
Russland will Ersatzteile über „Zwischenhändler“ organisieren
Die russische Luftfahrt steuert aufgrund der internationalen Sanktionen, die als Reaktion auf den kriegerischen Überfall auf die Ukraine erlassen wurden, auf ernsthafte Probleme zu. Der Einzug von Fluggerät, das von westlichen Leasinggebern geleast wird, ist dabei vergleichsweise gar nicht mal so problematisch. Der Umstand, dass man auf dem sonst üblichen Weg an keine Ersatzteile mehr kommt, trifft die Carrier wesentlich härter. Die russische Staatsführung spielt das aber herunter und meint, dass man diese eben über Indien oder die Türkei beziehen werde. Entsprechende Verhandlungen habe man schon aufgenommen. Der Plan: Formell sollen Zwischenhändler in den beiden genannten Staaten die benötigten Ersatzteile kaufen und dann nach Russland weiterverkaufen. Die angedachte Vorgehensweise erinnert durchaus stark an den Iran, denn über viele Jahre hinweg konnten Airlines aus diesem Staat nicht direkt bei den westlichen Flugzeugbauern einkaufen. Die Hersteller sind bemüht, dass man die „dunklen Kanäle“ nicht bedient, jedoch gelingt das nicht in jedem Fall. Russland muss aber damit rechnen, dass Boeing, Embraer, Airbus und andere Produzenten sehr genau darauf achten werden wohin die Ersatzteile geliefert werden, denn man könnte sich sprichwörtlich die Finger verbrennen, wenn publik wird, dass diese auf Umwegen nach Russland gelangen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass beispielsweise die EU und die Vereinigten Staaten auf die Türkei und Indien entsprechenden Druck aufbauen werden sowie die Lieferungen von Flugzeugersatzteilen genauer unter die Lupe nehmen werden. Somit schließt sich wieder der „Kreis zum Iran“, denn dort etablierte sich „Marke Eigenbau“. Es ist gar nicht so abwegig, dass Russland diesen Weg gehen muss, allerdings verliert






