Jan Gruber

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Jan Gruber

Easyjet baut neuen Hangar in Berlin

Der Billigflieger Easyjet wird auf dem Areal des Flughafens Berlin-Brandenburg einen neuen Wartungshangar errichten. Dieser soll bis August 2023 fertiggestellt werden. Im Anschluss werden hier Maschinen des A320-Reihe betreut. Die Kosten des Projekts wurden in einer offiziellen Erklärung mit etwa 20 Millionen Euro beziffert. Die Bauantragsunterlagen wurden eingereicht und sind zurzeit in der Genehmigungsphase. Das Investitionsprojekt am BER wird der erste Hangar Easyjets außerhalb Großbritanniens überhaupt. In diesem wird das Unternehmen umfangreichere Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten im Rahmen der Light Base Maintenance durchführen. Die Hangarhalle soll Platz für Arbeiten an vier Flugzeugen gleichzeitig bis zu einer Größe des Airbus A321 bieten. „Nach 17 Jahren des beständigen Engagements bleiben wir als Heimatairline der Hauptstadtregion weiter verbunden. Die Investition in unseren ersten kontinentaleuropäischen Hangar unterstreicht die strategische Bedeutung unserer Basis für das Easyjet-Netzwerk und die enge Zusammenarbeit mit der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Nachdem wir im Jahr 2020 bereits unsere Wartungsstation eröffnet haben, ist der Bau des Hangars nun der logische nächste Schritt und ein Zeichen der Zukunftsfähigkeit unseres Standorts am BER“, so Deutschland-Chef Stephan Erler. Bereits im Sommer 2020 hatte Easyjet die erste Wartungsstation für Line Maintenance außerhalb Großbritanniens am BER eröffnet. Im Rahmen der Line Maintenance werden im laufenden Betrieb und direkt auf dem Vorfeld Arbeiten an den Flugzeugen durchgeführt. „Die Entscheidung von Easyjet für eine Großinvestition am Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der BER ein attraktiver Standort für starke internationale Marken der Luftverkehrswirtschaft ist. Auch für die Region ist die Wahl ein deutliches Signal, denn

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Ljubljana: Wechsel von Air France auf Transavia steht bevor

Der Flughafen Ljubljana könnte künftig von Transavia mit Paris-Orly verbunden werden. Derzeit handelt es sich um eine von der Air France-Tochter Hop bediente Route nach Charles de Gaulle. Der Wechsel wird für den 24. Oktober 2021 erwartet. Laut Ex-Yu-Aviation.com hatte Air France im Vorjahr 26.261 Passagiere zwischen Ljubljana und Paris-CDG. Konzernchef Ben Smith kündigte kürzlich an, dass zunehmend Kapazität auf die Tochtergesellschaft Transavia France verlagert werden soll. Hintergrund ist, dass er der Ansicht ist, dass dem Lowcost-Geschäft die Zukunft gehört und klassische Angebote nicht mehr wettbewerbsfähig sein sollen. Transavia ist bereits in Ljubljana tätig und zwar auf der Amsterdam-Strecke. Man ermöglicht somit auch Umstiege am KLM-Drehkreuz Schiphol. Mit dem Wechsel auf Paris-Orly würde die Drehkreuzanbindung an Paris-CDG verloren gehen, jedoch bietet der Konzern auch Langstreckenflüge ab dem kleineren Flughafen der französischen Hauptstadt an.

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Austrian Airlines stockt Pristina auf

Austrian Airlines hat die Frequenz auf der Pristina-Strecke aufgestockt. Ab sofort bietet der Carrier bis zu drei tägliche Umläufe zwischen Wien und der Hauptstadt des Kosovo an. Man verzeichne eine hohe Nachfrage, so das Unternehmen in einer Aussendung. „Mit unserem dichten Flugplan nach Südosteuropa stärken wir die Position unseres Drehkreuzes Wien für internationale Anbindung“, betont Vertriebsvorstand Michael Trestl. In den Monaten Juli und August fliegt Austrian ab sofort an bis zu drei Tagen pro Woche dreimal täglich nach Pristina. Die Flüge aus Wien starten dabei jeweils vormittags (10:00 Uhr Lokalzeit), mittags (12:35 Uhr Lokalzeit) und nachts (22:55 Uhr Lokalzeit).

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Coronazahlen: Spanien kassiert viele Stornos

Die Delta-Variante des Coronavirus erweist sich offenbar als besonders hitzeresistent, denn auch in Regionen, in denen es derzeit besonders heiß ist, gehen die Inzidenzen nach oben. Das bereitet der spanischen Touristik große Sorgen, denn man ist mit Stornierungen im größerem Umfang konfrontiert. Deutschland gilt als einer der wichtigsten Quellmärkte des spanischen Tourismus und genau dieser Markt wackelt nun. Hintergrund ist, dass die Bundesrepublik weiterhin die Corona-Einstufen fast ausschließlich an der so genannten Siebentages-Inzidenz ausmacht. Die Zahlen in Spanien sind derzeit hoch und es wird befürchtet, dass bald die Brandmarken Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet ausgesprochen werden könnten. Die Folge daraus wäre, dass Ungeimpfte dann bei der Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne müssten. Bei Virusvariantengebieten kommen Beförderungsverbote dazu und auch Geimpfte müssen – ohne Möglichkeit des Freitestens – für 14 Tage in Quarantäne. Allein der Umstand, dass eine „Hochstufung“ im Raum steht, wirkt sich negativ auf die Buchungszahlen aus. Derzeit kassiert man mehr Stornos als man Neuabschlüsse an Land ziehen kann. Auf Mallorca wurde zwischenzeitlich ein zweites Quarantäne-Hotel in Betrieb genommen. Hintergrund ist, dass das erste mittlerweile hoffnungslos überfüllt ist. Für die Touristik ist problematisch, dass eher jüngere Menschen, die nicht oder unvollständig geimpft sind, auf die Insel wollen. Derzeit sind die Einreisbestimmungen für Deutsche, Schweizer und große Teile Österreichs eher lax. Man benötigt keinen Test.

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Island: Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene

Ab 26. Juli 2021 verschärft Island die Einreisebestimmungen. Auch Geimpfte und Genesene müssen dann einen negativen Coronatest vorlegen. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden ab Abstrichnahme sein. Anerkannt werden sowohl PCR- als auch Antigenbefunde. Die nunmehr angekündigte Verschärfung kommt recht rasch, denn erst am 1. Juli 2021 hatte Island die Testpflicht für Geimpfte und Genesene aufgehoben. Nun führt man diese wieder ein, jedoch müssen diese keine weiteren Testungen nach der Einreise vornehmen. Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, dürfen nach Island nur unter Vorlage eines negativen PCR-Befunds, der nicht älter als 72 Stunden ist, einreisen. Weiters muss im Zuge der Einreise eine weitere Testung absolviert werden. Anschließend ist eine fünftägige Quarantäne einzuhalten. Diese kann dann mit einem weiteren PCR-Test beendet werden. Andernfalls dauert die Absonderung deutlich länger.

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Malta Medair will nach Pristina fliegen

Malta Medair, der zweite Staatscarrier der Republik Malta, wird am 7. August 2021 eine weitere Strecke aufnehmen. Nach Luqa-Warschau wird man auch Pristina, Hauptstadt des Kosovo, mit den maltesischen Inseln verbinden. Zum Einsatz kommt eine Maschine des Typs Airbus A320. Geflogen wird jeweils am Verkehrstag Samstag. Allerdings könnte es aufgrund der kürzlich verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen der Republik Malta dazu kommen, dass der Erstflug nach hinten verschoben wird. Malta Medair wollte sich nicht dazu äußern, ob man angesichts des Umstands, dass nur Geimpfte ohne teure Hotelquarantäne einreisen dürfen, erst später anfangen wird. Malta Medair wurde vor einigen Jahren als Folge eines Streits zwischen dem damaligen Tourismusminister und der Pilotengewerkschaft gegründet. Sinn und Zweck war ursprünglich mit niedrigeren Kosten im Auftrag von Air Malta fliegen zu können. Mittlerweile fliegt Malta Medair auf eigene Rechnung. Seitens der Regierung gibt es aber immer wieder Drohungen, dass das künftige Wachstum mit der „zweiten Staatsairline“ gemacht werden könnte. Auch war vorgesehen, dass Medair das A321XLR-Projekt, um das es schon länger ruhig geworden ist, betreiben soll.

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Skyalps will deutsche Schifahrer nach Südtirol fliegen

Über einen langen Zeitraum hinweg war der Südtiroler Flughafen Bozen im Dornröschenschlaf. Seit der Aufnahme der von Luxwing durchgeführten Skyalps-Flüge kommt nach und nach wieder Leben in das kleine Terminal. Am meisten los ist an den Wochenenden. Zuletzt zählte man im Schnitt rund 800 Passagiere, die in Bozen starten oder landen. Gegenüber der TV-Station Rai erklärte Firmenchef Josef Gostner, dass derzeit Ibiza und die Ziele in Süditalien gut nachgefragt sind. Dennoch soll das aktuelle Sommerprogramm nur eine Art Testlauf sein, denn im Winter werde man mit Skyalps richtig durchstarten. Dabei hofft der Manager offensichtlich auch auf Schifahrer aus Deutschland, die in Südtirol ihren Urlaub verbringen wollen. Der Background von Skyalps ist auch im Bereich der Hotellerie, so dass auf der Hand liegt, dass der Fokus auf Incoming-Passagieren liegen wird. Allerdings gibt es in dieser Wintersaison wieder ein großes Fragezeichen: Corona. Niemand weiß wie es wirklich weitergehen wird und wie sich die Regierungen im Herbst und Winter verhalten werden. Kommt die Normalität oder kommen neue Grenzschließungen und Lockdowns? Das weiß niemand und daher stehen über dem Skyalps-Winterprogramm berechtigte Fragezeichen. Rai weist übrigens auch darauf hin, dass sich Anrainer schon wieder über Fluglärm beschweren sollen. Obwohl Luxwing derzeit pro Woche nur wenige Skyalps-Flüge durchführt, bahnen sich wieder Konflikte an. Allerdings geht es nicht nur um die Charterverbindungen, sondern auch um die General Aviation, die angeblich stark zugenommen haben soll.

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Wien: Wizz Air „verspätet“ erneut viele Strecken

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air verschiebt die Aufnahme zahlreicher ab Wien-Schwechat angebotener Strecken erneut. Unter anderem sind Köln/Bonn, Dortmund, Warschau, Oslo, Skavsta, Lissabon und Madrid betroffen. Sämtliche genannten Strecken hätten im Laufe des Juli 2021 bzw. Anfang August 2021 reaktiviert werden sollen. Wizz Air verschob diese nun in den September 2021. Es handelt sich nicht um die erste „Verzögerung“, denn der ungarische Lowcoster ändert seit vielen Monaten das Startdatum stets um ein paar Wochen nach hinten. Da auch Routen, auf denen Mitbewerber wie Ryanair und Austrian Airlines sich voller Flugzeuge erfreuen können, betroffen sind, ist ein Zusammenhang mit dem Flugbegleitermangel nicht auszuschließen. Der Carrier ist in Wien auf der Suche nach Kabinenpersonal und hat derzeit streckennetzweit zu wenig Personal. Daher heuert man verstärkt Wetlease-Flugzeuge an. Überblick über die verschobenen Wizz-Air-Strecken ab Wien: Destination neues Aufnahmedatum Charleroi 14.09.2021 Dortmund 04.09.2021 Köln/Bonn 06.09.2021 Billund 09.09.2021 Tallinn 06.09.2021 Kutaissi 07.09.2021 Luton 06.09.2021 Eindhoven 07.09.2021 Oslo 13.09.2021 Warschau 06.09.2021 Lissabon 06.09.2021 Skavsta 06.09.2021 Madrid 06.09.2021 Kharkow 07.09.2021

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Lufthansa bieten sich Schnäppchen an, aber noch darf man nicht

Lufthansa will die milliardenschwere Staatshilfe, die im Vorjahr gewährt wurde, so rasch wie möglich zurückzahlen bzw. auf Anleihen, die auf dem freien Kapitalmarkt aufgenommen werden, umschulden. Mit einem Teil der Summe hat man es bereits genau so gemacht. Dahinter steckt aber nicht unbedingt „Bürgerpflicht“, sondern eher, dass man einige Auflagen loswerden will. Unter anderem wurde Lufthansa untersagt, dass andere Airlines aufgekauft werden dürfen. Für das Management dürfte finanziell schmerzhaft sein, dass für die Dauer des Staatskredits keine Boni ausgezahlt werden dürfen. Durchaus ärgerlich ist für Lufthansa, dass derzeit einige Mitbewerber zu sehr günstigen Preisen erhältlich wären. Vor der Corona-Pandemie hatte der Kranich unter anderem auf SAS und TAP ein Auge geworfen und gleichzeitig versuchte die italienische Regierung die angeschlagene Alitalia regelrecht wie Sauerbier anzubieten. Letztlich ist die Liste der Fluggesellschaften, die auf eine Übernahme durch Lufthansa hoffen dann doch wesentlich länger als das tatsächliche Interesse des Kranichs. Laut Econews soll nun die Regierung von Portugal eine „strategische Minderheitsbeteiligung“ an TAP Air Portugal anbieten. Aufgrund des Umstands, dass das portugiesische Star-Alliance-Mitglied schon vor der Corona-Pandemie viele Probleme hatte und die Krise diese noch weiter verschärft hat, hofft man seitens des Mehrheitseigentümers (Staat Portugal) wohl er auf eine Art Rettungsanker. Vor Corona gab es bereits Gespräche, jedoch sind diese damals in keiner Beteiligung gemündet. Unabhängig vom aktuellen Status der Wünsche von Regierungen und der Interessen und Möglichkeiten des Lufthansa-Vorstands müsste zuvor das Staatsgeld zurückbezahlt werden. Auf Eurowings Discover ist das Übernahmeverbot übrigens nicht anwendbar, denn es handelt sich um eine konzerneigene Neugründung,

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Markenrechte: Alitalia-Auktion wird zur Zitterpartie für ITA

Die italienische Regierung verlautbarte, dass die Neugründung ITA am 15. Oktober 2021 an den Start gehen soll. Ob man dabei die Marke Alitalia nutzen kann, hängt vom Ausgang einer öffentlichen Auktion ab. Während die italienische Regierung die neue Staatsairline unter der Marke Alitalia fliegen lassen wollte, pocht die EU-Kommission auf einen harten Schnitt. Im Rahmen einer Versteigerung kann ITA die Rechte am Brand erwerben. Je nach Interesse könnte aber auch ein anderer Bieter das Höchstgebot abgeben, so der Ausgang der Auktion abgewartet werden muss. Spannend wird es, wenn die Versteigerung nicht so endet wie von der italienischen Regierung erhofft, denn ITA betonte zuletzt, dass die Marke Alitalia ein zentraler Baustein der Strategie ist. In der Theorie könnte jede beliebige Person, die das notwendige Kleingeld aufbringen kann, Sand ins Getriebe streuen und die Rechte an der Marke Alitalia ersteigern. Die EU-Kommission macht die Auktion zur Bedingung für den Startzuschuss für ITA. Mit diesem sollen betriebsnotwendige Assets aus Alitalia herausgekauft werden. Die Botschaft aus Brüssel ist klar: Ohne Versteigerung des Brands gibt es kein grünes Licht. Die italienische Regierung legte den Termin für den Erstflug auf den 15. Oktober 2021 fest. Gleichzeitig soll dann der Flugbetrieb der Alitalia schrittweise eingestellt werden und die „old company“ geht dann in die Abwicklung.

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