Jan Gruber

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Jan Gruber

Österreich: Brunner will „Stopp-Corona“-App für Reisen einsetzen

Österreichs Luftfahrt-Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) schlägt vor, dass die „Stopp-Corona-App“ künftig als Test- und Impfnachweis für Passagiere verwendet werden sollte. Dazu müsste diese entsprechend erweitert werden. Flughafen Wien und Reisebüros begrüßen den Vorschlag. Zu Beginn der Corona-Pandemie wollte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die umstrittene App sogar verpflichtend machen. Personen, die kein Smartphone haben, sollten einen speziellen Schlüsselanhänger bekommen. Aufgrund erheblicher Bedenken der Opposition verschwanden die Überlegung und die Smartphone App schnell wieder in der Schublade. Diese „Stopp Corona“-Applikation spielt schon lange keine Rolle mehr und ist genauso zahn- und wirkungslos wie die so genannte „Corona-Ampel“. Letztere hat nicht einmal mehr Symbolik und irgendwelche Konsequenzen aus der jeweiligen Farbe haben sich ohnehin noch nie ergeben. Beide „Rohrkrepierer“ der Regierung haben aber viel Steuergeld gekostet. Flughafen Wien sieht Vorschlag positiv Nun versucht man also die fast überhaupt nicht genutzte „Stopp-Corona“-App doch noch irgendwie zur Nutzung zu bringen und überlegt diese im Reiseverkehr als Impf- und Testnachweis einzusetzen. Komplett durchdacht scheint dies wieder einmal nicht zu sein, da es ein nationaler Alleingang ist. Die IATA hat bereits ein internationales Modell entwickelt, das von verschiedenen Staaten bereits fix oder aber probeweise eingesetzt wird. Die Idee der IATA ist simpel: International eine einzige App verwenden und keinen nationalen Flickenteppich, der unweigerlich zu Problemen führen wird. Wenn Passagiere für jeden Staat eine eigene Applikation, die noch dazu jeweils anders zu bedienen ist, herunterladen müssen, ist damit zu rechnen, dass viele damit überfordert sein werden. Dennoch ist der Vorstoß von Magnus Brunner, der wohl noch einiges an

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Regierung schickt Air Namibia in die Liquidation

Die Fluggesellschaft Air Namibia ist am Ende. Der Flugbetrieb wurde am Donnerstag eingestellt und laut Regierung soll das Unternehmen, das rund 75 Jahre lang in der Luft war, liquidiert werden. Betroffene Passagiere sollen sich für mögliche Erstattungsansprüche bei der Airline melden. Das staatliche Luftfahrtunternehmen beschäftigt derzeit 636 Mitarbeiter, die eine Abfindung erhalten sollen. Die Aussichten auf neue Jobs sind allerdings angesichts der momentanen Coronakrise nicht gerade rosig. Am Donnerstag wollen Vertreter von Air Namibia, der Gewerkschaft und der Regierung zusammentreffen und weitere Details der Liquidation besprechen. Hintergrund der Schließung ist, dass die Fluggesellschaft Anfang des Monats vor dem Höchstgericht Namibias einer Klage des Leasinggebers Challengair unterlegen ist. Verhandelt wurde über ausstehende Leasingraten für eine Boeing 767-300ER. Die Forderungen gehen bis in das Jahr 1998 zurück. Letztlich einigte man sich darauf, dass eine Summe in der Höhe von 9,9 Millionen Euro in Raten bezahlt wird. Die erste Teilzahlung in der Höhe von fünf Millionen Euro ist am 18. Feber 2021 fällig. Jedenfalls ist die Regierung mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und da die staatliche Air Namibia ohnehin finanziell angeschlagen ist, entschied man sich für die Liquidation. Finanzminister Ipumbu Shiimi bezifferte den Kapitalbedarf mit rund 461,6 Millionen U.S.-Dollar. Diese Summe will man den Steuerzahlern nicht zumuten. Die Flotte von Air Nambia bestand zuletzt aus drei Airbus A319, zwei A330-200, vier Embraer 135 und einer inaktiven Boeing 737-500. Die Langstreckenjets werden von Castlelake geleast. Ein Airbus A319 wird von Deucalion Aviation Funds geleast. Die anderen Maschinen befinden sich im Eigentum der Fluggesellschaft.

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Adria Airways: Markenrechte für nur 33.000 Euro verkauft

Nach mehreren Anläufen ist des dem Insolvenzverwalter gelungen die Marke Adria Airways zu verkaufen. Der Erlös ist aber nicht sonderlich hoch, denn laut offizieller Mitteilung wurden nur 33.000 Euro eingenommen. Ziemlich wenig für ein einst stolzes Brand. Doch gerade der Ruf, den Adria Airways in den letzten Jahren der Existenz genossen hat, dürfte sich äußerst negativ auf den Kaufpreis der Markenrechte ausgewirkt haben. Der Pleite-Carrier und der mittlerweile in der Versenkung verschwundene deutsche Eigentümer sorgten regelmäßig für negative Schlagzeilen. Daher ist es auch gar nicht verwunderlich, dass der Insolvenzverwalter gleich mehrere Anläufe unternehmen musste, um einen Käufer für das Brand zu finden. Das Mindestgebot wurde wiederholt abgesenkt und nun schlug ein nicht näher genannter Bieter zum Preis von 33.000 Euro zu. Der zuletzt abermals reduzierte Rufpreis war 10.000 Euro. Vor der letzten Reduktion erhielt man übrigens überhaupt keine Gebote.

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Klagenfurt: Pattsituation zwischen öffentlicher Hand und Investor

Der Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens, Lilihill Group, wollte die Anteile aufstocken und befand sich dazu mit der Stadt Klagenfurt und dem Land Kärnten in Verhandlungen. Nun sollen diese zumindest vorläufig gescheitert sein, berichtet der Österreichische Rundfunk unter Berufung auf Verhandlerkreise. Offiziell bestätigen will die Berichterstattung des ORF (noch) niemand, allerdings gelten die Fronten zwischen öffentlicher Hand und dem privaten Investor bereits seit einiger Zeit als verhärtet. Lilihill kündigte vor etwa 1,5 Jahren große Investitionen, die auch den Neubau des Terminals vorgesehen haben, doch umgesetzt wurde nicht viel. Zwei in die Jahre gekommene Hangars wurden aus statischen Gründen dem Erdboden gleich gemacht und ein ehemaliger Laudamotion-Manager wurde für das Airline-Marketing angestellt. Bereits vor der Corona-Pandemie war in Klagenfurt nicht sonderlich viel los. Ganzjährig wurden nur die Ziele Köln/Bonn und Wien bedient. Temporär gab es immer wieder saisonale Linien- und Charterstrecken, doch ansonsten war es ruhig an Kärntens Flughafen. Die Krise führte nun dazu, dass der Airport erneut überhaupt keine regelmäßigen Flüge hat und abermals die Betriebszeiten, auf die beispielsweise die General Aviation angewiesen ist, stark ausgedünnt hat. Zukunft der Wien-Anbindung offen Die Rückkehr von Eurowings gilt als nicht gefährdet, jedoch sieht es im Fall der Austrian Airlines ein wenig anders aus. Die österreichische Lufthansa-Tochter wird mit Ende März 2021 den Betrieb des einzigen Turboprop-Musters, DHC Dash 8-400, beenden. Das kleinste Muster wird dann der Embraer 195 sein. Die Kosten für den Einsatz des Regionaljets auf dieser Ultrakurzstrecke liegen deutlich über jenen der Dash. Dass die Nachfrage auf Klagenfurt-Wien in den letzten

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Frankfurt: ANA legt Sonderflüge nach Nagoya auf

Die japanische Fluggesellschaft ANA wird im März 2021 zwei Rotationen zwischen Nagoya und Frankfurt am Main durchführen. Zielgruppe sind im Ausland arbeitende oder studierende Japaner, denn die Einreise- und Quarantänebestimmungen sind hart. Der Flug NH 1916 wird für den 14. und den 21. März 2021 angeboten. Zum Einsatz kommt dafür eine Boeing 777-300. Der Flug startet in Frankfurt um 18:00 Uhr und erreicht den Flughafen Chubu bei Nagoya um 13:30 Uhr des Folgetages. Weiters konnten für die Monate Februar und März 2021 zusätzliche Flüge aufgelegt werden. Das Angebot wird auf Flügen von Tokio nach Bangkok und Manila ausgebaut und um einzelne weitere Flugverbindungen vornehmlich in die Chubu-Region ergänzt. Zum Beispiel ab Los Angeles, San Francisco, Chicago – und eben aus Frankfurt.

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Jänner 2021: 86 Prozent weniger Reisende in Zürich

Der Flughafen Zürich-Kloten wurde im Jänner 2021 von 287.767 Passagieren genutzt. Damit verzeichnete der größte Airport der Schweiz im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat einen Rückgang von 86 Prozent. Die Anzahl der lokalen Fluggäste sank im Jänner 2021 um 84,5 Prozent auf 229.080 Reisende. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag bei 19,7 Prozent (-11.4 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr) und die Zahl der Umsteiger sank um 91,6 Prozent auf 56.342. Gezählt wurden auch um 73 Prozent weniger Flugbewegungen. Durchgeführt wurden 5.553 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Auslastung der Maschinen lag mit 79,4 Reisenden um 34,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Ladefaktor verschlechterte sich um 26,3 Prozentpunkte auf 45,6 Prozent. Insgesamt wurden am Flughafen Zürich im Jänner 23.685 Tonnen Fracht abgewickelt. Das entspricht einem Rückgang von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

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Delhi: Lufthansa setzt 103 Flugbegleiter vor die Tür

Die Lufthansa-Crew-Basis in der indischen Hauptstadt Delhi soll defacto geschlossen werden. Der Carrier wird die Verträge mit den meisten dort stationierten Flugbegleitern auflösen. Jene, die bleiben können, sollen Lohnkürzungen einwilligen. Der Kranich-Konzern erklärt dazu gegenüber Aviation Direct: „Aufgrund der schwerwiegenden finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie bleibt Lufthansa keine andere Wahl als die Fluggesellschaft umzustrukturieren. Dies umfasst personalbezogene Maßnahmen in Deutschland und Europa sowie in wichtigen internationalen Märkten wie Indien.“ Betroffen sind 103 Flugbegleiter, die über befristete Arbeitsverträge verfügen. Jene 32, die unbefristete Kontrakte in den Händen halten, sollen weiterhin beschäftigt werden. Allerdings will Lufthansa an der Lohnschraube drehen, um die Kosten weiter senken zu können. In einem Aviation Direct vorliegenden Rundschreiben schiebt man der Gewerkschaft die Schuld in die Schuhe. So habe man sich mit den Arbeitnehmervertretern darauf geeinigt, dass alle Flugbegleiter für zwei Jahre auf unbezahlten Urlaub geschickt werden, jedoch Lufthansa weiterhin die Sozialversicherungsbeiträge bezahlt hätte. Freiwillige Austritte hätte man mit Abfindungen „belohnt“. Gewerkschaft pochte auf Jobgarantie Die Gewerkschaft dürfte sich dabei aber nicht wirklich mit den Flugbegleitern abgesprochen haben, denn aus dem vorliegenden Rundschreiben geht weiters hervor, dass es Lufthansa „bedauert“, dass die „Gewerkschaft die geleistete Unterschrift am 31. Dezember 2020 zurückgezogen hat“. Anschließende Verhandlungen brachten kein Ziel, denn die Arbeitnehmervertreter pochten auf eine Beschäftigungsgarantie bis mindestens Ende 2024. Lufthansa geht in Indien wie Ryanair vor und setzt fast alle in Delhi stationierten Flugbegleiter vor die Tür. Für die Beschäftigten soll der unbezahlte Urlaub unannehmbar sein, denn während diesem gibt es kein Einkommen. Delhi ist nicht die einzige Crew-Base

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Nächste Panne: BER kämpft mit Temperaturproblemen

Der Flughafen Berlin-Brandenburg kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen heraus: Weil es in der Ende Oktober 2020 eröffneten Haupthalle des Terminals 1 zu kalt ist, wurde die Passagierabfertigung in die seitlichen Anbauten verlegt. Laut Betreibergesellschaft kann die Haupthalle zwar betreten werden, jedoch finden Check-In und Sicherheitskontrollen in den seitlichen Flügeln statt. Der Tagesspiegel berichtet, dass die Temperaturen in den anderen Bereichen zu niedrig sind. In den Anbauten könnte man für das Personal und die Passagiere angenehmere Temperaturen erreichen, so der BER. Hintergrund des kühlen Terminals: Bedingt dadurch, dass nur wenige Reisende ab dem Terminal 1 fliegen, heizt sich dieses nur schleppend auf. Dazu kommt, dass der sich im Keller befindliche Bahnhof kalte Luft in die Haupthalle befördert. An den Bahnsteigen wurden rund 12 Grad gemessen, nahe der Check-in-Schalter des Terminals 1 sollen es 18 Grad Celsius gewesen sein. In den als Pavillons bezeichneten Seitenflügeln will die Betreibergesellschaft am Mittwoch über 20 Grad gemessen haben. In Kürze wird der Betrieb der ehemaligen Schönefeld-Gebäude, die als Terminal 5 bezeichnet werden, eingestellt. Diese sollen für zumindest ein Jahr vom Netz genommen werden, wobei eine mögliche Wiedereröffnung noch ungewiss ist. Das sich neben dem T1 befindliche Terminal 2 ist zwar fertiggestellt, wurde jedoch mangels Passagieraufkommen bis dato nicht eröffnet.

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Air Berlin: Verfassungsrichter lehnen Flöther-Beschwerden ab

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat Beschwerden des Insolvenzverwalters der Air Berlin zurückgewiesen. Lucas Flöther wollte insgesamt acht Urteile des Bundesarbeitsgericht anfechten. Die Höchstrichter nahmen die Eingaben jedoch nicht an. Hintergrund ist, dass das Bundesarbeitsgericht in verschiedenen Fällen die Massenentlassung der Air-Berlin-Piloten für unwirksam erklärt hat. Die Fluggesellschaft bzw. der Insolvenzverwalter haben – so das Urteil – die gesetzlich notwendige Anzeige bei einer nichtzuständigen Bundesagentur für Arbeit getätigt. Weiters sollen essentiell notwendige Angaben gefehlt haben. Das Bundesarbeitsgericht kippte die Kündigungen. Dagegen zog Flöther in seiner Funktion als Insolvenzverwalter vor das Bundesverfassungsgericht, unterlag jedoch. Welche Auswirkungen die Entscheidung für die betroffenen Piloten hat, ist noch unklar. Es können sich durchaus finanzielle Ansprüche ergeben, da das Dienstverhältnis dejure nie beendet wurde. Allerdings ist im Fall Air Berlin Masseunzulänglichkeit angezeigt. Das könnte zur Folge haben, dass möglicherweise die Finanzmittel nicht ausreichen.

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Mallorcas Hoteliers drängen auf Sputnik V

Die Hoteliers auf der Balearen-Insel Mallorca blicken mit immer größerer Sorge auf die bevorstehende Sommersaison 2021. Die Impfungen gehen auch in Spanien nur sehr langsam voran, denn wie in der gesamten Europäischen Union mangelt es an Impfstoff. Das will man nun auf eigene Kosten beheben und das russische Sputnik V kaufen. Die Präsidenten der Hoteliersvereinigung FEHM, Maria Frontera, macht sich laut Mallorca Zeitung Sorgen, dass es den Betrieben gelingen wird bis zum Beginn der Sommersaison das Personal durchzuimpfen. Nun evaluiert man Alternativen, um das Ziel schneller erreichen zu können. Ins Auge hat man dabei den russischen Impfstoff Sputnik V gefasst. Dieser hat noch keine Zulassung in der Europäischen Union, doch beispielsweise drängt auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz darauf, dass dieser angeschafft wird und zum Einsatz kommt. Die Hotelbesitzer Mallorcas verweisen auf Mexiko, wo derzeit Verhandlungen mit der Regierung laufen, die zum Ziel haben sollen, dass die Hoteliers selbst Impfstoffe beschaffen und verimpfen lassen können. Nun fordert auch die Vereinigung auf Mallorca, dass der russische Impfstoff Sputnik V – nach Zulassung in Europa – auch privat für das Personal der touristischen Betriebe angeschafft werden kann. Die Regionalregierung solle in Madrid Druck machen. Die Touristik wäre auf eine möglichst gute Sommersaison angewiesen und könne sich finanziell nicht nochmals einen Ausfall leiten. Frontera meinte: „Wir können es uns nicht erlauben, dass man uns Ende des Sommers impft“. Finanziell würden sich die Hotelbesitzer an den Kosten beteiligen.

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