Jan Gruber

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Jan Gruber

Ukraine: AOC von Air Ocean Airlines suspendiert

Erst im Herbst 2021 ist die ukrainische Fluggesellschaft Air Ocean Airlines mit Antonow An-148 im Inlandsverkehr gestartet, musste jedoch wenige Wochen später den Flugbetrieb auf unbestimmte Zeit einstellen. Laut ukrainischer Zivilluftfahrtbehörde wurden AOC und Betriebsgenehmigung aus nicht näher bezeichneten Gründen suspendiert. Der Markteintritt von Air Ocean Airlines brachte auf einigen Strecken einen intensiven Wettbewerb, denn mit Motor Sich Airlines und Bees Airlines gab es zum Teil drei Domestic-Anbieter ab Kiew-Schuljany. Dazu kommt der indirekte Konkurrenzkampf mit Carriern, die den abgelegenen Borispil-Airport nutzen. Auf einer Route flog Motor Sich Airlines mit Antonow An-24 im Rahmen eines Wetlease-Vertrags für Air Ocean Airlines. Offensichtlich hat sich dieses Muster im Inlandsverkehr bewährt, denn auf jenen Strecken, auf denen man im Wettbewerb mit Motor Sich Airlines war, performte diese hinsichtlich der Auslastung deutlich besser. Unter dem Strich steht aber, dass sich die Inlandsflüge mit An-148 für den Newcomer nicht gerechnet haben, weshalb Anfang Jänner 2022 der Flugbetrieb temporär ausgesetzt werden musste. Man strebt zwar für Mitte/Ende März 2022 einen Neustart an, jedoch könnte dieser durchaus kompliziert werden, denn die Zivilluftfahrtbehörde der Ukraine hat AOC und Betriebsgenehmigung von Air Ocean Airlines suspendiert. Das bedeutet konkret, dass man derzeit zur Durchführung kommerzieller Flüge gar nicht befugt ist. Das Amt nannte für die Entscheidung keine näheren Gründe, jedoch kann Air Ocean Airlines bei Erfüllung aller Voraussetzungen die Zulassungen wieder erhalten.

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Irischer Leasingeber untersagt SkyUp Einflug in die Ukraine

Am Samstag durfte eine von SkyUp betriebene Boeing 737 nicht in den Luftraum der Ukraine einfliegen, weil der Eigentümer des Leasingflugzeuges verlangt hatte. Der Lessor hat mittlerweile unterbunden, dass die UR-SQO den Luftraum der Ukraine nutzt. Daher ist der Mittelstreckenjet in Chișinău “gestrandet”. Es kommt definitiv nicht alltäglich vor, dass eine Leasinggesellschaft ihrem Kunden untersagt ihren Heimatflughafen anzusteuern. Am Samstag war SkyUp mit der UR-SQO auf dem Weg von Funchal nach Kiew-Borispil. Der irische Eigentümer dieser Boeing 737 verlangte dann, dass das Flugzeug außerhalb der Ukraine landet und verbot die Nutzung des Luftraums dieses Staats. Die Flugroute hätte über Gebiete geführt, die seitens des Lessors als problematisch eingestuft wurden. Zum Schutze des Eigentums entschied man sich von vertraglich geregelten Vorbehalten Gebrauch zu machen. SkyUp Airlines leistete Folge und wich nach Chișinău in der Republik Moldau aus. “Am 12. Februar 2022 informierte der in Irland ansässige Leasinggeber die Fluggesellschaft über ein sofortiges Einflugverbot  für die UR-SQO in den ukrainischen Luftraum. Trotz aller Bemühungen der Fluggesellschaft und der Bereitschaft der Regierungsbehörden der Ukraine, den Leasinggeber zu kontaktieren, lehnte der Eigentümer des Flugzeugs rundweg ab, gerade zu einem Zeitpunkt, als das Flugzeug bereits nach Kiew flog”, so SkyUp in einem Statement. Das betroffene Flugzeug ist die Boeing 737 mit der Registrierung UR-SQO und trägt die Seriennummer MSN 40880. Ursprünglich wurde der rund zehn Jahre alte Jet an Pegasus Airlines ausgeliefert und fliegt seit August 2021 für die ukrainische Billigfluggesellschaft SkyUp. Eigentümer und Leasinggeber ist Deucalion Aviation.

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Lübeck Air kündigt Visby-Flüge an

Im August 2022 wird Lübeck Air vorerst vier Umläufe zwischen Lübeck und dem schwedischen Visby anbieten. Diese sollen mit einer von Air Alsie betriebenen ATR72-500 durchgeführt werden. Die Ticketpreise starten bei 120 Euro oneway. „Das besondere an der neuen Verbindung ist, dass dem Reisenden durch unsere Partnerschaft mit den Gotland Fähren ab Rostock viel Flexibilität geboten wird“, erläutert Jürgen Friedel, Lübeck Air Geschäftsführer. Adam Jacobsson von Destination Gotland ergänzt: „Die Reise nach Schweden mit der 18 Stunden dauernden Fährfahrt zu starten und dann nach dem Urlaub in nur 2h wieder in Norddeutschland zu landen, ist nur einer der Möglichkeiten, die sich bieten.“ Für die nächsten Jahre strebt man den Ausbau der Flugverbindung, die im August 2022 an zunächst vier Dienstagen bedient werden soll, an. Als Fluggerät kommt eine von Air Alsie betriebene ATR72-500 zum Einsatz.

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Salzburg fordert 4 Uhr 00-Railjet zum Flughafen Wien

Seit einiger Zeit gibt es keine Austrian-Airlines-Inlandsflüge zwischen Salzburg und Wien. Diese wurden auf die Schiene verlagert, jedoch gibt es ein Problem: Die Frühwelle kann aufgrund der Fahrzeiten der Railjets oftmals nicht erreicht werden. Die Salzburger Landespolitik fordert nun eine zusätzliche Verbindung, die Salzburg Hauptbahnhof um etwa 4 Uhr 00 verlassen soll. Diese soll es ermöglichen, dass Flugpassagiere die Morgenwelle am Flughafen Wien-Schwechat erreichen können und zwar unabhängig davon, ob diese mit Austrian Airlines oder einer anderen Fluggesellschaft fliegen. Allerdings dürfte es für das Erreichen der Frühflüge von Ryanair und Wizz Air eher knapp werden, denn viele Verbindungen heben bereits zwischen 5 Uhr 00 und zirka 7 Uhr 00 ab. Aufgrund der Fahrzeit von Salzburg Hbf zum Flughafen Wien-Schwechat, die in etwa zwei Stunden und 49 MInuten beträgt, wird es eng. Eine Verknüpfung als Kooperationszüge (Austrian Airlines/ÖBB) hätte zur Folge, dass viele Morgenflüge der AUA besser ab Salzburg erreichbar sind. Derzeit happert es daran, dass eben der erste Zug zu spät am Flughafen Wien-Schwechat eintrifft. Nicht zu unterschätzen ist, dass der Flughafen München ein ernsthafter Konkurrent ist, denn bis München-Ost, wo man auf die Schnellbahn zum Franz-Josef-Strauß-Airport umsteigen kann, beträgt die Fahrzeit unter 1,5 Stunden. Auf der Westbahn-Strecke gibt es im Gegensatz zur Südbahn keine Vergabe der Verkehre. Das bedeutet konkret, dass die Eisenbahnunternehmen ÖBB und Westbahn eigenwirtschaftlich verkehren und dafür keine Förderungen erhalten. Davon ausgenommen waren die Corona-Lockdowns, in denen beide Anbieter aufgrund von Notvergaben zeitlich befristet unterstützt wurden. Das Ansinnen der Salzburger Landesregierung hängt also in erster Linie

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Eurowings Discover kündigt Mbombela an

Die Fluggesellschaft Eurowings Discover startet im November 2022 drei wöchentliche Flüge von Frankfurt am Main zum Kruger Mpumalanga International Airport. Eigenen Angaben nach ist man der erste interkontinentale Carrier, der diesen Flughafen ansteuert. Eurowings Discover wird im Zeitraum von 15. November 2022 bis 25. März 2023 drei wöchentliche Umläufe nach Mbombela anbieten. Geflogen wird nicht nonstop, sondern mit Zwischenstopp in Windhoek. Zielgruppe der neuen Verbindung sind Personen, die Safari im Krüger Nationalpark erleben wollen. Die Fluggesellschaft erklärt auch, dass sich Mbombela auch für Weiterreisen nach Simbabwe, Mosambik und Swasiland eignen soll. Seit ihrem Start im Juli 2021 erweitert die Ferienfluggesellschaft ihren Flugplan stetig um Destinationen auf dem afrikanischen Kontinent. Schon heute fliegt Eurowings Discover Reisende ab Frankfurt nach Mombasa, Sansibar, Mauritius und Windhoek. Im Sommerflugplan 2022 kommen dann Victoria Falls und Kilimandscharo auf der Langstrecke sowie Djerba, Hurghada und Marsa Alam auf der Mittelstrecke hinzu. Die wöchentlichen Flüge nach Windhoek werden ganzjährig von fünf auf sieben aufgestockt, Mombasa wird ab Sommer ganzjährig vier- statt zweimal wöchentlich angeflogen. Eurowings Discover ist derzeit die einzige europäische Airline, die Direktflüge nach Victoria Falls und Windhoek anbietet. „Afrika ist für uns ganz klar einer der wichtigsten und stärksten Märkte. Unsere Buchungszahlen zeigen, dass es Reisende aus ganz Europa vermehrt in die Weite und Schönheit dieses Kontinents zieht. Als Ferienfluggesellschaft setzen wir daher in diesem Jahr auf ein vielseitiges Afrika-Programm und werden dieses in Zukunft weiter ausbauen”, erklärt Helmut Wölfel, Chief Commercial Officer von Eurowings Discover. Lesetipp: Aviation.Direct hat in diesem Artikel das Kurz- und

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Eurowings: Edi Wolfensberger wird Chief Operating Officer

Eurowings bekommt mit Edi Wolfensberger einen neuen Chief Operating Officer. Er folgt auf Jens Ritter, der zu Lufthansa wechseln wird und dort den ehemaligen Tyrolean-Geschäftsführer Klaus Froese ablösen wird. Wolfensberger ist derzeit für die Konzernschwester Brussels Airlines als COO tätig und soll diese Funktion zum nächstmöglichen Zeitpunkt bei Eurowings übernehmen. Die Geschäftsführung wird sich künftig aus Jens Bischof, Kai Duve und Edi Wolfensberger zusammensetzen. Jens Ritter wird ab 1. April 2022 als CEO von Lufthansa Airlines fungieren und dort auf Klaus Froese folgen, der künftig als Kapitän fliegen wird. Der zuletzt genannte Manager war sechs Jahre lang in der Geschäftsleitung tätig. In der Vergangenheit stand er an der Spitze der mittlerweile nicht mehr existierenden Austrian-Airlines-Tochter Tyrolean Airways.

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Hannover: Volotea nimmt Cagliari auf

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea nimmt Kurs auf Hannover. Der Carrier plant ab 28. Mai 2022 einmal wöchentlich das Ziel Cagliari (Sardinien) anzubieten. Vorerst soll diese Route bis inklusive 8. Oktober 2022 bedient werden. Dem aktuellen Planungsstand nach wird Hannover im Sommerflugplan 2022 das einzige Ziel sein, das der Lowcoster in der Bundesrepublik Deutschland ansteuert. Endgültig entschieden ist das aber noch nicht, denn Volotea hält sich die Möglichkeit offen kurzfristig weitere Deutschland-Strecken aufzulegen. In Österreich wird man im Sommer 2022 den Flughafen Wien anfliegen, jedoch im Gegensatz zu vergangenen Sommerflugplänen nur das Ziel Nantes anbieten. Dieses soll ab 8. April 2022 saisonal bedient werden. Nähere Informationen dazu in diesem Artikel.

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Oslo: Flyr kündigt fünf neue Strecken an

Die norwegische Billigfluggesellschaft Flyr kündigt die Aufnahme von fünf neuen Strecken für den Sommerflugplan 2022 an. Diese sollen ab der Homebase Oslo angeboten werden und unter anderem nach Stockholm, Prag und Pisa führen. Ab 7. April 2022 will Flyr fünfmal wöchentlich zwischen den Hauptstädten von Norwegen und Schweden fliegen. Per 9. Mai 2022 soll diese Route täglich bedient werden. Mit Wirksamkeit zum 15. August 2022 ist eine weitere Aufstockung auf neun Umläufe pro Woche geplant. Die tschechische Hauptstadt Prag soll ab dem 7. April 2022 zunächst zweimal wöchentlich angesteuert werden. Für den 14. Juni 2022 ist die Anhebung der Frequenzen auf drei pro WOche angekündigt. Zum 8. April 2022 will Flyr zunächst zweimal wöchentlich ins schottische Edinburgh fliegen. Mit 15. Juni 2022 kommt ein dritter Umlauf dazu. Das dänische Billund soll ab 8. April 2022 zunächst dreimal pro Woche bedient werden. Eine vierte Rotation kommt am 13. Juni 2022 dazu und ab 15. August 2022 will man sechs Mal pro Woche zwischen den beiden Städten fliegen. Nach Pisa soll es ab dem 6. Mai 2022 zunächst zweimal wöchentlich gehen. Temporär will man zwischen dem 6. Juli 2022 und 10. August 2022 dreimal pro Woche pendeln.

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Slowenien zahlte 1,68 Millionen Euro an Lufthansa Group

Slowenien hat seit dem Konkurs von Adria Airways keinen Homebase-Carrier mehr und die Corona-Pandemie hat das Interesse von Airlines ab Ljubljana oder gar Maribor zu fliegen in noch enger gesteckte Grenzen befördert. Nun will die Regierung das bestehende Förderprogramm verlängern. Man ist in der ungünstigen Situation, dass man keine Passagierfluggesellschaft hat, die eine Basis oder Homebase in Slowenien unterhält. Das führt dazu, dass besonders Netzwerkcarrier einen gewissen Druck ausüben können. Die slowenische Regierung legte unmittelbar nach der Pleite von Adria Airways ein Förderprogramm auf, das Airlines unter bestimmten Umständen bis zu 30 Euro pro Fluggast in die Kassen spült. Allerdings müssen sich die Carrier dafür bewerben und es kommen auch nur Strecken in Frage, die die Regierung als besonders wichtig für die Konnektivität Sloweniens erachtet. In erster Linie handelt es sich dabei um Hub-Anbindungen, jedoch auch um bedeutsame Point-to-Point-Strecken. Laut offizieller Mitteilung des slowenischen Wirtschaftsministeriums hat man in den Jahren 2020 und 2021 rund 3,73 Millionen Euro an die Fluggesellschaften ausbezahlt. Davon gingen 1,68 Millionen Euro an Lufthansa und ihre Töchter Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines. An die Billigfluggesellschaft Wizz Air wurden 178.350 Euro überwiesen. Air France erhielt 494.550 Euro. Turkish Airlines bekam 664.560 Euro. Die Regierung will das Förderprogramm auch im Jahr 2022 fortführen und die dafür zur Verfügung stehenden Finanzmittel aufstocken. Man will mit Hilfe dieser Förderungen die Wiederaufnahme bestehender Routen unterstützten, aber auch neue Carrier nach Slowenien locken. Interessanterweise gab Ryanair dem von Fraport geleiteten Flughafen Ljubljana schon einen öffentlichen Korb, denn man warf dem Airport

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Kanada: Swoop flottet sechs Boeing 737-Max-8 ein

Die Westjet-Tochter Swoop erweitert die Flotte um sechs Mittelstreckenjets des Typs Boeing 737 Max 8. Diese sollen im Laufe des Sommers 2022 übernommen werden. Gleichzeitig will man das Streckennetz ausbauen. Der kanadische Billigflieger betreibt derzeit zehn Boeing 737-800. Die Einflottung der zusätzlichen Flugzeuge ist eigenen Angaben nach eine Reaktion auf die derzeit hohe Nachfrage. Man rechnet damit, dass besonders hinsichtlich Urlaubsreisen ein enormer Nachholbedarf besteht. Die sechs Boeing 737 Max 8 sollen primär im Inlandsverkehr eingesetzt werden. Punktuell werden diese aber auch auf internationalen Strecken anzutreffen sein. “Wir haben über die Feiertage eine sehr bedeutsame Nachfrage nach Rückreisen gesehen, was signalisiert, dass die Kanadier bereit sind, sich mit Familie und Freunden wieder zu vereinen. Die Anschaffung von sechs neuen Flugzeugen als Reaktion auf die erwartete Nachfrage wird sicherstellen, dass Swoop in diesem Sommer mehr Kanadier wieder verbindet und gleichzeitig die wirtschaftliche Erholung Kanadas beschleunigt”, so Bert van der Stege, Finanzchef von Swoop. Der Carrier hat bereits eine ganze Reihe neuer Strecken angekündigt. Diese sollen schrittweise ab Mai 2022 aufgenommen werden. Überwiegend werden diese ab Newfoundland und Labrador angeboten.

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