Jan Gruber

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Jan Gruber

Cathay Pacific prüft Boeing-737-Max-Bestellung

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific prüft derzeit Möglichkeiten die Flotte zu erneuern. Dabei fasst man insbesondere die Kurz- und Mittelstrecke ins Auge. Der Carrier wurde im Zuge der Coronapandemie und der von Hongkong erlassenen Quarantänebestimmungen stark gebeutelt. Firmenchef Augustus Tang erklärte gegenüber Bloomberg unter anderem, dass man im Bereich der Mittelstrecke auch die Boeing 737 Max evaluiert. Bislang setzt Cathay Pacific in diesem Segment Flugzeuge des Herstellers Airbus ein. Der Manager sagte auch, dass die Erneuerung der Flotte für die Zukunft des Carriers „entscheidend“ ist, nannte jedoch keine konkreten Zahlen. Das Unternehmen erhielt in der Vorwoche eine zusätzliche Kreditlinie in der Höhe von rund 994 Millionen U.S.-Dollar. Diese ist vorerst auf ein Jahr befristet und soll Cathay Pacific bei der Erholung unterstützen. Das größte Luftfahrtunternehmen Hongkongs war bereits vor der Pandemie angeschlagen, denn langanhaltende Proteste in den Jahren 2019 und 2020 haben zu Einschränkungen im Flugverkehr geführt. Die Einreise- und Quarantänebestimmungen, die seitens der Führung der chinesischen Sonderverwaltungszone erlassen wurden, haben den Flugbetrieb über längere Zeiträume regelrecht zum Erliegen gebracht. Hinsichtlich des Herstellers meinte Tang, dass man sich noch nicht festgelegt hat, ob man bei Airbus, Boeing oder beiden Herstellern bestellen wird. Man habe noch keine Entscheidung getroffen, denn es handle sich um ein Thema, das man „sehr genau ansehen“ müsste. Daher ziehe Cathay Pacific „alle Möglichkeiten in Betracht“. Kurzfristig will man das Angebot soweit wie möglich erhöhen. Tang rechnet damit, dass sich die Nachfrage von/nach Hongkong in den nächsten Monaten weiter steigern wird. Allerdings ist das noch gar nicht so

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Rund 300 Flugzeuge: Airbus und Boeing buhlen um Air-India-Großbestellung

Die erst kürzlich privatisierte Fluggesellschaft Air India soll eine Großbestellung von bis zu 300 Narrowbodies planen. Weiters will man Langstreckenflugzeuge des Typs Airbus A350 anschaffen, wobei die erste Tranche im April 2023 geliefert werden soll. Die Flotte von Air India ist zum Teil in die Jahre gekommen, denn seit dem Jahr 2006 hat man kein fabrikneues Flugzeug mehr gekauft. Man hat jedoch einige neue Flugzeuge über Leasinggeber bezogen. Ursache hierfür war insbesondere die angespannte Finanzlage, denn der Carrier konnte nur mit staatlicher Hilfe in der Luft gehalten werden. Dier neue Eigentümer Tata Sons will die Flotte möglichst rasch erneuern. Lokale Medien berichten, dass auf der Langstrecke der Maschinentyp Airbus A350 angeschafft werden soll. Im Bereich der Kurz- und Mittelstrecke wird von einem Bedarf von bis zu 300 Narrowbodies geschrieben. Offiziell kommentieren wollen Air India bzw. Tata Sons die Berichterstattung noch nicht. Die Agentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf Tata Sons nahestehende Personen unter anderem, dass man kurzfristig 20 Airbus A350 bestellen möchte. Diese sollen ursprünglich für Aeroflot bestimmt gewesen sein, jedoch dürfen diese aufgrund der Sanktionen nicht ausgeliefert werden. Auch befinde man sich in Gesprächen über die Abnahme von Airbus A350-1000, die eigentlich für Qatar Airways vorgesehen waren. Intern sucht das Unternehmen bereits Piloten, die ein Typerating für A350 machen wollen. Mit Airbus und Boeing sowie Leasinggebern laufen Gespräche über die Erneuerung der Mittelstreckenflotte. Dabei stehen die Muster der A320neo-Reihe sowie der B737-Max-Familie zur Diskussion. Derzeit ist noch nicht entschieden, ob man bei einem Hersteller kaufen wird oder aber die

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Zu wenig Personal in Edinburgh: Edelweiss-Pilot lädt Koffer selbst ein

Abgesehen von einigen Kleinstflughäfen, auf denen sich Airlines selbst abfertigen müssen, kommt es nicht sonderlich oft vor, dass Piloten beim Verladen des Reisegepäcks mitanpacken. Damit ein Edelweiss-Flug von Edinburgh nach Zürich pünktlich abheben konnte, half einer der beiden Piloten beim Verladen mit. Am 19. Juni 2022 wollte Edelweiss mit dem Airbus A320 mit der Registrierung HB-IJV von Edinburgh nach Zürich fliegen. Der Bodendienstleister hatte aber offensichtlich zu wenig Personal zur Verfügung. Einer der beiden Piloten ergriff die Initiative und griff den Vorfeldarbeitern unter der Arme. Er half beim Einladen der Koffer mit. Ein Passagier hielt ein kurzes Video fest und postete dieses auf Twitter. Der Cockpit-Crew von Edelweiss war es offensichtlich ein großes Anliegen, dass der Flug pünktlich durchgeführt werden kann. So packte einer der beiden Flugzeugführer einfach selbst mit an und beschleunigte so das Verladen von Gepäckstücken. Edelweiss erklärte dazu unter anderem: „Wir Schweizer sind hilfsbereit und versuchen immer, pünktlich zu sein. Weil unser Pilot den Kollegen der Bodenabfertigung am Flughafen Edinburgh aktiv geholfen hat, konnte der Flug pünktlich in Zürich landen. Dieses Beispiel ist eine Ausnahme. Für einen Piloten haben die Flugvorbereitung und die Sicherheit immer Vorrang. Das trifft natürlich auch in diesem Fall zu.“ Selbstabfertigung ist möglich, aber eher selten Der „Vorfall“ ist aber sinnbildlich für den akuten Personalmangel auf Flughäfen im Vereinigten Königreich. Die Lage ist dort an vielen Airports massiv angespannt. Beispielsweise musste Gatwick erst kürzlich bekanntgeben, dass man mangels Mitarbeitern die Anzahl der täglichen Flüge beschränken muss. Grundsätzlich ist eine Fluggesellschaft nicht verpflichtet die

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Boeing evaluiert Dreamliner-Frachtvariante

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing denkt über eine Cargo-Variante der B787 „Dreamliner“ nach. Diese könnte als indirekter Nachfolger der B767 fungieren, denn voraussichtlich ab 2028 werden deren Triebwerke die neuen Emissionsstandards nicht mehr erfüllen. Flugzeuge, die bereits über aufrechte Zulassungen verfügen, sind von den Verschärfungen der Umweltauflagen dem heutigen Informationsstand nach nicht betroffen. Vorgesehen ist, dass Neubauten ab 2028 strengere Emissionsauflagen erfüllen müssen. Aktuell wäre die Boeing 767 betroffen. Für diese gibt es keinen direkten Nachfolger. Boeing kann sich vorstellen, dass man eine Frachtvariante des Dreamliners auf den Markt bringt. Dessen Triebwerke würden bereits heute die für 2028 geplanten Umweltauflagen erfüllen. Cargo-Chef Brian Hermesmeyer sagte unter anderem, dass man diesen Weg seitens Boeing als „natürlichen Ansatzpunkt“ betrachtet. Allerdings wird der Markt darüber entscheiden, ob die U.S.-Amerikaner ab Werk Cargo-Dreamliner anbieten werden. Man wird diesen Schritt nur dann setzen, wenn eine entsprechende Nachfrage besteht. Derzeit evaluiert man diese. Hermesmeyer fügte hinzu, dass dies grundsätzlich für alle Passagierflugzeuge, die man im Portfolio hat, gilt: Wenn eine wirtschaftlich sinnvolle Nachfrage seitens Frachtkunden ist, würde man auch eine Cargoversion anbieten. Der Rumpf der Boeing 787 besteht überwiegend aus Kohlefasern und nicht aus Aluminium. Dies stellt die Ingenieure für viele Fragen, die noch geklärt werden müssen. Beispielsweise muss man noch evaluieren wie die Struktur verstärkt werden kann, denn für die Cargovariante werden große Türen zum Be- und Entladen notwendig. Somit befindet man sich derzeit in einer Art Forschungsphase, denn zum Zeitpunkt der Entwicklung des Dreamliners waren Frachtversionen noch kein Thema.

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South African Airways mit neuer Repräsentanz in Deutschland

Die Fluggesellschaft South African Airways ist wieder in Deutschland vertreten. Man unterhält aber kein eigenes Büro mehr, sondern hat „Discover The World“ zum General Sales Agent ernannt. Bereits vor der Corona-Pandemie war die Finanzlage von SAA stark angespannt. Im Zuge des Groundings, dem ein Insolvenzverfahren folgte, wurde das Deutschland-Büro, das sich in Frankfurt am Main befand, geschlossen. Die betroffenen Mitarbeiter wurden gekündigt. Nun lässt man sich durch einen so genannten GSA vertreten. Dazu schloss man mit dem Anbieter „Discover The World“ einen Vertrag. Ziel der Kooperation ist es, dass die Kooperation mit Reiseanbietern und Firmenkunden neu aufgebaut und fortgesetzt werden kann.

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Fahrplanänderungen: Aida mustert Vita aus

Die Reederei Aida Cruises mustert das Kreuzfahrtschiff Aida Vita aus. Man hat daher das Programm für den Winter 2022/23 verändert. Nach der Aida Cara handelt es sich um das zweite Schiff, das man im Zuge der Corona-Pandemie aus der Flotte entfernt. Das Unternehmen erklärt unter anderem, dass Reisen zwischen Oktober 2022 und April 2023 von Änderungen betroffen sein können. Passagiere sollen kontaktiert werden und auch über eventuelle Umbuchungsmöglichkeiten informiert werden. Das Schiff Aida Bella soll einige Fahrten, die ursprünglich mit der Aida Vita geplant waren, übernehmen. Es handelt sich dabei zum Beispiel um die ab Hamburg geplanten Kreuzfahrten „Große Winterpause“ und „Herbstliche Nordlichter“. Den Winterfahrplan 2022/23 wird Aida Cruises mit zwölf Schiffen antreten. Das jüngste Schiff, die Aida Cosma, soll ab Dubai eingesetzt werden.

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Kofferchaos sorgte für Frust in London-Heathrow

Am Samstag kam es im Terminal 2 des Flughafens London-Heathrow zu erheblichen Problemen im Bereich der Gepäckanlage. Die Folgen daraus: Ein riesiger Rückstau an Koffern und sonstigen Gepäckstücken. Viele Reisende mussten ohne ihre Utensilien abheben. Zwar konnte der Airport den Ausfall im Laufe des Tages wieder in den Griff bekommen, jedoch haben viele Passagiere ihre Koffer nicht an den Bändern erhalten bzw. mussten in Heathrow ohne ihr Reisegepäck abheben. Den Betroffenen wurde mitgeteilt, dass die Nachlieferung etwa zwei Tage in Anspruch nehmen wird. Die Problematik vom Wochenende soll laut Flughafen Heathrow in keinem Zusammenhang mit der angespannten Personalsituation stehen. Es handelt sich um einen technischen Defekt, der behoben werden konnte. Man arbeitet nun den Rückstau ab. Die meisten Flughäfen im Vereinigten Königreich leiden unter akutem Personalmangel. Gatwick entschied sich dazu, dass die Anzahl der täglichen Flüge beschränkt wird. Eine vergleichbare Maßnahme gab auch der niederländische Airport Amsterdam-Schiphol bekannt.

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Rossiya setzt drei Boeing 747-400 innerhalb Russlands ein

Die russische Fluggesellschaft Rossiya hat die ersten drei Boeing 747-400 wieder in den aktiven Liniendienst gestellt. Die Jumbojets werden derzeit in erster Linie innerhalb der Russischen Föderation eingesetzt. Drei Boeing 747-400 wurden vergangene Woche zwischen Moskau-Scheremetjewo und Sotschi eingesetzt. Rossiya ist der einzige Operator dieses Maschinentyps in Russland. Die verwendeten Jumbojets waren zuvor bei Transero im Einsatz. Im Zuge der Insolvenz wechselten diese Flugzeuge zu Rossiya. Die Teilflotte besteht aus insgesamt neun Exemplaren. Zunächst wurde die RA-73289, die sich im Eigentum von VTB-Leasing befindet, reaktiviert. Zwei weitere Boeing 747-400 wurden bereits aus dem Storage geholt und im Inlandsverkehr eingesetzt. Primär fliegen diese zwischen Moskau und Sotschi, wo Rossiya einen SSJ-100-Minihub aufgebaut hat.

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ÖBB-Intercitybus: Der „Reifen-Zug“ in Kärnten, Italien und der Steiermark

Die ÖBB-Intercitybusse sind ein Kuriosum in der Welt der Österreichischen Bundesbahnen. Es gibt auch nur drei Linien und die Ursachen hierfür sind typisch österreichisch oder aber italienisch. Was die ÖBB in ihren „Reifen-Zügen“ so bietet und wie alles funktioniert hat Reise-Insider.com by Aviation.Direct genauer unter die Lupe genommen. Offiziell haben die Österreichischen Bundesbahnen mit dem Verkauf des Geschäftsbetriebs von Hellö den Ausflug ins Fernbusgeschäft beendet. Doch das ist nicht ganz richtig, denn unter der Marke „ÖBB-Intercitybus“ betreibt man weiterhin drei Linien. Eine innerhalb Österreichs und zwei nach Italien. Diese sind stark dem Schienenprodukt angelehnt, jedoch gibt es allerhand Unterschiede. Im Inland bietet man mit Setra-Doppelstockbussen, die von der Tochtergesellschaft Österreichische Postbus AG betrieben werden, zahlreiche Fahrten zwischen Graz und Klagenfurt an. In Wolfsberg gibt es einen kurzen Zwischenstopp zum Ein- und Aussteigen. Auf dieser Strecke gilt der Schienentarif, so dass es – zumindest offiziell – keinen Preisunterschied geben soll. Im Bereich des Vertriebs ist der Intercitybus zwischen den beiden Landeshauptstädten quasi ein Zug, denn die Fahrscheine können online, am Automaten, am Schalter oder aber kurzfristig beim Busfahrer gekauft werden. Die „Reifen-Züge“ tragen auch Nummern und es besteht die Möglichkeit zur Sitzplatzreservierung. Im Gegensatz zu den innerösterreichischen Flixbus-Linien ist das Klimaticket für den ÖBB-Intercitybus gültig. Wie im Zug: Man bietet zwei Reiseklassen an Bei diesem Produkt gibt es einige Besonderheiten, die stark von anderen Fernbussen abweichen. Man praktiziert ein Zweiklassen-System, das optisch an die Eisenbahn angelehnt ist. Das Klimaticket gilt in der Zweiten Klasse, die sich im Oberdeck der Setra-Busse befindet.

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Streichungen: Eurowings frustriert Passagiere in Salzburg und Innsbruck

In Salzburg und Innsbruck sind am Wochenende einige Eurowings-Flüge ausgefallen. Betroffen waren sowohl Linien- als auch Charterflüge. Die Folge daraus: Viele Passagiere sind in Österreich „gestrandet“ bzw. konnten ihre Urlaubsflüge nicht antreten. Eurowings hat in Salzburg insgesamt drei Flugzeuge stationiert. Dabei handelt es sich um zwei Airbus A319 und einen A320. Mit der OE-LYX wurde am Samstag das Kurspaar nach Hamburg gestrichen. Am Sonntag ist die Kette Salzburg-Lamezia Terme-Innsbruck-Lamezia Terme-Salzburg ausgefallen. Die OE-LYZ hat das Routing Salzburg-Korfu-Salzburg-Köln-Salzburg nicht durchgeführt. Zu den Gründen der Flugabsagen wurden zunächst keine näheren Angaben gemacht. Salzburgs Flughafensprecher Alexander Klaus verweist gegenüber dem Österreichischen Rundfunk unter anderem darauf, dass die Fluggesellschaft bzw. der jeweilige Reiseveranstalter alternative Reisemöglichkeiten anbieten würden.

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