilt. Es handelt sich um einen Kompromiss, den Österreich, das sich massiv gegen die Aufnahme der beiden Staaten in den Schengen-Raum, regelrecht erpresst hat. Die Regierung der Alpenrepublik vertritt die Meinung, dass sowohl Bulgarien als auch Rumänien die Außengrenzen hinsichtlich der Flüchtlinge nicht ausreichend sichern würden. Während man auf dem Landweg massive Bedenken hatte, stemmte man sich nicht gegen den Luftweg. Zwei Tage nach Inkrafttreten hat Innenminister Gerhard Karner am Dienstag den rumänischen Innenminister Cătălin Predoiu zu einem Arbeitsgespräch am Flughafen Wien getroffen. Im Anschluss informierten die beiden Minister gemeinsam mit dem Vorstand der Flughafen Wien AG, Günther Ofner, über die Auswirkungen von Schengen Air, die bereits gesetzten Maßnahmen sowie weitere Initiativen auf europäischer Ebene. „Schengen-Air unterstreicht die gute und auch notwendige

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Mavi Gök Airlines hat Antalya-Erfurt aufgenommen

Seit 31. März 2024 nimmt die türkische Ferienfluggesellschaft Mavi Gök Airlines ab Antalya auch Kurs auf den Flughafen Erfurt-Weimar. „Wir freuen uns, dass wir mit Mavi Gök eine neue Airline am Flughafen Erfurt – Weimar begrüßen können. Damit wird Antalya noch besser an Thüringen angebunden und auch die Vielfalt an Airlines und Flugtagen hat sich für die Reisenden erhöht“ so Hans-Holm Bühl, Pressesprecher der Flughafengesellschaft. Insgesamt werden in diesem Sommer 4 Fluggesellschaften von Erfurt nach Antalya fliegen. Mavi Gök verbindet Erfurt bis zu dreimal pro Woche mit der Türkischen Riviera, jeweils montags, mittwochs und sonntags.

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Lessor will Geld sehen: Mexicana fängt sich Klage in den USA ein

Der Neustart der wiederbelebten Fluggesellschaft Mexicana ist bislang äußerst holprig verlaufen. Nun hat man sich eine Klage eines U.S.-amerikanischen Leasingunternehmens eingefangen. Dieses fordert vor Gericht rund 840,9 Millionen U.S.-Dollar. Laut CH-Aviation.com soll SAT Aero Holdings mit der Beschaffung von Boeing 737-800, die anschließend an Mexicana verleast werden sollten, beauftragt. Allerdings soll es von Anfang an zu Problemen gekommen sein, denn bereits die Anzahlungen, die an die Eigentümer der Maschinen zu leisten gewesen wären, sollen nicht geflossen sein. Insgesamt geht es um zehn Maschinen, jedoch waren angeblich erst für zwei Verträge mit konkreten Zahlungsterminen unterschrieben. SAT hätte im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung mit den zehn Boeing 737-800 für Mexicana fliegen sollen. Dazu ist es aber nicht gekommen, denn laut Kläger habe sich das mexikanische Luftfahrtunternehmen um zahlreiche vereinbarte Punkte gar nicht gekümmert. Auch soll irgendwann der Kontakt komplett abgerissen sein, so dass man sich zur Einbringung der Schadenersatzklage genötigt gesehen hat. Bei Mexicana sieht man die Angelegenheit komplett anders. Man behauptet, dass SAT die vertraglich vereinbarten Leistungen in Form von Wetlease mit zehn Boeing 737-800 nicht habe liefern können. Dies hätte sich nachteilig auf die Betriebsaufnahme des neuen Staatscarriers ausgewirkt. Man ist der Ansicht, dass man Schadenersatzansprüche gegenüber SAT habe. Dem halten die U.S.-Amerikaner gegenüber, dass sich Mexicana nicht um Genehmigungen und Lizenzen gekümmert habe und dies der Grund dafür war, dass man nicht fliegen habe können. Letztlich muss dann ein Gericht entscheiden wer an wen Geld zu bezahlen hat. Die „neue Mexicana“ setzt Fluggerät ein, das zuletzt vom Militär betrieben wurde.

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Urteil: Eurowings darf nicht mehr mit CO2-neutralen Flügen werben

Die Lufthansa-Tochter Eurowings darf aufgrund eines Gerichtsurteils nicht mehr mit so genannten „CO2-neutralen“ Flügen werben. Die Deutsche Umwelthilfe hat den Carrier unter anderem wegen irreführender Werbung verklagt und in erster Instanz obsiegt. In den letzten Jahren versuchen sich verschiedene Fluggesellschaften einen besonders grünen Anstrich zu geben. Dazu zählt auch, dass man versucht Spenden für so genannte Kompensationsprojekte zu sammeln oder aber Tarife anbietet, die dies schon beinhalten. Einige Airlines der Lufthansa Group bieten als Alternative Spenden für den Ankauf von SAF an. Sonderlich viele Reisende nehmen an diesem „Ablasshandel“ aber nicht teil. Beispielsweise verkaufen sich die „Green Fares“ der Lufthansa-Netzwerk-Airlines auch weiterhin nicht sonderlich gut. Die Klage der Deutschen Umwelthilfe hat sich gegen Eurowings gerichtet. Verhandelt wurde diese vor dem Landgericht Köln, dass die betroffene Kampagne als irreführend und unlauter eingestuft hat. Die angebotenen Spendenmöglichkeiten für Kompensationsprojekte wären nicht dazu geeignet die Emissionen des Fluges tatsächlich zu kompensieren, so das Gericht. „CO2-neutral reisen. Zusammen machen wir das Fliegen nachhaltiger: CO2-Emissionen ausgleichen und abheben“, warb Eurowings. Genau diese Aussage wurde nun gerichtlich in erster Instanz untersagt. Die Deutsche Umwelthilfe sieht sich in der Ansicht, dass es sich um eine „Mogelpackung“ gehandelt habe, bestätigt. Eurowings erklärte unter anderem, dass man das Urteil bedauere. Man verweist darauf, dass sich das Gerichtsverfahren auf den Stand des Jahres 2022 bezogen hat und man zwischenzeitlich die Homepage überarbeitet hat. Dennoch prüft der Carrier, dass man das Urteil vor der nächsthöheren Instanz anfechtet.

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Deutsche Post hat nächtliche Postflüge aufgegeben

In der vergangenen Woche endete im innerdeutschen Flugverkehr eine Ära, denn die Deutsche Post AG hat die so genannten Postflüge eingestellt. Diese wurden zuletzt nächtlich von Eurowings und Tuifly ab Hannover, München und Stuttgart durchgeführt. Im September 1961 hat die damalige Deutsche Bundespost damit beginnen, dass nächtlich Briefsendungen innerhalb Deutschlands per Flugzeug befördert werden. Hintergrund war, dass das Aufkommen stark steigend war und man aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, die sich erst kürzlich geändert haben, die meisten Briefe bereits am nächsten Tag zustellen musste. Im Jahr 1996 war der Höhepunkt der Postflüge erreicht, denn rund 45 Flüge wurden nächtlich durchgeführt. Diese hatten zusammengerechnet etwa 430 Tonnen Briefsendungen an Bord. In den meisten Fällen kamen bis zuletzt normale Passagierflugzeuge zum Einsatz. Für Eurowings und Tuifly war dies ein durchaus nettes Zubrot, da die eingesetzten Jets ansonsten über Nacht geparkt gewesen wären. Es ist allgemein bekannt, dass das Briefaufkommen aufgrund technischer Entwicklungen wie Telefax und E-Mail seit vielen Jahren rückläufig ist. Die Post musste aber an den sechs Maschinen, die bis zuletzt in Nächten gechartert waren, festhalten, da man andernfalls die gesetzliche Zustellquote nicht hätte erfüllen können. Unter dem Deckmantel „Klimaschutz“ wurde dies nun gelockert, so dass die Post die Nachtflüge aufgegeben hat. Ob das Klima davon viel hat, wird sich noch zeigen. Die rund 53 Tonnen Briefpost werden nämlich seit der Einstellung der Postflüge mit Lastkraftwägen durch Deutschland gekarrt. Ein „Comeback“ der Bahnpost ist nämlich nicht vorgesehen.

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Sommer 2024: Olympic Air nimmt Thessaloniki-Naxos auf

Im Sommerflugplan 2024 wird die griechische Regionalfluggesellschaft Olympic Air im Auftrag der Muttergesellschaft Aegean Airlines auch ab Thessaloniki Kurs auf den Airport der Insel Naxos nehmen. Derzeit ist die Mittelmeerinsel mehrmals täglich mit der Hauptstadt Athen verbunden. Diese Flüge werden von Olympic Air und Skyexpress durchgeführt. Ab 2. Juni 2024 wird Aegean Airlines temporär auch ab Thessaloniki Flüge auf die Insel Naxis anbieten. Diese sollen dreimal wöchentlich mit von Olympic Air betriebenen ATR72-600 bedient werden. Vorerst ist diese Strecke bis Ende September 2024. Im Gegensatz zu den Athen-Flügen handelt es sich um ein eigenwirtschaftliches Angebot, das nicht subventioniert wird.

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Innsbruck hatte bislang eine halbe Million Fluggäste

Der Flughafen Innsbruck konnte am 27. März 2024 den Passagier Nummer 500.000 begrüßen. Dieser war auf Eurowings-Flug EW7279 in Richtung Hamburg unterwegs. Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta verabschiedete sich deshalb persönlich von Alexander, der mit Kathrin, Josephine und Karline auf dem Rückweg aus dem Winterurlaub am Flughafen Innsbruck war. Die Hamburger Familie ist großer Tirol-Fan, hat eine langjährige Verbindung zur Region und kennt sich auch bestens hier aus. „Ihr wisst schon fast mehr über einzelne Berge als ich“ stellte Pernetta lachend fest. Die sympathische Familie freute sich sehr über die herzliche Verabschiedung und die persönliche Begleitung zu ihrem Flieger: „Wir kommen nächstes Jahr ganz bestimmt wieder und freuen uns, wenn wir den Flughafen Innsbruck nutzen können.“

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Flybe-Gläubiger um 935.460 Pfund umgefallen

Das Insolvenzverfahren der ehemaligen Regionalfluggesellschaft Flybe ist nun abgeschlossen. Insgesamt 935.460 Gläubiger bleiben auf offenen Forderungen in der Höhe von 684 Millionen Pfund-Sterling sitzen. Die Auflösung des Unternehmens wurde per 18. März 2024 gerichtlich angeordnet und ist mittlerweile im Firmenbuch nachvollziehbar. Das Verfahren hat die „alte Flybe“, die in dieser Form im Jahr 2002 gegründet wurde, betroffen. Der Nachfolger (aka „neue Flybe“) ist zwischenzeitlich ebenfalls pleite, jedoch ist deren Konkursverfahren noch nicht abgeschlossen. Die „alte Flybe“ musste am 4. März 2020, also während dem Beginn der Corona-Pandemie, den Flugbetrieb einstellen und Konkurs anmelden. Ein Konsortium kaufte einige Assets aus der Masse heraus und brachte eine „neue Flybe“ an den Start. Bereits vor dem Erstflug gab es zahlreiche Probleme, die gelöst werden mussten. Letztlich war dem Nachfolger kein langes Leben beschert, denn am 28. Jänner 2023 musste Konkurs angemeldet werden. Der „Erstflug“ wurde am 13. April 2022 durchgeführt – die „neue Flybe“ hat somit weniger als ein Jahr durchgehalten. Laut Mitteilung des Gerichts entfällt die überwiegende Mehrheit der Forderungen, die im Konkursverfahren nicht bedient werden konnten, auf unbesicherte Forderungen. Zu diesen zählen auch Passagiere mit wertlos gewordenen Flugtickets. Gläubiger mit besicherten Forderungen haben zumindest einen kleinen Teil ihrer Ansprüche im Rahmen von Quoten ausbezahlt bekommen. Da das Unternehmen nun offiziell aufgelöst wurde und das Konkursverfahren abgeschlossen ist, wird es zu keiner weiteren Verteilung kommen. Das bedeutet, dass insgesamt 935.460 Forderungen im Wert von 684 Pfund-Sterling nicht mehr bedient werden. Die Gläubiger dieser gehen daher komplett leer aus.

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