Jan Gruber

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Jan Gruber

Quartalszahlen: AUA steckt tief in der Verlustzone

Bei Austrian Airlines scheinen die von den Arbeitnehmervertretern organisierten Betriebsversammlungen und Streiks finanzielle Auswirkungen zu zeigen. Das Unternehmen schrieb im ersten Quartal des laufenden Jahres einen Verlust vor Steuern und Zinsen in der Höhe von 122 Millionen Euro. Laut Erklärung der Lufthansa-Tochter liege man damit um 70 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das erste Quartal des Jahres 2023 schloss die AUA mit einem Fehlbetrag von 73 Millionen Euro ab. Eigenen Angaben nach hat man nun das zweitschlechteste Q1-Ergebnis in der Firmengeschichte eingeflogen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass das erste Quartal traditionell äußerst schwach ist und es Austrian Airlines in der Vergangenheit nur selten gelungen ist in den ersten drei Monaten eines Jahres profitabel zu fliegen. Der stark angestiegene Verlust wird seitens der AUA-Geschäftsleitung auf wiederkehrende Betriebsversammlungen und Streiks zurückgeführt. Die Streichungen sollen Kosten in der Höhe von 26 Millionen Euro verursacht haben. Weiters sollen die Buchungszahlen stark eingebrochen sein. Dies beziffert man mit Kosten von etwa zehn Millionen Euro. Für das zweite Quartal 2024 ist man wenig optimistisch, denn Austrian Airlines muss einräumen, dass viele potentielle Kunden bei anderen Anbietern buchen. Man ist der Ansicht, dass die vielen Flugausfälle, die aufgrund von Streiks und Betriebsversammlungen entstanden sind, Passagiere davon abhalten bei der AUA zu buchen. Die bislang angepeilte Gewinnmarge von fünf Prozent werde man nicht mehr erreichen können, so das Unternehmen.

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Swiss reaktiviert Tel-Aviv-Flüge

Die Fluggesellschaft Swiss hat am 16. April 2024 die Nonstopflüge zwischen Zürich und Tel Aviv (Ben Gurion) reaktiviert. Aus Sicherheitsgründen hat der schweizerische Carrier, wie die meisten anderen Airlines auch, aufgrund des Angriffs, den der Iran auf Israel durchgeführt hatte, diese Route temporär ausgesetzt. Zeitweise hat die Regierung von Israel verfügt gehabt, dass der Luftraum für ziviles Fluggerät temporär geschlossen bleibt. Eigenen Angaben nach konnten etwa 99 Prozent der vom Iran abgefeuerten Raketen und Drohnen abgewehrt werden. Swiss wird die Entwicklung der Sicherheitslage in der Nahost-Region weiterhin beobachten und sofern es erforderlich ist aus Sicherheitsgründen gegebenenfalls Flüge streichen bzw. Routen aussetzen.

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Nächster Streik droht: Vorstand will Zukunftsfähigkeit der AUA prüfen

Mit großer Mehrheit haben jene fliegenden AUA-Mitarbeiter, die in der Gewerkschaft Vida organisiert sind, das jüngste Angebot in den Verhandlungen um einen neuen Kollektivvertrag für Austrian Airlines abgelehnt. Nun stehen weitere Arbeitskampfmaßnahmen bevor, weshalb ein neuerlicher Streik nicht ausgeschlossen ist. Indes will sich der Vorstand der Fluggesellschaft in den nächsten Tagen „intensive Gedanken über die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“ machen. Bereits vor einigen Wochen stellte Generaldirektorin Annette Mann in Aussicht, dass die eine oder andere Strecke eingestellt bzw. an Konzernschwestern innerhalb der Lufthansa Group übergeben werden könnte. Nun scheint man dies genauer zu prüfen. In bislang 20 Verhandlungsrunden konnte in den Verhandlungen um einen neuen Kollektivvertrag für das fliegende Personal keine Einigung erzielt werden. Zahlreiche Betriebsversammlungen und ein Streik haben zwar für zahlreiche Flugausfälle und verärgerte Passagiere gesorgt, jedoch ist es dennoch zu keiner Annäherung gekommen. Günther Ofner nennt Vida-Voting „Fake-Abstimmung“ Laut Gewerkschaft Vida wären etwa 60 Prozent der Piloten und Flugbegleiter Mitglieder und hätten somit an der jüngsten Abstimmung teilnehmen können. WKO-Fachgruppenobmann Günther Ofner behauptet jedoch, dass allenfalls ein Viertel in der Vida wäre- Laut ihm soll die überwiegende Mehrheit der fliegenden AUA-Mitarbeiter nicht gewerkschaftlich organisiert sein. Er spricht öffentlich gar von einer „Fake-Abstimmung“. Jedenfalls hat Austrian Airlines etwa 3.500 fliegende Mitarbeiter. Laut Vida sollen 60 Prozent davon aufgrund ihrer Vida-Mitgliedschaft stimmberechtigt gewesen sein. Davon sollen sich 88 Prozent am Online-Voting beteiligt haben. Es hätten 90 Prozent der Teilnehmer das jüngste Angebot in den KV-Verhandlungen abgelehnt und sich für weitere Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen. „Mit der letzten Kommunikation der Gewerkschaft Vida wird

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Streiks brocken Lufthansa tiefrote Zahlen ein

Das erste Quartal des laufenden Jahres 2024 war für die Lufthansa Group finanziell so ganz und gar nicht erfolgreich. Im Vorjahreszeitraum wies man ein negatives Adjusted-Ebit in der Höhe vo 273 Millionen Euro aus und nun verschlechterte sich dieser Wert auf -849 Millionen Euro. Als Ursache hierfür sieht man diverse Streiks, die unter anderem in Deutschland und Österreich über die Bühne gegangen sind. In der Bundesrepublik Deutschland gab es im ersten Quartal des Jahres 2024 viele Arbeitsniederlegungen, die Auswirkungen auf den Flugbetrieb von Lufthansa hatten. Wiederholt trat das eigene Bodenpersonal in den Streik, bei Discover Airlines gab es Pilotenstreiks und sowohl beim Kranich als auch bei der Tochter Cityline legten die Flugbegleiter die Arbeit nieder. Dazu kamen häufige Aufrufe zur Arbeitsniederlegung, die das an Airports tätige Sicherheitspersonal und andere Berufsgruppen betroffen haben. Außerhalb Deutschlands ist man mit Brussels Airlines in Belgien und mit Austrian Airlines in Österreich in Tarifstreitigkeiten. Auch beim Ferienflieger Edelweiss Air brodelt es momentan. Generell könnten die häufigen Streiks unter anderem bei Lufthansa und Austrian Airlines Auswirkungen auf das Buchungsverhalten von Passagieren gehabt haben. Soweit möglich scheinen Fluggäste vermehrt auf andere Anbieter auszuweichen, da die durchaus nicht unberechtigte Sorge besteht, dass der Flug dann wegen einem Streik nicht durchgeführt werden könnte. Da auch die Bahn immer wieder bestreikt wurde, scheinen auch viele Reisepläne generell über den Haufen geworfen worden zu sein. Lufthansa beziffert den angeblichen Schaden, der durch Streiks im ersten Quartal 2024 entstanden sein soll, mit etwa 350 Millionen Euro. Der Adjusted Free Cashflow des Konzerns

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Mit A320neo: Brussels Airlines nimmt Kurs auf Fuerteventura

Im Winterflugplan 2024/25 wird die belgische Lufthansa-Tochter Brussels Airlines auch zwischen Brüssel und Fuerteventura fliegen. Der Carrier beabsichtigt diese Route ab 27. Oktober 2024 zu bedienen. Als Fluggerät sollen im Regelfall Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320neo zum Einsatz kommen. Vorerst will Brussels Airlines einmal wöchentlich zwischen der belgischen Hauptstadt und der Kanaren-Insel (vice versa) fliegen.

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USA: Pilotengewerkschaft warnt vor problematischen Trends in der Wartung

In den letzten Monaten ist es bei U.S.-amerikanischen Fluggesellschaften außergewöhnlich häufig zu Zwischenfällen, die zum Glück glimpflich verlaufen sind, jedoch potentiell gefährlich waren, gekommen. Die FAA hat United Airlines bereits unter verstärkte Aufsicht gestellt und nun warnt eine Pilotengewerkschaft. Die Allied Pilots Association vertritt hauptsächlich Flugzeugführer, die für den American-Airlines-Konzern fliegen. In einem Memorandum warnt die Gewerkschaft davor, dass es im Bereich der Wartung bei U.S.-amerikanischen Fluggesellschaften zu „problematischen Trends“ gekommen wäre. Man bezieht sich dabei weder auf United Airlines, noch auf American Airlines oder ein anderes Luftfahrtunternehmen, denn nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter soll es sich um eine generelle Problematik in der U.S.-amerikanischen Luftfahrt handeln. Alles muss immer schneller gehen und punktuell steht zu wenig Personal zur Verfügung. Dies würde zu Flüchtigkeitsfehlern führen. Als Beispiel hierfür nennt die Allied Pilots Association, dass Techniker immer wieder ihre Werkzeuge in den Flugzeugen vergessen würden. Während dies zum Beispiel auf einem Pilotensitz absolut kein Problem wäre, sieht es beispielsweise bei einem vergessenen Hammer in einem Radkasten ganz anders aus. Dies könnte einen schwerwiegenden Unfall auslösen. Problem sind nicht die Techniker, sondern die Arbeitsbedingungen Die Gewerkschaft macht aber den Mechanikern selbst gar keinen Vorwurf, denn diese müssen immer mehr Flugzeuge in kurzer Zeit in Stand setzen und die Belegschaften scheinen recht dünn aufgestellt zu sein. Es wäre menschlich, dass man mal was liegen lässt oder vergisst, aber die eigentliche Problematik liege im System: Eigentlich sollte vor dem so genannten Release nochmals alles kontrolliert werden und würde man dies gewissenhaft machen, finde man auch vergessene

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Flughafenfreunde Wien führten Flureinigung durch

Der Verein Flughafenfreunde Wien hat am 13. April 2024 wieder die alljährliche Flurreinigung rund um den Wiener Airport durchgeführt. Dabei hat man in mehreren Gruppen aufgeteilt so einige Säcke an Müll eingesammelt und entsorgt. Neben den klassischen Fundstücken wie Dosen, Plastikflaschen, Zigarettenstummel, etc wurden auch einige Kuriositäten gefunden, zB ein Headrestcover von Braathens. Neben dem guten Zweck für die Umwelt war es auch ein lustiger und erfolgreicher Vormittag für so manchen Spotter und auch der Nachwuchs hatte seinen Spaß. Nach abschließenden Gruppenfotos gab es vom Verein noch Getränke zum Ausklang. Die Müllsäcke und Handschuhe wurden vom Abfallwirtschaftsverband Schwechat kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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AUA: Günther Ofner wirft Vida „Fake-Befragung“ vor

Als „Fake-Befragung“ bezeichnet Wiens Flughafenchef Günther Ofner in seiner Funktion als WKO-Fachgruppenobmann die von der Gewerkschaft Vida organisierte Online-Befragung rund um den sich in Verhandlung befindlichen neuen Kollektivvertrag für das fliegende Personal von Austrian Airlines. Bereits seit einigen Wochen lässt Ofner, der hauptberuflich Vorstand des größten Airports Österreichs ist, als WKO-Funktionär immer wieder heftige Kritik an der Gewerkschaft Vida und am AUA-Betriebsrat Bord aussenden. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass Austrian Airlines aus gesetzlichen Gründen den Kollektivvertrag nicht selbst verhandeln und abschließen darf, sondern sich von der Wirtschaftskammer, deren Luftfahrt-Fachgruppenobmann Günther Ofner ist, vertreten lassen muss. Gleichzeitig ist die AUA der größte Airline-Kunde der Flughafen Wien AG, die Ofner gemeinsam mit Julian Jäger leitet. In den KV-Verhandlungen sind die Fronten verhärtet, denn die Arbeitnehmervertreter fordern wesentlich höhere Löhne als von der Arbeitgeberseite angeboten. Während Ofner wiederholt das jüngste Offert als „sehr gut“ bezeichnet hat, sieht man das bei der Gewerkschaft Vida gänzlich anders. AUA-Chefin Annette Mann stellte kürzlich gar in Aussicht, dass wenn sich die Arbeitnehmervertreter durchsetzen gar dazu kommen könnte, dass Austrian Airlines eine nicht näher bezeichnete Anzahl von Strecken aus wirtschaftlichen Gründen einstellen bzw. an Konzernschwestern innerhalb der Lufthansa Group, die aus ihrer Sicht wirtschaftlicher fliegen würden, abgeben muss. Diese Aussage wurde von den Betriebsräten und Gewerkschaftern durchaus als Drohung aufgefasst. Zwischenzeitlich wurden mehrere von den Arbeitnehmervertretern organisierte Betriebsversammlungen und gar Streik abgehalten. In bislang 20 Verhandlungsrunden konnte keine Einigung gefunden werden. Im ersten Quartal des laufenden Jahres 2024 hat Austrian Airlines tiefrote Zahlen eingeflogen. Dies wird

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AUA hat Austrian Airlines Technik Bratislava verkauft

Von ihrem in Bratislava ansässigen Technikbetrieb „Austrian Airlines Technik Bratislava“ hat sich die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines getrennt. Das Unternehmen wurde an Samco verkauft. Die AUA selbst hat den Verkauf nicht mitgeteilt, sondern der Käufer hat hierzu eine Pressemitteilung herausgegeben. Laut Samco soll der Standort Bratislava ausgebaut werden und sich als Kompetenzzentrum für A220, Embraer-E-Jets inklusive E2-Reihe weiterentwickeln. Zunächst sollen beide Unternehmen parallel betrieben werden, jedoch sollen potentielle Synergien gesucht werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine Fusion der Austrian Airlines Technik Bratislava mit der bestehenden slowakischen Samco-Firma vorgesehen.

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Düsseldorf: Alltours legt zusätzliche Palma-Charter auf

Der Reiseveranstalter Alltours legt ab 13. September 2024 zusätzliche Charterflüge, die von Albastar durchgeführt werden, auf. Diese führen jeweils an Freitagen von Düsseldorf nach Palma de Mallorca. Laut Mitteilung will der Tour Operator Personen, die ihre Wochenenden auf der Balearen-Insel verbringen wollen, ansprechen. Albastar wird die Charterflüge mit dem Maschinentyp Boeing 737-800 bedienen. Derzeit ist vorgesehen, dass die Durchführung bis mindestens 13. September 2024 erfolgen soll. Flugdaten:

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