Jan Gruber

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Jan Gruber

AUA klagt gegen Betriebsversammlung: Abgesagt, dennoch 150 Flüge gestrichen

Die Gewerkschaft Vida und der Betriebsrat Bord hatten angekündigt, dass am 8. März 2024 eine erneute Betriebsversammlung für das fliegende Personal der Austrian Airlines abgehalten werden soll. Dagegen hat die Lufthansa-Tochter eine Klage beim zuständigen Gericht eingebracht. Zwischenzeitlich wurde die Versammlung aber aus einem ganz anderen Grund abgesagt. Dennoch streicht die AUA rund 150 Flüge. Erst am vergangenen Freitag hielten die Arbeitnehmervertreter eine vergleichbare Veranstaltung, die schon fast traditionell in einen spontanen, symbolischen Warnstreik gemündet ist, ab. Für den 8. März 2024, also nur eine Woche später, wurde neuerlich zu einer Betriebsversammlung eingeladen. Wiens Flughafenchef Günther Ofner übte in seiner Funktion als Luftfahrt-Fachgruppenobmann der WKO heftige Kritik am Vorhaben. Eine Sprecherin von Austrian Airlines bestätigte gegenüber Aviation.Direct, dass die Fluggesellschaft eine Unterlassungsklage gegen die Abhaltung der Betriebsversammlung beim zuständigen Gericht eingebracht hat. Bedingt dadurch, dass die Arbeitnehmervertreter diese abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben haben, hat sich das Rechtsmittel quasi von selbst erledigt. Zurückgezogen wurde die Klage bislang noch nicht und eine Entscheidung des Gerichts steht ebenfalls noch aus. Auf die Frage warum Austrian Airlines gegen die Abhaltung einer neuen Betriebsversammlung klagt, antworte die Medienreferentin: „Aus Sicht des Unternehmens entspricht diese Betriebsversammlung nicht den gesetzlichen Anforderungen. Laut Gesetz ist der Hauptgrund für eine Betriebsversammlung die Information des Betriebsrates an die Arbeitnehmer. Aus Sicht des Unternehmens kann es keine nennenswerten Neuigkeiten zwischen der letzten Betriebsversammlung am 1. März und am 8. März geben, zumal die Versammlung bereits am 1. März angekündigt wurde. Weiters ist die äußerst kurzfristige Anberaumung der Betriebsversammlung nicht

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Codeshare: Eurowings und Aegean arbeiten zusammen

Im Rahmen einer Codeshare-Partnerschaft arbeiten die griechische Aegean Airlines und die Lufthansa-Tochter Eurowings künftig zusammen. Es handelt sich um eine bilaterale Kooperation. Im ersten Schritt sollen einige zwischen Deutschland und Griechenland, die von Aegean Airlines bedient werden, auch unter Eurowings-Flugnummer verfügbar gemacht werden. Selbiges soll dann auch für jene Strecken, die operativ von der Lufthansa-Tochter bedient werden, gelten. Das Angebot soll sukzessive ausgebaut werden, so dass später dann auch Zubringer bzw. Weiterflüge in Griechenland bzw. Deutschland zur Verfügung stehen sollen.

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Frankfurt: Air Dolomiti übernimmt Bordeaux-Flüge doch nicht

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Air Dolomiti eine Nonstopverbindung zwischen Frankfurt am Main und Bordeaux übernehmen soll. Dieser Plan wird nicht vollzogen. Geplant war, dass Air Dolomiti ab 1. April 2024 fünfmal wöchentlich zwischen den beiden Städten fliegen soll. Nun berichtet CH-Aviation.com, dass der italienische Carrier diese Route doch nicht von Lufthansa übernehmen wird. Vielmehr werde der Kranich-Konzern weiterhin selbst fliegen bzw. die Konzernschwester Cityline zum Einsatz kommen.

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Ancona: Skyalps bewirbt sich um zwei subventionierte Routen

Die Südtiroler Regionalfluggesellschaft Skyalps hat sich für Subventionen für den Betrieb der von Aeroitalia aufgegeben Strecken ab Ancona bewerben. Laut einem Bericht von „Alto Adige“ hat man aber nur für zwei von drei Routen ein Angebot abgegeben. Es handelt sich dabei um die Destinationen Mailand-Linate und Rom-Fiumicino. Für Neapel soll man sich nicht beworben haben. Es ist damit zu rechnen, dass die ENAC in den nächsten Tagen darüber entscheiden wird an wen der Zuschlag vergeben wird. Der Vertrag soll ab 16. März 2024 zunächst für 45 Tage bedienen und kann dann auf sieben Monate verlängert werden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Skyalps ab Mostar eine weitere Route anbieten wird. Mit Wirksamkeit zum 2. Mai 2024 wird die Regionalfluggesellschaft ab dem genannten Airport zweimal wöchentlich Kurs auf Bari nehmen.

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Ita-Übernahme: Lufthansa könnte die Lust verlieren

In Italien bereitet man sich bereits darauf vor, dass die geplante Übernahme von Ita Airways durch Lufthansa scheitern könnte. Offensichtlich ist der Kranich-Konzern nicht bereit dazu, dass man besonders große Zugeständnisse macht, um den Alitalia-Nachfolger aufkaufen zu können. Die EU-Kommission hat bereits wiederholt geäußert, dass man erhebliche Bedenken hat. Diese betreffen nicht nur den Flugverkehr zwischen Deutschland und Italien, sondern auch das Langstreckengeschäft. Dabei geht es nicht nur um die von Ita Airways bzw. der Lufthansa Group durchgeführte Flüge, sondern man hat auch Codeshare-Abkommen mit Star-Alliance-Partnern wie United Airlines im Fokus. Damit könnten die Wettbewerbshüter eine Art „Büchse der Pandora“ geöffnet haben, denn die Codeshare-Abkommen gelten als äußerst wichtig für Lufthansa. Dementsprechend ist es sehr unwahrscheinlich, dass man dazu bereit ist in diesem Bereich Zugeständnisse zu machen. Das Langstreckengeschäft zwischen Europa und Nordamerika gilt als „Brot-und-Butter-Geschäft“ der Lufthansa, denn man verdient hier wegen hoher Nachfrage sehr gut. Etwaige Zugeständnisse, die man machen müsste, um Ita Airways übernehmen zu können, würden die Firmengruppe finanziell hart treffen. Die Agentur Reuters berichtet unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person, dass jene Zugeständnisse, die Lufthansa zur Ausräumung der Bedenken der europäischen Wettbewerbshüter angeboten habe, der EU-Kommission nicht weit genug gehen sollen. Mittlerweile rechnet man in Italien damit, dass die vertiefte Prüfung ergeben könnte, dass der Deal entweder untersagt wird oder aber an so hohe Auflagen geknüpft wird, dass Lufthansa endgültig die Lust verlieren könnte. Unter vorgehaltener Hand sagt man bereits, dass Lufthansa aus dem Geschäft aussteigen werde, wenn die Kosten, die sich

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Streiktage: GDL und Verdi legen Deutschland lahm

Ab Donnerstag, den 7. März 2024 stehen Reisenden in Deutschland chaotische Tage bevor, denn die Gewerkschaften Verdi und GDL rufen zum Streik auf. Bei Lufthansa ist das Bodenpersonal zur Arbeitsniederlegung aufgerufen und bei der Deutschen Bahn die Lokführer. Es ist damit zu rechnen, dass die Reisemöglichkeiten stark eingeschränkt sein werden, denn sowohl bei der Kranich-Airline als auch bei der Deutschen Bahn dürfte es zu vielen Ausfällen kommen. Die GDL ruft ihre Mitglieder zunächst für 35 Stunden zum Streik auf und Verdi das Lufthansa-Bodenpersonal für zwei Tage. Gleichzeitig kündigte die gewerkschaftliche Vertretung der Lokführer an, dass man künftig die Arbeitsniederlegungen nicht mehr 48 Stunden vorher ankündigen wird, sondern in Wellen mit minimaler Vorlaufzeit streiken werde. Mit anderen Worten: Sofern es zu keiner signifikanten Annäherung mit der Deutschen Bahn kommt, könnte auch der aufkommensstarke Osterreiseverkehr von Streiks geprägt sein. Von den Arbeitsniederlegungen sind Angebote privater Anbieter wie Westbahn und Flixtrain nicht betroffen. Auch verkehren die Fernbusse von Flixbus planmäßig, jedoch ist im innerdeutschen Verkehr bereits jetzt eine äußerst hohe Nachfrage zu erkennen. Im Flugverkehr sind nicht nur Verbindungen der Lufthansa Group von Verzögerungen und Ausfällen betroffen, sondern auch jene von anderen Fluggesellschaften, die den Kranich mit Ground-Handling-Dienstleistungen beauftragt haben. Reisende, die am Donnerstag und/oder Freitag von/nach oder innerhalb von Deutschland unterwegs sein müssen, sollten sich regelmäßig darüber informieren, ob ihre gebuchte Flug- oder Bahnverbindung durchgeführt wird. In vielen Fällen kann es dazu kommen, dass aufgrund der Streiks keine Alternative zur Verfügung steht bzw. das mögliche Ausweichen auf Fernbusse, sofern verfügbar, wegen hoher

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ASN: Flugunfälle in Russland deutlich angestiegen

Im Jahr 2023 ist die Anzahl der Zwischenfälle im Russischen Flugverkehr deutlich angestiegen. Laut einer Auswertung des Aviation Safety Networks habe es 196 Unfälle und damit um 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor gegeben. Die Organisation führt diese exponentielle Steigerung insbesondere darauf zurück, dass es an Ersatzteilen mangeln soll. Weiters dürften westliche Hersteller keine Unterstützung leisten und keine Komponenten direkt an russische Anbieter liefern. Beachtlich ist auch, dass von den 196 Vorfällen stolze 150 Stück größere Maschinen, die auch im Passagierverkehr verwendet werden, betroffen haben. Die Organisation teilt weiters mit, dass es als Sicherheitsrisiko betrachtet werde, dass einige Airlines Ersatzteile „Marke Eigenbau“ aus dem Iran beziehen würden bzw. ihre Maschinen gleich dort warten lassen würden. Für das laufende Jahr 2024 rechnet man weiterhin mit einem Anstieg von Unfällen in der russischen Zivilluftfahrt.

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Vida und Betriebsrat rufen AUA-Personal erneut zu Betriebsversammlungen auf

Die Gewerkschaft Vida und der Betriebsrat Bord rufen das fliegende Personal der Austrian Airlines für Freitag, den 8. März 2024 neuerlich zur Teilnahme an einer Betriebsversammlung auf. Erst am vergangenen Freitag gab es eine solche, die sich gravierend auf den Flugbetrieb ausgewirkt hat: 138 Flüge sind ausgefallen. Austrian Airlines darf aus gesetzlichen Gründen die Verhandlungen über den neuen Kollektivvertrag nicht selbst führen, sondern muss sich durch die Wirtschaftskammer vertreten lassen. Rein theoretisch könnten WKO und ÖGB auch eine Vereinbarung über den Kopf des AUA-Managements hinweg abschließen, jedoch ist es sehr unwahrscheinlich, dass dies erfolgen wird. Erst am vergangenen Freitag hielten der Betriebsrat Bord und die Gewerkschaft Vida eine Betriebsversammlung für das fliegende Personal von Austrian Airlines ab. In dieser wurde über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Verhandlungen über höhere Löhne informiert. Die Veranstaltung mündete in einen spontanen, symbolischen Warnstreik. Dies hat es auch in der Vergangenheit genau in dieser Form schon gegeben. Nun sind die fliegenden AUA-Mitarbeiter am Freitag, den 8. März 2024 erneut zur Teilnahme an einer Betriebsversammlung, die von den Arbeitnehmervertretern organisiert wird, eingeladen. Es ist damit zu rechnen, dass neuerlich viele Flüge ausfallen werden. Genau dies bringt Wiens Flughafendirektor Günther Ofner in seiner Funktion als Luftfahrt-Fachgruppenobmann in der WKO regelrecht auf die Palme: „Hauptzweck einer Betriebsversammlung ist die Information über Neuigkeiten. Die Gewerkschaft Vida soll den 15.800 von der neuerlichen Störaktion betroffenen Passagieren bitte erklären, was sich binnen einer Woche so Wichtiges getan haben kann, dass sie die AUA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren muss und dabei

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Donnerstag: Verdi ruft auch Sicherheitspersonal in Hamburg und Frankfurt zum Streik auf

Zusätzlich zum Bahnstreik, zu dem die Gewerkschaft GDL ab Donnerstag, den 7. März 2024 aufruft und dem am gleichen Tag beginnenden Streik des Lufthansa-Bodenpersonals ruft Verdi an den Airports Hamburg und Frankfurt am Main auch das Sicherheitspersonal zur Arbeitsniederlegung auf. Die drei Arbeitskampfmaßnahmen führen dazu, dass Personen, die von/nach oder innerhalb von Deutschland reisen wollen, mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen haben. Das Ausweichen auf Bahnverbindungen wird wegen dem Lokführerstreik in vielen Fällen nicht möglich sein. Betroffene Reisende sollten mit ihrer Airline bzw. der Deutschen Bahn in Kontakt treten, um alternative Möglichkeiten zu prüfen bzw. – falls möglich – ihre Reisepläne verschieben.

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Leasinggeber darf Ex-Aeroflot-A320 aus Amsterdam ausfliegen

Der Leasinggeber CMB kann einen seit dem Jahr 2022 auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol festsitzenden Airbus A320 ausfliegen. Es handelt sich um eine Maschine, die zuletzt von Aeroflot genutzt werde. Der Mittelstreckenjet befand sich auf dem Weg von der russischen Hauptstadt nach Düsseldorf. Dort ist der Airbus A320 mit der Registrierung VP-BAC aber nie angekommen, denn die Lufträume wurden geschlossen. Die Maschine musste eine Sicherheitslandung in Amsterdam-Schiphol einlegen. Seither durfte das an Aeroflot verleaste Flugzeug nicht mehr starten. Dem Eigentümer, CMB Leasing, wurde es nun laut einem Bericht von Luchtvaartnieuws, gestattet das rechtmäßige Eigentum auszufliegen. Das Flugzeug wird logischerweise nicht in die Russische Föderation gebracht, sondern soll nach dem Absolvieren einiger Checks und Wartungsarbeiten an einen neuen Leasingnehmer übergeben werden.

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