Jan Gruber

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Jan Gruber

Kapitalrunde gescheitert: Flyr unternimmt zweiten Anlauf

Der finanziell angeschlagene Billigflieger Flyr konnte am Dienstag, den 8. November 2022, über die Börse nicht ausreichend frisches Kapital einsammeln. Das Unternehmen teilte mit, dass man eine kleinere Kapitalspritze von einer Investorengruppe erhalten wird. Mit Hilfe eines so genannten Private Placements wollte Flyr ausreichend Geld einsammeln, um über den Winter zu kommen. Das Angebot wurde aber zu wenig gezeichnet, so dass dieses Vorhaben gescheitert ist. Nun Versucht man über eine Privatplatzierung 250 Millionen Norwegische Kronen zu bekommen und rund 100 Millionen NOK von Investoren. Sollte das Vorhaben gelingen, würde man deutlich weniger erlösen als die ursprünglich geplanten 530 Millionen NOK. Um den verbleibenden Barmittelbedarf zu decken, würden die an den Aktienemissionen teilnehmenden Investoren Bezugsrechte erhalten, die es ihnen ermöglichen würden, im ersten Quartal 2023 zusätzliche Aktien zu kaufen, wodurch weitere 350 Millionen Kronen aufgebracht werden könnten, so Flyr. „Sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, dieses zusätzliche Kapital bis zum Ende des ersten Quartals 2023 zu beschaffen, könnte das Unternehmen nicht in der Lage sein, seinen künftigen Betrieb aufrechtzuerhalten“, so Flyr.

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Ita Airways bekommt weitere 400 Millionen Euro vom Staat

Die Fluggesellschaft Ita Airways ruft eine weitere Tranche der von der EU-Kommission bewilligten Anschubfinanzierung ab. Das italienische Finanzministerium wird noch in diesem Kalendermonat 400 Millionen Euro überweisen. Im Jahr 2021 hat Brüssel einen Rahmen von 1,35 Milliarden Euro bewilligt. Bisher wurden 720 Millionen Euro an Ita Airways überwiesen. Die Regierung wollte die Auszahlung der zweiten Tranche eigentlich vermeiden, denn im Falle einer erfolgreichen Privatisierung wäre diese nicht fällig geworden. Der Verkaufsprozess ist ins Stocken geraten. Zwischenzeitlich ist Verwaltungsratspräsident Alfredo Altavilla nach erheblichen Unstimmigkeiten zurückgetreten. Dem Manager wurde vorgeworfen, dass dieser angeblich die Gespräche mit Certares verschleppt habe. Zuvor wurden ihm vom Verwaltungsrat alle Befugnisse entzogen. Öffentlich wurden gegenseitige Vorwürfe erheben.

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Friedrichshafen prüft Umstellung auf Remote-Tower

Am Flughafen Friedrichshafen soll der noch aus den 1950er-Jahren stammende Tower anderweitig genutzt werden. Man arbeitet derzeit intensiv an einer Lösung, wobei sich ein so genanntes „Remote-Tower“-Konzept abzeichnet. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie wurde nun in Auftrag gegeben. Der momentane Kontrollturm ist in die Jahre geraten und benötigt eine Modernisierung bzw. einen zeitgemäßen Ersatz. Zusammen mit dem beauftragten Ingenieur- und Beratungsbüro Airsight werden bis Februar 2023 verschiedene Konzepte für eine kosteneffiziente, zukunftsweisende und nachhaltige Lösung untersucht. Der Fokus liegt dabei u.a. auf einem sogenannten „Remote-Tower“. Dabei wird die Außensicht aus der Kanzel durch ein hochauflösendes Kamera-Bildschirmsystem ersetzt, welches das Bild vom Flughafen in Echtzeit zum Lotsenarbeitsplatz übermittelt. Die Fluglotsen würden dann nicht mehr im Turm sitzen, sondern hätten ihren Arbeitsplatz an einem davon unabhängigen Kontrollraum. Untersucht wird dabei auch die Möglichkeit ein Remote-Tower Center in Friedrichshafen zu schaffen, von dem aus andere Flughäfen mit kontrolliert werden können. In Deutschland etwa kontrolliert die Deutsche Flugsicherung (DFS) bereits den Flughafen Saarbrücken und Erfurt von einem Remote Tower Center in Leipzig aus, Dresden soll demnächst folgen.

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Staatskredit: Air France-KLM zahlt eine Milliarde Euro vorzeitig zurück

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM hat eine Milliarde Euro des 3,5 Milliarden Euro schweren Staatskredits, der von Frankreich gewährt wurde, vorzeitig zurückbezahlt. Mit dieser Transaktion will die Firmengruppe das aktuelle Schuldenprofil verbessern. Das Unternehmen gab am Dienstag bekannt, dass die vorzeitige Rückzahlung möglich war, weil sich die operative Leistung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wesentlich besser entwickelt hat als ursprünglich angenommen. Gleichzeitig senkt man auch die Kosten, denn das französische Darlehen hat einen variablen Zinssatz. Dieser wird aufgrund der jüngsten Erhöhung des Leitzinssatzes der EZB steigen. Aus den am 27. Oktober 2022 veröffentlichten Finanzzahlen geht hervor, dass im dritten Quartal 2023 die Umsätze stark gestiegen sind. Die frei verfügbare Liquidität wurde mit etwa 9,8 Milliarden Euro angegeben. Von der getätigten Rückzahlung in der Höhe von einer Milliarde Euro entfallen 800 Millionen Euro auf die am 6. Mai 2023 fällige Rate und 200 Millionen Euro auf jene, die am 6. Mai 2024 fällig ist. Daraus ergibt sich nun ein neuer Tilgungsplan. Für den Mai 2024 verbleiben 1,35 Milliarden Euro und für den Mai 2025 ebenfalls. Danach soll das staatlich besicherte Darlehen abbezahlt sein. Air France-KLM will dieses nach wirtschaftlichen Möglichkeiten vorzeitig zurückbezahlen.

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Bundesarbeitsgericht erklärt Air-Berlin-Kündigungen für rechtmäßig

Die Hoffnungen ehemaliger Air-Berlin-Mitarbeiter durch die gerichtliche Anfechtung ihrer Kündigungen noch Ansprüche gegenüber dem insolventen Unternehmen oder aber im Falle von möglichen Betriebsübergängen gegenüber den jeweiligen Rechtsnachfolgern durchsetzen zu können, dürften sich nun zerschlagen haben. Das Bundesarbeitsgericht erklärte die Auflösung der Arbeitsverhältnisse für rechtmäßig. Die Pleite der Air Berlin Group liegt mittlerweile über fünf Jahre zurück, jedoch ist die Justiz weiterhin mit dem Fall der einst zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands beschäftigt. Viele Arbeitnehmer haben gegen ihre Kündigungen geklagt oder aber auf Feststellung von Betriebsübergängen geklagt. Beispielsweise stellte ein Gerichtssenat fest, dass es in einer bestimmten Konstellation einen solchen auf die Luftfahrtgesellschaft Walter gegeben hat. Davon können sich die Kläger wahrlich nichts kaufen, denn LGW meldete kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie selbst Konkurs an. Im Mai 2020 entschied das Bundesarbeitsgericht im Fall einer Flugbegleiterin, dass die im Jänner 2018 vom Air-Berlin-Masseverwalter ausgesprochene Kündigung unwirksam ist, weil die so genannte Massenkündigungsanzeige an das Arbeitsamt fehlerhaft war. Dienstgeber sind verpflichtet ab einer gewissen Anzahl von Kündigungen eine Vorab-Meldung an die örtlich zuständige Bundesagentur für Arbeit erstatten. Genau diese war aber laut BAG fehlerhaft. Auch zweite Kündigung landete vor dem Bundesarbeitsgericht In der Folge daraus bekamen die Betroffenen erneut Post von Insolvenzverwalter Lucas Flöhter, denn im August 2020 kündigte er die Arbeitsverhältnisse erneut. Um genau diese ging es nun in einem neuerlichen Verfahren. Selbige Flugbegleiterin, die einst in Düsseldorf stationiert war, zog erneut vor Gericht und machte formelle Mängel geltend. Die Angelegenheit zog sich erneut durch die Instanzen und landete wieder vor dem Bundesarbeitsgericht.

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Flughafen Wien: Regiojet reaktiviert Brno-Züge

Die Eisenbahngesellschaft Regiojet wird in Kürze wieder umsteigefreie Züge zwischen Flughafen Wien-Schwechat und Brno anbieten. Diese wurden unter anderem aufgrund der Bauarbeiten, die derzeit zwischen Schwechat und Flughafen Wien von den ÖBB vorgenommen werden, temporär eingestellt. Regiojet wird künftig drei tägliche Kurspaare anbieten. Für den Betrieb erhält man für vorerst ein halbes Jahr Subventionen seitens der Stadt Brno. Das tschechische Eisenbahnunternehmen konnte sich im Zuge einer Ausschreibung durchsetzen. Nach einem halben Jahr soll die Nutzung evaluiert werden und dann will der Stadtrat über eine mögliche Fortführung der Subventionen entscheiden. Der Verkauf von Fahrscheinen soll in Kürze über die Homepage von Regiojet sowie an den Schaltern des Eisenbahnunternehmens aufgenommen werden. Die Reaktivierung der Züge zwischen Brno und Flughafen Wien-Schwechat v.v. soll spätestens zum 11. Dezember 2022 (Fahrplanwechsel) erfolgen. Ergänzend zu den drei eigenen Verbindungen bietet man auch zwei tägliche Kurspaare mit Umstieg auf die ÖBB am Wiener Hauptbahnhof an. Dabei verkauft man aber durchgehende Tickets. Weiters bietet Regiojet auch Fernbusse ab Flughafen Wien nach Brno an. Regiojet nimmt in Österreich am so genannten Klimaticket teil. Dieses akzeptiert man in der 2. Klasse bis zu den Grenzbahnhöfen Breclav (Tschechien) bzw. Hegyeshalom (Ungarn). Nähere Einzelheiten dazu unter diesem Link. Die Regiojet-Züge hat Aviation.Direct unter diesem Link genauer unter die Lupe genommen. Hier findet sich ein Produkttest der Regiojet-Fernbusse.

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Wien: Twin City Liner führt Treibstoffzuschlag ein

Der Twin City Liner, die Schiffsverbindung zwischen den Hauptstädten Wien und Bratislava, verrechnet den Passagieren ab sofort einen Treibstoffzuschlag in der Höhe von zwei Euro pro Person und Richtung. Dies begründet am Rande einer Aussendung mit den stark gestiegenen Einkaufspreisen für Diesel. Offensichtlich hat man sich diese Extragebühr in der Luftfahrt „abgeschaut“, denn seit vielen Jahren verlangen zahlreiche Fluggesellschaften so genannte Kerosinzuschläge. Diese werden entweder offen als solche ausgewiesen oder aber wie im Fall der Lufthansa Group als so genannte „internationale Gebühr“ getarnt, um auf Anfrage dann sagen zu können, dass man ja gar keine Treibstoffzuschläge verrechnen würde. Eingeführt wurden diese bei vielen Airlines Anfang der 2000er-Jahre als die Ölpreise kurzfristig stark gestiegen sind. Damals wurde versprochen, dass diese bei sinkenden Spritpreisen wieder abgeschafft werden. An das Versprechen haben sich jedoch nur wenige Airlines erinnert. Ähnlich wie in der Luftfahrt werden die Treibstoffzuschläge bei Twin City Liner auf die Fahrkartenpreise aufgeschlagen, so dass es für die Reisenden zu einer spürbaren Verteuerung kommt. Dies kommuniziert man in einer Medienaussendung, die sich primär mit Adventfahren zwischen Wien und Bratislava befasst, in nur einem einzigen Satz ganz am Ende. Ursprünglich wurde der Twin City Liner entwickelt, um eine rasche Verbindung zwischen Wien und Bratislava auf die Beine zu stellen. Allerdings wurde die Alternative zu Auto, Bahn und Fernbus nicht wie gedacht von der Bevölkerung angenommen. Man änderte daher das Geschäftsmodell und positionierte sich als Touristen- und Freizeitschiff. Damit ist man erfolgreich, denn des Joint-Venture von Wien Holding und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ist seit vielen

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Eurowings und Aegean bauen Codeshare-Zusammenarbeit aus

Das griechische Star-Alliance-Mitglied Aegean Airlines und die Lufthansa-Tochter Eurowings arbeiten seit wenigen Wochen im Rahmen eines Codeshare-Abkommens zusammen. Dabei wurde der Aegean-Code auf insgesamt 31 von Eurowings bediente Strecken gelegt. Es handelt sich ausschließlich um Ziele zwischen Deutschland, Österreich, Schweden und Griechenland. Mit wenigen Ausnahmen sind es Flüge auf die griechischen Inseln, die von Eurowings bedient werden. Diese werden nun auch von Aegean Airlines im Rahmen des Codeshare-Abkommens vermarktet. Ab Köln/Bonn handelt es sich um folgende Strecken: Santorini, Rhodos, Mykonos, Kos, Herakltion und Korfu. Ab Berlin wurde der Aegean-Code auf die Eurowings-Strecke nach Kos gelegt. Ab Dortmund sind die Ziele Rhodos, Kavala und Heraklion betroffen. Ab Düsseldorf arbeitet man auf den Strecken nach Zakynthos, Volos, Samos, Kavala, Kalamata, Korfu und Chania zusammen. In Hamburg handelt es sich um Kos, Korfu und Chania. Aegean Airlines legt ab Salzburg seinen Code auf die von Eurowings durchgeführten Flüge nach Rhodos, Zakynthos, Kos, Karpathos, Heraklion und Korfu. Ab Stuttgart macht man dies auf den Strecken nach Zakynthos, Kos und Kalamata. Selbiges gilt für Herakltion und Rhodos ab dem schwedischen Stockholm-Arlanda.

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Nach drei Jahren Pause: Flüge zwischen Kolumbien und Venezuela reaktiviert

Zwischen den südamerikanischen Ländern Venezuela und Kolumbien herrschte über einen längeren Zeitraum ein frostiges diplomatisches Klima. Daher gab es auch keine kommerziellen Flüge. Das änderte sich am Montag, denn Turpial Airlines hat Caracas-Bogota reaktiviert. Somit gibt es nach über drei Jahren wieder kommerzielle Linienflüge zwischen den beiden Staaten. Derzeit werden zwei Umläufe pro Woche angeboten. Erst seit kurzer Zeitunterhalten Venezuela und Kolumbien wieder diplomatische Beziehungen miteinander. Diese wurden vor einigen Jahren aufgrund eines Streits abgebrochen. Nach einer kurzzeitigen Öffnung der Grenzen wurden diese wegen der Coronapandemie erneut dicht gemacht.

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Finnair und Qatar Airways bauen Codeshare-Kooperation aus

Mit Wirksamkeit zum 3. November 2022 bauen die Oneworld-Mitglieder Finnair und Qatar Airways die Codeshare-Zusammenarbeit in Richtung Australien aus. Der finnische Carrier wird seinen Code auf insgesamt vier weitere Strecken legen. Ab 14. November 2022 arbeiten die beiden Fluggesellschaften ab Doha auf den von Qatar Airways durchgeführten Flugverbindungen nach Sydney, Perth, Brisbane und Adelaide zusammen. Finnair legt seinen Code auf die genannten vier Verbindungen. Mit Umstieg in der Hauptstadt von Katar können dann finnische Passagiere durchgehende Flugscheine nach Australien erwerben.

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