Jan Gruber

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Jan Gruber

Russische Airlines schulden Lessor ALC pro Quartal 18 Millionen U.S.-Dollar

Die Air Lease Corporation kommt derzeit nicht an die Leasingraten jener Flugzeuge, die russische Carrier entgegen wiederholter Aufforderungen nicht zurückgeben. Laut aktueller Finanzzahlen des Lessors verliert man dadurch rund 18 Millionen U.S.-Dollar pro Quartal. In der Theorie bezahlen die russischen Fluggesellschaften auch weiterhin ihre Leasingraten. Die Regierung der Russischen Föderation hat festgelegt, dass diese in Rubel auf so genannte C-Konten einzubezahlen sind. Das Geld könne jederzeit von den Leasinggebern abgerufen werden. Das ist aber aufgrund der Sanktionen nicht möglich und in dieser Form auch nicht in den aufgekündigten Verträgen vereinbart. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Flugzeugeigentümer zunehmend an ihre Versicherungen wenden und von diesen Entschädigungen sehen wollen. Öffentlich bekannt wurde, dass ein U.S.-amerikanischer und ein irischer Leasinggeber bereits Klagen gegen ihre Assekuranzen eingebracht haben, weil diese nicht bezahlen wollten. Es ist damit zu rechnen, dass ein regelrechter Tsunami an Klagen auf die Versicherungsbranche zukommen wird. Es geht um einen dreistelligen U.S.-Dollar-Milliardenbetrag. ALC hat momentan 20 Maschinen in Russland „festsitzen“. Formell wurden diese zum 31. März 2022 aus der Konzernflotte entfernt. In diesem Zusammenhang wurde eine Sonderabschreibung in der Höhe von rund 802,4 Millionen U.S.-Dollar vorgenommen. Vor wenigen Wochen konnte man erreichen, dass eine Boeing 737-Max-8 zurückgegeben wurde. Man rechnet aber nicht damit, dass weitere Flugzeuge folgen werden. Derzeit kommt die ALC an 20 eigene Maschinen sowie an sechs im Auftrag von Kunden verwaltete Flugzeuge nicht heran. Diese befinden sich in der Russischen Föderation und werden von den Leasingnehmern nicht zurückgegeben. Da die Raten nicht mehr an die

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Air Serbia: Regierung rechnet mit sieben Millionen Euro Gewinn

Die serbische Regierung rechnet damit, dass Air Serbia in diesem Jahr einen Gewinn in der Höhe von etwa sieben Millionen Euro schreiben wird. Der Staat ist Mehrheitseigentümer der Fluggesellschaft, die sich selbst bezüglich der Finanzzahlen zurückhaltend zeigt. Gegenüber der Tageszeitung „Denik N“ sagte Firmenchef Jiri Marek, dass die Sommersaison 2022 sehr erfolgreich war, jedoch möchte er keine Prognose abgeben, weil die Treibstoffkosten und die Inflation stark gestiegen sind. Er bleibe jedoch optimistisch, dass es gelingen kann in die schwarzen Zahlen zu fliegen. Gleichzeitig vergleicht er das Geschäftsmodell von Air Serbia mit jenem von Air Baltic. Dem Mitbewerber wäre es gelungen die Kosten auf das Niveau von Billigfluggesellschaften zu senken. Das wolle auch Air Serbia erreichen, aber den Passagieren an Bord ein Full-Service-Produkt anbieten. Großbestellungen bei Flugzeugherstellern schließt der Manager aber aus.

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Stuttgart: Air France-KLM-Passagiere können neue Airport Lounge nutzen

Am Stuttgarter Flughafen steht Passagieren von Air France-KLM nun die neue „Airport Lounge“ zur Verfügung. Kostenlosen Zutritt haben Reisende der Business-Class sowie Fluggäste mit SkyTeam Elite-Plus-Status. Der neue exklusive Wartebereich wird vom Flughafen Stuttgart angeboten und steht grundsätzlich allen Passagieren gegen Bezahlung offen. In der Vergangenheit unterhielt Air France-KLM auch eine eigene Lounge für ihre Reisenden mit Business-Class-Ticket und/oder entsprechender Status-Karte. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde diese aber abgeschafft. Generell wurden die Lounges am größten Airport Baden-Württembergs neu organisiert. Der Flughafen bietet nun mit der Airport Lounge, die sich im Terminal 3 nach der Sicherheitskontrolle auf Ebene 4 befindet, eine so genannte Bezahl-Lounge an. Diese kann mit diversen Karten und Tickets von Airlines, mit denen ein Vertrag beseht, kostenfrei genutzt werden. Alternativ muss man 29,50 Euro pro Person bezahlen. Die Airport Lounge ist rund 150 Quadratmeter groß und bietet 42 Reisenden Sitzplätze. Angeboten werden Getränke, Snacks und WLAN. Das Speisenangebot soll sich nach der Tageszeit richten und überwiegend Produkte von regionalen Lieferanten umfassen.

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European Air Charter: McDonnell-Douglas-MD82-Ausflottung ist nicht fix

Das bulgarische Luftfahrtunternehmen European Air Charter ist einer der letzten europäischen Betreiber der McDonnell Douglas MD-82. In den letzten Wochen machen Gerüchte die Runde, dass die heckgetriebenen Jets schon rasch die Flotte verlassen sollen. European Air Charter betreibt derzeit eine Flotte, die sich aus 16 Maschinen zusammensetzt. Dabei handelt es sich um je acht Airbus A320 und McDonnell Douglas MD-82. Das Durchschnittsalter der beiden Teilflotten unterscheidet sich nur unwesentlich. Die Maschinen des europäischen Herstellers sind im Schnitt 27,8 Jahre alt und jene von McDonnell Douglas 30,2 Jahre. Mit MD82 ist man im Auftrag von Tui unter anderem ab Linz und Graz aktiv. Auf Anfrage wollte European Air Charter nicht bestätigen, dass man sich von den McDonnell-Douglas-Flugzeugen trennen wird. Man konnte aber auch noch keine Auskunft darüber geben, ob und wenn ja mit wie vielen MD-82 man im Sommer 2023 fliegen wird. Auch zu einem theoretisch möglichen Nachfolgemuster äußerte sich das Unternehmen nicht. Ein Sprecher erklärte lediglich: „Die Flugplanung der European Air Charter für nächstes Jahr ist allerdings noch nicht finalisiert, so dass dazu derzeit noch keine Aussage getroffen werden kann“.

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Ryanair rechnet mit bis zu 1,2 Milliarden Euro Gewinn

Die Ryanair Group rechnet damit, dass man im laufenden Geschäftsjahr, das am 1. April 2022 begonnen hat, einen Gewinn von zumindest einer Milliarde Euro schreiben wird. Firmenchef Michael O’Leary rechnet nicht damit, dass sich die jüngsten Teuerungen nachteilig auswirken werden, da die Passagiere verstärkt zu Discountern tendieren würden. Das Unternehmen prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr rund 168 Millionen Passagiere. Damit korrigiert man die bisherige Prognose von 166,5 Millionen Fluggästen nach oben. Im ersten Halbjahr konnte man einen bereinigten Gewinn in der Höhe von 1,37 Milliarden Euro einfliegen. Im Vorjahreszeitraum hatte man einen Verlust von 48 Millionen Euro. Das Finanzergebnis von Ryanair, das am Montag verkündet wurde, liegt über dem Niveau, das man vor der Pandemie hatte. Michael O’Leary erklärte in sehr langen Statements, dass er der Ansicht ist, dass die potentiellen Passagiere aufgrund der allgemeinen Teuerungen verstärkt auf Billigflieger zurückgreifen würden. Er nannte als Beispiel, dass im Alltag viele Menschen häufiger bei Lidl, Aldi und Ikea einkaufen würden und das Verhalten in der Luftfahrt vergleichbar wäre. Man würde daher in der laufenden Winterflugplanperiode 2022/23 ein gegenüber der Vor-Coronazeit um zehn Prozent erhöhtes Angebot haben. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres beförderte die Ryanair Group rund 95,1 Millionen Passagiere. Damit konnte man gegenüber dem Vorjahreszeitraum das Aufkommen verdoppeln. Die Auslastung habe sich von 79 Prozent auf 94 Prozent verbessert. Der Umsatz wurde mit 6,6 Milliarden Euro kommuniziert. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einem Gewinn zwischen einer und 1,2 Milliarden Euro.

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Prag: Eurowings Europe Ltd. übernimmt Hurghada und Marsa Alam

Die maltesische Fluggesellschaft Eurowings Europe Ltd. wird im Winterflugplan 2022/23 ab Prag zwei Ägypten-Strecken mit Airbus A320 bedienen. Diese werden ab 26. November 2022 bzw. 3. Dezember 2022 angeboten. Nach Marsa Alam geht es jeweils am Verkehrstag Samstag als EW4258/EW4259. Hurghada soll ab 3. Dezember 2022 ebenfalls an Samstagen bedient werden. Die Flugnummern lauten EW4260/EW4261. Ursprünglich sollte das zuletzt genannte Ziel bereits ab 5. November 2022 ab Prag angeboten werden. Selbiges gilt auch für Marsa Alam, wobei dieses vormals mit Airbus A319 geplant war.

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Sommer 2023: Swiss nimmt Genf-Hamburg auf

Ab Ende März 2023 wird Swiss eine Nonstopverbindung zwischen Genf und Hamburg anbieten. Diese soll vorerst viermal wöchentlich bedient werden. Ab Ende März 2023 fliegt Swiss jeden Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag nonstop von Hamburg nach Genf. Abflugzeit ab Hamburg ist jeweils um 17:20 Uhr mit Ankunft rund 1:45 Stunden später in Genf. Die Strecke wird mit einem Airbus des Typs A220-300 bedient. „Dass Swiss schon jetzt eine neue Strecke für den kommenden Sommer ankündigt, freut uns sehr. Mit der Wiederaufnahme der Verbindung zwischen Hamburg und Genf steigt unser Angebot an Direktzielen weiter. Neben Urlaubenden zieht das Genfer Bankenviertel auch viele Geschäftsleute in die Stadt. Dank der geplanten Frequenz von vier wöchentlichen Verbindungen ist Genf schnell und zuverlässig ab Hamburg erreichbar“, sagt Dirk Behrens, Leiter Aviation am Hamburg Airport.

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700 Teile: Deutsche Regierung lässt A350-900-Kabinenausrüstung versteigern

Die deutsche Regierung lässt von der bundeseigenen Verwertungsgesellschaft Vebeg GmbH rund 700 Teile von zwei Airbus A350-900 versteigern. Interessierte können unter der Losnummer 2245480.001 bis zum 10. November 2022 13 Uhr 00 mitbieten. Vor einiger Zeit hat Deutschland zwei Langstreckenflugzeuge dieses Typs angeschafft. Diese werden von der Luftwaffe betrieben und als Regierungsjets eingesetzt. Vor dem Ersteinsatz wurden die Kabinen von Lufthansa Technik umgebaut. Während diesem Vorgang wurde die Standard-Kabinenausrüstung entfernt und durch eine VIP-Version nach den Wünschen der deutschen Regierung ersetzt. Nun veräußert die bundeseigene Vebeg GmbH die nicht mehr benötigten, aber noch neuen, Teile der Kabinenausrüstung gegen Höchstgebot. Insgesamt geht es um 350 Gegenstände pro Flugzeug, also insgesamt 700 Teile. Zu diesen zählen beispielsweise die Galleys, Kabinentrennwände, SIdewalls und vieles mehr. Eine genaue Auflistung der Auktionsware ist unter diesem Link im PDF-Format zur Einsicht bereitgestellt. Interessierte können sich für etwaige Besichtigungen an Lufthansa Technik Hamburg wenden. Dort ist laut Auktionator die Ware eingelagert. Nähere Details und Kontaktdaten finden sich direkt bei der Vebeg GmbH unter diesem Link. Die Vorgehensweise der deutschen Regierung wirft auch zahlreiche Fragen auf, denn die Umrüstung der beiden Airbus A350-900 war nicht gerade billig. Zahlreiche Komponenten, darunter beispielsweise die Galley, hätte man durchaus auch in der Konfiguration als Regierungsflugzeug verwenden können. Offensichtlich war diese aber nicht luxuriös genug, weshalb so ziemlich alles, das ab dem Airbus-Werk verbaut war, durch VIP-Gegenstände ersetzt wurde. Die Kosten hierfür hatte der Steuerzahler zu tragen. Wie viel die Auktion der über 700 nicht mehr benötigten, aber brandneuen Teile einspielen wird,

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Zürich: Chair Airlines tauscht Airbus A319 gegen A320

Die Ferienfluggesellschaft Chair Airlines wird den Airbus A319 mit der Registrierung HB-JOG ausflotten. Das Leasingflugzeug befindet sich im Eigentum der deutschen „Air Finkenwerder“ Flugzeugfonds GmbH & Co. KG, die einen Vermittler mit der Suche nach einem neuen Leasingnehmer oder einem Käufer beauftragt hat. Im Gegenzug wird man einen weiteren Airbus A320 leasen. Der betroffene Mittelstreckenjet trägt die Seriennummer 3818 und ist seit 2009 im kommerziellen Flugdienst. Ursprünglich flog dieser Airbus A319 als D-AHIM für Hamburg International, anschließend für Germania ehe er im Jahr 2015 zur schweizerischen Germania Flug, dem Vorgänger von Chair Airlines, wechselte. Seither fliegt diese Maschine als HB-JOG. Im Nachgang des Konkurses des Germania-Konzerns wurde der Schweiz-Ableger verkauft und bekam den heutigen Namen Chair Airlines. Eigentümer dieses A319 ist die deutsche Firma „Air Finkenwerder“ Flugzeugfonds GmbH & Co. KG. Diese hat nun die AMS Aircraft Services Limited mit der Wiedervermarktung der HB-JOG beauftragt. Gesucht wird ein neuer Leasingnehmer. Alternativ kann der Mittelstreckenjet auch käuflich erworben werden. AMS gibt an, dass die heutige HB-JOG ab März 2023 verfügbar ist. Das bedeutet konkret, dass Chair Airlines die Maschine bis dahin nutzen wird und anschließend an den Eigentümer zurückgeben wird. Im Gegenzug wird der schweizerische Carrier einen weiteren Airbus A320 leasen. Es handelt sich um die Maschine mit der Seriennummer 4391. Diese hat bereits die Livery von Chair Airlines erhalten. Das Flugzeug war vormals als HZ-AS35 für Saudia unterwegs. Dieser Mittelstreckenjet wurde im Jahr 2010 erstmals in den Liniendienst gestellt und befindet sich im Eigentum des Leasinggebers Merx Aviation.

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Norwegen: Billigflieger Flyr braucht dringend frisches Geld

Die norwegische Billigfluggesellschaft braucht frisches Geld. Über eine so genannte Privatplatzierung von Aktien will man rund 530 Millionen Norwegische Kronen (rund 52 Millionen Euro) erlösen. Der Carrier musste zuletzt einen Quartalsverlust in der Höhe von umgerechnet etwa 22,6 Millionen Euro verkünden. Über das laufende Jahr 2022 gesehen summierte sich der Fehlbetrag auf 723,5 Millionen Euro (etwa 70,7 Millionen Euro). Der Nettoverlust lag im dritten Quartal 2022 bei umgerechneten 44,28 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres häufte man ein Minus von 107,5 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Der Betriebsverlust des Vorjahres wurde mit 41,7 Millionen Euro ausgewiesen. Der Nettoverlust lag bei etwa 42,7 Millionen Euro. Angesichts der desaströsen Finanzzahlen ist es nicht verwunderlich, dass Flyr das Angebot im Winterflugplan 2022/23 massiv reduziert hat. Kürzlich wurde bekannt, dass nur wenige Flugzeuge abheben werden und man in etwa die Hälfte aller Strecken – zumindest vorläufig – gestrichen hat. Selbstredend hat das auch Auswirkungen auf die Mitarbeiter. Zuletzt hatte man im Oktober 2022 rund 186.600 Passagiere. Norwegischer Konsumentenschutzverband warnt vor möglicher Insolvenz Der norwegische Konsumentenschutz sprach eine öffentliche Warnung vor Ticketbuchungen bei der Fluggesellschaft Flyr aus. Man empfiehlt, dass man den Dienstag abwarten solle, da sich angeblich dann entscheiden soll, ob das Unternehmen weiterbesteht oder gar Konkurs anmelden muss. Gegenüber E24 sagte Konsumentenschützer Thomas Iversen unter anderem: „Wenn Sie sich für eine Reise mit Flyr entscheiden, müssen Sie daran denken, mit Kreditkarte zu bezahlen“. Er spielt weiters darauf an, dass häufig Reiseversicherungen enthalten sind und bei Nichterbringung der Leistung, beispielsweise

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