
Showdown in Klagenfurt: Vier Aufsichtsräte weg, keine Löhne für Beschäftigte
Am Klagenfurter Flughafen überschlagen sich im Streit zwischen Mehrheitseigentümer Lilihill und der öffentlichen Hand die Ereignisse. Mittlerweile wurde nicht nur Liliair mehr oder weniger abgeblasen, sondern die Löhne und Gehälter der Beschäftigten können neuerlich nicht pünktlich ausbezahlt werden. Zuvor gab es in einer Aufsichtsratssitzung, die am Donnerstag unterbrochen werden musste, zu einer heftigen Unstimmigkeit bezüglich des Vertrages, den die Geschäftsleitung des Airports mit Liliair abgeschlossen hat. Dieser benötigt die Freigabe durch das Aufsichtsgremium, jedoch wurde diese versagt. Öffentlich übten einige Aufsichtsräte Kritik an der Vorsitzführung durch den ehemaligen AUA-Geschäftsführer Peter Malanik. Dieser soll – so die Behauptungen der Kritiker – regelrecht auf Zuruf der anwesenden Flughafengeschäftsführer durch die Sitzung geführt haben. Letztlich kam es zu einer Unterbrechung. Am Freitag ist es dann zum ersten Eklat gekommen. Die von Lilihill nominierten Aufsichrtsräte Peter Malanik (Vorsitzender), Kay Kratky und Dieter Kandlhofer haben ihre Mandate niedergelegt. Auch der von der K-BV nominierte Gilbert Isep ist zurückgetreten. Auf letzteren reagierte bereits Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber und kündigte an, dass in Kürze ein Ersatzmitglied entsandt wird. Seitens Lilihill heißt es unter anderem: „Die Niederlegung der Funktionen ist ein notwendiger Schritt, da in der momentanen Zusammensetzung des Aufsichtsrats keine Basis der konstruktiven Zusammenarbeit für die Entwicklung des Airport Klagenfurt gegeben sei. Hinsichtlich der Verstöße gegen die Verschwiegenheit durch einzelne Mitglieder des Aufsichtsrats werde man rechtliche Schritte prüfen. Die ausscheidenden Mitglieder bedauern, dass durch die neuerliche Blockade erneut wichtige Entscheidungen verhindert wurden und die Gesprächsbasis nachhaltig beschädigt wurde“. Mitarbeiter sollen Löhne und Gehälter erneut „verspätet“ bekommen Lilihill spielt




