Jan Gruber

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Jan Gruber

Umfrage: 70 Prozent der Österreicher glauben nicht an Impfung vor dem Sommer

Nur 26 Prozent der Österreicher sind davon überzeugt, dass sie noch vor dem Sommerurlaub Zugang zur einer Covid-19-Impfung haben werden. Die überwiegende Mehrheit ist der Ansicht, dass sich das nicht ausgehen wird. Zu diesem Schluss kommt eine von Unique Research im Auftrag des Nachrichtenmagazins „Profil“ durchgeführte Umfrage. Auf die Frage, ob alle Personen, die sich impfen lassen wollen, diese noch vor dem Sommer 2021 erhalten werden, antworteten 42 Prozent mit „eher nein“. 28 Prozent sagten „nein, ganz sicher nicht“. Nur fünf Prozent waren der Meinung „ja, ganz sicher“. Weitere 21 gaben „eher ja“ an. Die „Lücke“ auf 100 Prozent hat keine Einschätzung angegeben. Befragt wurden laut Unique Research 500 Personen. Die Schwankungsbreite wird mit 4,4 Prozent kommuniziert. Thematisch dazu passend führte der Fernsehsender ATV eine andere Umfrage durch. In dieser wurden 500 Bewohner Österreichs ersucht den Spitzenpolitikern Schulnoten zum Krisenmanagement zu vergeben. Mit einem Notendurchschnitt von 3,2 wird Rudolf Anschobers Krisenmanagement von den Österreichern noch am besten beurteilt, gefolgt von Sebastian Kurz‘ mit 3,3. Werner Koglers Fähigkeiten werden im Schnitt mit einer 3,4 beurteilt und Karl Nehammer belegt mit einem Notenschnitt von 3,5 den letzten Platz. Meinungsforscher Peter Hajek erklärte zur Umfrage: „Auffallend ist, dass die Grüne Wählerschaft deutlich kritischer ist als ihr türkises Pendant: Rudi Anschober erhält von seiner Wählerklientel einen Notendurchschnitt von 2,3, Sebastian Kurz 3,3. Die türkisen Wähler versehen ihren Kanzler mit 1,7. Anschober bekommt eine 2,4. Solange die ÖVP-Wählerschaft positiv gestimmt ist, kann Kurz wenig passieren. Allzu lang sollte die angespannte Situation aber nicht mehr andauern.“

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Kommentar: Wenn’s ums Geld geht, vergisst die AUA die „Reduktion der Kontakte“

Wenn es darum geht Geld zu verdienen, dann ist die Begründung warum Austrian Airlines im Vorjahr mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs den Bordservice in der Economy-Class auf der Kurzstrecke stark zurückgefahren hat, schnell vergessen. Seit Juni 2020 bis vor wenigen Tagen erhielten die AUA-Fluggäste lediglich Tee, Kaffee oder Wasser. Snacks und andere Getränke wurden unter dem „Deckmantel Corona“ gestrichen. Der Carrier begründete die Maßnahme im Vorjahr damit, dass man so die Kontakte zwischen Crew und Passagieren reduzieren will. Welchen Unterschied es macht, ob die Kabinenbesatzung einen Becher Orangensaft oder Wasser überreicht, konnte Austrian Airlines niemals schlüssig erklären. Hinter der Maßnahme, die viele Economy-Class-Fluggäste massiv verärgert hat, steckte ein ganz anderer Grund. Das Unternehmen wollte Geld sparen und nutzte schlichtweg Corona als geschickten Vorwand, der nicht sonderlich häufig hinterfragt wurde. Doch bereits damals gab es sehr konkrete Gerüchte, dass auf Paid-Catering umgestellt wird. Wenn es aber darum geht, dass mit Speisen und Getränken an Bord Geld verdient werden kann, dann sind die vormaligen Begründungen warum nur noch Tee, Kaffee und Wasser angeboten wurde, schnell vergessen. Die Glaubwürdigkeit der Austrian Airlines sinkt beim Blick auf die Infektionszahlen noch weiter: Eingeführt wurde das „Mini-Getränkeservice“ in einer Zeit, in der europaweit die Inzidenzen äußerst niedrig waren. Das „Kassieren“ hat man aber bei äußerst hohen Ansteckungszahlen begonnen. Insofern: Haben die Crews nun weniger Kontakt, wenn die Produkte verkauft werden? Nein, aber die Einnahmen steigen. Lowcost-Produkt zum „Premium-Preis“ Austrian Airlines versucht sich seit einigen Jahren krampfhaft als „Premium-Airlines“ zu verkaufen. Was ist eigentlich „Premium“? Eine Airline,

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Österreich: Anschober verlängert Einreiseverordnung bis Ende Mai 2021

Eigentlich wäre Rudolf Anschobers (Grüne) Einreiseverordnung am 31. März 2021 ausgelaufen. Nun teilte das von ihm geleitete Ministerium mit, dass die aktuelle Fassung bis mindestens 31. Mai 2021 verlängert wird. Das hat zur Folge, dass – abgesehen von Ausnahmen – weiterhin eine Quarantäne angetreten werden muss. Änderungen gibt es hinsichtlich der Gültigkeit von Befunden: PCR-Tests gelten maximal 72 Stunden ab Abstrichnahme und Antigen-Schnelltests maximal 48 Stunden. Auch die Einreiseanmeldung, von der auch Pendler erfasst sind, wird beibehalten. Sofern man nicht unter eine Ausnahme fällt, ist eine Quarantäne anzutreten. Freitesten ist nach fünf Tagen möglich. Landeverbote für Südafrika und Brasilien verlängert Während das Landeverbot für Maschinen, die im Vereinigten Königreich gestartet sind, in Kürze aufgehoben wird, wurden jene für Brasilien und Südafrika bis vorerst 4. April 2021 verlängert. Das Gesundheitsministerium ist der Ansicht, dass mit dieser Maßnahme die Einschleppung von Mutationen verhindert werden kann. Verbindungen mit Umstieg sind nicht betroffen, da sich der Bann nur auf Nonstop-Passagierflüge bezieht. Die Liste der Länder, aus denen man test- und quarantänefrei nach Österreich einreisen kann, ist äußerst kurz: Australien, Island, Neuseeland, Norwegen, Singapur, Südkorea und Vatikan. Aus allen anderen Staaten kommend unterliegt man der aktuellen Einreiseverordnung und somit der Quarantäne, ausgenommen man fällt unter eine Ausnahme.

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Deutschland prüft Lockerung der Einreisebestimmungen

Deutschland plant die derzeit durchaus harten Einreisebestimmungen deutlich zu lockern. Können sich Bund und Länder auf den aktuellen Entwurf einigen, würde bei der Einreise aus so genannten Risikogebieten ein Antigen-Schnelltest ausreichen, um Quarantäne vermeiden zu können. Hat man sich in so genannten „Hochinzidenzgebieten“ aufgehalten, müssen zwei negative Tests vorgelegt werden, um sich nach fünf Tagen „freitesten“ zu können. Aus dem aktuellen Entwurf, der Aviation Direct vorliegt, kann entnommen werden, dass auch hierfür Schnelltests ausreichend sein werden. Lediglich aus „Variantengebieten“ kommend soll eine 14-tägige Quarantäne – ohne Möglichkeit des „Freitestens“ – bleiben. Der Ablauf könnte sich grundlegend ändern, denn die Befunde sollen über das Portal, über das die Einreiseanmeldung zu tätigen ist, hochgeladen werden. Das soll auch für den „Freitester“ gelten. Auch wird die Einrichtung so genannter Flugkorridore diskutiert. Diese werden als mögliche Option für nicht näher bezeichnete Nicht-EU-Staaten betrachtet. Fix ist jedoch noch nichts, denn es handelt sich derzeit nur um einen Entwurf. Anzunehmen ist, dass darüber noch viel verhandelt wird und die Lobbyverbände der Reisebranche sich bemühen werden, dass es möglichst einfach wird. Inwiefern der seitens der EU geplante „Green Pass“ einbezogen wird, ist unklar.

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Slowenien bläst Plan für neuen Staatscarrier ab

Kurz nach der Insolvenz von Adria Airways trieb die slowenische Regierung Pläne für einen neuen Staatscarrier voran. Nun teilte das Wirtschaftsministerium mit, dass das Projekt fallengelassen wurde. Hintergrund ist auch, dass die EU-Kommission Bedenken geäußert hat. Slowenien beabsichtigte die Finanzierung aus Corona-Hilfstöpfen. Das Ministerium teilte mit, dass das Vorhaben nicht mit den Richtlinien der Europäischen Union in Einklang gebracht werden konnte. Daher habe man den entsprechenden Antrag zurückgezogen und somit auch das Airlineprojekt – zumindest vorläufig – fallen gelassen. Mit Air Serbia werden jedoch intensive Gespräche, die in der Eröffnung einer Basis in Ljubljana münden könnten, geführt. Die Gründung einer neuen staatlichen Fluggesellschaft für Slowenien ist derzeit in weite Ferne gerückt. Eine Basis einer bestehenden Airline dürfte wesentlich günstiger kommen. In einer frühen Phase der „Staatspläne“ suchte man eine Beteiligung von Lufthansa. Der Kranich-Konzern winkte allerdings dankend ab.

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Sommerurlaube: UK blickt mit Sorge auf die EU

Das in der Europäischen Union langsame Impftempo bereitet nun der Regierung des Vereinigten Königreichs Sorgen, denn am 17. Mai 2021 will man das internationale Reisen wieder weitgehend ermöglichen. Dieser Termin wackelt nun. Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon äußerte sich bereits dahingehend, dass ihrer Ansicht nach Auslandsreisen bzw. die Einreise ins Vereinigte Königreich ohne Einschränkungen ab 17. Mai 2021 noch nicht möglich sein werden. Sie geht davon aus, dass Testungen vor und nach der Landung „noch einige Zeit“ fortgeführt werden müssen. Sie will nun mit Veranstaltern und Airlines Gespräche führen und dann entscheiden welche Ziele eventuell von Testpflichten befreit werden könnten. Ihr Amtskollege in Wales sieht es ähnlich, drückt sich jedoch drastischer aus: „Das EU-Impfstoff-Chaos könnte die Sommerferien treffen. Selbst wenn wir alle geimpft wurden, wird es schwierig sein woanders hinzugehen“. Premierminister Boris Johnson will am 12. April 2021 über den weiteren Fahrplan entscheiden. Dann wird bekanntgegeben, ob es ab 17. Mai 2021 zu einer vollständigen Öffnung für internationale Reisen kommen wird oder welche Voraussetzung erfüllt werden müssen. Bis dahin wird hinter den Kulissen intensiv verhandelt.

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Volotea beantragt Umwelt-Förderungen in Brüssel

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea reichte beim Aufbauplan der EU-Kommission (Recovery and Resilience Facility) Förderanträge in der Höhe von 70 Millionen Euro ein. Insgesamt wurden drei Projekte vorgestellt, die primär die Digitalisierung und den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß der Luftfahrt senken sollen. Der Topf ist mit 672 Milliarden Euro gefüllt und soll sowohl die Digitalisierung als auch den Klimaschutz pushen. Weiters werden aus diesem Fonds auch Covid-Unterstützungsleistungen an EU-Mitglieder ausbezahlt. Volotea reichte ein Projekt, das sich mit der Elektrifizierung von Kurz- und Mittelstreckenflügen befasst ein. Dieses ist auch auf Maschinen bis zu 19 Sitzen spezialisiert und soll laut dem Carrier auch die Anbindung abgelegener Regionen und Inseln ermöglichen. Das zweite Vorhaben befasst sich mit der Digitalisierung im Bereich des Treibstoffverbrauchs, das zu einer Einsparung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes führen soll. Die Nummer drei betrifft Elektrofahrzeuge in den Bereichen Handling und Wartung.

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Die Ausflüge von Sebastian Kurz im „Oligarchen-Jet“…

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) scheint offenbar das Reisen besonders stark vermisst zu haben, denn in den letzten Wochen jettet er wieder häufiger mit dem Privatjet durch die Welt. Die Bevölkerung wird aber mittels Zwangsquarantäne und verängstigenden Worten vom Reisen ins Ausland regelrecht abgehalten. Soweit die Behauptungen von Zack-Zack. Was steckt wirklich dahinter? Freilich braucht Kurz bei der Wiedereinreise nach Österreich weder Test noch Quarantäne, denn auf die Ausnahme für Regierungsmitglieder hat Rudolf Anschober (Grüne) selbstredend nicht vergessen. Es mutet aber obskur an, dass Kurz, der stets „stay home“ predigte in einer laut seinem Gesundheitsminister „schwierigen Phase“ der Pandemie nicht mehr auf Videokonferenzen zurückgreift, sondern auf Kosten der Steuerzahler mit Privatjets durch die Welt fliegt. Wohlgemerkt aber dienstlich in seiner Funktion als Regierungschef und nicht privat zum Spaß. Am 4. März 2021 bekam dies in den Augen von Zack Zack eine „schiefe Optik“, denn von seinem Besuch in Israel soll er sich mit der OE-IRK „abholen“ haben lassen. Die Maschine wird von Avcon Jet AG betrieben und eigentlich war es ein ganz normaler Flug. Das von Peter Pilz betriebene Portal Zack Zack „deckte auf“, dass sich besagter Businessjet im Eigentum eines ukrainischen Oligarchen befindet namens Dmytro Firtasch befindet. Die Vereinigten Staaten haben vor langer Zeit ein Auslieferungsansuchen an Österreich gestellt, jedoch wurde über dieses bis dato nicht entscheiden. Das soll nun ein großer Skandal sein, doch genau genommen ist es heiße Luft, die politisch motiviert „aufgeblasen“ wurde. In dem Bericht werden zahlreiche Zusammenhänge, die bis hin zu Wirecard gehen, dargestellt.

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Ryanair verlängert britischen Staatskredit

Nur zu gerne verschweigt die Ryanair Group, dass man im Vorjahr im Vereinigten Königreich ein staatliches Darlehen in der Höhe von 600 Millionen Pfund angenommen hat. Dieses wäre im April 2021 zur Rückzahlung fällig geworden. Nun einigte man sich mit der Regierung auf einen Aufschub um 12 Monate. Der irische Konzern schäumt gegen sämtliche Staatshilfen und –kredite, die verschiedene Regierungen der EU-Staaten an Airlines gewähren. Beispielsweise die Tochtergesellschaft Lauda forderte erst, dass man zwei Dritten jener Unterstützung, die Austrian Airlines erhalten hat, haben will. Einen Antrag hat man jedoch nie gestellt und lieber die lange geplante Ausflaggung nach Malta fortgeführt. Als börsennotiertes Unternehmen war die Ryanair Holdings plc verpflichtet die Verlängerung des von der britischen Regierung gewährten Darlehens mitzuteilen. Gleichzeitig schreibt man in besagtem Börsendokument, dass man damit rechnet, dass der Cashbestand mit Monatsende bei etwa drei Milliarden Euro liegen wird. Weiters erklärt Ryanair, dass 80 Prozent der Flotte unbelastetes Eigentum ist.

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Israel kauft El Al Tickets für 210 Millionen Dollar ab

So kann man einer Airline auch unter die Flügel greifen: Die Regierung Israels kauft El Al und der Ferienflugabteilung Sun d’Or Flugscheine im Wert von 210 Millionen U.S.-Dollar ab. Dies geht aus einer Börsenmitteilung hervor. Der Ankauf der Tickets ist Teil des Hilfspakets, das die Regierung und das Management ausgehandelt haben. Dem Vernehmen nach führen derzeit Mitbewerber entsprechende Verhandlungen mit dem Finanzministerium, die ebenfalls zum Ankauf von Flugscheinen und Hilfsmaßnahmen führen könnten. Israel hat sich seit dem Beginn der Coronakrise weitgehend abgeschottet. Die Einreise ist nur eigenen Staatsbürgern, Personen mit Aufenthaltstitel und Diplomaten gestattet. In besonders wichtigen Fällen kann die Regierung auf Antrag Ausnahmen bewilligen, wobei die gestellten Anforderungen sehr hoch sind. Die Flughäfen des Landes wurden mehrfach geschlossen.

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