Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanair tilgt Lauda-Relikte am Flughafen Wien

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair hat am Flughafen Wien die letzten für Reisende offensichtlichen Relikte der Laudamotion entfernt. Werbeplakate an der Ein- und Ausfahrt sowie überdimensionale Leuchtreklame auf einer Seitenwand des Bahnhofs wurden entfernt und durch Sujets von Ryanair ersetzt. Mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs im Juni 2020 wurde das Lauda-Liniennetz, das unter dem OE-Code ab Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Palma de Mallorca angeboten wurde, eingestellt. Die Konzernschwester Ryanair DAC hat den Großteil der Strecken übernommen. Laudamotion fungierte als Wetlease-Tochter, ehe gegen Jahresende AOC und Betriebsgenehmigung zurückgegeben wurden. Als Nachfolger wurde die maltesische Lauda Europe ins Leben gerufen. Abgesehen von Charterflügen ist diese ausschließlich im Wetlease für die Konzernschwester Ryanair DAC unterwegs. Die einstigen Lauda Bases in Düsseldorf und Stuttgart wurden geschlossen. Lauda Europe unterhält Stützpunkte in Wien, Zadar, Zagreb und Palma de Mallorca. Die Marke Lauda wird nicht mehr für die Vermarktung von Flugtickets genutzt. Firmenchef David O’Brien dementierte zuletzt im Gespräch, dass die Nutzung des Brands komplett aufgegeben wurde. Während die Verkaufshomepage von Laudamotion schon länger deaktiviert und zu Ryanair umgeleitet wurde, stellte Lauda Europe erst vor wenigen Wochen eine eigene Page ins Netz. Beim Technikbetrieb am Flughafen Wien wurden die Lauda-Logos ebenfalls abmontiert.

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Nach Lockerungen: Easyjet stockt Balearen und Malta ab UK deutlich auf

Wie schnell Fluggesellschaften auf die Aufhebung von Quarantänepflichten reagieren können, zeigt das jüngste Beispiel Easyjet. Unter anderem Malta und die Balearen wurden auf die grüne Liste verschoben und just legt die Billigfluggesellschaft neue Strecken und zusätzliche 50.000 Sitze auf. Unter anderem wird der Lowcoster neu ab Bristol und London-Luton nach Luqa fliegen. Ab Gatwick und Manchester werden die Frequenzen deutlich angehoben. Auch Palma de Mallorca will Easyjet nun deutlich häufiger ab dem Vereinigten Königreich anfliegen. Das Angebot wird auf 82 Umläufe pro Woche, die ab Gatwick, Luton, Belfast, Glasgow, Edinburgh, Bristol, Manchester und Liverpool durchgeführt werden sollen, aufgestockt. Mahon steht ab Bristol, Gatwick, Luton und Manchester nun 25 Mal pro Woche im Flugplan. Ibzia stockt Easyjet auf 40 wöchentliche Umläufe auf. Angeboten wird die Mittelmeerinsel ab Gatwick, Bristol, Belfast, Luton und Manchester. Bei Easyjet sieht man die Lockerungen zwar positiv, jedoch gehen diese der Firmenleitung nicht weit genug: „Obwohl wir die Aufnahme von Malta, Madeira und den Balearen in die Grüne Liste begrüßen, ist dies immer noch nicht die sichere und nachhaltige Wiedereröffnung des Reiseverkehrs, die die Regierung versprochen hat. Diese eingeschränkte Wiedereröffnung ist durch die Daten nicht gerechtfertigt. Die Wissenschaft zeigt, dass Reisen in viele europäische Länder nur sehr geringe Auswirkungen auf den Krankenhausaufenthalt haben würden, und dies ist jetzt umso mehr der Fall, als die Covid-Fälle in Europa zurückgegangen sind und viele Länder niedrigere Infektionsraten als Großbritannien aufweisen. Wir werden zusätzliche Flüge zu diesen Zielen hinzufügen, um so viele Menschen wie möglich mitzunehmen“, so Easyjet-Chef Johan Lundgren.

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Virusvariantengebiet: Deutschland versalzt Portugal-Urlaube

Ab Dienstag betrachtet Deutschland das gesamte Staatsgebiet von Portugal als so genanntes Virusvariantengebiet. Das hat zur Folge, dass beispielsweise Urlauber nach ihrer Rückkunft in Deutschland für zwei Wochen in Quarantäne müssen – ohne Möglichkeit des „Freitestens“. Die von der Bundesrepublik vorgenommene Umstufung gleicht einer Panikreaktion, denn diese wird unter anderem mit der so genannten Delta-Variante begründet. Diese soll in Portugal rund 50 Prozent aller Neuinfektionen ausmachen. Gleichzeitig ist Deutschlands Verhalten ein Vorgeschmack darauf was Urlaubern auch im Sommer 2021 blühen könnte – Grüner Pass hin oder her. Das jüngste Beispiel zeigt, dass die deutsche Bundesregierung nicht davor zurückschreckt kurzfristige Quarantänen einzuführen. Gerade für Urlauber könnte dies durchaus problematisch werden. Einige Reiseveranstalter holen nun ihre Gäste vorzeitig zurück, um diesen die Absonderung in Deutschland ersparen zu können. Bei der Einreise aus einem so genannten Virusvariantengebiet muss ein negativer Coronatest vorgelegt werden. Anschließend haben sich die Personen auf dem direkten Weg nach Hause oder in ihre Quarantäneunterkunft zu begeben. Ein weiterer Test ist auf eigene Kosten vorzunehmen, wobei ein negatives Testergebnis die Absonderung nicht beendet. Diese endet erst nach 14 Tagen. Wichtig: Reisende, die aus so genannten „Virusvariantengebieten“ kommen, dürfen in Deutschland zum Zweck der Heimreise keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Deutschland erlässt ein umfangreiches Beförderungsverbot für die Relation Portugal-Deutschland. Defacto dürfen dann nur noch Personen mit deutschem Pass oder Wohnsitz in der Bundesrepublik befördert werden. Bei Virusvariantengebieten ist es so, dass auch Genesene und Geimpfte die 14-tägige Quarantäne anzutreten haben. Es gibt auch für diese keine Möglichkeit sich vorzeitig freizutesten. Im Sommer

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Air Berlin: Börse-Tochter von Insolvenzverwalter auf 497,8 Millionen Euro verklagt

Geht es nach Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther, so soll eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse für Teile der Pleite der Airline haften. Der Jurist brachte am Freitag eine 497,8 Millionen Euro schwere Klage beim Landgericht Frankfurt ein. In einer Medienerklärung begründet der Insolvenzverwalter, dass seiner Ansicht nach die Clearstream Banking AG zur persönlich haftenden Gesellschafterin der Kommanditgesellschaft geworden ist. Air Berlin war ein Konstrukt aus zwei Firmen: Die börsennotierte Air Berlin PLC, mit Sitz im Vereinigten Königreich, fungierte als persönliche haftende Gesellschafterin der Luftverkehrs KG, bei der der Flugbetrieb angesiedelt war. Nach außen hin war es die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG. Laut Lucas Flöther soll der Brexit dazu geführt haben, dass die Aktiengesellschaft britischen Rechts nicht mehr als persönlich haftende Gesellschafterin fungieren kann. Im Aktienregister des Vereinigten Königreichs sind Stammaktien der Deutsche-Börse-Tochter Clearstream Banking AG eingetragen. Es handelt sich dabei um Anteilsscheine, die Anleger bei diesem Unternehmen in Wertpapierdepots hinterlegt haben. Der Insolvenzverwalter leitet daraus ab, dass die Air Berlin PLC nicht mehr als ausländische Gesellschaft mit Verwaltungssitz in Deutschland betrachtet werden kann, sondern aufgrund des Brexits zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts wurde. Flöther ist der Ansicht, dass die Clearstream Banking AG dadurch zur persönlich haftenden Gesellschafterin wurde. Beim Landgericht Frankfurt wurde eine so genannte Leistungs- und Feststellungsklage gegen diese Tochtergesellschaft der Deutsche Börse eingebracht. Auch soll festgestellt werden, ob Clearstream Banking AG für weitere Ansprüche der Gläubiger zur Kasse gebeten werden kann. Flöther schätzt – sofern das Verfahren Erfolg hat – das Volumen auf etwa eine Milliarde Euro.

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Rückkehr vom Urlaub: So kommen Österreicher gratis und legal an Testbefunde

Die Änderung der österreichischen Einreisebestimmungen bringt mit sich, dass auch Antigen-Selbsttests anerkannt werden. Diese müssen jedoch über die entsprechenden Apps bzw. Web-Apps der Bundesländer eingemeldet werden. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Jedes Bundesland hat da so seine eigene Lösung, die komplett unterschiedlich funktioniert, doch Niederösterreich hat etwas auf die Beine gestellt, das insbesondere für Urlaubsreisende praxistauglich ist. Alle Einwohner Österreich können das niederösterreichische Tool nutzen. Ein Wohnsitz in Niederösterreich ist laut Land ausdrücklich nicht notwendig. Was benötigt man für den NÖ-Selbsttest? Antigen-Schnelltest-Kit (z.B. kostenlose „Wohnzimmertests“ aus der Apotheke) Lackstift („Edding“) Sozialversicherungsnummer Smartphone mit Fotofunktion Internetverbindung (z.B. WLAN im Hotel oder Handynetz) Wie funktioniert das? Unter diesem Link beim Land Niederösterreich findet sich die so genannte Web-App. Diese funktioniert direkt im Browser, so dass kein zusätzlicher Download notwendig ist. Im ersten Schritt muss man die Handynummer eingeben und erhält dann einen Code per SMS geschickt. Dieser muss mit dem Lackstift oder einem sonstigen Stift, der auf dem Kunststoff des Testkits gut lesbar ist, auf das Testkit geschrieben werden. Nun führt man den Selbsttest gemäß Anleitung (Packungsbeilage) durch. Nachdem das Ergebnis vorliegt, geht es im System des Landes NÖ weiter. Man ergänzt nun die persönlichen Daten und muss hier den Code, den man per SMS bekommen hat, eingeben. Anschließend müssen über die Web-App zwei Fotos gemacht werden: 1.) Man fotografiert das Ergebnis, das auf dem Kit angezeigt wird, wobei der Code, den man draufgeschrieben hat, gut lesbar sein muss. 2.) Nun ist ein Lackstift von Vorteil, denn das Kit muss „entwertet“

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In eigener Sache: It’s time to say thank you!

Bei Schülerinnen und Schülern stehen die Sommerferien unmittelbar bevor und für viele Menschen geht es bald in den langersehnten Urlaub. Aviation Direct möchte heute allen Leserinnen und Lesern einfach mal Danke sagen. In nachstehendem Video wendet sich Aviation.Direct-Geschäftsführer Jan Gruber mit einer kurzen Danke-Botschaft direkt an die Leserinnen und Leser. Das Team von Aviation Direct dankt allen Leserinnen und Lesern, Unterstützern, Partnern und Freunden und wünscht einen angenehmen und erholsamen Sommer! Ihr Aviation Direct Team P.S.: Eine Sommerpause gibt es bei Aviation Direct nicht. Wir wollten einfach mal Danke sagen!

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AUA verkauft Leberkäsesemmel für sechs Euro

Wie wäre es mit einem Leberkäsesemmel mit Senf für sechs Euro? Im Alltag würden die meisten Menschen diesen wohl eher nicht kaufen. Austrian Airlines bietet in der neuen Buy-on-Board-Speisekarte dieses Produkt zu diesem Preis an. Den durchschnittlichen Preis einer Leberkäsesemmel haben wohl die meisten Österreicher im Kopf. Im Supermarkt oder beim Fleischhauer kostet es normalerweise irgendetwas zwischen 1,20 und zwei Euro, je nachdem wie dick aufgeschnitten wird und an Tankstellen liegt die Preisspanne im Regelfall zwischen 1,50 und drei Euro. Austrian Airlines verlangt an Bord stolze sechs Euro und dabei handelt es um einen normalen Leberkäse, also nicht pikant oder mit Käse. Zum Vergleich: Ein Käse-Leberkäsesemmel mit 0,09 Kilogramm Aufschnitt kostet bei Billa derzeit 1,90 Euro. „Normale“ sind günstiger. Wer vermutet, dass an Bord von Austrian Airlines der Leberkäse aus dem Backofen entnommen und dann frisch eine Scheibe heruntergeschnitten wird, irrt. Es handelt sich um Produkte, die zuvor im Cateringbetrieb vorbereitet werden und in der Luft lediglich aufgewärmt werden. Das ist aber nicht „AUA-spezifisch“, sondern generell üblich. Der Mitbewerber Ryanair zeigt den Reisenden offen, dass man aufgewärmte „Fertigprodukte“ serviert. Austrian Airlines bietet die Speisen und Getränke an Bord gar nicht selbst an, sondern verkauft im Namen und auf Rechnung der deutschen Firma Retail in Motion GmbH, eine Tochtergesellschaft der LSG. Das Preisniveau des Buy-on-Bord-Angebots wurde von verschiedenen Medien wiederholt kritisiert. Die AUA rechtfertigt dies damit, dass man regionale und frische Waren servieren würde. Ob der Leberkäsesemmel für sechs Euro ein Verkaufsschlager wird? Bleibt abzuwarten. Die aktuelle Speisekarte samt dem Sechs-Euro-Leberkäsesemmel

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Innsbruck freut sich auf Frankfurt-Wiederaufnahme

Der Flughafen Innsbruck ist erfreut, dass Austrian Airlines am Montag, den 28. Juni 2021, die Anbindung an das Lufthansa-Drehkreuz Frankfurt am Main reaktivieren wird. Airportchef Marco Pernetta hofft, dass sich bald auch die Nachfrage auf der Langstrecke erholen wird. „Wir freuen uns, die Strecke zwischen Innsbruck und Frankfurt gemeinsam mit Lufthansa wieder anbieten zu können. Westösterreich ist damit über das Drehkreuz Frankfurt an Europa und den Rest der Welt angebunden“, sagt Austrian Airlines Vertriebsvorstand Michael Trestl. Von 28. Juni bis Ende Juli bietet Austrian Airlines vorerst drei wöchentliche Verbindungen (Montag, Freitag und Samstag) nach Frankfurt an. Ab 01. August bis zur Generalsanierung der Piste und der damit verbundenen Flughafensperre von 20. September bis 18. Oktober werden vier wöchentliche Rotationen (Montag, Freitag, Samstag und Sonntag) durchgeführt. Die Route wird mit dem Maschinentyp Embraer 195 bedient. „Das ist ein wichtiges Signal dafür, dass sich die Luftfahrt vorsichtig erholt. Die Strecke Innsbruck-Frankfurt ist dabei für die ganze Region von großer Bedeutung“, so Innsbrucks Flughafenchef Marco Pernetta. „Aktuell spielen Fernflüge pandemiebedingt noch kaum eine Rolle, aber auch diese Situation wird sich wieder erholen und die Nachfrage entsprechend steigen“.

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Transavia soll zu Lasten von Air France wachsen

Der Air France-KLM-Konzern wird künftig verstärkt über die beiden Transavia-Fluggesellschaften wachsen. Besonders in Frankreich soll sukzessive Kapazität von der Mainline auf die Billigtochter verlagert werden. Gruppenchef Ben Smith ist der Ansicht, dass klassische Produkte innerhalb Frankreichs und Europas ausgedient haben. Während einer Veranstaltung in Paris sagte der Manager, dass er das Standard-Modell von Air France für nicht mehr wettbewerbsfähig hält. Besonders auf der Kurz- und Mittelstrecke wären Lowcost-Produkte deutlich gefragter. Um in diesem Segment wettbewerbsfähig bleiben zu können werde man mit den Gewerkschaften verhandeln. Konkret bedeutet das, dass Ben Smith die Tochtergesellschaft Transavia France zu Lasten der Mainline ausbauen will. Bereits vor einiger Zeit konnte man den Pilotengewerkschaften Zugeständnisse in Sachen der Scope-Klausel abringen. Die Anzahl der Maschinen, die Transavia France betreiben darf, wurde angeboten. Nun will Smith die Arbeitnehmervertreter erneut an den Verhandlungstisch bitten, um im Idealfall die Klausel komplett aufheben zu können. Transavia France soll schrittweise mehr Inlands- und Europastrecken übernehmen. Die Zukunft sieht der Air-France-KLM-Chef im Lowcost-Segement, das zu Lasten von Air France gestärkt werden soll.

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Bann: Weißrussland sperrt die Ukraine aus

Flugzeuge, die in der Ukraine gestartet sind oder dort landen wollen sind nun über dem Gebiet von Weißrussland nicht mehr erwünscht. Damit beantwortet man die Luftraumsperre der Ukraine, denn das Land hat sich dem Bann der Europäischen Union angeschlossen. In Reaktion auf die nicht ganz freiwillige Landung einer Boeing 737-800 von Buzz auf dem Flughafen Minsk entschied die Europäische Union, dass Airlines aus Belarus im Unionsgebiet unerwünscht sind. Es wurde ein umfangreicher Bann ausgesprochen. Diesem hat sich die Ukraine angeschlossen. Weißrussland kontert nun und sperrt ebenfalls aus.

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