
Treibstoffkosten: IAG korrigiert Kapazitätsplanung und verzeichnet Gewinnrückgang
Der anhaltende militärische Konflikt unter Beteiligung des Iran hat erhebliche Auswirkungen auf die globale Luftfahrtbranche und schlägt sich zunehmend in den Bilanzen europäischer Luftfahrtkonzerne nieder. Die International Airlines Group, Muttergesellschaft von Fluggesellschaften wie British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level, muss ihre Finanz- und Kapazitätsplanung für das laufende Geschäftsjahr anpassen. Grund hierfür ist der deutliche Anstieg der Kerosinpreise an den Rohstoffmärkten. Die Gesamtrechnung für Treibstoff schätzt der Konzern nun auf 8,6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr, was einer Erhöhung um 300 Millionen Euro gegenüber den Prognosen von Ende Juni entspricht. Infolgedessen gibt die Unternehmensführung das ursprüngliche Ziel auf, die angebotene Sitzplatzkapazität im Jahr 2026 um drei Prozent auszuweiten, und geht nun von einer Stagnation des Kapazitätsniveaus aus. An der Börse in London reagierten die Anleger verhalten, wodurch der Aktienkurs des Konzerns spürbar nachgab. Entwicklung der Kennzahlen im zweiten Quartal 2026 Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse von IAG für das zweite Quartal 2026 verdeutlichen die gestiegene Kostenbelastung im Flugbetrieb. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz verharrte mit 8,89 Milliarden Euro nahezu unverändert auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Unter dem Strich verzeichnete IAG beim Periodenergebnis einen Rückgang um gut ein Drittel auf 732 Millionen Euro. Das Management versucht, den finanziellen Druck durch operative Gegenmaßnahmen abzufedern. Der Konzern geht derzeit davon aus, etwa 60 Prozent der treibstoffbedingten Mehrkosten durch eine Anpassung der Ticketpreise sowie durch gezielte Effizienzprogramme im Betrieb auszugleichen. Dennoch begrenzt das Marktumfeld den Spielraum für Preissteigerungen, da








