Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Armenien: Zwangsgrounding bei Fly Armenia Airways

Formell ist Fly Armenia Airways keine Fluggesellschaft mehr, denn die Zivilluftfahrtbehörde Armeniens entzog dem Unternehmen am Montag AOC und Betriebsgenehmigung. Die Maßnahme wird damit begründet, dass sicherheitsrelevante Mängel festgestellt wurden. Die Neugründung sorgte im Feber 2021 für Aufsehen, denn abweichend vom eingereichten Flugplan flog man nicht in die Ukraine, um dort Wartungsarbeiten vornehmen zu lassen, sondern landete im Iran. Eine lokale Fluggesellschaft kündigte bereits dieses Flugzeug als Flottenneuzugang an. Letztlich war die Sache dann offensichtlich zu heiß und auch auf erheblichen Druck der Regierung von Armenien wurde die Maschine zurückgeholt. Die Zivilluftfahrtbehörde leitete ein formelles Ermittlungsverfahren ein und wollte wissen wie es sein kann, dass man so grob vom eingereichten Flugplan abgewichen ist und dann auch noch im Iran gelandet ist. Bislang wurden seitens der offiziellen Stellen noch keine genauen Details publiziert, jedoch ist in der offiziellen Mitteilung, in der der Entzug von AOC und Betriebsgenehmigung verkündet wurde, zu lesen, dass im Zuge der Ermittlungen eklatante Verstöße gefunden wurden. Diese sind sicherheitsrelevant und obendrein kann Fly Armenia Airways mangels alternativem Fluggerät nicht fliegen. Die Behörde betont ausdrücklich, dass das Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Iran-Ausflug noch nicht abgeschlossen ist.

weiterlesen »

Airbus/Boeing: USA und EU wollen Strafzölle aussetzen

Die EU-Kommission und die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich darauf geeinigt, dass die gegenseitigen Strafzölle, die aufgrund des Handelsstreits zwischen Airbus und Boeing erlassen wurden, für zumindest fünf Jahre ausgesetzt bleiben sollen. Darauf haben sich Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und U.S.-Präsident Joe Biden in der Nacht von Montag auf Dienstag geeinigt. Die Vereinigten Staaten haben unter der Präsidentschaft von Donald Trump Strafzölle eingeführt und der „Gegenschlag“ Europas hat nicht lange auf sich warten lassen. Bereits kurz nach dem Antritt des Joe Biden wurden diese temporär ausgesetzt. Es wird nun angestrebt, dass der Dauerkonflikt zwischen Airbus und Boeing noch vor dem 11. Juli 2021 bereinigt werden soll. Dazu will man dies für zumindest fünf Jahre „einfrieren“ und somit mehr Zeit für eine endgültige Lösung geben. Jedenfalls sollen die Strafzölle ausgesetzt werden. Betroffen sind auch zahlreiche andere Produkte.

weiterlesen »

Sommer: Eurowings setzt voll auf touristische Routen

Eurowings-Chef Jens Bischof will im Hochsommer die 81 Maschinen des Typs Airbus A320 wieder in die Luft bringen. Besonders auf den touristischen Strecken soll die Nachfrage weit über den ursprünglichen Erwartungen liegen. Allerdings hat man für den Herbst nur wenige Vorausbuchungen. Die Corona-Pandemie bringt mit sich, dass Passagiere nicht mehr langfristig, sondern eher kurzfristig buchen. Hintergrund dürften die sich laufend ändernden Einreise- und Quarantänebestimmungen sein. Auch bekleckerte sich die gesamte Branche im Vorjahr nicht gerade mit Ruhm, denn viele Reisende mussten den Erstattungen ihrer abgesagten Flüge lange hinterherlaufen und in vielen Fällen sogar vor Gericht ziehen. Eigentlich sieht das Gesetz vor, dass innerhalb von sieben Tagen zurückbezahlt werden muss, aber kollektiv ignorierte man die Vorschrift. In Italien hagelte es für einige Airlines erste Geldstrafen. Eurowings will jedenfalls im Sommer 2021 die 81 Maschinen des Typs Airbus A320 in die Luft bringen. Bei den anderen Flottenmitgliedern ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Der Fokus liegt heuer auf touristischen Strecken. Das hat zur Folge, dass auf klassischen Routen, die überwiegend von Geschäftsreisenden genutzt werden, Ausdünnungen und Verschiebungen vorgenommen wurden. Das trifft auch Österreich, denn im Deutschland-Verkehr ab Wien und Salzburg wurde der Flugplan für Juli und August 2021 neuerlich ausgedünnt. Ab Graz wurde die Stuttgart-Strecke in den September 2021 verschoben und ab Linz die Düsseldorf-Route ebenso.

weiterlesen »

German Airways führte Air-Montenegro-Erstflug durch

Die neue staatliche Fluggesellschaft Air Montenegro setzt ab sofort einen von German Airways (vormals WDL) betriebenen Embraer 190 ein. Im Rahmen eines Wetlease-Abkommens bedient ein Regionaljet der deutschen Airline einige Routen ab Montenegro. Air Montenegro setzt weiters einen Embraer 195, den man selbst betreibt ein. In Kürze soll die Flotte um zumindest zwei baugleiche Maschinen erweitert werden. Da es offenbar kleinere Verzögerungen gibt, greift man auf Wetlease-Dienstleistungen von German Airways zurück. Somit wurde der Erstflug auf der Strecke Podgorica-Belgrad am Montag mit der D-AWSI von der zweitältesten Airline Deutschlands im Auftrag von Air Montenegro durchgeführt. Derzeit verfügt der aus WDL hervorgegangene Carrier über vier Embraer 190. Die D-AWSI ist momentan für Air Montenegro im Einsatz. Die D-ACJJ führte in den letzten Tagen diverse Charterflüge ab Köln und München unter anderem nach Paris-Le Bourget durch. Die D-AJHW ist für Air France ab Straßburg im Einsatz. Zuvor wurden einzelne Charterflüge ab Paderborn für Green Airlines durchgeführt. Die D-AZFA führt ebenfalls Charterflüge durch und war zuletzt auf Krasnodar-Salzburg im Einsatz. Die Maschine flog am Montag wieder zurück nach Köln/Bonn.

weiterlesen »

Einreise: Griechenland will Antigen-Schnelltests akzeptieren

Griechenland wird in Kürze bei der Einreise nicht nur Impf- und Genesungszertifikate, sondern auch Befunde von Antigen-Schnelltests akzeptieren. Dies kündigte Tourismusminister Harry Theoharis an, nannte jedoch noch keinen exakten Termin. Die Akzeptanz der Schnelltestergebnisse soll jedenfalls allerspätestens ab 1. Juli 2021 beginnen. Dadurch soll es für Urlauber einfacher werden nach Griechenland einzureisen. Weiterhin werden auch PCR-Befunde sowie Impf- und Genesungsnachweise anerkannt. In einigen EU-Staaten sind PCR-Tests eher kompliziert und teuer zugänglich. Das griechische Gesundheitsministerium hat sich bereits für die Anerkennung von Antigen-Schnelltests bei der Einreise ausgesprochen. Tourismusminister Theoharis erklärte auch, dass es in manchen Ländern kompliziert und insbesondere teuer ist an PCR-Tests zu kommen, jedoch Antigen-Schnelltests oftmals sogar kostenlos angeboten werden. In den nächsten Tagen will das Gesundheitsministerium den genauen Starttermin für die Akzeptanz von Antigen-Befunden bei der Einreise bekanntgeben.

weiterlesen »

Wizz Air sucht wieder Flugbegleiter für Wien

Die ungarische Billigfluggesellschaft ist derzeit auf der Suche nach Flugbegleitern für die Basis Wien. Das Unternehmen erklärt dazu unter anderem, dass man mit einem „intensiven Reise-Sommer“ rechnet und daher „wird für die Basis Wien zusätzliches Kabinenpersonal“ benötigt. Zu den genauen Hintergründen schweigt sich das Unternehmen aus, doch bekamen die Flugbegleiter über einen langen Zeitraum hinweg nur das Grundgehalt überwiesen. Dieses ist äußerst niedrig, da sich der Großteil der Bezahlung aus den tatsächlich geflogenen Sektoren ergibt. Da während der Lockdowns ab Wien nur sehr wenig geflogen wurde, erhielten viele nur den Grundlohn. Aviation Direct berichtete bereits im Herbst 2020 ausführlich über dieses Thema. Da die Summe, die im Aviation Direct Artikel genannt ist, sehr niedrig war und vielen vorne und hinten nicht zum Leben ausreichte, dürften einige Wizz-Air-Flugbegleiter der Basis Wien das Unternehmen verlassen haben. Anders ist nicht erklärbar, dass nun neue Mitarbeiter gesucht werden, denn der Carrier fliegt ab der österreichischen Hauptstadt noch immer in reduziertem Umfang und hat erst kürzlich erneut einige Routen ausgedünnt bzw. die Wiederaufnahmen deutlich nach hinten verschoben. Andras Rado, Senior Corporate Communications Manager bei Wizz Air, sagte: „Die Buchungen steigen derzeit stark an und, um die Kapazität für den Sommer hochzufahren, benötigen wir neues Personal. Wizz Air hat die Krise gut gemeistert und positioniert sich mit neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereits strategisch für die Zukunft. Mit dem zusätzlichen Personal haben wir alles, was nötig ist, um diesen Sommer für viele unserer Passagiere, die es nicht erwarten können, in den Urlaub zu fliegen, zu einem tollen

weiterlesen »

Ukraine: Motor Sich Airlines soll stark expandieren

Die ukrainische Motor Sich Airlines könnte in der Luftfahrtstrategie künftig eine größere Rolle spielen. Momentan befindet man sich mit dem Staatskonzern Ukroboronprom in Gesprächen, die im Ausbau des Regionalnetzes münden sollen. Ob Motor Sich Airlines dabei Zubringerdienste für den geplanten neuen Staatscarrier erbringen soll, ist noch unklar. Ukroboronprom ist die Muttergesellschaft von Antonow. Bei diesem Flugzeugbauer stockt seit einigen Jahren der Absatz, weshalb die Regierung immer wieder überlegt den heimischen Fluggesellschaften mittels günstiger Leasingraten und Prämien Maschinen aus lokaler Produktion schmackhaft zu machen. Lokale Medien berichten, dass Motor Sich Airlines einige gebrauchte An-140 leasen wird. Eine einzelne Maschine dieses Typs hat man bereits. Diese trägt die Registrierung UR-14005 und kommt ab Saporischja und Kiew zum Einsatz. Motor Sich Airlines ist weit über die Grenzen hinaus bekannt für den Einsatz in die Jahre gekommener Flugzeuge. Die Regierung der Ukraine beabsichtigt eine neue staatliche Fluggesellschaft aufzuziehen. Diese steht in keinem Zusammenhang mit Ukraine International, denn diesem Anbieter will man Paroli bieten. Die Kurz- und Mittelstreckenflotte soll nach Möglichkeit ausschließlich aus Antonow bestehen. Auf der Langstrecke hat man sich noch nicht entschieden, ob man Boeing- oder Airbus-Jets leasen wird. Motor Sich Airlines könnte als Feeder einige Regionalstrecken übernehmen. Offen ist auch die Homebase der neuen staatlichen Fluggesellschaft, denn nebst Kiew-Borispil soll auch der innerstädtische Kiew-Schuljany-Airport im Rennen sein. Ab letzterem bietet Motor Sich bereits einige Inlandsziele an.

weiterlesen »

CSA muss binnen 120 Tagen einen Sanierungsplan vorlegen

Die insolvente Smartwings-Tochter CSA muss nun innerhalb von 120 Tagen einen Sanierungsplan vorlegen. Diese Frist räumte das Konkursgericht in Prag ein und stimmte damit der Absicht, dass das Unternehmen restrukturiert werden soll, grundsätzlich zu. Die Gläubigerversammlung erteilte dem Mehrheitseigentümer Smartwings bereits die Zustimmung zur Ausarbeitung eines Sanierungsplans. Gerichtlich anerkannt wurden bislang Schulden in der Höhe von 86,5 Millionen Euro. Die Summe ist allerdings nur vorläufig, denn der Flugzeugbauer Airbus fordert einen dreistelligen Millionenbetrag aufgrund getätigter, aber nicht abgenommener Bestellungen. Smartwings musste im März 2021 Insolvenz anmelden, da ein Moratorium der Regierung ausgelaufen war und auch keine Staatshilfe gewährt wurde. Smartwings wollte keine Anteile an die Regierung abgeben.

weiterlesen »

Wizz Air steuert ab Jersey UK-Ziele an

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air UK wird am 9. Juli 2021 auch innerhalb des Vereinigten Königreichs fliegen. Der Carrier wird zunächst ab Cardiff und Doncaster/Sheffield nach Jersey fliegen. Formell gehört die Kanalinsel Großbritannien nicht an, sondern ist als so genannter Kronbesitz geführt. Beide Strecken sollen vorerst an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedient werden. Das Unternehmen hofft darauf, dass zahlreiche Briten ihre Urlaube auf der Kanalinsel verbringen wollen. Hinsichtlich der Reisebeschränkungen werden diese derzeit als Inlandsaufenthalt betrachtet, auch wenn Jersey formell dem Vereinigten Königreich nicht angehört. Wizz Air UK wird am 19. Juni 2021 in Cardiff eine Basis eröffnen. Der UK-Ableger unterhält derzeit Stützpunkte in Luton, Gatwick und Doncaster. Die Flotte wuchs zwischenzeitlich auf drei A320, sieben A321 sowie vier A321neo an.

weiterlesen »

Play stellt Livery und Uniformen vor

Das Airline-Startup Play stellte mit der TF-AEW den ersten Airbus A321neo, der die Livery der Neugründung trägt, vor. Das Unternehmen beabsichtigt den Flugbetrieb vorerst mit diesem Maschinentyp aufzunehmen. Das Farbenkleid ist keine große Überraschung, denn es entspricht fast vollständig den Renderings, die in den letzten Wochen und Monaten veröffentlicht wurden. Die erste Maschine, die die Corporate Identity von Play trägt, ist die TF-AEW. Auch wurden zwischenzeitlich die Uniformen der Kabinenbesatzung vorgestellt. Diese sind im Streetwear-Style gehalten und erinnern ein wenig an die mittlerweile eingestellte Marke Joon von Air France-KLM. Das Unternehmen betont in einer Aussendung, dass alle Uniformteile unisex sind d.h. von Männern und Frauen nach Belieben miteinander kombiniert werden können. Mit dem eher lockeren Auftritt will sich Play lässig darstellen. Ob dieses Outfit bei Kunden gut ankommt, bleibt abzuwarten.

weiterlesen »