Jan Gruber

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Jan Gruber

Mallorca: Easyjet wird keine Tests durchführen

Die österreichische Fluggesellschaft Easyjet Europe stemmt sich gegen verpflichtende Coronatests, die vor dem Abflug in Palma mit Flugziel in Deutschland, durchgeführt werden sollen. Der Konzern verweist darauf, dass dies nicht Aufgabe der Airlines, sondern der Passagiere wäre. Die Mitbewerber Eurowings, Lufthansa, Tuifly und Condor konnten mit dem Angebot, dass vor dem Abflug in Palma verpflichtende Coronatests organisiert werden, Zwangsquarantäne rund um Ostern abwenden. Davon hält Easyjet nichts und will sich auch nicht an der Umsetzung beteiligen, schreibt der Berliner Tagesspiegel unter Berufung auf ein Statement des Billigfliegers. Country-Manager Stephan Erler kritisiert, dass Deutschland „noch immer keine bundeseinheitliche Test- und Einreisestrategie“ umgesetzt habe. Easyjet erwartet sich nun eine verbindliche Regelung, die für alle Airlines gleich ist und zwar „sowohl aus Risikogebeiten als auch aus Nicht-Risikogebieten kommend“. Auch bekräftig Erler die Forderung nach europaweit einheitlichen Reiseregeln, an denen sich Fluggesellschaften und Passagiere orientieren können.

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SmartLynx startet Charterflüge ab Deutschland

Die lettische Charterfluggesellschaft SmarLynx wird im Herbst 2021 ab Hamburg, Hannover, Düsseldorf und München Verbindungen auf die kanarischen Inseln Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa anbieten, bestätigte das Unternehmen. Die Flüge werden nicht auf eigene Rechnung durchgeführt, sondern im Auftrag von Involatus. Die genannte Firma ist darauf spezialisiert Flugzeuge zu chartern und die Kapazität auf eigene Rechnung an Reiseveranstalter zu verkaufen. Gelegentlich bietet Involatus auch Restplätze im Einzelplatzverkauf an. Vorerst ist geplant, dass im Oktober und November 2021 geflogen werden soll: „Die anhaltenden Reisebeschränkungen und der zögerliche Verlauf der Impfungen zeigen, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen vermutlich auf den Herbst konzentrieren werden. Wir sehen überproportional hohe Buchungseingänge vor allem im Oktober“, so Involatus-Chef Erkan Türkoral gegenüber der FVW. Bei Smartlynx fungiert der ehemalige Small-Planet-Deutschland-Geschäftsführer Oliver Pawel als Country Manager für die Bundesrepublik. Zuvor war er unter anderem für Germania tätig. Der Sommer 2018 war eigentlich äußerst stark, ging aber auch aufgrund unzähliger Verspätungen unrühmlich in die Geschichte ein. Bei der Small Planet Gruppe war das Ausmaß so drastisch, dass der Konzern unter den Schadenersatzforderungen von Passagieren und Veranstaltern kollabiert ist und alle Airlines der Firmengruppe aufgelöst wurden.

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Interjet kündigt Insolvenzantrag an

Die mexikanische Billigfluggesellschaft Interjet wird laut Mehrheitseigentümer und Firmenchef Alejandro del Valle in der kommenden Woche einen Insolvenzantrag stellen. Der Manager sagte gegenüber der Zeitung El Financiero, dass dieser Schritt notwendig ist, um den Einstieg eines nicht näher genannten Investmentfonds ermöglichen zu können. Dieser soll laut del Valle bis zu einer Milliarde U.S-Dollar in Interjet einbringen. Er sagte auch, dass die Berater der Lufthansa Group, Lufthansa Consulting, angeboten hätten, als erste Tranche rund 68 Millionen U.S.-Dollar einzuzahlen. Diese Aussage würde bedeuten, dass Lufthansa vor dem Einstieg in den mexikanischen Markt stehen könnte. Der Kranich-Konzern wollte die Äußerungen von Alejandro del Valle nicht kommentieren. Zusätzlich zum geplanten Insolvenzverfahren in Mexiko will Interjet auch in den Vereinigten Staaten ein Chapter-11-Verfahren anmelden. Der Firmenchef ist davon überzeugt, dass der Billigflieger nach dem Verfahren mit rund 350 bis 500 Millionen U.S.-Dollar aufgestellt sein wird. Del Valle sagte aber auch klar und deutlich: „Sollte der Deal mit dem Investor platzen, kommt Interjet leider unter den Hammer“. Die Fluggesellschaft befindet sich seit längerer Zeit in finanzieller Not. Zum Teil wartet das Personal seit September 2020 auf die Löhne. Der Flugbetrieb wurde am 11. Dezember 2020 offiziell eingestellt. Ein großer Teil der Belegschaft hat seit 8. Jänner 2021 aufgrund unbezahlter Gehälter die Arbeit niedergelegt.

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Schweden führt schadstoffabhängige Gebühren ein

Die schwedische Regierung prüft momentan eine grundlegende Änderung der Landegebühren. Bislang orientieren diese sich in erster Linie am Gewicht. Künftig soll der Schadstoffausstoß den Ausschlag geben. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, so würde Schweden den Einsatz junger Maschinen, die tendenziell weniger Kohlenstoffdioxid ausstoßen vergünstigen, während ältere Flugzeuge stärker zur Kasse gebeten werden. Werden alternative Antriebe oder biologischer Kraftstoff genutzt, könnte ein zusätzlicher Rabatt winken. In erster Linie würden Airlines, die kontinuierlich in die Erneuerung ihrer Flotten investieren, profitieren. Das schwedische Verkehrsministerium geht davon aus, dass eine Art Bonus-/Malus-System einen finanziellen Anreiz für die Fluggesellschaften liefern wird. Einige Lowcoster unterhalten besonders junge Flotten, weshalb diese in den Genuss von Vergünstigungen kommen könnten. Im Parlament bekam die Ökologisierung der Start- und Landegebühren bereits Zustimmung. Ab Juli 2021 soll ein Testlauf auf den Flughäfen Stockholm-Arlanda und Göteborg-Landvetter erfolgen. Laut Verkehrsministerium ist man das erste EU-Mitglied, das die Gebühren vom Schadstoffausstoß und nicht mehr vom Gewicht und/oder Lärm abhängig macht.

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Ukraine verlangt PCR-Test von allen Einreisenden

Mit Wirksamkeit zum 24. März 2021 müssen in der Ukraine sämtliche Einreisenden einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorlegen. Bislang galt dies nur für Staaten, die rot gelistet waren. Weiters ist die Vorlage einer Covid-19-Versicherung einer Assekuranz mit Sitz oder Zweigniederlassung in der Ukraine für alle verpflichtend. Ausgenommen sind Personen mit Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltstitel der Ukraine. Diese haben die Möglichkeit alternativ eine Quarantäne anzutreten. Die Regierung des osteuropäischen Landes weist in einer Aussendung ausdrücklich darauf hin, dass Ausländer (ausgenommen mit Aufenthaltstitel) keine Quarantäne antreten können. Sollten der negative PCR-Test und/oder die Versicherungspolizze fehlen, so kann am Grenzübergang eine Zurückweisung ausgesprochen werden. Nähere Informationen zu den neuen Einreisbestimmungen bei Visit Ukraine unter diesem Link.

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Nächster Boden-Vorfall in Danzig: Partenavia P 68 kracht in Saab 340

Zum dritten Mal binnen weniger Wochen ist es am Dienstag auf dem Flughafen Danzig zu einer Kollision auf dem Vorfeld gekommen. Diesmal hatte die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air „Glück“, dass eine Saab 340 von Sprint Air im Weg stand. In diese krachte eine Partenavia P 68 Observer 2. Gleich zweimal wurde Wizz Air auf dem polnischen Airport das Opfer von Vorfeldfahrzeugen, die in Airbus-Jets gekracht sind. Beim ersten Mal verkantete sich ein Service-Fahrzeug im Heckbereich und nur wenige Wochen später krachte ein Transporter im Bereich des Bugs in einen Airbus A320. Die Chancen, dass erneut ein Wizz Air Jet in Danzig ungewünschte Bekanntschaft am Boden bekommt, standen gar nicht mal so schlecht. Wie Fotos, die vom polnischen Portal trojmiasto.pl veröffentlicht wurden, zeigen, bewahrte die SP-KPU, eine Saab 340 der Sprint Air, den ungarischen Billigflieger vor einem weiteren unverschuldeten Boden-Zwischenfall in Danzig. Die Partenavia P 68 Observer 2 mit der Registrierung SP-FPM krachte in das Turbopropflugzeug und verkantete sich zwischen linker Tragfläche und Rumpf. Die Ursache dieser Kollision ist noch unklar. Der Flughafen Danzig bestätigte auf Anfrage, dass die Untersuchungen laufen. Es gibt keine Verletzten, es ist bloßer Sachschaden entstanden. Allerdings dürfte dieser an beiden Flugzeugen nicht gerade billig ausfallen. Es bleibt aber zu hoffen, dass die fast schon „gruselige“ Boden-Crash-Serie in Danzig damit beendet ist.

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Flughafen Hannover vor Stellenabbau

Der Flughafen Hannover wird angesichts der Corona-Pandemie den Personalstand reduzieren. In erster Linie soll dies über vorzeitige Pensionierungen, natürliche Fluktuation ohne Nachbesetzung und Nichtverlängerung befristeter Verträge umgesetzt werden. Geschäftsführer Raoul Hille erklärte gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, dass das Unternehmen „den Rucksack an Schulden zügig reduzieren“ will und „wieder höhere Margen zu erwirtschaften“ beabsichtigt. Das schließt auch den Personalstand ein, den der Manager „noch schlanker“ machen will. Hannover-Chef Hille gab keine Auskünfte über das Ausmaß des geplanten Stellenabbaus, kündigte jedoch an, dass das Sparprogramm auch Auswirkungen auf die Passagiere haben wird. Im Bereich der Dienstleistungen müssen diese mit „kleineren Abstrichen“ rechnen, so der Flughafenchef weiters gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen.

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Streit um Tests: Emirates kassiert erneuten Bann in Nigeria

Die Fluggesellschaft Emirates wurde zum zweiten Mal binnen zwei Monaten seitens der Regierung von Nigeria mit einem Bann belegt. Hintergrund ist ein Streit im Zusammenhang mit dem Covid-Testprogramm, bei dem sich beide Seiten in gewisser Weise diskriminiert fühlen. Vom Flugverbot ausgenommen sind Fracht- und Ambulanzflüge. Bereits Anfang Feber 2021 kassierte der Golfcarrier in Nigeria einen Bann, doch der Disput konnte schnell beigelegt werden. Die Regierung des afrikanischen Staats hält es für „unsinnig“, dass Emirates von Personen, die Nigeria verlassen, insgesamt drei negative Corona-Tests verlangt. Einen Tag vor dem Abflug muss ein PCR-Test absolviert werden, am Airport ein Antigen-Schnelltest und nach der Landung in Dubai eine erneute PCR-Untersuchung. Das hält Nigerias Luftfahrtminister Hadi Sirika für „übertrieben, unsinnig und diskriminierend“. „Emirates steht weiterhin in engem Dialog mit den zuständigen Aufsichtsbehörden und Behörden in Nigeria und wir sind fest entschlossen, Fortschritte bei einer Lösung zu erzielen, um die Fortsetzung und den Ausbau unserer Geschäftstätigkeit sicherzustellen“, so die betroffene Fluggesellschaft in einer Stellungnahme.

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Motor Sich Airlines expandiert mit An-24RV in Czernowitz

Motor Sich Airlines wird am 12. April 2021 ab Kiew-Schuljany eine neue Strecke aufnehmen. Der Carrier wird an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Freitag mit Antonow An-14 nach Czernowitz fliegen. Von Czernowitz aus wird Motor Sich Airlines auch nach Odessa und Saporischschja fliegen. Ab Kiew-Schuljany wird die Anzahl der angebotenen Ziele wieder auf drei ausgebaut, denn Odessa soll ab 26. April 2021 reaktiviert werden. Zwischen der Homebase Saporischschja und Kiew-Schuljany flog Motor Sich – mit kurzen Unterbrechungen – während der gesamten Corona-Pandemie. Die Flotte des ukrainischen Carriers besteht derzeit aus zwei Antonow An-12 AN-12-BK, drei Antonow An-24RV, einer Antonow An-74AN-74TK-200, einer Antonow An-140, drei Yakovlev Yak-40 und drei Mil Mi-8. Motor Sich Airlines ist der letzte Operator, der die An-24RV im Liniendienst einsetzt. Die UR-MSI wurde im Jahr 1962 gebaut und die UR-47297 und die UR-BXC in 1961 bzw. 1973.

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Deutschland: Lockdown ohne Quarantäne für Mallorca-Urlauber

Deutsche Urlauber, die in den Osterferien nach Mallorca reisen, müssen bei ihrer Rückkunft in der Bundesrepublik nicht in Quarantäne. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass sie „erwarten“, dass die Fluggesellschaften vor dem Rückflug – also noch in Spanien – Coronatests durchführen. Eine verbindliche Vorschrift, die Airlines dazu verpflichten würde solche Testungen vorzunehmen, gibt es allerdings nicht. Die Bund-Länder-Konferenz einigte sich darauf, dass man dies lediglich „erwarte“. Tuifly, Lufthansa, Eurowings und Condor traten gestern an Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) heran und haben die Durchführung von Coronatests vor dem Rückflug nach Deutschland angeboten. Dieser setzte sich dann für die Annahme durch die Bund-Länder-Konferenz ein. Damit konnte die Ostersaison gerettet werden, denn unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie einigen Ministerpräsidenten wird nachgesagt, dass eine Zwangsquarantäne für alle, die von Urlauben aus dem Ausland zurückkehren, eingeführt werden sollte. Dies stand unter anderem im Entwurf, mit dem Merkel in die Verhandlungen mit den Länderchefs ging. Durchsetzen konnte sie sich offensichtlich nicht. Im krassen Gegensatz dazu soll Deutschland in einen „verschärften Lockdown“ geschickt werden. Man ist der Ansicht, dass durch die Schließung der Lebensmittelgeschäfte am Gründonnerstag ein signifikanter Rückgang der Neuinfektionen erreicht werden kann. Am Karsamstag dürfen die Supermärkte wieder öffnen. Ob berücksichtigt wurde, dass es dann kommende Woche am Mittwoch und Samstag zu erhöhter Kundenfrequenz in den Lebensmittelläden kommen könnte, darf bezweifelt werden.

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