Jan Gruber

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Jan Gruber

Kapazitätsreduktion in Amsterdam: KLM fordert alternative Lösung

Der Flughafen Amsterdam-Schiphol gilt derzeit als das „Chaos-Epizentrum“ der europäischen Luftfahrt. Die Kapazitäten sind beschränkt und geht es nach der Regierung soll auch kein weiteres Wachstum an diesem Airport möglich sein. Das hängt jedoch nicht mit dem aktuellen Personalmangel zusammen. Die Niederlande wollen aus „Umweltschutzgründen“ die Nutzung des Flughafens Schiphol „einfrieren“, so dass kein weiteres Wachstum möglich sein wird. Dies trifft Homebase-Carrier KLM besonders hart, denn man unterhält hier das Drehkreuz. Die Regierung will die Anzahl der Flugbewegungen bis Ende 2023 für mindestens fünf Jahre von 500.000 auf 440.000 Stück reduzieren. Zugelassen werden dann nur noch 29.000 nächtliche Flüge. Auch bringt man neuerlich den umstrittenen Flughafen Lelystad ins Gespräch. Dieser ist ein regelrechter Zankapfel der inländischen Politik, denn der Ausbau ist weit vorangeschritten, jedoch stemmen sich Anrainer, Gemeinden, Umweltschützer und einige Politiker gegen die Inbetriebnahme als Entlastungsairport für Amsterdam-Schiphol. Die ursprüngliche Überlegung war, dass Charter- und Lowcostflüge nach Lelystad umziehen sollen. So sollte der größte Flughafen der Niederlande entlastet werden. Ob der „neue“ Flughafen Lelystad jemals in der angedachten Form in Betrieb gehen wird, ist völlig offen. Zahlreiche Verfahren sind sind anhängig. Die Reduktion der Kapazität am Flughafen Amsterdam-Schiphol wird von KLM äußerst kritisch gesehen und man fordert von der Regierung alternative Maßnahmen zu prüfen. Dabei argumentiert man auch damit, dass man sich mitten in einer Flottenerneuerung befindet und diese auch dazu beitragen wird, dass Lärm- und Kohlenstoffdioxid-Emissionen zurückgehen werden. Im Positionspapier, das man an die Abgeordnetenkammer übermittelt hat, ist unter anderem zu lesen, dass man bei Umsetzung der Regierungspläne

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Wien: Ryanair legt Palma-Zusatzflug am 1. November 2022 auf

Die Fluggesellschaft Ryanair legt aufgrund hoher Nachfrage am 1. November 2022 ein zusätzliches Kurspaar zwischen Wien und Palma de Mallorca auf. Hintergrund ist auch, dass der planmäßige Flug FR489 (Palma-Wien) bereits ausgebucht ist. Die Sonderflüge werden als FR9460 (Wien-Palma) bzw. FR9461 (Palma-Wien) mit in Österreich stationiertem Airbus A320 von Lauda Europe durchgeführt. Der Hinflug verlässt die Hauptstadt gegen 15 Uhr 15 und wird Mallorca um 17 Uhr 40 erreichen. Der Airbus A320 von Lauda Europe wird in Palma gegen 18 Uhr 15 abheben und Wien um 20 Uhr 45 erreichen. Derzeit zeigt sich preislich ein durchaus kurioses Bild: Der Hinflug FR9460 war am Nachmittag des 7. Oktober 2022 zum Preis von 16,99 Euro im Verkauf. Für den Rückflug FR9461 wurden 186,99 Euro verlangt. Dieser Umstand dürfte daran liegen, dass am 1. November 2022 in Österreich ein Feiertrag ist und dieser auch als Rückreisetag genutzt wird. Die Folge daraus ist, dass in Richtung Palma die Nachfrage deutlich niedriger ist als in Richtung Wien.

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Österreich ins Leitungsorgan der ICAO gewählt

Nach rund 15 Jahren „Abwesenheit“ ist Österreich wieder im Leitungsgremium der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO vertreten. Die Generalversammlung wählte Christian Schleifer mit deutlicher Mehrheit in den Rat. Schleifer ist österreichischer Vertreter bei der ICAO und verfügt über langjährige Erfahrung im Luftfahrtbereich und wurde als Kandidat der Abis Gruppe (Belgien, Irland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Schweiz) nominiert. Als Spezialorganisation der Vereinten Nationen (UN) ist die ICAO für die Grundlagen und Weiterentwicklung der Internationalen Zivilluftfahrt zuständig.  Österreich hatte zuletzt vor 15 Jahren einen Sitz im Leitungsgremium der ICAO. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Generalversammlung den Vertreter der Russischen Föderation aus dem Verwaltungsrat „abgewählt“ hat. Russland konnte nicht ausreichend Stimmen für die Wiederwahl in den ICAO-Rat bekommen. Die ICAO, der 193 Staaten angehören, gilt als einer der wichtigsten Akteure der globalen Luftfahrt. Bei der Wahl am ersten Oktober wurde Österreich nach 15 Jahren wieder in den Rat der Organisation gewählt und stellt bis 2025 eines der insgesamt 36 Mitglieder. Damit hat Österreich direkten Einfluss darauf, dass Sicherheit, Umwelt und neue Technologien ganz oben auf der Tagesordnung bleiben. Insbesondere Umweltthemen werden in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt darstellen.

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Easyjet stellt Berlin-Innsbruck ein

Der Billigflieger Easyjet wird entgegen vormaliger Ankündigungen die Nonstop-Strecke zwischen Berlin und Innsbruck nicht reaktivieren. Der Verkauf von Flugscheinen für den Sommerflugplan 2023 wurde bereits eingestellt. Damit wird man im Sommer 2023 nicht von Berlin aus in Tirol präsent sein. Der Lowcoster reduziert die Präsenz auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg deutlich. Im Sommer 2023 wird man dem aktuellen Stand der Dinge nach nebst Innsbruck auch die Ziele Athen, Bastia, Cagliari, Kefalonia, Köln/Bonn, Göteborg, Helsinki, Mykonos, Santorin, Mailand-Malpensa, Marseille, La Palma, Lamezia Terme und Marrakesch nicht mehr anbieten. Man wird ab dem BER mit elf stationierten Flugzeugen tätig sein. Weiters werden zahlreiche Umläufe „out of Base“ bedient. Die österreichischen Ziele Wien und Innsbruck werden gestrichen. Derzeit gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass eine Wiederaufnahme der beiden Routen in absehbarer Zukunft erfolgen könnte. Easyjet wird im Sommerflugplan 2023 dem heutigen Informationsstand nach von Berlin aus weder in Wien noch in Innsbruck präsent sein. Während der Winterflugplanperiode 2022/23 wird Austrian Airlines einzelne Umläufe zwischen Berlin und Innsbruck durchführen.

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Wizz Air schließt Sarajevo-Basis: Zahlreiche Deutschland-Strecken fallen weg

Der Billigflieger Wizz Air macht die erst im Vorjahr eröffnete Basis Sarajevo mit Ende Oktober 2022 dicht. Die Schließung hat zur Folge, dass einzige Routen zwischen Deutschland und der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina eingestellt werden. Auch Basel-Mulhouse ist betroffen. Im Mai 2021 eröffnete Wizz Air in Sarajevo eine Basis. Nach Tuzla handelte es sich um die zweite Station in Bosnien-Herzegowina. Ende Oktober 2022 ist schon wieder Schluss, denn man zieht sich aus der Hauptstadt weitgehend zurück. Lediglich zwei Strecken werden verbleiben. Man verlagert die bislang ab Sarajevo vorgehaltene Kapazität zumindest teilweise nach Tuzla, jedoch bekommt man dort mit Beginn der Winterflugplanperiode 2022/23 Konkurrenz von Erzrivale Ryanair. Dortmund, Memmingen, Hahn, Hamburg und Saarbrücken in Deutschland betroffen Mit Ausnahme der Verbindungen nach Abu Dhabi und London-Luton wird man alle anderen Strecken einstellen. Die beiden genannten Routen werden nicht von Wizz Air Hungary, sondern von Wizz Air Abu Dhabi bzw. Wizz Air UK bedient. Von der Basis-Schließung betroffen sind folgende Ziele in Deutschland, die nicht mehr angesteuert werden: Dortmund, Memmingen, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Hamburg und Saarbrücken. Die zuletzt genannte Destination hat man erst am 14. Juni 2022 aufgenommen. Weiters fallen die Flüge zwischen Sarajevo und Basel, Kopenhagen, Eindhoven, Göteborg, Charleroi, Beauvais, Skavsta, Malmö, Billund, Sandefjord und Treviso weg. Die Schließung der Basis Sarajevo zeichnete sich bereits seit einigen Monaten ab. Wizz Air hat in mehreren Schritten das Angebot stark zurückgefahren und einige Routen bereits ausgesetzt. Auch hat man einen der stationierten Airbus A320 bereits abgezogen. Passagiere sollten bei der Buchung von Wizz-Air-Tickets nach Bosnien-Herzegowina nun

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Condor übernimmt ersten A330neo im Spätherbst 2022

Die Ferienfluggesellschaft Condor wird in Kürze den ersten Airbus A330neo übernehmen. Der exakte Termin steht noch nicht fest, jedoch soll es laut einer Sprecherin definitiv noch im Spätherbst 2022 so weit sein. Auch die ersten Strecken, auf denen die Airline den Neuzugang einsetzen wird, stehen bereits fest. Condor ersetzt die in die Jahre gekommene Boeing 767-Flotte sukzessive durch werksneue Airbus A330neo. Übergangsweise hat man einige A330-200 geleast, um die Crews auf das neue Muster vorbereiten zu können. Ursprünglich war angekündigt, dass im Herbst 2022 der erste A330neo in die Flotte aufgenommen wird. Dabei bleibt es laut einer Sprecherin: „Wir erwarten das erste Flugzeug im Herbst, wenn auch erst im Spätherbst, sodass der Erstflug noch in diesem Jahr stattfinden soll“. Unmittelbar nach der Übernahme wird man den Neuzugang noch nicht auf die Linie schicken. Branchenüblich werden noch Checks und Vorbereitungen gemacht und dann geht es auch schon los. Die ersten Strecken, auf denen Condor planmäßig mit A330neo fliegen wird, stehen schon fest. Lediglich die Termine für die ersten Einsätze sind noch nicht final, so dass das Unternehmen dazu auch noch keine näheren Details erklären möchte. „Die ersten Flüge des A330neo werden in Richtung Dominikanische Republik (Punta Cana), USA (Seattle) und Indischer Ozean (Mauritius) starten“, so die Condor-Medienreferentin. Nähere Einzelheiten, beispielsweise Ankunft der ersten Maschine auf der Homebase Frankfurt am Main oder exakte Termine der Streckenersteinsätze, sind noch nicht final, jedoch wird es nicht mehr sonderlich lange dauern. Bereits vor ein paar Wochen hat man damit begonnen im Winterflugplan 2022/23 den Maschinentyp

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Chaos in Amsterdam: Tui Airlines Nederland verlegt Flüge nach Brüssel

Der Flughafen Amsterdam-Schiphol ist in den letzten Tagen erneut aufgrund langer Wartezeiten in die Schlagzeilen geraten. Tui Airlines Nederland reagiert nun und verlegt einige Ferienziele temporär nach Brüssel. In einer Erklärung gibt das Unternehmen an, dass der Grund für diese Entscheidung in den enorm langen Wartezeiten am Flughafen Schiphol liegt. Aufgrund von Personalmangel müssen Passagiere am niederländischen Airport zum Teil stundenlang vor den Sicherheitskontrollen warten. Es kommt nicht gerade selten vor, dass die Reisenden deswegen nicht rechtzeitig am Gate erscheinen können. Bislang haben alle vom Flughafen Schiphol gesetzten Maßnahmen keine Lösung des Problems gebracht. Tui Airlines Nederland wird einige Destinationen temporär nach Belgien zum Flughafen Brüssel verlagern. Konkret handelt es sich um die Flugverbindungen nach Kos, Teneriffa, Palma de Mallorca, Kreta und Gambia. Diese sollen ab 10. Oktober 2022 bis mindestens 31. Oktober 2022 ab dem belgischen Airport durchgeführt werden. Betroffene Passagiere sollen seitens der Fluggesellschaft kontaktiert werden.

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Air Serbia kehrt nach Luqa zurück

Nach längerer Abwesenheit will die Fluggesellschaft Air Serbia mit Beginn der Winterflugplanperiode 2022/23 wieder den maltesischen Flughafen Luqa ansteuern. Vorerst sind zwei Umläufe pro Woche geplant. Air Serbia hatte die Strecke Belgrad-Luqa zuletzt bis Jänner 2020 im Programm. Seither ruht diese Route. Ab 31. Oktober 2022 will man wieder zweimal wöchentlich fliegen. Als Fluggerät sollen Maschinen des Typs Airbus A319 eingesetzt werden. Aus den vorliegenden Flugplandaten geht hervor, dass Air Serbia an den Verkehrstagen Montag und Freitag fliegen wird. Die Kurspaare JU892/JU893 sollen jeweils nachmittags durchgeführt werden. An der Homebase Belgrad werden Umstiege auf zahlreiche andere Air-Serbia-Flüge angeboten.

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Personaldienstleister sucht Mitarbeiter für die AUA: Das steckt dahinter

Über den Personaldienstleister Manpower sucht Austrian Airlines derzeit einige neue Mitarbeiter in den Bereichen Office und Station. Bewerbungen für diese Positionen sind nicht an die Fluggesellschaft, sondern an eine E-Mail-Adresse des Dienstleisters zu richten. Die Anstellungen erfolgen aber direkt bei der AUA, wie eine Sprecherin bestätigte. In der österreichischen Luftfahrt standen bislang die nicht mehr existierenden Airlines Niki und Laudamotion für Leiharbeit. Der Nachfolger Lauda Europe hat zahlreiche Mitarbeiter, die über Crewlink angestellt sind, im Einsatz. Andere Anbieter, beispielsweise Austrian Airlines und Wizz Air, nutzen derzeit kein Personalleasing. Bei der AUA soll das auch so bleiben. Doch warum sucht dann Manpower nach Mitarbeitern für die Lufthansa-Tochter? Laut Austrian Airlines steckt dahinter, dass man diese Firma als Dienstleister für die Suche nach potentiellen neuen Beschäftigten beauftragt hat. Die Anstellungen sollen direkt bei der Fluggesellschaft. Es handelt sich also um keine Jobs in Leiharbeit. Dazu erklärte eine AUA-Sprecherin gegenüber Aviation.Direct: „Austrian Airlines beschäftigt keine Leiharbeiter. Wie durch alle Branchen hindurch, verspüren auch wir als Austrian Airlines aktuell einen sehr hohen Bedarf an Fachkräften für zu besetzende Stellen bei uns im Unternehmen. Für diesen derzeitigen Peak an Rekrutierungen arbeiten wir mit der Firma Manpower zusammen, die uns im Rekrutierungsprozess bzw. in der Vermittlung von qualifizierten Bewerbern unterstützt“. Auf die explizite Frage, ob man ausschließen kann, dass es sich bei den ausgeschriebenen Stellen, bei denen Manpower mit der Personalsuche beauftragt ist, um keine Leiharbeit handelt, antwortete die Medienreferentin: „Ja, das können wir bestätigen. Die Anstellungen erfolgen direkt bei uns als Austrian Airlines“.

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Verschleppte Erstattungen: Blue Air kassiert weitere Geldstrafe

Die finanziell schwer angeschlagene Billigfluggesellschaft Blue Air kassierte seitens der nationalen Verbraucherschutzbehörde Rumäniens eine weitere Geldstrafe. Der Carrier muss umgerechnet knapp über zwei Millionen Euro bezahlen, weil man erneut die Erstattung von Flugtickets verschleppt hat. Es ist nicht das erste Mal, dass Blue Air wegen massiv verzögerter bzw. bis dato nicht durchgeführter Rückzahlung von Ticketgeldern abgesagter Flüge ein Bußgeld kassiert. Das Unternehmen wurde bereits mit einer Geldstrafe belegt, weil man es in der Vergangenheit mit der einwöchigen Erstattungsfrist nicht genau genommen hat. Diesmal betrifft der Zeitraum, für den man sanktioniert wird, die Zeit zwischen 15. Juni und 30. August 2022. Die Verbraucherschutzbehörde wirft dem Unternehmen vor, dass man die siebentägige Erstattungsfrist bei gestrichenen Flügen neuerlich absichtlich missachtet haben soll. Auch wirft man dem Carrier vor, dass ein Zusammenhang zwischen diesem Verhalten und der desaströsen Finanzlage besteht. Blue Air musste kürzlich sämtliche Linienflüge einstellen. Zunächst hieß es, dass man nur wenige Tage am Boden bleibt, jedoch verlängerte man die „Pause“ dann bis 10. Oktober 2022. Zwischenzeitlich gab das Unternehmen selbst bekannt, dass man auf unbestimmte Zeit nicht auf eigene Rechnung fliegen kann. Im Wetlease ist man momentan für Aeroitalia unterwegs, um zumindest kleine Einnahmen in die klammen Kassen bekommen zu können.

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