
UK: Johnson will Inlandsflüge billiger machen
Während sich Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), die sich selbst als Klimaschutzministerin bezeichnet, auf die Fahne geschrieben hat Kurzstreckenflüge so teuer wie möglich zu machen, geht der britische Premierminister Boris Johnson einen anderen Weg: Inlandsflüge sollen billiger werden. Die Politik scherte sich jahrzehntelang nicht darum, ob einzelne Verkehrsträger gut oder schlecht für das Klima sind. Doch plötzlich war es „hip“ einer gewissen Greta Thunberg eine Bühne zu geben und sich ihren Forderungen anzuschließen. So wurden plötzlich uralte Diesellokomotiven und Bahnstrom, der aus Kohlekraft stammt, grüngewaschen und die Luftfahrt zum Klimasündenbock degradiert. Zur Erinnerung: Vor ein paar Jahren waren Kreuzfahrtschiffe zum Umweltsündenbock abgestempelt worden und dazwischen traf es noch Diesel-Pkws. Wer redet noch über die beiden Themen? Gerade im Vereinigten Königreich gehört es unter privaten Eisenbahngesellschaften zum guten Ton mit Diesel-Traktionen unter Fahrdraht zu fahren. Der Bahnstrom ist schlichtweg zu teuer und übrigens in UK in der Herstellung auch nicht gerade emissionsarm. In Deutschland ist diese Situation nicht nennenswert anders, denn ein erheblicher Anteil der elektrischen Energie stammt aus Kohlekraft. Das hat zur Folge, dass die Politik am Bahnsteig keinen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß messen kann. Stammt der Strom aus Kernenergie, so gibt es tatsächlich kein Kohlenstoffdioxid, allerdings Abfall, der hochgefährlich ist und für den es auf Jahrtausende keine Lösung gibt. Ein Urlaub im Luftkurort Pripjat nahe Tschernobyl sollte hier in Sachen „Greenwashing“ die Augen öffnen. Steuern hoch ist keine Universallösung Dass die Luftfahrt Kohlenstoffdioxid verursacht, bestreitet niemand. Der private PKW ist in dieser Betrachtungsweise auch ein Klimakiller. Die Problematik liegt aber darin, dass







