Jan Gruber

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Jan Gruber

Polen greift LOT mit 630 Millionen Euro unter die Flügel

Die polnische Regierung wird der staatlichen LOT kurzfristig 230 Millionen Euro bereitstellen. Das Geld soll über eine Kapitalerhöhung eingebracht werden. Lokale Medien berichten, dass ein Darlehen in der Höhe von 400 Millionen Euro in einem weiteren Schritt gewährt werden soll. Unterm Strich soll LOT noch vor dem Jahresende 630 Millionen Euro bekommen. Die Regierung gab bereits grünes Licht, jedoch steht die Zustimmung der EU-Kommission noch aus. Beim polnischen Star-Alliance-Mitglied ist die Anzahl der beförderten Passagiere stark eingebrochen. Coronabedingt werde man heuer maximal zwei Millionen Reisende haben. Im Vorjahr waren es noch 12 Millionen Passagiere.

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IAG will Kaufpreis für Air Europa erst in 2026 bezahlen

Die jeweiligen Aufsichtsräte der International Airlines Group und der Konzerntochter Iberia haben grünes Licht für die Übernahme des Mitbewerbers Air Europa gegeben. Der Kaufpreis beträgt nur noch 500 Millionen Euro und soll erst im Jahr 2026 bezahlt werden. Weiters will die IAG offensichtlich keinen Einfluss des Staats. So setzt man als Bedingung, dass die Sociedad Estatal de Participaciones Industriales keine Aufsichtsräte entsenden soll. Der aufgrund der Corona-Pandemie ins Leben gerufene Staatsfonds gewährt Air Europa ein Darlehen in der Höhe von 475 Millionen Euro. Ob sich die Regierung auf das späte Bezahlen des Kaufpreises einlassen wird und darüber hinaus auf Aufsichtsratssitze verzichten wird, bleibt abzuwarten.

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Russland startet elektronisches Visum

Ab 1. Jänner 2021 werden touristische Reisen in die Russische Föderation wesentlich einfacher, denn der bürokratische Gang zur Botschaft wird entfallen. Künftig wird es ein elektronisches Visum, das für 16 Tage gültig ist, geben. Dies wird bereits unter anderem für den Oblast Leningrad (St. Petersburg) praktiziert. Neu ist, dass das vereinfachte Verfahren für das komplette Staatsgebiet der Russischen Föderation gilt. Die Kosten für das elektronische Visum betragen 40 U.S.-Dollar und müssen im Zuge der Online-Antragsstellung entrichtet werden. „Die Kosten für den Antrag betragen rund 40 US-Dollar – es werden dafür keine Einladungen, Hotelreservierungen oder andere Dokumente, die den Zweck der Reise bestätigen, mehr benötigt“, erklärt ÖAMTC-Expertin Maria Renner. Für Reisen in die Türkei benötigen österreichische Reisende schon seit März 2020 hingegen kein Visum mehr. Es ist ein touristischer Aufenthalt von durchgehend maximal 90 Tagen möglich. Wer länger bleiben möchte, muss eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Die Mitführpflicht in Fahrzeugen wird dort außerdem erweitert um einen Reservereifen.

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November: 90,3 Prozent Rückgang in Deutschland

Im November 2020 ist das Passagieraufkommen in der Bundesrepublik Deutschland abermals stark gefallen. Der Branchenverband ADV sieht keine Aussicht auf Besserung. Lediglich 1.960.022 Fluggäste nutzten im November 2020 die deutschen Airports. Das sind weniger als zehn Prozent des Vorjahreswerts.   Das Cargo-Aufkommen steigt um +3,5% (an+ab) auf 441.784t. Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen geht um -68,7% zurück, das sind 50.560 Starts und Landungen. Der November im Blick – Corona-Pandemie hält Luftverkehr am Boden Der innerdeutsche Verkehr fällt um -91,0%. Der Europa-Verkehr geht um -89,6% zurück. Die Interkont-Verbindungen fallen um -91,8%. Die Luftverkehrsnachfrage an deutschen Flughäfen verharrt weiter bei weniger als 10% des Normalwertes. Der Luftverkehr ist in all seinen Kennzahlen weiter rückläufig: Sitzplatzangebote, Auslastung in den wenigen noch fliegenden Flugzeugen, Luftverkehrsnachfrage, Buchungszahlen … Dabei ist das Bedürfnis der Menschen länderübergreifend zu reisen, nach wie vor hoch. Doch Kontakt- und Reisebeschränkungen stehen dem entgegen. Die Branche setzt auf verbesserte Teststrategien. Der Winter stellt die Branche vor ungekannte Herausforderungen, viele Akteure sind existenziell bedroht. Von Januar bis November wurden an den deutschen Flughäfen 60,9 Mio. Passagiere (an+ab) gezählt (-73,6%). Der innerdeutsche Verkehr liegt mit -73,5% unter dem Vorjahresaufkommen. Der Europaverkehr nimmt um -73,1% ab. Der Interkontverkehr fällt um -76,2%. Die gewerblichen Flugbewegungen gehen um -57,8% zurück. Die Betrachtung der Verkehrszahlen macht keine Freude. Die Luftverkehrsnachfrage bleibt auf einem niedrigen Niveau. Für die Wochen bis Weihnachten sind keine größeren Veränderungen im Aufkommensniveau zu erwarten. Trotz vereinzelt positiver Buchungen in wenige touristische Destinationen, ist nur mit einem leicht erhöhten Aufkommen zu rechnen. Nur noch

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Eurowings widmet Special Livery den eigenen Mitarbeitern

Ab Feber 2021 wird Eurowings mit einer Special-Livery, die den Mitarbeitern gewidmet ist, in der Luft sein. Laut Mitteilung soll die den Einsatz der Piloten, Flugbegleiter und Bodenmitarbeiter hervorheben. Der Airbus A320 mit der Registrierung D-AIZS wird künftig symbolisch für „das beste Team der Welt“ werben. Für die Laudatio lässt Eurowings die D-AIZS höchstpersönlich sprechen: „Was mich antreibt?“, steht in riesigen Lettern auf dem Rumpf des Flugzeugs – und darunter: „Das beste Team der Welt.“ Die deutsche Airline sendet damit in zwei Sprachen – auf einer Seite deutsch, auf der anderen Seite englisch – ein weithin sichtbares Signal für Teamplay in Krisenzeiten. „Kaum eine andere Branche ist von der Pandemie so stark getroffen wie die Luftfahrt und der Tourismus. Ob Flugbegleiter, Piloten oder Mitarbeiter am Boden – sie alle können ihrem Job seit Monaten nicht in gewohnter Weise nachgehen. Dass Eurowings Gäste in diesem Jahr überhaupt abheben konnten, verdanken wir dem leidenschaftlichen Engagement und der hohen Flexibilität all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist ein bemerkenswerter Teamgeist, der uns bei Eurowings immer wieder antreibt und in schwieriger Zeit füreinander einstehen lässt. Deshalb sagen wir in einem außergewöhnlichen Jahr auch auf außergewöhnliche Weise Danke: Mit einem Teamflieger für die gesamte Mannschaft“, so Firmenchef Jens Bischof. Der „Eurowings Teamflieger“ soll im Rahmen eines Wartungsaufenthalts im Auftaktquartal 2021 seine zweisprachige Sonderlackierung erhalten und dann rollierend auf den Eurowings Basen in Düsseldorf, Köln/Bonn, Hamburg, Stuttgart, Mallorca, Wien, Salzburg und Pristina stationiert sein.

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Norwegian-Aktionäre segnen Rettungsplan ab

Das Management der finanziell angeschlagenen Fluggesellschaft Norwegian holte sich von ihren Aktionären die Zustimmung für weitere Finanzierungsmaßnahmen. Unter anderem sollen neuerlich Schulden in Eigenkapital umgewandelt werden. Auch soll durch die Ausgabe neuer Aktien frisches Geld in die klamme Kasse fließen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die außerordentliche Hauptversammlung digital abgehalten. Insgesamt standen 15 Vorschläge des Managements zur Abstimmung. Diese wurden laut ad-hoc-Mitteilung mit einer 80-prozentigen Mehrheit angenommen. Die Ausgabe neuer Aktien soll 377 Millionen Euro lukrieren. Insbesondere Rückstände für das Leasing von Flugzeugen, aber auch Finanzierungsdarlehen sollen in Eigenkapital umgewandelt werden. Bereits im Mai 2020 organisierte sich Norwegian Air Shuttle über die Emission neuer Aktien frisches Geld und bekam anschließend 382 Millionen Euro staatlich garantierter Kredite. Die Regierung lehnte die Aufstockung ab, weshalb die Situation für den Carrier nun angespannter denn je ist. Der Schuldenberg beläuft sich auf etwa 6,3 Milliarden Euro.

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Tuifly ist aus Basel, Paderborn und Köln/Bonn raus

Mit nur 17 Boeing 737-800 will die Ferienfluggesellschaft Tuifly in den Sommerflugplan 2021 starten. Ab Basel, Paderborn und Köln/Bonn wird der Carrier nicht mehr präsent sein. Auch die Langstreckenpläne liegen zumindest auf absehbare Zeit auf Eis. Bei Tuifly stehen etwa 900 Arbeitsplätze akut auf der Kippe, denn die Flotte soll um etwa 50 Prozent verkleinert werden. Eigentümer Tui rechnet längerfristig mit einer deutlich geringeren Nachfrage, weshalb man den hauseigenen Ferienflieger schrumpfen lässt. Da dem Reisekonzern wiederholt mit milliardenschwerer Staatshilfe unter die Arme gegriffen wurde, laufen Arbeitnehmervertreter gegen die Pläne Sturm. Tuifly wird im Sommer 2020 statt 39 Boeing 737-800 nur noch mit 17 Maschinen fliegen. Diese sollen in Hannover, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Stuttgart und München stationiert werden. Das Angebot besteht den aktuellen Planungen nach aus 14 Urlaubsdestinationen. Der Tour Operator Tui wird auch weiterhin Reisen ab Paderborn, Basel und Köln sowie ab anderen Airports anbieten, jedoch werden die Flüge nicht mehr von der hauseigenen Fluggesellschaft durchgeführt. Stattdessen werden Tickets und Kontingente bei anderen Anbietern eingekauft und in die Pauschalreisen eingeschlossen.

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No-Show-Klausel: AUA lenkte erst nach Ladung zur Gerichtsverhandlung ein

Austrian Airlines machte unter Hinweis auf eine umstrittene Klausel in dem Beförderungsbedingungen zwei Konsumenten eine Reise regelrecht zu einer Odysee, die letztlich sogar zu einer Klage des Vereins für Konsumenteninformation im Auftrag des Sozialministeriums führte. Es ging wieder mal um eine „No-Show-Klausel“, die in einigen europäischen Ländern gerichtlich untersagt ist. Austrian Airlines war der Meinung, dass ein Rückflug ersatzlos storniert werden kann, wenn die Passagiere den Hinflug nicht genutzt werden. Selbstredend wurden dann eine Ersatzbeförderung und die Entschädigung gemäß EU-VO 261/2004 verweigert. Dieses kundenfeindliche Verhalten entzürnte nicht nur die beiden Fluggäste, sondern auch das Sozialministerium und den VKI. Da die AUA nicht einlenkte wurde eine Klage eingereicht. Kaum hat die Lufthansa-Tochter die Ladung zum Prozesstermin in den Händen, wurde die Forderung vollständig erfüllt. Sprich: Die AUA hat bezahlt und damit den finanziellen Anspruch anerkannt, um eine Gerichtsverhandlung vermeiden zu können. Laut VKI war die Vorgeschichte wie folgt: Zwei Konsumenten hatten bei der AUA Flüge von Wien nach Split und retour gebucht. Den Hinflug hatten die Fluggäste infolge eines Staus verpasst. Daraufhin sind sie auf andere Weise nach Split gereist. Als sie am Tag der geplanten Rückreise zum Flughafen nach Split kamen, erfuhren sie, dass die AUA den Rückflug storniert hatte. Die Reisenden mussten bei einer anderen Fluglinie einen Flug buchen. Die Konsumenten wandten sich in der Folge hilfesuchend an den VKI. Zunächst versuchte der VKI außergerichtlich eine Lösung herbeizuführen. Die AUA aber lehnte jegliche Zahlung ab. Begründet wurde das damit, dass der Rückflug wegen Nichterscheinens der Verbraucher von der AUA

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Flixbus sagt Comeback kurzfristig ab

Der Fernbuslinienbetreiber wollte eigentlich in der Weihnachtszeit einen eingeschränkten Fahrbetrieb anbieten. Daraus wird nichts, denn das Unternehmen sagte aufgrund des deutschen Lockdowns das Comeback kurzfristig ab. Passagiere, die für den Zeitraum von 17. Dezember 2020 bis 11. Jänner 2021 eine Fahrkarte gekauft haben, sollen laut Flixbus kontaktiert werden und eine Erstattung erhalten. In einer Erklärung schreibt der Buslinienbetreiber, dass man die Entscheidung die Wiederaufnahme einiger Linien abzusagen „schweren Herzens“ getroffen habe. Man hofft nun auf ein Comeback im Jahr 2021.

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Helsinki bereitet 400-Millionen-Euro-Kredit für Finnair vor

Die finnische Regierung bereitet derzeit ein 400 Millionen Euro schweres Darlehen für das Oneworld-Mitglied Finnair vor. Dieses soll dem aufgrund der Coronakrise angeschlagenen Carrier unter die Flügel greifen. Die Cash-Reserven von Finnair sind bis zum dritten Quartal 2020 auf 725 Millionen Euro geschrumpft. „Finnair bereitet sich mit einer Reihe von Szenarien für den Wiederaufbau unseres Netzwerks auf das Jahr 2021 vor. Diese Einrichtung wird dazu beitragen, dass wir die Pandemieperiode überstehen können, unabhängig davon, welches Szenario realisiert wird. Wir sind mit einer starken Bilanz und Cash-Position in die Covid-19-Pandemie eingetreten. Jetzt wollen wir sicherstellen, dass wir diese außergewöhnliche Zeit überstehen und unsere Strategie, Asien und Europa zu verbinden und Finnair als moderne Premium-Fluggesellschaft weiterzuentwickeln, weiter umsetzen. Das Hybriddarlehen wäre eine wichtige Facette für die Gewährleistung unserer finanziellen Stabilität, wenn die Erholung des Flugverkehrs langsamer als erwartet verläuft. Wir haben im Jahr 2020 mehrere Finanzierungsvereinbarungen getroffen, um unsere Finanzen zu stärken und eine kosteneffiziente Kostenstruktur zu ermöglichen, und wir planen, diese Maßnahmen fortzusetzen“, erklärt Firmenchef Topi Manner.

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