Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanair zieht umstrittenen Afrikaans-Test per sofort aus dem Verkehr

Erst vor wenigen Tagen sorgte der Billigflieger Ryanair mit einem fragwürdigen Afrikaans-Test, den südafrikanische Staatsbürger auf Flügen nach Irland und ins Vereinigte Königreich zu absolvieren hatten, für Aufsehen. Selbst die Behörden stellten klar, dass dieser für die Einreise nicht erforderlich ist. Nach heftiger, internationaler Kritik lenkt der Lowcoster ein. Ryanair war der Ansicht, dass man mit Hilfe eines Fragebogens auf Afrikaans feststellen kann, ob Pässe von Südafrikanern echt sind oder nicht. Der Umstand, dass Afrikaans nur eine von vielen offiziellen Amtssprachen Südafrikas ist, ließ den Konzern kalt. Die Behörden Irlands und des Vereinigten Königreichs wiesen öffentlich darauf hin, dass es sich um keinen behördlichen Test handelt und dieser nicht absolviert werden muss. Das interessierte aber den Billigflieger nicht, denn falsche Antworten oder die Verweigerung führten zum Ausschluss der Beförderung. Der öffentliche Druck sowie das Einschreiten der Behörden von Irland und des Vereinigten Königreichs war nun stark. Ryanair stellt die umstrittene Praxis mit sofortiger Wirkung ein. Regelrecht unwissend gab sich Konzernchef Michael O’Leary, denn gegenüber der BBC sagte er unter anderem, dass er den vom Unternehmen entwickelten „Südafrikaner-Test“ „auch für nicht angemessen“ hält. Warum er es aber zugelassen hat, dass der von ihm geleitete Konzern trotz öffentlicher und behördlicher Kritik einige Tage an diesem festgehalten hat bzw. diesen überhaupt eingeführt hat, sagte der Manager nicht.

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Italien: Maskenpflicht in Flugzeugen abgeschafft

Italien passt sich laut Erklärung der Regierung dem allgemeinen europäischen Weg an und hat die Maskenpflicht an Bord von Verkehrsflugzeugen abgeschafft. Mittlerweile verlangen nur noch wenige EU-Staaten, darunter Deutschland, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in Flugzeugkabinen. Allerdings geht Italien insofern einen Sonderweg, weil die Maskenpflicht nur im Flugverkehr entfällt. In anderen öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt diese laut Erklärung der Regierung weiterhin aufrecht. Konkret bedeutet das, dass man beispielsweise auf einem Flug von Rom nach Mailand Mund und Nase nicht mehr bedecken muss. Nutzt man aber die Bahn oder den Fernbus besteht weiterhin Maskenpflicht. Ebenso muss man in Italien Mund und Nase beispielsweise in Kinos, Theatern und bei Indoor-Sportveranstaltungen nicht mehr bedecken. Die Impfpflicht für Personen über 50 Jahren sowie das Militär wird ebenfalls nicht fort fortgeführt.

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Verweigertes Boarding: Air India kassiert Geldstrafe

Eine saftige Geldstrafe kassierte die Fluggesellschaft Air India, weil nach Ansicht der Zivilluftfahrtbehörde DGCA Passagieren wiederholt zu Unrecht das Boarding verweigert haben soll. Der Carrier, der erst kürzlich privatisiert wurde, muss rund 13.000 U.S.-Dollar bezahlen. Konkret geht es darum, dass es seitens der Behörde klare Vorgaben gibt wie sich Fluggesellschaften im Fall von Überbuchungen verhalten müssen. Laut DGCA habe man unter anderem in Delhi, Bengaluru und Hyderabad Kontrollen durchgeführt und festgestellt, dass sich Air India in zahlreichen Fällen nicht daran gehalten haben soll. „Nach Prüfung der von der Fluggesellschaft eingereichten Unterlagen hat die zuständige Behörde im Rahmen der Durchsetzungsmaßnahmen ein Bußgeld in Höhe von Rs 10 lakh (ca. $13.000) verhängt. Darüber hinaus wurde die Fluggesellschaft angewiesen, unverzüglich die erforderlichen Systeme zur Lösung des Problems einzurichten, andernfalls wird die DGCA weitere Maßnahmen ergreifen“, so die indische Zivilluftfahrtbehörde.

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Seit einem Jahr: Malaysia Airlines findet keinen Käufer für die sechs Airbus A380

Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines wollte eigentlich ihre sechs Airbus A380 zu Geld machen, doch niemand will auch nur einen einzigen Superjumbo kaufen. Selbst Werbeinserate in Massenmedien und auf Social-Media-Plattformen konnten keine Gebote bringen. Interessenten gab es selbstverständlich, aber zwischen bloßen Anfragen und seriösen potentiellen Käufern gibt es bekanntlich einen großen Unterschied. Das Muster A380 ist auf dem Gebrauchtmarkt so gut wie gar nicht nachgefragt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Malaysia Airlines bislang keinen einzigen Superjumbo verkaufen konnte. Während dem Aviation Festival Asia 2022, das in Singapur abgehalten wurde, erklärte Izham Ismail,, Firmenchef der Malaysia Airlines Group, unter anderem, dass man noch keinen Käufer für die sechs Airbus A380 hat. Einen Wiedereinsatz schließt er aber aus und sagte, dass dieser Maschinentyp weiterhin am Boden bleiben wird. Es soll aber Gespräche mit möglichen Käufern geben. Die Flugzeuge, um die es sich handelt, sind äußerst jung. Erst im Jahr 2012 hat der Carrier den ersten Superjumbo eingeflottet. Die letzte Einheit hat man im März 2013 übernommen. Ismail will übrigens nichts zu den Gesprächen mit möglichen Käufern sagen. Lediglich, dass er davon ausgeht, dass sich ein möglicher Verkauf noch sehr lange hinziehen könnte. Malaysia Airlines hatte große Hoffnungen mit dem Airbus A380 stark wachsen zu können. Allerdings kam das Muster zu spät, denn längst war der asiatische Markt im Umbruch und Point-to-Point-Langstreckenverkehre waren dabei das bisherige Hub-and-Spoke-Konzept abzulösen. Kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie wurden die sechs A380 abgestellt. Vor rund einem Jahr hat Malaysia Airlines diese Maschinen zum Verkauf ausgeschrieben. Bislang

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Auch in Portugal soll bei Ryanair gestreikt werden

Auch in Portugal steht dem Billigflieger Ryanair ein Streik unmittelbar bevor. Die Gewerkschaft SNPVAC ruft ihre Mitglieder im Zeitraum von 24. Juni bis 26. Juni 2022 zur Arbeitsniederlegung auf. Da auch im Nachbarland Spanien gestreikt werden soll, ist in der kommenden Woche mit erheblichen Einschränkungen im Ryanair-Strecknetz von/nach Spanien und Portugal zu rechnen. Die Forderungen, die seitens der portugiesischen Gewerkschaft erhoben werden, sind nahezu deckungsgleich mit jenen in Spanien. Auch beim Konzernmitglied Lauda Europe sind seitens der spanischen Gewerkschaft USO Streiks angekündigt. Sofern diese nicht kurzfristig abgesagt werden, soll an mehreren Tagen im Juli 2022 die Arbeit der Flugbegleiter an der Basis Palma de Mallorca niedergelegt werden. Von dort aus werden unter anderem zahlreiche Ziele in Deutschland im Auftrag von Ryanair angeflogen.

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Streik am 20. Juni 2022: Flughafen Brüssel bittet Passagiere umzubuchen

Der Flughafen Brüssel rechnet damit, dass es am 20. Juni 2022 zu erheblichen Einschränkungen für die Passagiere kommen könnte. Der Großteil der Belegschaft des Sicherheitsdienstleisters G4S will in den Streik treten. Weiters ist eine nationale Manifestation angekündigt. Der Airport rät abfliegenden Passagieren, die eigentlich am 20. Juni 2022 reisen wollen, sich dringend mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen und diese darum ersuchen, dass die Reise auf ein anderes Datum umgebucht werden kann. Der Flughafen Brüssel geht davon aus, dass eine große Anzahl von Flügen ohnehin gestrichen werden muss. Es ist davon auszugehen, dass stundenlange Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle entstehen werden. Fluggästen, die am 20. Juni trotzdem abfliegen wollen, wird empfohlen, nur mit Handgepäck zu reisen. Airlines haben bereits damit begonnen, die für den Streiktag geplanten Flüge abzusagen und ihre Passagiere darüber zu informieren.

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Hamburg: Airbus A321XLR hat Jungfernflug absolviert

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat am Mittwoch den Jungfernflug mit dem Maschinentyp A321XLR durchgeführt. Die Maschine mit der Seriennummer 11000 hob um 11 Uhr 05 am Werksflughafen Hamburg-Finkenwerder ab. Der Testflug dauerte rund vier Stunden und 35 Minuten. Die Besatzung des Flugzeugs bestand aus den Testpiloten Thierry Diez und Gabriel Diaz de Villegas Giron sowie den Testingenieuren Frank Hohmeister, Philippe Pupin und Mehdi Zeddoun. Während des Fluges erprobte die Besatzung die Flugsteuerung, die Triebwerke und die wichtigsten Systeme des Flugzeugs, einschließlich der so genannten “Flight Envelope Protection”, sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Indienststellung ist für Anfang 2024 geplant. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die A320-Familie und ihre Kunden weltweit. Mit der Indienststellung der A321XLR können Fluggesellschaften dank der einzigartigen Airspace-Kabine Langstreckenkomfort in einem Single-Aisle-Flugzeug anbieten. Die A321XLR wird neue Routen mit unschlagbarer Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit eröffnen”, so Philippe Mhun, EVP Programme and Services von Airbus.

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EU-Kommission verlängert „Grünen Pass“ um ein Jahr

Auf EU-Ebenen wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die im Vorjahr eingeführten Covid-Zertifikate um vorerst ein Jahr verlängert werden. Die Verordnung soll um ein Jahr bis zum 30. Juni 2023 verlängert werden. Die Gültigkeitsdauer von Tests, Impfungen und Genesungen legen die Nationalstaaten aber weiterhin selbst fest. Der Beschluss hat nur zur Folge, dass der „Grüne Pass“ an sich weiter bestehen wird. Ohne diese Einigung wäre dieser zum 30. Juni 2022 ausgelaufen. Die EU-Kommission hatte bereits im Feber 2022 vorgeschlagen, dass das Projekt verlängert werden sollte. Die Gespräche und Verhandlungen haben sich aber länger hingezogen. Man ist der Ansicht, dass dieses System das Reisen erheblich erleichtert. Derzeit verlangen nur noch wenige EU-Staaten bei der Einreise dir Vorlage von Covid-Zertifikaten. Zu Urlaubsländern, die weiterhin die 3G-Regel praktizieren und auf Zertifikate mit lesbarem QR-Code pochen, zählt beispielsweise Malta.

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Ab Muscat und Salalah: Salam Air nimmt Kurs auf Prag

Salam Air beabsichtigt im Winterflugplan 2022/23 den Flughafen Prag anzusteuern. Dazu werden Flüge ab Salalah und Muscat aufgelegt. Diese sollen jeweils einmal pro Woche mit dem Maschinentyp Airbus A321neo bedient werden. Interessant ist dabei das Routing, denn am Verkehrstag Mittwoch fliegt man zunächst als OV803 von Salalah nach Prag. Anschließend geht es als OV804 zurück in den Oman, jedoch nach Muscat. An Freitagen will man zunächst als OV801 von Muscat nach Prag fliegen und dann als OV802 nach Salalah. Die Aufnahme der Flugverbindungen ist für den 2. bzw. 4. November 2022 angekündigt. Der Verkauf von Flugscheinen wurde bereits aufgenommen. Die Fluggesellschaft Salam Air wurde im Jahr 2016 gegründet und betreibt derzeit eine Flotte, die ausschließlich aus Maschinen der Airbus A320neo-Reihe besteht. Im Einzelnen setzt diese sich wie folgt zusammen: Sechs A320neo und zwei A321neo. Das Durchschnittsalter der Flugzeuge beträgt zwei Jahre. Die Homebase befindet sich auf dem Flughafen Muscat.

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Nach Raketenangriff: Flughafen Damaskus wegen schwerer Schäden gesperrt

Der syrische Flughafen Damaskus wurde am vergangenen Freitag von Raketen aus Israel beschossen. Dabei sind schwere Schäden an der Infrastruktur entstanden. Die Zivilluftfahrtbehörde Syriens hat diesen Airport nun temporär gesperrt. Die beiden Runways sowie ein Terminal müssen zunächst repariert werden. Diese wurden durch die Raketenangriffe schwer beschädigt. Israel rechtfertigte den Angriff unter anderem damit, dass man Syrien vorwirft, dass hier Waffen für Terrororganisation umgeschlagen werden sollen. Konkrete Beweise legte man aber nicht vor. Syrianair erklärte unter anderem, dass man die Instandsetzungsarbeiten abwarten müsse. Der Großteil der Flotte befand sich zum Zeitpunkt der Bombardierung auf dem Flughafen Damaskus. Daher kann man derzeit nur mit jenen Maschinen, die sich außerhalb der Stadt befanden fliegen. Wann man den Flugbetrieb ab Damaskus wieder aufnehmen kann ist völlig offen. Cham Wings Airlines wird vorerst ab Aleppo fliegen. Von dort aus wird man zwei Airbus A320 zum Einsatz bringen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtet unter anderem, dass das Angebot dennoch eingeschränkt ist, da zumindest ein Flugzeug in Damaskus festsitzen soll.

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