
Wirtschaftskammer mischt sich in Kärntner Flughafen-Streit ein
Das Hickhack um die Zukunft des Klagenfurter Flughafens ist um eine Facette reicher geworden, denn Jürgen Mandl, Obmann der Kärntner Wirtschaftskammer, hat sich nun mit einer Stellungnahme in die politische Diskussion eingemischt. Innerhalb der Landesregierung herrscht zwischen den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP große Uneinigkeit über das weitere Vorgehen. Die SPÖ will an der Eigentümerschaft zumindest vorläufig nichts ändern, jedoch will der Junior-Partner ÖVP die Call-Option ziehen. Der Aufsichtsrat der Landesholding KBV hat bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dieser kann aber nur mit mehrheitlicher Zustimmung des Landtages vollzogen werden. Vorsorglich hat Lilihill bereits darauf hingewiesen, dass man sich den Airport nicht wegnehmen lässt und alle juristischen Mittel ziehen wird. WKK-Obmann Jürgen Mandl, der selbst im Aufsichtsrat der KBV sitzt und eigenen Angaben nach für das Ziehen der Call-Option gestimmt hat, ist der Ansicht, dass in den letzten vier Jahren Stillstand am Flughafen Klagenfurt geherrscht habe. Dabei blendet der Funktionär völlig aus, dass der Abstieg des Airports bereits lange vor der mehrheitlichen Privatisierung begonnen hat und die öffentliche Hand den Flughafen Klagenfurt regelrecht abgewirtschaftet hat. Dazu kommt, dass man durch das “Einkaufen” und Chartern von Fluggesellschaften erreicht hat, dass die erste Frage vieler potentieller Carrier ist: “Wie viel Geld bekommen wir?”. Es hat sich eben herumgesprochen, dass in Kärnten in der Vergangenheit viele “Marketingzuschüsse” verteilt wurden. Nachhaltig war die Strategie nicht, denn auf der Linie sind nur Austrian Airlines (Wien) und Köln/Bonn (Eurowings) übriggeblieben. “Mir geht es in der Debatte um den Flughafen um dessen ursprüngliche Aufgabe. Das Wesentliche an einem Flughafen





