Regiojet-Züge im Test: Top-Service an Bord, aber komplizierte Online-Buchung

Standard-Klasse Astra (Foto: Jan Gruber).
Standard-Klasse Astra (Foto: Jan Gruber).

Regiojet-Züge im Test: Top-Service an Bord, aber komplizierte Online-Buchung

Standard-Klasse Astra (Foto: Jan Gruber).
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Seit einigen Jahren ist das tschechische Verkehrsunternehmen Regiojet im österreichischen Schienenverkehr präsent. Derzeit bietet man ab Wien Hauptbahnhof zwei Strecken an: Prag und Bratislava. Weiters ist man mit zumeist gelben Fernbussen ab dem Busbahnhof Wien Hbf tätig.

Regiojet ist eine Tochtergesellschaft von Student Agency und kommt ursprünglich aus dem Fernbussegment. Vor einigen Jahren nahm man zunächst innertschechische Bahnlinien auf und expandiert mittlerweile auch international. Das Angebot in den Zügen unterscheidet sich zum Teil stark von jenem, das man beispielsweise bei den Österreichischen Bundesbahnen gewohnt ist.

Alle Fahrgäste – unabhängig von der gebuchten Reiseklasse – erhalten kurz nach dem Einstigen eine kleine Flasche Wasser überreicht. Je höher die Wagenklasse, desto größer die Auswahl an inkludierten Getränken und Snacks. Interessanterweise gibt es selbst innerhalb der zweiten Klasse deutliche Service-Unterschiede.

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Ex-ÖBB-Vierer-Abteile als Business-Class

Grundsätzlich hat Regiojet nur zwei offizielle Wagenklassen. Die Erste Klasse bezeichnet man als Business-Class und entspricht von der Ausstattung her Eins zu Eins den Viererabteilen, die die Österreichischen Bundesbahnen in den Eurocity-Zügen anbieten. Das ist kein Zufall, denn das Wagenmaterial wurde gebraucht von den ÖBB erworben. In der „Schienen-C“ sind viele Getränke und Snacks im Fahrpreis inkludiert. Diese können beim Steward bzw. der Stewardess bestellt werden. Was genau dabei ist und wofür man bezahlen muss, ist im Business-Class-Folder enthalten.

Die Zweite Klasse unterteilt Regiojet in drei Unterklassen, wobei dies Inhabern des Klimatickets so ziemlich egal sein kann, weil dieses gilt in der gesamten Zweiten Klasse und zwar unabhängig davon wie Regiojet diese unterteilt. Allerdings benötigt man eine so genannte Platzkarte, denn andernfalls kann man nur bei freien Sitzplätzen in der Lowcost- bzw. Standard-Astra-Kategorie mitfahren. Nähere Einzelheiten dazu in diesem Artikel.

Die Lowcost-Klasse bietet so ziemlich gar keinen Komfort oder Service – abgesehen von einem kostenlosen Wasser – und ist die billigste Beförderungskategorie von Regiojet. Die Sitze erinnern stark an einstige 2.-Klasse-Ausstattung aus Deutschland. Das ist auch kein Zufall, denn diese Großraumwägen hat man gebraucht in der Bundesrepublik erworben. Man kann die Sitzqualität am ehesten mit jenen von Regionalzügen vergleichen. Was in der Lowcost inkludiert oder eher nicht inkludiert ist, kann im Folder unter diesem Link nachgelesen werden.

Zwei unterschiedliche Standard-Klassen und Ex-ÖBB-Erste-Klasse als Relax Class

In der so genannten Standard-Klasse sollte man bei der Buchung hellwach sein, denn diese unterteilt sich in zwei Produkte, die sich preislich nicht unterscheiden, aber hinsichtlich Komfort liegen Welten dazwischen. Einerseits handelt es sich um gebrauchte Zweite-Klasse-Eurocity-Wägen der ÖBB. Diese sind in Abteile mit je sechs Sitzplätzen aufgeteilt. Sonderlich viel gibt es dazu auch nicht zu sagen, denn diese sind durchaus eng und es hat schon seinen Grund, dass viele Bahnfahrer in solchen Abteilen schauen, dass sie ihre Nebensitze mit Jacken, Taschen und sonstigem Gerümpel belegen, denn es kann eng werden. Was in der Standard-Klasse (Abteil) inkludiert ist und was nicht, geht aus diesem Folder hervor.

Gänzlich anders ist es in den Großraumwagen. Diese nennt Regiojet gelegentlich auch „Astra-Waggons“. Es handelt sich um Neubauwägen, die die tschechische Bahngesellschaft bei Astra hat fertigen lassen. Diese sind mit Ledersitzen, Bord-Entertainment-System und großem Sitzabstand ausgerüstet. Der Standard ist gegenüber den Abteilen erheblich höher und eigentlich könnte man meinen, dass diese Wägen die „First Class“ wären. Nein, es ist die Zweite Klasse und diese ist hinsichtlich der Ausstattung der Regiojet-Business-Class deutlich überlegen. Unabhängig, ob man im Abteil oder im Astra-Großraumwagen sitzt: Heißgetränke wie Kaffee und Tee sind inklusive. Diese können über die App oder direkt beim Steward bestellt werden. Was im Astrawagen dabei ist und wofür bezahlt werden muss, geht aus diesem Folder hervor.

Die so genannte Relax-Class entspricht Eins zu Eins den Großraumbereichen der ÖBB-EuroCity-Züge. Das ist kein Zufall, denn diese Waggons hat man gebraucht von den Österreichischen Bundesbahnen gekauft. Die Abteile werden als Business Class (1. Klasse) vermarktet und der Großraumbereich als Relax Class (2. Klasse). Im Gegensatz zu den Astra-Großraumwägen ist hier das Highlight der Unterhaltung die Steckdose. Es gibt kein Entertainmentsystem in den Ledersitzen. Inkludiert sind beispielsweise Kaffee und Tee, die bei den Stewards bestellt werden können. Was inklusive ist und was nicht, ist im Relax-Class-Folder festgehalten.

Einiges inklusive, der Rest sehr günstig

Die Regiojet-Züge sind also ein Sammelsurium von Waggons, die unterschiedlicher kaum sein können. In allen Wagen bietet man kostenfreies WLAN-Internet an und über dieses kann beispielsweise auf dem Laptop oder dem Smartphone auch ein Bord-Entertainment genutzt werden. In den Astra-Großraumwägen ist dieses ähnlich wie in Langstreckenflugzeugen in den Vordersitz eingebaut.

Ein Blick in die Folder, die in den Waggons an den Sitzen ausliegen, zeigt, dass das Preisniveau des Bordservice überraschend niedrig ist. Sofern nicht aufgrund der gebuchten Reiseklasse ohnehin inkludiert, kostet ein Stück Kuchen lediglich 40 Cent. Auch andere Speisen und Getränke, die selbst in der Business Class nicht dabei sind, werden sehr günstig angeboten. Man liegt zum Teil erheblich unter Mitbewerbern.

Personal auf Zack – Minztee mit frischer Minze gekocht

Ein interessantes Detail zeigte sich kurz nach dem Servieren eines inkludierten Minztees. Anstatt des erwarteten Teebeutels oder Einschenken aus einer Thermoskanne, wurde dieser mit frischen Minzblättern angerichtet. Das ist natürlich ein tolles Geschmackserlebnis, wobei Regiojet ernsthaft darüber nachdenken sollte Porzellantassen zu verwenden, denn im Pappbecher geht irgendwie das Feeling eines tollen Tees aus frischer Minze verloren.

Das Zugpersonal war auf beiden Strecken der Testfahrt mehrsprachig und auf Zack. Die Stewardessen und Stewards sprachen Deutsch, Tschechisch und Englisch. Das ist kein Zufall, denn auf den österreichischen Streckenabschnitten liegt die Betriebsführung bei der Regiojet AT GmbH. Das hat zur Folge, dass die Zugbegleiter von dieser stammen. Zusätzlich ist Servicepersonal aus Österreich und Tschechien an Bord, wobei dieses von Regiojet stammt. Am Bahnhof Breclav steigen die Regiojet-AT-Mitarbeiter aus und Kollegen der tschechischen Gesellschaft übernehmen. Die andere Fahrtrichtung das umgekehrte Spiel. Das hängt damit zusammen, dass im Eisenbahnverkehr noch immer an den Grenzbahnhöfen Personal gewechselt werden muss.

Mittlerweile ist verfügt der tschechische Student-Agency-Konzern, dem Regiojet angehört, in Österreich über eine eigenständige Tochtergesellschaft, die vom Verkehrsministerium als privates Eisenbahnunternehmen zugelassen ist. Diese trägt den Namen RegioJet AT GmbH, hat ihren Sitz in Wien und beschäftigt in Österreich unter anderem Triebfahrzeugführer, Zugchefs und –begleiter. Hintergrund ist, dass aus eisenbahnrechtlichen Gründen trotz Europäischer Union an den Grenzbahnhöfen das Personal gewechselt werden muss, denn die Betriebsführung muss stets durch ein nationales Unternehmen erfolgen. In der Vergangenheit kooperierte Regiojet in Österreich zunächst mit der GKB und anschließend mit der Westbahn.

Unabhängig davon haben alle Mitarbeitern in den beiden Regiojet-Zügen einen sehr guten Eindruck hinterlassen, denn diese erwiesen sich nicht nur als freundlich und hilfsbereit, sondern haben auch proaktiv beim Einladen und Verstauen von Koffern mitangepackt oder aber auf inkludierte Serviceleistungen – zum Beispiel Getränke – hingewiesen, die man in Österreich in der Bahn gar nicht erwarten würde. Kaum war der Teebecher leer, fragte der freundliche Steward, ob man noch einen haben möchte und das nicht aufdringlich, sondern freundlich und serviceorientiert.

Harter Wettbewerb in Tschechien wirkt sich positiv auf den Bordservice aus

Die Frage warum Regiojet inkludiertes Wasser und außerhalb der Low-Cost-Class auch beispielsweise Tee und Kaffee kostenlos ausschenkt, ist leicht beantwortet. In der Tschechischen Republik ist der Service-Standard im Eisenbahn-Fernverkehr jenem von Österreich oder Deutschland um Längen voraus. Dort sind kostenloser Kaffee oder Tee in den meisten Klassen eine Selbstverständlichkeit und keine Überraschung. Befeuert wird das natürlich durch einen harten Wettbewerb, den sich Regiojet, Leo Express und CD liefern. Dieser wirkt sich in erster Linie für die Fahrgäste auf den Preis aus, denn auf Routen, auf denen alle drei Anbieter fahren, sind die Fahrscheinpreise im Keller. Allerdings ist das nicht alles: Jeder Anbieter will ein bisschen mehr Service bieten, um Passagiere für sich zu gewinnen. Das Resultat: Guter Bordservice mit einigen inkludierten Sachen sowie das Sammelsurium unterschiedlichster Beförderungsklasen, gar mit Unterschieden innerhalb der Zweiten Klasse.

Regiojet punktet auf den Strecken von Wien nach Prag bzw. Wien nach Budapest mit günstigen Preisen und sehr gutem Bordservice. Dieser liegt weit über dem Standard anderer Bahngesellschaften, die in Österreich tätig sind. Soweit an Bord alles ganz nett, aber bis man überhaupt dorthin kommt, ist es gelinde gesagt äußerst mühsam. Ursache dafür ist die Regiojet-Homepage, deren Buchungssystem veraltet und kompliziert ist. Möchte man „normale Fahrkarten“ erwerben, dann ist es ein wenig einfacher, aber dennoch unübersichtlich. Auch wechselt die Sprache der Page während dem Buchungs- und Kaufvorgang gelegentlich zwischen Deutsch, Tschechisch und Englisch. Die App ist nur minimal besser, jedoch werden hier alle Preise in Tschechischen Kronen angezeigt und obendrein können Klimaticket-Inhaber über diese keine Reservierungen tätigen.

Regiojet ist Partner des Klimatickets und das obwohl man noch keine innerösterreichsichen Strecken anbietet. Allerdings gilt die Netzkarte von Wien nach Břeclav v.v., von Wien nach Hegyeshalom v.v. sowie von Břeclav nach Hegyeshalom vice versa. In osteuropäischen Ländern ist es im Fernverkehr aber üblich, dass man zusätzlich zur Fahrkarte eine Reservierung, auch Platzkarte genannt, benötigt. Bei normalen Regiojet-Fahrkarten ist diese bereits inkludiert und man kann sich den Wunschsitzplatz in der jeweiligen Klasse sogar selbst aussuchen.

Reservierung für Klimaticket-Inhaber äußerst mühsam

Inhaber des Klimatickets, die garantiert befördert werden wollen, müssen eine kostenpflichtige Reservierung tätigen. Ohne diese kann man nur, wenn es in Lowcost und Astra-Großraumwagen freie Plätze gibt, mitfahren. Allerdings bekommt man dann die inkludierten Leistungen nicht, denn diese sind laut Regiojet eben an die Platzkarte geknüpft. Soweit gar nicht so wild, denn bei den ÖBB müssen Klimaticket-Inhaber für Sitzplatzreservierungen auch bezahlen. Nur die Staatsbahn macht es nicht so dermaßen unübersichtlich und kompliziert wie der tschechische Mitbewerber.

Zunächst muss man mal wissen in welchen Waggons das Klimaticket überhaupt gültig ist, denn in deutscher Sprache findet sich auf der Regiojet-Page kein Hinweis. In tschechischer Sprache aber schon: Lowcost, Standard, Standard (Astra) und Relax, die allesamt als „Zweite Klasse“ geführt sind, obwohl es die in diesem Artikel aufgezeigten gravierenden Unterschiede gibt.

Man muss bei der Auswahl des Zuges dann den letzten Punkt „Seat reservation only“ auswählen und dann wird nach einer Fahrkartennummer gefragt. Hier ist die Nummer des Klimatickets, die auf der Rückseite aufgedruckt ist, einzutragen. Anschließend kann man den Platz auswählen, aber es gibt ernsthaft unterschiedliche Preise: So kostet „Standard“ zwei Euro, „Relax“ 2,80 Euro und kurioserweise „Business“ nur 1,30 Euro. In der „Schienen-C“ gilt das Klimaticket aber nicht. Das Reservieren in die Lowcost kostet ebenfalls zwei Euro, jedoch sind dort kurzfristig nur selten Sitzplätze verfügbar, da die meisten normalzahlenden Fahrgäste die billigste Klasse nutzen.

Als überaus ärgerlich erweist sich, dass man nach dem Erwerb der Platzkarte den Buchungsprozess für die Reservierung der Rückfahrt erneut starten muss, denn Hin- und Rückfahrt zusammen reservieren funktioniert nicht. Beim Erwerb normaler Tickets geht das aber schon. Wenn man von Břeclav aus beispielsweise nach Prag weiterfahren möchte, benötigt man von dort aus ein reguläres Ticket, womit schon der dritte Buchungsvorgang von vorne gestartet werden muss. Eine kundenfreundliche Lösung sieht definitiv anders aus. An Bord müssen übrigens die Platzkarte (Reservierung) und das Klimaticket gemeinsam vorgezeigt werden. Ausdrucken muss man nicht, der QR-Code kann auch mit dem Smartphone vorgewiesen werden.

Normalerweise sollte gerade ein Online-Fachmedium eher in Richtung Online- und Smartphone-Buchungen empfehlen, aber Klimaticket-Inhabern, die mit Regiojet fahren wollen, kann man nur klar und deutlich raten die Reservierung am Bahnhofsschalter, der unter anderem an den Hauptbahnhöfen in Wien und Prag sowie in Břeclav zu finden ist, zu tätigen. Dort geht es nämlich deutlich schneller als in Eigenregie über das Internet und das Schalterpersonal ist obendrein auch noch freundlich und kennt sich mit etwaigen Bus-Anschlüssen innerhalb Tschechiens aus.

Fazit: Service gut, Buchungsvorgang stark verbesserungsbedürftig

Regiojet bietet ein tolles Bordprodukt an, das besonders mit gutem, umfangreichem und freundlichem Service punktet. Die Mitarbeiter hinterlassen einen sehr guten Eindruck und scheinen offensichtlich Freude an ihrem Beruf zu haben. Zu einer angenehmen Zugfahrt gehört einfach ein netter Schaffner oder eine nette Schaffnerin dazu. Regiojet hat zusätzlich zu den formellen Zugbegleitern, die sich in erster Linie um die Fahrkarten kümmern, auch so genannte Stewardessen und Stewards an Bord, die beispielsweise Tee und Kaffee servieren. Eine tolle Idee und abgesehen von der Lowcost ist vieles auch noch kostenlos. Das Gratis-Wasser, das in allen Klassen kurz nach dem Einsteigen gereicht wird, ist eine tolle Geste und besonders im Sommer sicherlich sehr angenehm.

Das Sammelsurium an Wagen bzw. die sehr starke Fragmentierung der Beförderungsklassen ist sowohl das Resultat des Einkaufs der Waggons als auch des starken Konkurrenzkampfs in Tschechien. Regiojet will offensichtlich alle Erwartungen bzw. Geldbeutel von potentiellen Passagieren gleichzeitig abdecken. Aber mal ehrlich: Braucht man wirklich in der zweiten Klasse die Unterteilung in Lowcost, Standard (Abteil), Standard-Astra und Relax? Vier Beförderungsklassen innerhalb der 2. Klasse und dann gravierende Unterschiede zwischen Standard (Abteil) und Standard (Astra). Ja, die Astra-Wägen sind wirklich toll und es ist nicht nachvollziehbar warum diese mit den, nun ja, Ex-ÖBB-Sechser-Kuschelabteilen, in einer Preisstufe sind. Die Astra-Waggons wirken jedenfalls mehr nach Erste Klasse als die eigentliche Business Class (1. Klasse).

Die Relax Class (2. Klasse) ist von den Sitzen her –  wie ausführlich beschrieben – Eins zu Eins die Erste Klasse der ÖBB-EuroCity-Züge. Der einzige Unterschied ist, dass man aus dem Bordprospekt inkludierte Getränke auswählen kann und Regiojet diese Großraumabteile eben innerhalb der Zweiten Klasse angesiedelt hat. Kurzum: Das Bordprodukt von Regiojet ist zwar stark fragmentiert, aber punktet mit gutem Bordservice und Sauberkeit.

Alle Plus-Punkte, die Regiojet an Bord sammeln kann, wird so mancher potentielle Fahrgast, der bei der für einen garantierten Sitzplatz mit dem Klimaticket erforderlichen Reservierung den Geduldsfaden verliert, wohl nicht erleben. Wie erwähnt: Für Hin- und Rückfahrt separat neu zurück zum Anfang und wenn man innerhalb von Tschechien oder Ungarn weiterfahren müssen, nochmals alles von vorne. Das ist mühsam und in der heutigen Zeit eigentlich unzumutbar. Dass es auch anders geht zeigen übrigens die ÖBB und die Westbahn. Ja, die Staatsbahn kann den Ticketverkauf in Kombination mit dem Klimaticket besser als der private Herausforderer aus Tschechien. Zum Glück hat Regionjet auch Ticketschalter, wo sich das Personal dann um die Buchungswünsche kümmert.

Regiojet kann man aufgrund des hohen Servicestandards empfehlen. Ein bisschen erinnert es an vergangene Zeiten in der Luftfahrt, in der an Bord noch so ziemlich alles inklusive war. Ganz klare Abzüge muss man im Bereich der Buchung bzw. Reservierung in Verbindung mit dem Klimaticket machen. Viel zu kompliziert und mühsam.

Lesetipps: Wie die „Premium-Economy-Class“ der Westbahn im Produkttest abgeschnitten hat, erfahren Sie unter diesem Link. Warum die Bahngesellschaften, insbesondere in Deutschland erheblichen Nachholbedarf haben, wurde in diesem Artikel analysiert.

Hinweise:

Die Fahrkarten für die Testfahrten, auf denen dieser Artikel basiert, wurden von Regiojet nicht gestellt. Aviation.Direct hat auch nicht um Freikarten oder der gleichen angefragt. Das Unternehmen wurde vorab nicht über den Zeitpunkt des Produkttests informiert und hat in keiner Form Einfluss auf diesen Artikel genommen. Sämtliche Kosten, die für diesen Tripreport entstanden sind, wurden von Aviation.Direct selbst getragen bzw. sind über das vorhandene Klimaticket abgedeckt.

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Redakteur dieses Artikels:

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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