Jan Gruber

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Jan Gruber

Erstattung der Taxen: Ryanair erleidet Schlappe vor dem Bundesgerichtshof

Fluggesellschaften müssen, sofern die Reise nicht in Anspruch genommen oder storniert wird, auch dann die so genannten Steuern und Gebühren erstatten, wenn diese auf der Buchungsbestätigung nicht explizit ausgewiesen werden. Dies hat der deutsche Bundesgerichtshof aufgrund einer Klage, die sich gegen Ryanair gerichtet hat, entschieden.  Einige Billigflieger, darunter Ryanair, Easyjet und Wizz Air, weisen im Zuge der Flugbuchung sowie auf der Buchungsbestätigung jene Kosten, die nur dann von der Airline abzuführen sind, wenn man tatsächlich fliegt, nicht explizit aus. Der zuerst genannte Carrier behauptet gar, dass man keine „Regierungssteuern“ zahlen würde. Das ist natürlich Unsinn, jedoch hat diese Intransparenz Kalkül.  Eine Vielzahl von Nebenkosten, beispielsweise Ticketsteuer, Fluggast- und Sicherheitsgebühr und weitere passagierabhängige Steuern, Gebühren und Abgaben fallen nur dann an, wenn der Reisende tatsächlich fliegt. Einfaches Beispiel: Passagiere bezahlen über ihre Fluggesellschaft ein Entgelt für die Nutzung von Flughafenterminals. Fliegt man nicht, so muss die Airline auch nichts an den Airport bezahlen. Selbiges gilt auch für die Sicherheitsgebühr, denn wer nicht reist, muss auch nicht durch die „Siko“. Selbst die Ticketsteuer (in Deutschland „Luftverkehrsabgabe“) wird nur dann fällig, wenn man eben kein No-Show ist.  Kassiert werden die Nebenkosten im Zuge der Bezahlung des Flugtickets. Diese sind in den Endpreis, exklusive etwaiger Extraleistungen wie Aufgabe von Gepäckstücken oder Sitzplatzreservierungen, eingepreist. Viele Carrier schlüsseln die „Steuern und Gebühren“ im Detail auf. Nicht so Billigflieger wie Ryanair, Easyjet und Wizz Air. Der Grund dafür ist ganz simpel, denn wenn man bei diesen Anbietern im Falle von Stornierungen oder „No-Show“ die „Taxen“ zurückhaben möchte,

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Winter 2023/24: Etihad fährt München-Präsenz hoch

Im Winterflugplan 2023/24 wird Golfcarrier Etihad Airways den Flugverkehr zwischen Abu Dhabi und München deutlich aufstocken. Künftig will man bis zu zehn wöchentliche Umläufe anbieten. Aus vorliegenden Flugplandaten des Carriers geht hervor, dass mit Wirksamkeit zum 21. November 2023 drei zusätzliche Rotationen pro Woche geflogen werden sollen. Überwiegend kommt der Maschinentyp Boeing 787-9 zum Einsatz. Auf einem Umlauf fliegt man allerdings mit der größeren Variante B787-10.

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Wien: Ryanair stockt Herbstangebot auf 24 Strecken auf

Während der österreichischen Herbstferien 2023 wird Ryanair ab Wien-Schwechat auf einigen Routen Zusatzflüge anbieten. Zu insgesamt 24 Destinationen legt der Carrier 67 weitere Umläufe auf, wurde mitgeteilt.  Im Winterflugplan 2023/24 wird man neu auch die Ziele Cagliari, Chania, Heraklion, Kalamata, Kos und Palermo bedienen. Bislang handelte es sich bei den genannten Destinationen um saisonale Verbindungen, die nur jeweils während den Sommerperioden angeboten wurden. Ryanair spart in der Medienmitteilung nicht mit Sticheleien gegen Austrian Airlines: “ Ryanairs größter Oktober-Flugplan von/nach Wien bietet Passagieren die größte Auswahl zu den günstigsten Preisen, wenn sie ihre wohlverdienten Herbstferien buchen. Ohne das Niedrigpreisangebot von Ryanair wären die Einwohner Wiens sowie Besucher und ihre Familien gezwungen, absurd hohe Preise bei der vermeintlichen „nationalen Fluggesellschaft“ AUA zu bezahlen“.  Die Flugplanpassungen auf einen Blick:  Banja Luka   1 WF   Kos     1 WF   Barcelona    6 WF   Malta   1 WF   Bari    2 WF   Mailand   2 WF   Catania   3 WF   Palermo    4 WF   Cagliari    2 WF   Mallorca   15 WF   Chania (Kreta)   2 WF   Paphos   1 WF   Köln   3 WF   Paris    4 WF   Faro   1 WF   Rom   3 WF   Fuerteventura    1 WF   Sevilla   1 WF   Heraklion (Kreta)   5 WF   Thessaloniki   2 WF   Amman   1 WF   Valencia    2 WF   Kalamata    2 WF   Vilnius   2 WF  „Ryanair möchte sicherstellen, dass Sie in den Herbstferien mit Ihrer Familie zu den günstigsten Tarifen und mit einer unschlagbaren Auswahl verreisen können. Wir freuen uns, unseren bereits umfangreichen Flugplan am Flughafen Wien mit zusätzlichen Strecken zu einigen unserer beliebtesten Ziele zu erweitern und sechs neue Strecken für den Winter

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Frankreich will mit höherer Ticketsteuer die Bahn subventionieren

Die französische Regierung plant Flugtickets mit Hilfe von höheren Steuern künstlich zu verteuern. Die zusätzlichen Staatseinnahmen sollen in den Ausbau der Infrastruktur der Eisenbahn investiert werden. Derzeit geht Verkehrsminister Clément Beaune davon aus, dass das Vorhaben bereits Anfang 2024 umgesetzt werden kann. Einige Regierungen, darunter auch jene von Österreich und Deutschland, haben in den letzten Jahren die Ticketsteuern zum Teil exorbitant erhöht. Dies geschieht unter dem Deckmantel des Klimaschutzes und trifft primär den Verkehr innerhalb Europas, denn die Steuern, die auf Langstreckenflüge erhoben werden, sind vergleichsweise günstig. In Frankreich will man mit den zusätzlichen Einnahmen, die aus erhöhten Steuern, die auf Flugscheine erhoben werden sollen, die Bahn quersubventionieren. Der zuletzt genannte Verkehrsträger wird unter anderem seitens selbsternannter Klimaschützer als besonders umweltfreundlich propagiert. Allerdings wird außer Acht gelassen, dass beispielsweise in Deutschland die überwiegende Mehrheit des Bahnstroms aus Braunkohlekraft stammt und in vielen Ländern ein erheblicher Anteil der Züge mit Dieselantrieb unterwegs ist. Die französische Regierung will mit der künstlichen Verteuerung von Flugtickets auch auf den Umstand reagieren, dass Airlines oftmals günstiger sind als vergleichbare Bahnfahrscheine. Doch die Pläne gehen noch viel weiter, denn Beaune will auch eine EU-weite Besteuerung von Kerosin durchsetzen. Damit reiht man sich in eine Forderung der Grünen ein. Allerdings hob er auch hervor, dass diese von allen EU-Staaten einstimmig beschlossen werden muss. Betroffen wären dann nur internationale Flüge innerhalb der Europäischen Union, denn auf Inlandsflügen fällt bereits jetzt eine Kerosinsteuer an und außerhalb der Staatengemeinschaft wäre die Besteuerung aufgrund internationaler Abkommen nur eingeschränkt bis gar nicht

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AIr Baltic bewirbt sich um Subventionen in Slowenien

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat sich im Rahmen einer neuerlichen Ausschreibung der slowenischen Regierung um Subventionen für die Aufnahme einer Nonstopverbindung zwischen Ljubljana und Riga beworben.  Laut offizieller Mitteilung des Verkehrsministeriums ist der Carrier der einzige Bewerber, der sich im zweiten Anlauf der Ausschreibung beworben hat. In der ersten Runde hatte man mit Luxair und Air Montenegro auch nicht nennenswert mehr Interessenten. Das zuletzt genannte Unternehmen hat das Angebot zwischenzeitlich zurückgezogen.  Bislang gab es keine Nonstopverbindung zwischen Riga und Ljubljana. Sollten die Verhandlungen mit Air Baltic erfolgreich sein, so könnte der slowenische Airport mit Beginn der Sommerflugplanperiode 2024 an das lettische Drehkreuz angebunden werden. 

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Kanada: Buffalo Airways hat erste Boeing 737-300 übernommen

Schon vor langer Zeit wurde es angekündigt, jedoch erst vor wenigen Tagen vollzogen: Der kanadische Oldtimer-Carrier Buffalo Airways hat am 3. August 2023 den ersten Jet eingeflottet. Es handelt sich um einen Boeing 737-Frachter, der fast 37 Jahre alt ist. Die betagte Maschine war bis 2016 bei der spanischen Swiftair im Einsatz und hat eine lange Standzeit hinter sich. Dies dürfte auch die Hauptursache dafür sein, dass sich die Übernahme durch Buffalo Airways erheblich verzögert hat. Noch unter der Registrierung 2-ESKA wurde die Boeing 737-300BDSF am 3. August 2023 von Bournemouth mit Zwischenstopps in Keflavik und Iqaluit nach Edmonton überstellt. Beim kanadischen Carrier wird dieses Flugzeug künftig die Registrierung C-FBAE tragen und ab Edmonton auf Cargoflügen zum Einsatz kommen. Die Einflottung dieser Boeing 737-300 wurde seitens des Buffalo-Airways-Geschäftsführers schon vor längerer Zeit angekündigt. Zunächst hieß es, dass die Überstellung Mitte 2022 erfolgen wird. Allerdings stellte sich heraus, dass der technische Zustand der Maschine schlechter war als ursprünglich angenommen. Aufwendige Wartungsarbeiten waren notwendig, um den betagten Mittelstreckenjet wieder fit to fly machen zu können. Die Einflottung dieser Maschine bedeutet für den kanadischen Oldtimer-Betreiber den Einstieg ins Jet-Zeitalter. Allerdings wird man im Gegenzug kein anderes Flugzeug ausflotten, sondern betrachtet die Übernahme der Boeing 737-300 als Expansionsschritt. Seinerzeits wurde mitgeteilt, dass man eine steigende Cargonachfrage registriert und entsprechend darauf reagiert. Der Unternehmensdoktrin, dass man ältere Maschinen betreibt, bleibt man aber treu, denn der Neuzugang geht auf die 37 Jahre zu.

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Cedok baut Charterangebot ab Budweis aus

Erst vor wenigen Tagen wurde am tschechischen Flughafen Budweis der erste Charterflug durchgeführt. Der Tour Operator Cedok hat bereits seine Planungen für den Sommerflugplan 2023 vorgestellt.  Man wird Charterflüge bzw. Pauschalreisen ab Budweis zu den Destinationen Antalya, Rhodos, Heraklion und neu auch Burgas und Enfindha anbieten. Die operative Durchführung soll wie in diesem Jahr durch Smartwings erfolgen. Die Anzahl der Charterumläufe hat man aber noch nicht mitgeteilt. 

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Ryanair startet neuen Anlauf gegen OTAs

Seit vielen Jahren befindet sich die Billigfluggesellschaft Ryanair im Dauerstreit mit so genannten Online-Travel-Agents, die mittels Screen-Scraping ohne Vertriebsvereinbarung Tickets des Carriers verkaufen. Das Unternehmen ist schon oft – mit unterschiedlichem Erfolg – vor Gericht gezogen.  Nun startet der Lowcoster einen neuen Anlauf, um in der Öffentlichkeit zur Direktbuchung bei der AIrline aufzurufen. Man schreibt auch unter anderem: “ Ryanair unterhält keine Geschäftsbeziehungen zu OTAs, und OTAs sind von Ryanair nicht autorisiert, ihre Flüge zu verkaufen“.  Zuletzt sorgte der Carrier mit zum Teil merkwürdigen Identifikationsverfahren von Passagieren, die über so genannte OTAs gebucht haben, für Aufsehen. Beispielsweise verlangt man ein Video-Ident-Verfahren, das in dieser Form sonst nur bei Bankdienstleistungen zum Einsatz kommt.  

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München: Der Hochseilgarten ist wieder da

Im München Airport Center, das sich zwischen den beiden Terminals befindet, steht seit 7. August 2023 wieder ein Hochseilklettergarten, der eigens für den Flughafen konzipiert wurde, zur Verfügung. Dieser kann noch bis 30. August 2023 von Interessierten genutzt werden.  Erfahrene Trainer stehen zur Verfügung, um eine Einweisung zu geben sowie die notwendige Sicherheitsausrüstung für den 15 Meter hohen und 23 Meter breiten Kletterturm bereitzustellen. Für Erwachsene ab 15 Jahren kostet eine zweistündige Klettereinheit neun Euro. Kinder bis zu 14 Jahren zahlen sieben Euro.   Kletter-Slots können über www.munich-airport.de/hoehenflug gebucht werden. Startplätze können auch vor Ort – je nach Verfügbarkeit – gebucht und bezahlt werden. Montags bis donnerstags können Besucher von 11:00 bis 18:00 Uhr im Hochseilgarten klettern. Am Freitag, Samstag und Sonntag ist der Kletterturm von 13:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Nach dem aufregenden „Höhenflug“ stehen Liegestühle zum Entspannen und kühle Getränke in der „Surf and Turf Bar“ bereit. Mit einem Kletterticket erhält man einen Euro Rabatt auf die Getränke. Die „Surf and Turf Bar“ ist Montag bis Donnerstag von 11:00 bis 20:00 Uhr sowie Freitag bis Sonntag von 12:00 bis 21:00 Uhr geöffnet.  Teilnehmer müssen mindestens 125 Zentimeter groß sein. Kinder unter 140 Zentimetern dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen klettern. Empfehlen wird festes Schuhwerk und sportliche Kleidung. Gegenstände, die aus Taschen fallen könnten, dürfen nicht mitgeführt werden. Weitere wichtige Informationen für Kletterbegeisterte finden Sie auf der Webseite www.munich-airport.de/hoehenflug. 

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Wizz Air will Kohlenstoffdioxid-Emissionen um elf Prozent reduziert haben

In einer Medienmitteilung behauptet die Billigfluggesellschaft Wizz Air, dass man im Geschäftsjahr 2023 im direkten Vergleich mit der Vorperiode den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um elf Prozent habe reduzieren können. Der Carrier tituliert sich selbst als “ Europas am schnellsten wachsende und nachhaltigste Fluggesellschaft weltweit“.  Das Unternehmen verweist auf einen konzerneigenen Nachhaltigkeitsbericht, jedoch werden die Behauptungen nicht von unabhängigen Stellen belegt. Der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß soll im laufenden Geschäftsjahr bei etwa 53,8 Gramm pro Passagierkilometer liegen. “ Dies ist das niedrigste Ergebnis, das Wizz Air jemals in einem Geschäftsjahr erzielt hat und das niedrigste Ergebnis unter dem Mitbewerb“, behauptet der Lowcoster. 

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