Jan Gruber

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Jan Gruber

Ultrakurzstrecke: Air Malta und Malta Air im Vergleich

Ultrakurzstrecken-Flüge stehen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik und werden von immer mehr Staaten besonders hoch besteuert. Inseln können aus nachvollziehbaren Gründen im Regelfall nur auf dem See- oder Luftweg erreicht werden. Da liegt es in der Natur der Sache, dass es auch besonders kurze Flüge geben muss. So kurz, dass selbst Ryanair keinen Bordverkauf durchführt. Der irische Lowcoster und seine Töchter Lauda Europe, Buzz, Malta Air und Ryanair UK sind europaweit bekannt, dass man ein fliegender Gemischtwarenhändler ist. Von Getränken und Snacks über Parfums und Rubbellose bis hin zu Smartphone-Gadgets wird so ziemlich alles feilgeboten. Je nach diensthabender Crew mal dezent, mal regelrecht aufdringlich. Die Einnahmen aus dem Bordverkauf sind ein nicht unerheblicher Teil des Konzernumsatzes. Umso überraschender, wenn es überhaupt keinen Verkauf gibt. Die Inseln Sizilien und Malta verbindet traditionell sehr viel. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Malta Air (Ryanair) und die staatliche Air Malta gleich mehrere Städte Siziliens mit dem Flughafen Luqa verbinden. Vor der Corona-Pandemie wurde sogar äußerst hochfrequent geflogen, so dass von einer Art „Luftbrücke“ die Rede sein konnte. Derzeit ist das Angebot reduziert, was jedoch die beiden Player nicht daran hindert sich weiterhin einen harten Wettbewerb zu liefern. Am schärfsten ist dieser auf der Route Malta-Catania-Malta, denn dies ist quasi die Rennstrecke zwischen den beiden Inseln. Air Malta bietet weiters Flüge nach Palermo an und der Ryanair-Mitbewerber Malta Air fliegt auch nach Trapani. In der Vergangenheit gab es auch reguläre Flüge nach Comiso. Aufgrund der aktuellen Situation konzentriert sich im Winterflugplan 2022/21 das

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Salzburg: Wizz Air streicht auch Varna-Pläne

Im Sommer 2020 wurde der Billigflieger Wizz Air als großer Hoffnung am Flughafen Salzburg vorgestellt. Nach nur wenigen Flügen war aber schon wieder Schluss und seither verschiebt der Lowcoster sein Comeback in regelmäßigen Abständen. Nun sind nur noch zwei Strecken in die Mozartstadt geplant. Im Vorjahr wurde die Aufnahme der Varna-Flüge äußerst kurzfristig abgesagt und gleich um ein ganzes Jahr nach hinten verschoben. Nun hat es sich Wizz Air gänzlich anders überlegt und die Bulgarien-Strecke komplett aus dem Reservierungssystem getilgt. Dieser Carrier wird im Sommerflugplan 2022 keine Flüge ans Schwarze Meer ab Salzburg anbieten. Derzeit verbleiben nur noch die geplanten Ziele Kiew und St. Petersburg. Beide Routen sollten bereits im September 2020 aufgenommen werden. Allerdings verschiebt Wizz Air die Erstflüge in regelmäßigen Abständen nach hinten. Derzeit ist geplant, dass diese ab Ende März 2022 bedient werden sollen. Ob es zu einer tatsächlichen Aufnahme oder einer neuerlichen Verschiebung kommt, bleibt abzuwarten. Im Gegensatz zu Wien hat Wizz Air in der Mozartstadt keine Flugzeuge stationiert.

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Premium-Economy: Lufthansa und Swiss bestellen neue Sitze bei Zim

Die Fluggesellschaften Swiss und Lufthansa werden weitere Flugzeuge mit Premium-Economy-Sitzen von Zim Aircraft Seating ausrüsten. Die beiden Carrier haben sich für das Modell Zim Privacy PC-02 entschieden. Beim Kranich soll das Nachfolgemodell des Zim Magic PC-01 in 19 Boeing 747-8 eingebaut werden. Bei Swiss werden neun Airbus A330 mit diesen Sitzen ausrüstet. Herstellerangaben nach sollen die Premium-Economy-Sessel individuell angepasst werden. Der neue Premium Economy-Sitz Zim PC-02 wird in Q1/2022 bei Swiss (A340 und B777) und künftig auch für Lufthansa in den neuen B777-9, A350 und B787 eingebaut. Der neue Sitz verfügt über eine Vielzahl Funktionen, die das Gesamterlebnis und den Komfort des Passagiers verbessern sollen. Der PC-02 soll mit einer guten mechanischen Kinematik, die in einer festen Rückenlehnenschalenstruktur eingeschlossen ist, punkten. Weiters soll der Sichtschutz für eine verstärkte Privatsphäre sorgen. Der Zim Privacy umfasst auch eine Vielzahl weiterer Annehmlichkeiten wie individuell einstellbare Armlehnen, einen Cocktailtisch, einen einteiligen Esstisch, eine persönliche Leselampe, eine stimmungsvolle Umgebungsbeleuchtung und einen extra großen IFE-Bildschirm.

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Norse Atlantic Airways erhält Genehmigung für USA-Flüge

Das Langstrecken-Startup Norse Atlantic Airways hat seitens dem U.S.-amerikanischen Department of Transportation die notwendige Bewilligung für die Durchführung von Passagierflügen von Norwegen in die Vereinigten Staaten von Amerika erhalten. Damit ist der Carrier nach dem Erhalt von AOC und Betriebsgenehmigung einen weiteren Schritt vorangekommen. Im Frühjahr 2022 will man zunächst ab Oslo Transatlantik-Flüge zu sekundären Airports in den USA aufnehmen. In Fort Lauderdale richtet man das U.S.-Hauptquartier ein. Hier sollen auch Flugbegleiter und Piloten beschäftigt werden. „Wir sind begeistert von der Genehmigung des Verkehrsministeriums für unsere erschwinglichen Transatlantikflüge. Dieser bedeutende Meilenstein bringt Norse dem Start eines erschwinglichen und umweltfreundlicheren Dienstes für Kunden, die zwischen Europa und den Vereinigten Staaten reisen, einen Schritt näher. Wir schätzen den konstruktiven und schnellen Ansatz des U.S. DoT und freuen uns auf die Zusammenarbeit in den kommenden Monaten“, so Bjørn Tore, CEO und Gründer von Norse.

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Japan: Peach Aviation brachte A321LR vorzeitig in die Luft

Die japanische Billigfluggesellschaft Peach Aviation hat den ersten Airbus A321LR vorzeitig in den aktiven Liniendienst gestellt. Ursprünglich plante man ab 1. Feber 2022 mit diesem langstreckentauglichen Muster ab Osaka nach Okinawa und Sendai zu fliegen. Peach Aviation ist eine Tochter der ANA Holdings und hat insgesamt vier Maschinen dieses Typs bestellt. Die erste Einheit wurde kurz vor Weihnachten nach Osaka überstellt. Der erste kommerzielle Linienflug mit A321LR wurde bereits am 28. Dezember 2021 durchgeführt. Das Premierenflugzeug trägt die Registrierung JA902P. Die Flotte von Peach Aviation besteht derzeit aus sechs A320neo, 28 A320 und neu einem A321LR. Der Carrier erwartet noch die Auslieferung von weiteren A321LR sowie von fünf A320neo. Derzeit fliegt man aufgrund der japanischen Restriktionen verstärkt im Inland.

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Kiew: Motor Sich nimmt weitere Antonow An-24 Strecke auf

Motor Sich Airlines nimmt ab Kiew-Schuljany mit Mykolajiw eine weitere Inlandsstrecke auf, die mit dem Maschinentyp Antonow An-24 bedient werden soll. Damit bietet man ab der Hauptstadt der Ukraine vier Domestic-Ziele auf eigene Rechnung an. Motor Sich Airlines ist insbesondere für die mittlerweile schon fast historische Flugzeugflotte bekannt. Ab dem innerstädtischen Airport Kiews fliegt man nach Odessa, Lwiw, Saporischschja und neu nach Mykolajiw auf eigene Rechnung. Weiters setzt man die Antonow An-24 im Rahmen eines Wetlease-Vertrags für Air Ocean Airlines nach Chernivtsi ein. Die neue Domestic-Strecke nach Mykolajiw wird ab 23. Jänner 2022 viermal wöchentlich bedient. Geflogen wird an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag. Im Regelfall kommen Turbopopflugzeuge des Typs Antonow An-24 zum Einsatz. Aviation.Direct hat unter diesem Link ein ausführliches Portrait über Motor Sich Airlines und den mittlerweile seltenen Maschinentyp bereitgestellt.

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Regiojet-Züge im Test: Top-Service an Bord, aber komplizierte Online-Buchung

Seit einigen Jahren ist das tschechische Verkehrsunternehmen Regiojet im österreichischen Schienenverkehr präsent. Derzeit bietet man ab Wien Hauptbahnhof zwei Strecken an: Prag und Bratislava. Weiters ist man mit zumeist gelben Fernbussen ab dem Busbahnhof Wien Hbf tätig. Regiojet ist eine Tochtergesellschaft von Student Agency und kommt ursprünglich aus dem Fernbussegment. Vor einigen Jahren nahm man zunächst innertschechische Bahnlinien auf und expandiert mittlerweile auch international. Das Angebot in den Zügen unterscheidet sich zum Teil stark von jenem, das man beispielsweise bei den Österreichischen Bundesbahnen gewohnt ist. Alle Fahrgäste – unabhängig von der gebuchten Reiseklasse – erhalten kurz nach dem Einstigen eine kleine Flasche Wasser überreicht. Je höher die Wagenklasse, desto größer die Auswahl an inkludierten Getränken und Snacks. Interessanterweise gibt es selbst innerhalb der zweiten Klasse deutliche Service-Unterschiede. Hinweis: Sämtliche Fotos in diesem Artikel sind als Slideshows eingefügt. Am PC können die Galerien durch Klicken auf die Pfeile durchstöbert werden und auf Smartphones und Tablet-PCs durch Wischen nach rechts und links. Ex-ÖBB-Vierer-Abteile als Business-Class Grundsätzlich hat Regiojet nur zwei offizielle Wagenklassen. Die Erste Klasse bezeichnet man als Business-Class und entspricht von der Ausstattung her Eins zu Eins den Viererabteilen, die die Österreichischen Bundesbahnen in den Eurocity-Zügen anbieten. Das ist kein Zufall, denn das Wagenmaterial wurde gebraucht von den ÖBB erworben. In der „Schienen-C“ sind viele Getränke und Snacks im Fahrpreis inkludiert. Diese können beim Steward bzw. der Stewardess bestellt werden. Was genau dabei ist und wofür man bezahlen muss, ist im Business-Class-Folder enthalten. Die Zweite Klasse unterteilt Regiojet in drei Unterklassen,

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Milos: ATR42 von Olympic macht Ausflug in die Botanik

Einen unfreiwilligen Ausflug in die Botanik unternahm die von Olympic Air betriebe ATR42-600 mit der Registrierung SX-OAY am Freitag gegen 15 Uhr 30. Das Turbopropflugzeug geriet auf der griechischen Insel Milos von der Piste ab und kam auf dem Gras daneben zum Stillstand. Lokalen Berichten nach, die von Olympic Air bestätigt wurden, wurde die ATR42-600 in der letzten Phase des Ausrollens auf der Runway 08 von einer starken Windböe erfasst und ins Gras, das sich direkt neben der Start- und Landebahn befindet, befördert. Optisch sind keine Schäden erkennbar, jedoch werden Techniker der Aegean-Tochter die Maschine vor dem Wiedereinsatz genau überprüfen und gegebenenfalls Reparaturarbeiten vornehmen. Laut Olympic Air befanden sich 20 Passagiere an Bord des Turbopropflugzeugs, das als OA24 auf dem Weg von Athen nach Milos war. Keiner der Fluggäste oder der Crew wurde verletzt. Alle konnten die Maschine sicher verlassen, jedoch in der Botanik neben der Runway statt auf der Parkposition. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls war die SX-OAY 8,9 Jahre alt. Diese Maschine ist erst im August 2021 zur Flotte der Aegean-Regionaltochter gestoßen.

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Lübeck Air und Swiss Flight Services mit Ferienflügen ab Bern

Seit der Pleite der Regionalfluggesellschaft SkyWork Airlines ist das Angebot ab dem Flughafen Bern-Belp stark zusammengeschrumpft. Im Sommerflugplan 2022 werden von Veranstaltern wieder einige Ferienstrecken angeboten. Beispielsweise bietet Belpmoos Reisen ab 14. Mai 2022 Nonstop-Flüge nach Olbia an. Diese werden mit Embraer 195 von German Airways bedient. Dabei ist man aber nur Subunternehmer, denn formell kooperiert man mit Lübeck AIr und diese mit Air Alsie. Die Strecke soll jedenfalls bis zum 15. Oktober 2022 an Samstagen geflogen werden werden. MIt ATR72-500 von Air Alsie soll es an Samstagen nach Heringsdorf gehen. Lübeck steht an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag im Flugplan. Jerez de la Frontera wird an Sonntagen im Auftrag von Belpmoos Reisen bedient, jedoch nur zwischen 18. September und 23. Oktober 2022 angeboten. Diese Routen werden unter der Marke Lübeck Air angeboten. Nach Elba geht es wieder mit King-Air-Turboprops. Diese Route soll ab Anfang Juni 2022 zweimal wöchentlich angeboten werden. Portoroz in Slowenien ist ein gänzlich neues Ziel, das ab August ab Bern-Belp angeboten werden soll. Operating Carrier dieser beiden Strecken ist SFS Swiss Flight Services.

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Luxair lässt sich London-City nicht abluchsen

Die Fluggesellschaft Luxair will sich ihre Brot-und-Butter-Strecke zwischen Luxemburg und London-City nicht nehmen lassen. Der Carrier reagiert auf die Ankündigung des Mitbewerbers British Airways, der die Tochter BA Cityflyer auf diese Route schicken wird, und stockt die Frequenzen auf. Bislang bedient Luxair den “Shuttle Service” zwischen den beiden Finanzplätzen im Monopol. BA Cityflyer wird diese Strecke in Kürze mit Embraer 170/190 aufnehmen und damit dem bisherigen Platzhirsch ordentlich Konkurrenz machen. Das lässt Luxair aber nicht auf sich sitzen und stockt die London-City-Route per 1. März 2022 auf bis zu fünf tägliche Umläufe auf. Während BA Cityflyer mit Embraer-Jets fliegen wird, setzt Luxair weiterhin auf Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400. Der luxemburgische Carrier leistet sich gar den kostspieligen Luxus von Nightstopps am innerstädtischen Airport der britischen Hauptstadt. Das Abstellen von Flugzeugen ist hier besonders teuer.

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