Jan Gruber

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Jan Gruber

Zadar: Ryanair verschiebt 12 Lauda-Strecken in den Juni 2022

Insgesamt 12 Ryanair-Strecken, die von Lauda Europe ab Zadar angeboten werden, werden deutlich später aufgenommen als ursprünglich angekündigt. Statt im März bzw. April 2022 soll es erst ab Anfang Juni 2022 losgehen. Die maltesische Ryanair-Tochter Lauda Europe unterhält mit Zagreb und Zadar zwei Bases in Kroatien. In der Hauptstadt ist man ganzjährig tätig während ab der zuletzt genannten Stadt nur saisonal im Sommer geflogen wird. Beide Stützpunkte wurden erst im Jahr 2021 eröffnet. Weitere Lauda-Europe-Bases sind Wien, London-Stansted und Palma de Mallorca. Die Flüge von Zadar nach Aarhus, Nürnberg, Bari, Bologna, Bergamo, Turin, Maastricht, Danzig, Vaxjo, Bournemouth, Liverpool und Manchester sollen nun erst schrittweise ab dem 1. Juni 2022 aufgenommen werden. Hintergrund ist unter anderem, dass die Nachfrage im Frühjahr aufgrund der Corona-Omikron-Pandemie deutlich niedriger ist als ursprünglich angenommen. Die Entwicklungen in Zadar deuten darauf hin, dass Ryanair punktuell weniger optimistisch vorgeht als im Vorjahr. Man rechnet offensichtlich damit, dass es bis ungefähr Juni 2022 Reiserestriktionen bzw. andere sich negativ auf die Nachfrage einwirkende Faktoren geben könnte. Im Frühjahr des Jahres 2021 musste Ryanair wiederholt die (Wieder-)Aufnahme von Strecken nach hinten verschieben.

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Air Asia Group benennt sich in Capital A um

Die Air Asia Group will sich im Zuge einer außerordentlichen Generalversammlung, die am 27. Jänner 2022 durchgeführt werden soll, einen neuen Namen zulegen. Künftig soll die Holdinggesellschaft als Capital A auftreten. In einer Mitteilung erklärte der Konzern, dass die bevorstehende Änderung das Kerngeschäft besser repräsentieren würde. Man ist nicht nur in der Luftfahrt tätig, sondern habe sich über die Jahre zu einem Lifestyle-Mischkonzern weiterentwickelt. Von der Änderung des Namens der Holding sollen die Fluggesellschaften des Konzerns nicht betroffen sein. Diese sollen weiterhin als Air Asia auftreten. Allerdings will man in Zukunft den Non-Aviation-Bereich deutlich stärken, um neben der Luftfahrt ein noch stärkeres Standbein zu haben.

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Hongkong bannt Passagierflüge aus acht Staaten

Die chinesische Sonderverwaltungszone verschärft erneut die Einreise- und Quarantänebestimmungen und bannt Passagierflüge aus acht Staaten. Darunter befinden sich auch Frankreich, das Vereinigte Königreich und die USA. Mit Wirksamkeit zum 8. Jänner 2022 ist es Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in Australien, Kanada, Frankreich, Indien, Pakistan, den Philippinen, im Vereinigten Königreich oder den Vereinigten Staaten von Amerika aufgehalten haben untersagt in Hongkong einzureisen. Den Fluggesellschaften ist es untersagt Passagierflüge von diesen Ländern aus in die chinesische Sonderverwaltungszone durchzuführen. Der Bann soll bis mindestens 21. Jänner 2022 gelten und wird seitens der Hongkong-Administration mit dem verstärkten Auftreten der Omikron-Variante begründet. Vor Ort werden weitere Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise müssen Fitnessstudios und die Nachtgastronomie schließen, weil man einige wenige Fälle gefunden hat. Carrie Lam, Chief Executive von Hong Kong, sagte unter anderem: “Wir müssen diesen sehr kritischen Moment begreifen. Wir müssen die Pandemie eindämmen, damit es nicht wieder zu einem größeren Ausbruch in der Gemeinde kommt. In gewisser Weise fahren wir mit Omikron Rennen”.

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Good Bye in Downunder: Cobham hat letzten Jumbolino ausgeflottet

Mittlerweile ist der auch als Jumbolino bezeichnete Regionaljet des Typs BAe 146 nur noch selten anzutreffen. Letzter Operator in Deutschland war WDL, die mittlerweile als German Airways auftritt und ein Embraer-190-Operator geworden ist. In Australien führte Cobham Aviation Services Australia den letzten kommerziellen Flug mit diesem Muster durch. Dieses Luftfahrtunternehmen war einst einer der weltgrößten BAe-146-Operators. Seit 1990 hatte man über 33 Exemplare – inklusive des Nachfolgemodells Avro RJ – in Betrieb. Mit der VH-NJY legte man gegen Ende des Vorjahres das letzte Exemplar still. Der Regionaljet mit dieser Registrierung war ein Avro RJ100, der 1998 von Cityflyer Express für eine British-Airways-Operation übernommen wurde. Im Jahr 2021 wechselte der Vierstrahler nach Downunder. Der letzte BAe-146-Flug von Cobham wurde als so genannter “Fly In – Fly Out”-Charter zwischen Murrin Murrin und Perth durchgeführt. Dieser Maschinentyp war seit 1985 in Westaustralien im Einsatz. Ursprünglich brachten die mittlerweile nicht mehr existierende Ansett und National Jet Systems, aus der Cobham hervorgegangen ist, den britischen Vierstrahler nach Downunder. Die Nachfolgemodelle Avro RJ85/RJ100 waren seit 1998 bei Cobham im Einsatz. Der Betrieb der 20 Boeing 717, fünf de Havilland Dash 8-400 und vier Embraer 190 soll fortgesetzt werden. Mit dem zuerst genannten Flugzeugtyp ist man auch unter der Marke Qantas Link im Inlandsverkehr für Qantas tätig. Einen direkten Nachfolger für die ausgeflotteten BAe 146 gibt es nicht.

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Air-Italy-Liquidatoren haben komplette Belegschaft gekündigt

Für die ehemalige Fluggesellschaft Air Italy gibt es offensichtlich keine Zukunft mehr, denn die Liquidatoren haben sämtlichen Mitarbeitern die Kündigung zugestellt. Die Dienstverhältnisse wurden per 1. Jänner 2022 mit sofortiger Wirkung beendet. Es wurden Abfindungen ausbezahlt. Im Jahr 2016 kaufte sich Qatar Airways bei der damaligen Meridiana ein und hatte große Wachstumspläne. So wurde rund ein Jahr später verkündet, dass 20 Boeing 737 Max 8 und 30 B787-9 eingeflottet werden sollen. Die Marke Air Italy wurde im Jahr 2018 eingeführt. Die Wachstumspläne zerschlugen sich bereits im Feber 2020, denn unter den Gesellschaftern herrschte Uneinigkeit darüber wer wie viel Kapital einschießen muss. Am 11. Feber 2020 wurde dann bekanntgegeben, dass Air Italy den Flugbetrieb einstellen wird und in die freiwillige Liquidation gehen wird. In einer kurzen Übergangsphase wurden einige Verbindungen mit Hilfe von Wetlease-Gerät aufrecht erhalten. Der Carrier wurde im Jahr 1963 als Alisarda gegründet. Der Name spielt auf den Firmensitz auf der italienischen Insel Sardinien an. Im Jahr 1990 fusionierte man mit einem spanischen Unternehmen und trat fortan als Meridiana auf ehe man sich in 2018 in Air Italy umbenannte. Zuletzt gehörte der Carrier einer Holdinggesellschaft, die zu 51 Prozent von Alisarda und zu 49 Prozent von Qatar Airways gehalten wurde. Der Finanzbedarf für Sanierung und Expansion war groß. Der Golfcarrier teilte rund um die Bekanntgabe der Liquidation mit, dass man weiterhin an das Konzept glaube, jedoch Finanzmittel von allen Gesellschaftern eingeschossen werden müssten. Das wollten oder konnten die italienischen Mehrheitseigentümer aber nicht mehr. Zuletzt versuchten die Liquidatoren noch einen

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PS752: Kanadisches Gericht spricht Hinterbliebenen 83 Millionen U.S.-Dollar zu

Vor rund zwei Jahren wurde Ukraine-International-Flug PS752 kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen. Ein kanadisches Gericht entschied nun, dass der Iran 83 Millionen U.S.-Dollar an die Hinterbliebenen mit kanadischer Staatsbürgerschaft bezahlen muss. Am 8. Jänner 2020 wurde die Boeing 737-800 UR-PSR kurz nach dem Start in Teheran von zwei Flugabwehrraketen abgeschossen. Die 167 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder hatten keine Chance und kamen ums Leben. Der Iran leugnete dies zunächst, räumte den Abschuss jedoch ab dem 11. Jänner 2020 ein. Man habe das Passagierflugzeug irrtümlich für einen Marschflugkörper gehalten. In Kanada wurde der Staat Iran auf Schadenersatz verklagt. Der Ontario Superior Court sprach den Hinterbliebenen insgesamt 83 Millionen U.S.-Dollar zu. Allerdings ergibt sich aufgrund der internationalen Sanktionen ein Problem, denn im Falle einer Nichtzahlung wird das Urteil nur sehr schwer vollstreckbar sein.

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Südafrika: Jetstream-Propeller gebrochen und in Kabine gekracht

Ein Charterflug der südafrikanischen Regionalfluggesellschaft SA Airlink erlitt am Montag einen Vogelschlag, der zum Bruch eines Propellerblatts der Jetstream 41 mit der Registrierung ZS-NRJ führte. Das “Bruchstück” durchschlug die Außenwand und ist in den Passagierraum geraten. Es kommt sehr selten vor, dass Propellerblätter brechen und noch dazu in die Kabine gelangen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit haben diese so einiges an Kraft und somit sind Durchschläge in den Passagierraum durchaus gefährlich. Passiert ist im konkreten Fall zum Glück nichts, denn das kleine Turbopropflugzeug konnte sicher bei der Venetia-Mine in Südafrika landen. Laut lokalen Berichten kollidierte während dem Landeanflug ein größerer Vogel mit dem rechten Propeller der ZS-NRJ. Dadurch brach ein Blatt ab und krachte in die Kabine. Fotos, die in sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen das nicht unerhebliche Ausmaß der Beschädigung. Die Jetstream 41 konnte sicher landen und die Fluggäste haben das Turbopropflugzeug unverletzt verlassen können. Der Vorfall ereignete sich am 3. Jänner 2022.

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Wegen Quarantäne-Regeln: Cathay musste alle Frachtflüge absagen

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific sieht sich nicht mehr in der Lage Langstrecken-Frachtflüge durchzuführen. Hintergrund ist, dass die chinesische Sonderverwaltungszone die Quarantänezeit für Besatzungen, die im Ausland waren, von drei auf sieben Tage erhöht hat. Damit geht dem Carrier schlichtweg das Personal aus. Auslöser für die Verschärfung ist nur ein einziger Coronafall. Ein nicht näher bezeichnetes Cockpitmitglied soll fünf Tage nach seinem Flugdienst positiv getestet worden sein. Dies nahm die Regierung der Sonderwirtschaftszone zum Anlass dafür, dass Crews nun nach jedem Auslandsdienst länger in Absonderung müssen. Operativ führt das dazu, dass Cathay Pacific mittlerweile so akuten Personalmangel hat, dass man sämtliche Langstreckenflüge, die man mit Cargo-Maschinen und so genannten Preightern durchgeführt hat, temporär eingestellt hat. Man will nun den Closed-Loop-Betrieb aktivieren, jedoch bedarf dies so einiges an Vorlaufzeit. Dazu Flugbetriebsleiter Christ Kempis in einem Anschreiben an die Belegschaft: „Wir können nicht über Nacht auf Closed-Loop-Betrieb übergehen und müssen eine Verschnaufpause einlegen, um alle Abhängigkeiten, einschließlich der kritischen Verfügbarkeit von Hotelzimmern, vollständig zu berücksichtigen“. Geplant ist derzeit, dass voraussichtlich am 6. Jänner 2022 die Frachtflüge wieder anlaufen sollen. Dazu will man Crewmitglieder nach Los Angeles entsenden und auch die dortige Pilotenbasis reaktivieren.  Anders ausgedrückt: Man versucht mit Hilfe von Fahrzeugführern, die im Ausland stationiert sind, die angespannte Lage ein wenig zu lindern. Cathay Pacific gilt im Cargobereich als fünftgrößter Anbieter der Welt. Das Unternehmen war einst die Vorzeige-Airline Hongkongs, jedoch war man bereits vor der Coronakrise stark angeschlagen, denn die langwierigen Proteste haben sich nicht nur nachteilig auf die Nachfrage ausgewirkt, sondern

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Kanada: Omikron legte Pacific Coastal Airlines lahm

Die kanadische Pacific Coastal Airlines stellte aufgrund der Omikron-Corona-Variante den Flugbetrieb temporär ein. Am 2. und 3. Jänner 2022 konnte man nicht fliegen, hob jedoch am 4. Jänner 2022 wieder ab. Dazu erklärte der Carrier unter anderem, dass sich in der Betriebsleitstelle die Omikron-Mutation stark ausgebreitet habe. Man wäre außer Stande gewesen den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten. Anlässlich des Neustarts teilte die Regionalfluggesellschaft mit: “Unsere Teams haben alle Optionen und Ressourcen ausgeschöpft, bevor die Entscheidung getroffen wurde, den Betrieb für diese zwei Tage auszusetzen. Es bricht mir das Herz, die Reisepläne so vieler Kunden zu beeinflussen, aber wir haben derzeit keine praktikable Alternative“, sagt Quentin Smith, Präsident von Pacific Coastal Airlines. „Wir ergreifen diese schnelle und notwendige Maßnahme, um die Integrität unseres langfristigen Zeitplans zu schützen und unseren Betrieb zu sichern”. Die Regionalfluggesellschaft bedient von Vancouver aus 17 Airports in British Columbia. Weiters ist man ab anderen Airports u.a. mit Seaplanes aktiv. Mit Westjet hat man ein Kooperationsabkommen und führt Flüge unter der Marke Westjet Link durch. Derzeit besteht die Flotte überwiegend aus dem Maschinentyp Saab 340.

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Lessor Jetstream Aviation Capital bringt Saab-2000-Frachter auf den Markt

Die Saab 2000 gilt als eines der schnellsten Turbopropflugzeuge der Welt. Ein kommerzieller Erfolg war es als Passagiermaschine nicht, denn es wurden nur 63 Exemplare gebaut. Nun werden die ersten Maschinen in Frachter konvertiert. Ein Exemplar steht bereits kurz vor der Übergabe an einen Betreiber. Die schwedische Täby Air Maintenance baute eine Saab 2000 in ein reines Cargo-Flugzeug um. Die Arbeiten wurden in Örebro vorgenommen und sind weitgehend abgeschlossen. Die behördliche Zulassung steht jedoch noch aus. Man rechnet damit, dass man diese Saab 2000 gegen Ende März 2022 an den Leasinggeber Jetstream Aviation Capital übergeben kann. Bis dahin sollen die Genehmigungen von FAA und EASA vorliegen. Zusätzlich zu den bestehenden Frachtbereichen sollen sechs weitere Compartments zur Verfügung stehen. Das Volumen wird auf 55,4 Kubikmeter steigen. Das Floor-Loading-Limit beträgt 730 Kilogramm pro Quadratmeter. Der maximale Payload wird mit 6.622 Kilogramm angegeben, wobei für den Betrieb unter US FAR Part 135 der maximale Payload 3.402 Kilogramm beträgt.

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