Jan Gruber

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Jan Gruber

Covid-Kontrollen: Vom Klappschild über Warteschlangen

Die einzelnen Mitglieder der Europäischen Union führen ihre Covid-Einreisekontrollen weiterhin äußerst unterschiedlich durch. Von einem simplen Klappschild bis hin zu künstlich produzierten Staus in Terminals ist so ziemlich alles möglich. Bemerkenswert ist allerdings, dass oftmals auf dem Luftweg intensiver als auf dem Landweg kontrolliert wird. Deutschland praktizierte über einen langen Zeitraum hinweg äußerst lasche Kontrollen, die in den meisten Bundesländern lediglich aus einem Klappschild, auf dem zu lesen war, dass man die Einreisebestimmungen beachten soll, bestanden. Später führte man “SMS-Bombardement” ein, denn Passagiere die aus dem Ausland kommen, werden über mehrere Tage hinweg mit Nachrichten, die mit “Bundesregierung” unterfertigt sind, regelrecht vollgemüllt. Das auch dann, wenn der Reisende zwischenzeitlich Deutschland schon wieder verlassen hat. Erst vor einigen Wochen ordnete der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) an, dass alle aus dem Ausland kommenden Passagiere durch die Bundespolizei kontrolliert werden sollen. Das hatte zur Folge, dass beispielsweise aus Österreich kommende Flüge in Non-Schengen-Bereiche umgeleitet wurden. Doch im Fokus der Polizisten standen offensichtlich klassische Personenkontrollen, denn die Reisepässe wurden auf Scannern aufgelegt und die Covid-Unterlagen waren eher Nebensache. Nachfragen, ob die Dokumente ausreichend sind, wurden immer wieder mit “ich weiß es nicht, müssen Sie beim Gesundheitsamt nachfragen” beantwortet. Deutschland: Lautstark angekündigt, leise wieder eingestellt Während Horst Seehofer seine “scharfen Kontrollen” öffentlichkeitswirksam angekündigt hat, verlor er kein Wort darüber, dass diese mittlerweile in fast allen Bundesländern wieder abgeschafft wurden. So besteht die “Kontrolle” beispielsweise am Flughafen Stuttgart wieder aus dem simplen Klappschild und neu eben auch aus dem SMS-Bombardement. Ob Einreiseanmeldung, Test- oder Impfnachweis

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Iberojet Portugal brachte ersten A330-900 in die Luft

Die Fluggesellschaft Iberojet Portugal (vormals Orbest) hat am 23. Mai 2021 den Airbus A330-900 mit der Registrierung CS-TKH (MSN: 1963) erstmals kommerziell eingesetzt. Die Maschine hat man bereits im August des Vorjahres übernommen, jedoch kam es bis vor wenigen Tagen zu keinem Einsatz. Der fabrikneue Langstreckenjet befand sich über einen längeren Zeitraum hinweg im spanischen Castellón im Storage. Anfang Mai 2021 wurde die CS-TKH aus ihrem Dornröschenschlaf erlöst und nach Madrid überstellt. In der Hauptstadt Spaniens wurden einige Wartungsarbeiten vorgenommen, ehe der Zweistrahler am 20. Mai 2021 ferry nach Lissabon flog. Am 23. Mai 2021 wurde der kommerzielle Premierenflug nach Cancun durchgeführt. Iberojet Portugal ist eine Schwestergesellschaft von Iberojet Spain. Beide Airlines sind noch unter ihren alten Namen bekannter: Orbest und Evelop. Beim portugiesischen Ableger handelt es sich um das erste Exemplar des Typs Airbus A330-900.

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KLM stockt Österreich-Flüge auf

Die niederländische Fluggesellschaft KLM wird ab 17. Juni 2021 drei wöchentliche Flüge zwischen Graz und Amsterdam anbieten. Wien wird man bis zu dreimal täglich mit dem Skyteam-Drehkreuz in Schiphol verbinden. Gegenüber Sommer 2019 gibt es einige Neuerungen im Streckennetz: Beispielsweise ist Växjö temporär gesperrt und kann daher nicht angeflogen werden. Die französischen Ziele Marseille und Nantes werden von der Konzernschwester Air France betrieben. Southampton, Poznan und Cork wurden Anfang 2021 in das Netzwerk aufgenommen. Im Sommerflugplan 2021 wird KLM vier neue europäische Ziele anfliegen, von denen sich drei in der Hochsaison befinden: Belgrad – vom 13. Mai bis zu 7 Mal pro Woche Verona – vom 26. Juni bis zu 7 Mal pro Woche Palma de Mallorca – vom 26. Juni bis zu 7 Mal pro Woche Dubrovnik – vom 26. Juni bis zu 7 Mal pro Woche KLM wird in den Monaten Juli und August Flüge hinzufügen oder größere Flugzeuge zu Zielen wie Porto und Ibiza einsetzen. Im Vergleich zu den Vorjahren wird die niederländische Airline relativ mehr Kapazitäten für südeuropäische Ziele in Portugal, Spanien, Italien, Kroatien und Griechenland bereitstellen. Die erwartete Kapazität auf den europäischen Flügen wird 50 Prozent bis 75 Prozent betragen. Dies könnte sich jedoch noch ändern. Farbcodes, die für die Ziele gelten, können sich ändern, ebenso wie die Häufigkeit der Flüge. „Wir freuen uns sehr, dass es wieder mehr Reisemöglichkeiten gibt. In dieser Hinsicht reagieren wir so flexibel wie möglich auf die Marktbedingungen. Bei KLM sind wir bereit, unsere Passagiere auf verantwortungsvolle Weise an ihr

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Minsk-Vorfall: Vereinigung Cockpit bietet Buzz-Piloten Hilfe an

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit verurteilt die seitens Weißrusslands erzwungene Landung von Ryanair Flug 4978, der von der polnischen Tochter Buzz durchgeführt wurde. Politische Machtinteressen dürfen die Flugsicherheit nicht gefährden, so die VC. Zwischenzeitlich behauptet die Regierung Belarus’, dass es eine Bombendrohung seitens der Hamas gegeben habe. Beweise wurden jedoch keine vorgelegt. Als gesichert erscheint mittlerweile, dass in Minsk nicht nur der verhaftete Blogger, sondern auch vier weitere Personen von Bord gegangen sind. Dabei soll es sich um Agenten des Geheimdienstes KGB gehandelt haben. Die deutschen Verkehrspilotinnen und -piloten verurteilen diesen schweren Eingriff in den zivilen Luftverkehr. Der zivile Überflug von ICAO-Mitgliedstaaten muss ohne Beeinträchtigung der Flugsicherheit möglich sein – unabhängig von Crewmitgliedern und Passagieren, die sich an Bord befinden. Eine Maschine mittels militärischer Abfangjäger zur Landung zu zwingen, kann die sichere Flugdurchführung durch den psychologischen Druck und die Abweichung von Standardverfahren erheblich gefährden, so die VC. „Dieser Eingriff in die zivile Luftfahrt mitten in Europa ist absolut inakzeptabel“, sagt Leila Belaasri, Pressesprecherin der VC. „Der missbräuchliche Einsatz von Bombendrohungen beschädigt das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Warnungen offizieller Stellen. Es ist eine der kritischsten Lagen im Luftverkehr, die Crews unter erheblichen Stress und Passagiere in Angst versetzt. Für derartige politische Machtdemonstrationen, wie wir sie nun in Belarus erleben mussten, haben wir als VC keinerlei Verständnis. Politik darf nicht auf dem Rücken von Crews und Passagieren in Flugzeugen ausgetragen werden.“ Die Vereinigung Cockpit bietet der Buzz-Crew, die Flug FR 4978 am 23. Mai 2021 durchgeführt hatte, Unterstützung an. Die Piloten

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Wizz Air klagt gegen Staatshilfen für Blue Air und Tarom

Nach Ryanair zieht nun auch die Wizz Air gegen Staatshilfen, die seitens Regierungen an Fluggesellschaften gewährt wurden, vor Gericht. Der Carrier brachte gegen die Bewilligungen, die seitens der EU-Kommission, für die rumänischen Hilfen, die an Blue Air und Tarom ausbezahlt wurden, eine Klage vor dem Gericht der Europäischen Union ein. Tarom erhielt im Oktober des Vorjahres eine Kompensation für Verluste, die aufgrund der Reisebeschränkungen entstanden sind. Diese machte 19,3 Millionen Euro aus. Im Feber 2020 wurde ein staatlich besichertes Darlehen in der Höhe von 36,7 Millionen Euro gewährt. Die Auszahlung erfolgte noch vor der starken Ausbreitung des Corona-Virus in Europa. Der Mitbewerber Blue Air erhielt aufgrund der Pandemie eine staatliche Unterstützung in der Höhe von 62 Millionen Euro. Laut lokalen Medien wurden die beiden Klagen bereits im Jänner 2021 übermittelt. Im Gegensatz zum Mitbewerber Ryanair gab Wizz Air aber keine Pressemitteilung heraus. Blue Air äußerte sich gegenüber Economica.net dahingehend, dass man sich aufgrund der Klage des ungarischen Billigfliegers keine Sogen mache. Auch wird darauf verwiesen, dass Wizz Air UK im April 2020 im Vereinigten Königreich einen staatlich besicherten Kredit in der Höhe von 300 Millionen Pfund in Anspruch genommen habe. Aus diesem Topf bediente sich auch Ryanair. Dieser Umstand wird jedoch regelrecht totgeschwiegen. Auch Wizz-Air-Konzernchef Jozsef Varadi betonte in diversen Interviews, dass der von ihm geleitete Konzern keine Staatshilfen in Anspruch genommen habe und kritisiert, dass an seiner Ansicht nach “klinisch tote Airlines” Finanzhilfen gewährt werden. Den UK-Kredit erwähnt er aber nicht.

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Austro Control: Das sind die nächsten Schritte der DHL-Neugründung

Die österreichische Austro Control bestätigt, dass DHL Express in Österreich eine neue Frachtfluggesellschaft aufbauen möchte. Der Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung wäre bereits in Vorbereitung. Mit der neugegründeten Airline soll in erster Linie der innereuropäische Markt bedient werden. DHL Express hat sich nach einem intensiven Evaluierungsprozess für Österreich als Standort entschieden. Ein wesentlicher Faktor dabei war das hohe internationale Ansehen, das die Luftfahrtbehörden in Österreich, Austro Control und BMK, genießen. Im Zuge des Brexit wurden im Rahmen eines ähnlichen Verfahrens bereits über 100 Flugzeuge von easyJet erfolgreich auf das österreichische Luftfahrzeug-Register gebracht. Nach Einlangen des AOC Antrages von DHL wird Austro Control auf Grundlage der entsprechenden EU-Verordnungen den Prüfprozess einleiten. Bei positivem Abschluss des Verfahrens möchte die neue Airline ihr Headquarter und ihr Schlüsselpersonal nahe Wien ansiedeln und würde unter dem österreichischen Hoheitszeichen mit österreichischem Kennzeichen auf ihren Flugzeugen fliegen. „Wir freuen wir uns, dass DHL Express sich entschieden hat, den Antrag auf ein AOC bei Austro Control zu stellen. Ausschlaggebend dafür war demnach der hervorragende internationale Ruf, den wir uns nicht zuletzt durch die Übernahme von easyJet auf das österreichische Luftfahrzeug-Register erarbeitet haben und natürlich die hohe Qualität der heimischen Luftfahrtbehörden im BMK und bei Austro Control“, sagt Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl in einer ersten Reaktion. Im Rahmen dieses AOC Prozesses stehen in weiterer Folge insbesondere folgende Prüfungsschwerpunkte im Mittelpunkt: Wie ist der Betrieb, wie sind die Managementsysteme organisiert Welche Luftfahrzeuge sollen betrieben werden Haben Piloten die erforderlichen Qualifikationen Welche An- und Abflugverfahren kommen zur Anwendung

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DHL gründet Cargo-Airline in Österreich

Seit sich Amerer Air im Jahr 2012 aus dem Segment Luftfracht zurückgezogen hat, gibt es in Österreich keine reine Cargo-Airline mehr. Das ändert sich nun, denn der Logistikkonzern DHL hat einen Ableger in der Alpenrepublik gegründet. Die Neugründung wird ihren Sitz nahe der Hauptstadt Wien haben und Maschinen des Typs Boeing 757F betreiben. Diese werden von Konzernschwester DHL Air UK übertragen. Im Gegenzug wird sich die britische Frachtfluggesellschaft verstärkt um den Langstreckenverkehr kümmern. Dazu werden Boeing 777F eingeflottet. “Mit der neuen Fluggesellschaft passen wir unser europäisches Netzwerk nicht nur an veränderte Regularien an, sondern bereiten es auch für weiteres Wachstum vor”, erläutert Roy Hughes, Leiter des europäischen Luftfracht-Netzwerkes bei DHL Express. “Mit diesem Schritt bedienen wir die weiterhin hohe Nachfrage unserer Kunden nach grenzüberschreitenden Express-Lieferungen und können ihnen ausreichend Express-Kapazitäten zur Verfügung stellen. Mit der neuen Struktur können wir unser Luftverkehrsnetz in Europa flexibler und stabiler gestalten und gleichzeitig durch eine höhere Zahl an interkontinentalen Flügen eine bessere Integration in unser globales Netzwerk sicherstellen.” “Die Standortentscheidung für Österreich ist ein starkes Signal für unser Land”, erklärt Magnus Brunner, Staatssekretär für Luftfahrt. “Eine neue Airline mit österreichischer Lizenz, die neue Arbeitsplätze am Boden – also in der Verwaltung – bringen soll, schafft Wertschöpfung. Mit dieser Standortentscheidung wird die Qualität von Austro Control gewürdigt. Das bestätigt die Kompetenz von Austro Control und der im BMK angesiedelten Obersten Zivilluftfahrtbehörde. Der Staatssekretär verweist auch auf die geographische Lage Österreichs im Herzen Europas: Österreich hat auf Grund seiner Infrastruktur eine zentrale Position und ist Drehscheibe

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Ab Winter 2022: Lauda Europe trennt sich von A320-Flotte – Boeing 737 Max 200 kommen

Ryanair zieht einen Schlussstrich unter den Ausflug in den Betrieb von Airbus A320 und kündigt die Ausflottung der 29 Maschinen bei Lauda Europe an. Finanzchef Neil Sorahan nannte einen konkreten Termin: Im Winterflugplan 2022 sollen die ersten A320 an die Leasinggeber zurückgegeben werden. Lauda Europe wird in einen Boeing-Operator verwandelt, was Konzernchef Michael O’Leary wiederholt in Aussicht gestellt hatte. Mit Airbus wurde man sich hinsichtlich einer Großbestellung von Maschinen des Typs A320neo nicht einig. Dem Vernehmen nach sollen die Preisvorstellungen von Ryanair und jene des europäischen Flugzeugbauers weit auseinander gelegen haben. Gegen Ende des Vorjahres bestellte der Konzern abermals in größerem Umfang bei Boeing. Die Firmengruppe setzt seit vielen Jahren ausschließlich auf das Muster Boeing 737-800 und künftig auch auf das Nachfolgemodell Boeing 737 Max 200. Im Vorjahr stockte man die Order um 75 Einheiten auf 210 Maschinen auf. Diese werden auf die Flugbetriebe von Ryanair DAC, Ryanair UK, Buzz, Malta Air und Lauda Europe verteilt. Auch wenn vor einigen Wochen Malta-Air- und Lauda-Europe-Chef David O’Brien die Umflottung noch nicht bestätigen wollte, war sein Vorgesetzter Michael O’Leary stets gesprächiger und machte keinen Hehl daraus, dass Lauda Europe künftig mit Boeing 737 Max 200 fliegen wird. Ob die Maschinen dann die Farben von Ryanair tragen oder wie Malta Air und Buzz in eigenem Farbenkleid in der Luft sein werden, ist noch offen. Laut Ryanair-Finanzchef Neil Sorahan soll die Umflottung im Winter 2022 beginnen und sich über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren hinziehen. Danach wird die Ryanair Group wieder mit

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Luqa: Luxwing bereitet Dash für Skyalps vor

Auf dem Flughafen Luqa laufen derzeit die Vorbereitungen für den kommerziellen Einsatz der von Luxwing für Skyalps betriebenen DHC Dash 8-400. Ab Mitte Juni 2021 wird der maltesische Carrier im Auftrag der Hausmarke des Flughafens Bozen zahlreiche Routen bedienen. Der Schwerpunkt des Skyalps-Streckennetzes liegt auf inneritalienischen Strecken. International sind derzeit Berlin, Düsseldorf und Ibiza geplant. Geflogen wird mit zwei DHC Dash 8-400, die von Luxwing betrieben werden. Bei Erfolg ist der Ausbau des Streckennetzes geplant. Unter anderem sind auch Wien und München angedacht. Nähere Einzelheiten zum Start von Skyalps in diesem Artikel. Die erste der beiden DHC Dash 8-400 trägt die Registrierung 9H-BEL und wird auf der Homebase von Luxwing, Luqa, auf den Einsatz im Auftrag der Bozen-Tochter vorbereitet. Die zweite Maschine folgt in Kürze. Beide Turbopropflugzeuge werden von Chorus Aviation geleast.

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Minsk-Vorfall: Warum so schweigsam, Ryanair?

Über Ryanair-Flug FR4978 wird wohl noch längere Zeit auf diplomatischer Ebene diskutiert werden, denn westliche Politiker werfen der Regierung von Weißrussland vor, dass die von Buzz betriebene Boeing 737-800 entführt wurde. Um genau zu sein: Von einer “staatlichen Flugzeugentführung” ist die Rede. Was sich am Sonntag abgespielt hat, wäre in dieser Form wohl auch Drehbuch-Autoren in Hollywood nicht so einfach eingefallen. Die SP-RSM von Buzz befand sich im Auftrag von Ryanair auf dem Weg von Athen nach Vilnius. Einige Minuten vor dem Verlassen des Luftraums Weißrusslands wurde über den Transponder ein Notfall gemeldet. Kampfjets stiegen auf und eskortierten die Boeing 737-800 zur Landung in Minsk. Angeblich soll den Buzz-Flugzeugführern über den Funk gar mit dem Abschuss der Maschine gedroht worden sein. Nach der Landung kam es zur Verhaftung einer Person, die das Lukaschenko-Regime schon länger auf der Fahnungsliste hatte. Vorgeschoben wurde für die ganze Aktion übrigens eine Bombendrohung. Daher wurden Gepäck und Handgepäck auf dem Vorfeld untersucht und nach einigen Stunden konnten die SP-RSM samt Passagieren, abgesehen von den Verhafteten, die weißrussische Hauptstadt wieder verlassen. Wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass Belarus mutmaßlich Agenten in die Maschine einschleusen konnte, die unbestätigten Informationen nach sogar bewaffnet gewesen sein sollen, ist rätselhaft. Das Verhalten von Ryanair und Buzz im Nachgang des Vorfalls ist jedoch ebenso bedenklich. Der Konzern, der sich selbst als “Europas beliebteste Airline” tituliert, macht keinerlei offizielle Angaben zur Anzahl der Reisenden, die sich an Bord befanden und besonders wie viele MInsk wieder verlassen konnten. Ryanair fliegt Weißrussland linienmäßig

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