Jan Gruber

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Jan Gruber

Treibstoffkosten: IAG korrigiert Kapazitätsplanung und verzeichnet Gewinnrückgang

Der anhaltende militärische Konflikt unter Beteiligung des Iran hat erhebliche Auswirkungen auf die globale Luftfahrtbranche und schlägt sich zunehmend in den Bilanzen europäischer Luftfahrtkonzerne nieder. Die International Airlines Group, Muttergesellschaft von Fluggesellschaften wie British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level, muss ihre Finanz- und Kapazitätsplanung für das laufende Geschäftsjahr anpassen. Grund hierfür ist der deutliche Anstieg der Kerosinpreise an den Rohstoffmärkten. Die Gesamtrechnung für Treibstoff schätzt der Konzern nun auf 8,6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr, was einer Erhöhung um 300 Millionen Euro gegenüber den Prognosen von Ende Juni entspricht. Infolgedessen gibt die Unternehmensführung das ursprüngliche Ziel auf, die angebotene Sitzplatzkapazität im Jahr 2026 um drei Prozent auszuweiten, und geht nun von einer Stagnation des Kapazitätsniveaus aus. An der Börse in London reagierten die Anleger verhalten, wodurch der Aktienkurs des Konzerns spürbar nachgab. Entwicklung der Kennzahlen im zweiten Quartal 2026 Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse von IAG für das zweite Quartal 2026 verdeutlichen die gestiegene Kostenbelastung im Flugbetrieb. Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz verharrte mit 8,89 Milliarden Euro nahezu unverändert auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. Unter dem Strich verzeichnete IAG beim Periodenergebnis einen Rückgang um gut ein Drittel auf 732 Millionen Euro. Das Management versucht, den finanziellen Druck durch operative Gegenmaßnahmen abzufedern. Der Konzern geht derzeit davon aus, etwa 60 Prozent der treibstoffbedingten Mehrkosten durch eine Anpassung der Ticketpreise sowie durch gezielte Effizienzprogramme im Betrieb auszugleichen. Dennoch begrenzt das Marktumfeld den Spielraum für Preissteigerungen, da

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Matthias Spohr wird neuer Chief Operating Officer bei Eurowings

Beim Kölner Flugbetrieb Eurowings steht ein Wechsel in der operativen Führung bevor. Matthias Spohr, derzeit Geschäftsführer der Lufthansa Aviation Training GmbH, wird zum 1. Oktober 2026 als Chief Operating Officer (COO) in die Geschäftsführung des Unternehmens berufen. Er übernimmt in dieser Position die Verantwortung für ein breites Aufgabenfeld, das unter anderem den Flugbetrieb, das Boden- und Kundenmanagement, Sicherheits- und Compliance-Fragen sowie das technische Flottenmanagement der Eurowings Technik umfasst. Spohr komplettiert damit das dreiköpfige Führungsgremium um den Vorstandsvorsitzenden Max Kownatzki. Er folgt auf Edi Wolfensberger, der zur Schweizer Lufthansa-Tochter Edelweiss wechselt und dort den Posten des Hauptgeschäftsführers übernimmt. Der 56-jährige Diplom-Ökonom und Pilot verfügt über eine langjährige Karriere im Lufthansa-Konzern. Seine Ausbildung begann 1990 an der Lufthansa-Flugschule in Bremen, gefolgt von Einsatzstationen auf verschiedenen Airbus-Mustern bei Lufthansa und Condor Berlin. Vor seiner Führungstätigkeit bei der Ausbildungstochter Lufthansa Aviation Training, wo er die European Flight Academy und die Ausbildungsstrukturen umgestaltete, war Spohr bereits für das Unternehmen tätig. Von 2015 bis 2021 fungierte er als Flugbetriebsleiter bei Eurowings Deutschland und war zuvor als Flottenchef bei der ehemaligen Tochtergesellschaft Germanwings im Einsatz. Mit der Verpflichtung eines erfahrenen Betriebsleiters reagiert die Muttergesellschaft Lufthansa auf die operativen Herausforderungen im europäischen Punkt-zu-Punkt-Verkehr. Die Billigflugsparte Eurowings steht vor der Aufgabe, trotz angespannter Infrastruktur an europäischen Flughäfen und hoher Auslastung im Luftraum eine stabile Pünktlichkeit sowie eine verlässliche Flugdurchführung zu gewährleisten. Zudem gilt die Konsolidierung der Flotte und der Betriebsabläufe nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre als wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die Rendite des Konzerns. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass

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Atlanta: FAA leitet Untersuchung nach Beinahe-Kollision zweier Delta-Maschinen ein

Am internationalen Flughafen Hartsfield-Jackson in Atlanta ist es am späten Montagabend zu einem schwerwiegenden Zwischenfall im Luftverkehr gekommen. Zwei Passagierflugzeuge der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines kamen sich während eines abgebrochenen Landemanövers gefährlich nahe. Betroffen waren der Flug DL1568, eine aus Pittsburgh kommende Boeing 737-900ER mit vorheriger wetterbedingter Ausweichlandung in Chattanooga, sowie der Flug DL2472, ein nach Rochester startender Airbus A321. In beiden Cockpits löste das bordeigene Anti-Kollisionssystem (TCAS) automatische Warnungen aus, die die Besatzungen zu Ausweichmanövern veranlassten. Nach bisher vorliegenden Daten von Flugverfolgungsdiensten und Funksprüchen leitete die landende Boeing ein Durchstartmanöver ein, nachdem die Besatzung ein anderes Flugzeug auf oder nahe der Landebahn bemerkt hatte. Zeitgleich startete der Airbus auf einer parallelen Piste. Die Flugverkehrskontrolle wies beiden Maschinen daraufhin zeitgleich eine Rechtskurve und den Steigflug auf eine Höhe von 4.000 Fuß zu, wodurch gerieten die Flugzeuge auf konvergierende Kurse. Nach Auswertung von Flugdaten verringerte sich der Abstand zwischen den Flugzeugen kurzzeitig auf etwa 550 Meter in der Horizontalen und rund 183 Meter in der Vertikalen, bevor die Lotsen und die automatischen Cockpitsysteme den Mindestabstand wiederherstellen konnten. Die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA hat eine formelle Untersuchung eingeleitet, um die genaue Abfolge der Ereignisse und die Anweisungen der Fluglotsen zu prüfen. Dabei steht insbesondere im Fokus, weshalb zwei Flugzeuge im komplexen Knotenpunktbetrieb auf identische Ausweichkurse geleitet wurden. Delta Air Lines teilte mit, dass die Piloten gemäß den geltenden Sicherheitsvorschriften gehandelt hätten und intensiv für derartige Szenarien geschult werden. Beide Maschinen setzten ihren Flug nach der Aufhebung der Ausweichanweisungen fort beziehungsweise landeten sicher am Zielflughafen.

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Koala Airlines plant Ausrichtung auf Zubringerdienste für internationale Fluggesellschaften

Die australische Neugründung Koala Airlines verfolgt beim geplanten Start ihres Flugbetriebs ein Geschäftsmodell, das auf die Umgehung des direkten Wettbewerbs mit den marktbeherrschenden Anbietern Qantas und Virgin Australia abzielt. Wie der Vorstandsvorsitzende Bill Astling in einem Interview mit dem Finanzdienst Bloomberg mitteilte, konzentriert sich das in Melbourne ansässige Unternehmen auf Charterflüge, die den Passagierstrom internationaler Fluggesellschaften von und nach Australien bedienen sollen. Die inländischen Streckenabschnitte sollen dabei vorrangig in die Reisepläne ausländischer Partnergesellschaften eingebunden werden. Koala Airlines befindet sich nach eigenen Angaben in Gesprächen mit mehr als zehn internationalen Fluggesellschaften und strebt die Aufnahme des Flugbetriebs bis Ende 2026 mit zunächst drei Flugzeugen des Typs Boeing 737 Max an. Das Vorhaben steht jedoch unter Vorbehalt behördlicher Prüfungen, da die Aufsichtsbehörde den bestehenden Betriebsschein der Gesellschaft noch für die Nutzung von Großstrahlflugzeugen freigeben muss. Ausrichtung des Geschäftsmodells und Abgrenzung zum Wettbewerb Das geplante Betriebskonzept unterscheidet sich grundlegend von klassischen Inlandsfluggesellschaften im australischen Luftfahrtsektor. Der Großteil des Flugfahrgastaufkommens soll aus Kooperationen mit internationalen Fluggesellschaften generiert werden, anstatt über den direkten Einzelkartenverkauf an Endkunden. Um Preiskämpfe bei Flugtarifen mit den etablierten Anbietern zu vermeiden, verzichtet Koala Airlines nach Auskunft der Unternehmensleitung auf den Ticketvertrieb über eine eigene Internetplattform. Diese Ausrichtung stellt eine Anpassung der ursprünglichen Vorstellungen dar. Im vorherigen Jahr hatte die Unternehmensführung noch angedeutet, den Schwerpunkt auf die Beförderung von Freizeit- und Geschäftsreisenden auf den verkehrsreichen Hauptstrecken zwischen den Flughäfen Sydney Kingsford Smith, Melbourne und Brisbane zu legen. Nach den aktuellen Planungen prüft die Fluggesellschaft nun Streckennetzoptionen, die unter anderem Verbindungen nach

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Bilanz der US-Fluggesellschaft: Jetblue verzeichnet Quartalsverlust trotz höherer Umsatzerlöse

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Jetblue Airways hat für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen bereinigten Verlust von 66 US-Cent je Aktie ausgewiesen. Im Vorjahreszeitraum lag der Verlust noch bei 21 US-Cent. Hauptursache für die Eintrübung des Ergebnisses war eine drastische Steigerung der Kerosinkosten infolge des militärischen Konflikts im Nahen Osten. Der durchschnittliche Preis für Flugzeugtreibstoff kletterte auf 4,23 US-Dollar pro Gallone, was einem Zuwachs von etwa 76 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz der deutlichen finanziellen Einbußen stiegen die Gesamteinnahmen der Fluggesellschaft im Berichtsquartal um 14,5 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Höhere Ticketeinnahmen und eine solide Nachfrage im Passagierverkehr ermöglichten es der Airline, knapp die Hälfte der angefallenen Treibstoffmehrkosten über den Markt aufzufangen. Neben den gestiegenen Kerosinpreisen belasten jedoch auch gestiegene Personalkosten nach neuen Tarifabschlüssen sowie höhere Gebühren für die Flughafeninfrastruktur die operative Marge des Unternehmens. Die Finanzergebnisse stehen im Kontext laufender operativer Restrukturierungen bei der New Yorker Fluggesellschaft. Nach dem gerichtlich blockierten Fusionsversuch mit Spirit Airlines und dem Aus der Kooperation mit American Airlines versucht Jetblue, seine Rentabilität durch den Umbau des Streckennetzes und die Fokussierung auf margenstarke Freizeit- und Premiumrouten zu stabilisieren. Ergänzend dazu setzt das Management Sparmaßnahmen bei den betrieblichen Aufwendungen um und verzögert die Übernahme einzelner Neufahrzeuge, um den Liquiditätsbedarf gering zu halten. Luftfahrtanalysten bewerten die Ausgangslage der Fluggesellschaft verhalten. Die hohe Empfindlichkeit gegenüber Treibstoffpreisschwankungen und die starke Konkurrenz durch große US-Netzwerkcarrier erschweren die nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone. Der Erfolg der laufenden Anpassungen im Flugplan hängt maßgeblich davon ab, inwieweit das Unternehmen die Ticketpreise

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Langstrecke: Lot Polish Airlines überarbeitet Ausstattung in den Premiumklassen

Die polnische Fluggesellschaft Lot Polish Airlines nimmt Überarbeitungen an ihrer Ausstattung in der Business Class sowie der Premium Economy Class auf Langstreckenflügen vor. Wie das Unternehmen mitteilte, werden ab August neue Komfortsets in zwei Farbvarianten eingeführt. Diese enthalten neben Pflegemitteln der polnischen Kosmetikmarke Phenomé unter anderem Gesichtssprays und Augenpads. Ergänzend dazu rüstet die Airline die Business Class mit überarbeiteten Kopfhörermodellen aus, die im Zuge der laufenden Flottenmodernisierung schrittweise durch Varianten mit aktiver Geräuschunterdrückung ersetzt werden sollen. Auch in der Premium Economy kommen neue Kopfhörer sowie Geschirr aus Keramik zum Einsatz. Die Servicemaßnahmen stehen im Kontext eines umfassenderen Modernisierungsprogramms der polnischen Fluggesellschaft. Im Rahmen der Flottenerneuerung stattet Lot Polish Airlines ihre Boeing 787 Dreamliner mit einer neuen Kabinenausstattung aus. Das Programm umfasst unter anderem den Einbau neuer Passagiersitze des Herstellers Safran Passenger Innovations mit Schiebetüren in der Business Class sowie die Integration moderner Unterhaltungssysteme und WLAN-Verbindungen an Bord. Die Auslieferung und der Umbau der Flugzeuge erstrecken sich über einen mehrjährigen Zeitraum bis zum Ende des Jahrzehnts. Branchenbeobachter werten die Anpassung des Bordprodukts als notwendigen Schritt, um im internationalen Langstreckenverkehr konkurrenzfähig zu bleiben. Viele europäische Mitbewerber haben ihre Premiumkabinen in den vergangenen Jahren grundlegend erneuert und den Passagierkomfort durch erweiterte Privatsphäre und technische Aufrüstung erhöht. Die Einführung kleinerer Komfortelemente wie überarbeiteter Reisekits und Geschirr dient der kurzfristigen Überbrückung, bis die umfangreicheren Kabinenumbauten in der gesamten Langstreckenflotte abgeschlossen sind. Die Durchführung der Modernisierung bringt jedoch operative Herausforderungen mit sich. Verzögerungen in den globalen Lieferketten von Flugzeugkomponenten und Sitzherstellern können die Umrüstung der Bestandsflotte

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Anstieg der Passagierzahlen: Baden-württembergische Flughäfen bereiten sich auf den Sommerferienstart vor

Mit dem Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg verzeichnen die regionalen Flughäfen im Südwesten Deutschlands sowie im Grenzgebiet ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen. Am Flughafen Stuttgart stehen zum Ferienauftakt an einem einzigen Tag knapp 250 Starts und Landungen im Flugplan. Um den Andrang in den Terminals zu bewältigen, haben die Betreiber zusätzliches Personal an den Sicherheitskontrollen und bei der Gepäckabfertigung bereitgestellt. Dennoch wird Fluggästen geraten, mehr Zeit für die Formalitäten vor dem Abflug einzuplanen. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden rechnet in den ersten Tagen der Schulausfallzeit mit rund 43.000 Passagieren. Zu den am stärksten nachgefragten Destinationen gehört wie in den Vorjahren die spanische Baleareninsel Mallorca, gefolgt von verschiedenen Zielen im Mittelmeerraum und in Südosteuropa. Auch der binationale Flughafen Basel-Mulhouse-Freiburg bereitet sich auf die verkehrsreichste Phase des Jahres vor. Dort wird ein Aufkommen von etwa 38.000 Passagieren an den ersten Ferientagen erwartet, was den Standort vor organisatorische Herausforderungen bei der Parkplatzkapazität und Passagierleitung stellt. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die drastische Konzentration des Reiseverkehrs auf die ersten Ferienwochen die operative Belastungsgrenze der regionalen Luftfahrtinfrastruktur aufzeigt. Trotz verbesserter digitaler Check-in-Prozesse und automatisierter Passkontrollen kommt es an Peak-Tagen regelmäßig zu Engpässen am Boden. Zudem sorgen Engpässe im europäischen Luftraum und personelle Kapazitätsgrenzen bei der Flugsicherung immer wieder für Verspätungen, die sich auf den gesamten Tagesflugplan der Regionalflughäfen auswirken können. Wirtschaftlich sind die Sommermonate für die Betreibergesellschaften der regionalen Verkehrsflughäfen von zentraler Bedeutung, um die schwächeren Erträge der Wintermonate auszugleichen. Die hohe Abhängigkeit vom touristischen Verfasser- und Charterverkehr macht die Standorte jedoch anfällig für kurzfristige Buchungsschwankungen und Kapazitätsverschiebungen

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Bilanz von Ethiopian Airlines: Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2025/2026 bei fehlenden Gewinnangaben

Die staatliche Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Jahresumsatz von 9,1 Milliarden US-Dollar erzielt, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Wie die offizielle staatliche Nachrichtenagentur Ethiopia News Agency meldete, stieg die Zahl der beförderten Passagiere um zehn Prozent auf insgesamt 20,7 Millionen. Im Bereich der Luftfracht verzeichnete das Unternehmen ein Wachstum von 16 Prozent, was einem bewegten Transportvolumen von 897.000 Tonnen entspricht. Trotz der deutlichen Zuwächse bei Umsatz und Transportleistung machte die Unternehmensführung keine konkreten Angaben zum Nettoergebnis oder zur operativen Gewinnspanne. Ethiopian Airlines verwies auf externe Einflussfaktoren, die den Geschäftsbetrieb und die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr beeinträchtigt haben. Dazu zählten verordnete Flugausfälle und Umleitungen infolge der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sowie betriebliche Einschränkungen im Zuge eines Ebola-Ausbruchs in Teilen der Demokratischen Republik Kongo. Um die Position als führendes Luftfahrtdrehkreuz auf dem afrikanischen Kontinent zu behaupten, baut die Fluggesellschaft ihr Streckennetz und ihre Flotte kontinuierlich aus. Neben der Erweiterung der Langstreckenflotte um Maschinen der Typen Airbus A350 und Boeing 787 treibt das Unternehmen die Planungen für den Bau eines neuen Großflughafens in Bishoftu südlich der Hauptstadt Addis Abeba voran. Der bestehende Flughafen Addis Abeba Bole stößt trotz vergleichender Terminalerweiterungen zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen, was bei steigenden Passagierzahlen zu betrieblichen Engpässen führt. Luftfahrtanalysten bewerten die Zurückhaltung bei den Profitabilitätszahlen kritisch. Das Fehlen transparenter Angaben zum Betriebsgewinn erschwert die genaue Beurteilung der finanziellen Stabilität in einem Umfeld, das durch hohe Kerosinpreise und Währungsschwankungen geprägt ist. Die Abhängigkeit von der politischen Lage im

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Erholung im zweiten Quartal: Airbus beschleunigt Auslieferungen und hält an Jahreshöchstzielen fest

Der europäische Flugzeugbauer Airbus SE hat nach einem von Lieferengpässen geprägten Jahresauftakt im zweiten Quartal 2026 eine operative Kehrtwende vollzogen. Dank eines deutlichen Anstiegs der Flugzeugauslieferungen und einer kräftigen Nachfrage in der Verteidigungs- und Raumfahrtsparte steigerte der im DAX notierte Konzern seinen Umsatz und Gewinn deutlich über den durchschnittlichen Erwartungen des Marktes. Unternehmenschef Guillaume Faury bestätigte im Zuge der Vorlage der Quartalszahlen am 29. Juli 2026 den Ausblick für das Gesamtjahr. Demnach hält Airbus am Vorhaben fest, mit rund 870 ausgelieferten Zivilflugzeugen einen neuen historischen Rekord aufzustellen und den operativen Betriebsgewinn auf einen Höchststand zu führen. Trotz der positiven operativen Entwicklung reagierten die Kapitalmärkte vorübergehend verhalten, was auf verbleibende Herausforderungen in den globalen Lieferketten und anhaltend hohe Belastungen bei einzelnen Triebwerkspartnern zurückzuführen ist. Kräftiger Ertragssprung nach schwachem Jahresauftakt Nach einem schleppenden ersten Quartal, in dem Engpässe bei Triebwerken und Verzögerungen bei behördlichen Freigaben die Übergabe von Maschinen bremsten, legte Airbus im zweiten Jahresviertel 2026 ein erhebliches Tempo vor. Zwischen April und Juni übergab der Konzern 237 Passagier- und Frachtflugzeuge an seine Kunden, was einem Zuwachs von knapp 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Damit summierte sich die Auslieferungszahl für das erste Halbjahr 2026 auf 351 Verkehrsflugzeuge – nach 306 Maschinen in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die operativen Fortschritte schlugen sich direkt in den Finanzkennzahlen nieder. Der Konzernumsatz kletterte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 20,53 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) stieg um mehr als die Hälfte auf rund 2,43 Milliarden

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Halbjahresbilanz der europäischen Flughäfen: Dämpfer beim Passagierwachstum durch Nahost-Konflikt und hohe Kerosinpreise

Der europäische Flughafendachverband ACI Europe hat seinen Verkehrsbericht für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Demnach stieg das Passagieraufkommen an den europäischen Flughäfen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent. Das Wachstum schwächte sich im zweiten Quartal mit einem Zuwachs von lediglich 1,3 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres (4,3 Prozent) spürbar ab. Als Hauptursachen für diese Verlangsamung nennt der Verband die operativen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten sowie den Kapazitätsabbau einzelner Fluggesellschaften als Reaktion auf gestiegene Kerosinkosten. Erstmals seit der Erholungsphase nach der Pandemie entwickelte sich das innerdeutsche und nationale Passagieraufkommen mit einem Plus von 3 Prozent dynamischer als der internationale Flugverkehr mit 2,5 Prozent. Innerhalb Europas offenbaren die Verbandszahlen deutliche regionale Unterschiede. Während kleinere EU-Märkte wie Slowakei, Malta und Slowenien zweistellige Zuwächse verzeichneten, bilanzierten Flughäfen in Island, Zypern und Österreich Rückgänge im Passagiervolumen. Unter den großen Luftfahrtmärkten verzeichneten Italien mit 4,2 Prozent und Spanien mit 3,7 Prozent Zuwächse, wohingegen der deutsche Markt mit einem Minus von 1,2 Prozent weiter unter dem Vorjahresniveau blieb. Bei den Großflughäfen mit mehr als 40 Millionen Passagieren verlief die Entwicklung verhalten. Während London-Heathrow mit rund 40 Millionen Fluggästen und Istanbul mit 39,84 Millionen Passagieren die Spitzenplätze behaupteten, verzeichneten Drehkreuze wie München und Frankfurt Einbußen beim Passagieraufkommen. Der Generaldirektor von ACI Europe, Olivier Jankovec, verwies darauf, dass die Nachfrage der Verbraucher nach Flugreisen unverändert hoch bleibe, das Marktwachstum jedoch zunehmend durch angebotsseitige Belastungen und geopolitische Krisen begrenzt werde. Sorge bereiten dem Branchenverband zudem die Verzögerungen und Wartezeiten an den Außengrenzen durch das

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