Jan Gruber

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Jan Gruber

Bürgschaft: Schweden gewährt BRA 19,85 Millionen Euro

Die schwedische Regionalfluggesellschaft BRA erhielt nun doch eine staatliche Kreditgarantie bewilligt. Diese ging am 31. Dezember 2020 ein und umfasst umgerechnet etwa 19,85 Millionen Euro. Der Flugbetrieb musste im April 2020 aus finanziellen Gründen eingestellt werden. Schweden bürgt für 90 Prozent des gesamten Kreditvolumens. BRA erhält die Garantie aus dem gleichen Topf wie der Mitbewerber SAS. Der Carrier startete im Rahmen eines Insolvenzverfahrens nach schwedischem Recht eine umfangreiche Restrukturierung, die eigenen Angaben nach im September 2020 weitgehend abgeschlossen wurde. In diesem Zusammenhang haben 580 Beschäftigte ihre Jobs verloren. Der Neustart soll mit nur 20 Prozent des Personalstands erfolgen. Zunächst will man sechs bis sieben Routen innerhalb von Schweden bedienen. Der Restart ist noch für das erste Quartal 2021 angestrebt. BRA hat aber noch ein ganz anderes Problem am Hals, denn die Homebase könnte geschlossen werden. Der Flughafenbetreiber Swedavia strebt eine Schließung von Stockholm-Bromma an. Dieser wird von der Regionalfluggesellschaft genutzt und ist jener, der sich besonders nah am Zentrum befindet. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen.

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Swiss rechnet mit 50 Prozent Kapazität im Sommer 2021

Die Fluggesellschaft Swiss rechnet derzeit damit, dass im Sommer 2021 rund 50 Prozent der Kapazität des Jahres 2019 angeboten werden kann. Entscheidend ist aber auch die “Wiederaufnahme der interkontinentalen Verbindungen, vor allem derjenigen in die USA”, erklärte Verwaltungsratspräsident Reto Francioni gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung. Swiss werde im März 2021 entscheiden, ob das aktuelle Modell adjustiert werden muss. Dann könne man abschätzen wie die Buchungslage für den Sommer 2021 ausfallen wird. “Sollte sich die Lage wider Erwarten nicht merklich verbessern, würden auch wir nicht um Entlassungen herumkommen. Wir sind aber zuversichtlich, dass bis dann statt Einreisebeschränkungen und Quarantäneregelungen Schnelltests und Impfungen den Reisenden wieder Sicherheit geben werden”, so Francioni gegenüber der NZZ. “Wir schätzen, dass es bis 2024 dauern wird. Das Verkehrsaufkommen wird dann voraussichtlich immer noch niedriger sein als vor der Pandemie. Aber dieses Virus ist unberechenbar; wir müssen sozusagen auf Sicht fliegen.” Aktuell plant die Lufthansa-Tochter innerhalb von zwei Jahren den Personalstand um 1.000 Mitarbeiter zu reduzieren. Laut dem Verwaltungsratspräsidenten soll dies überwiegend über Einstellungsstopp, Fluktuation, Frühpensionierungen und Teilzeitarbeit bewerkstelligt werden. Gegenüber der NZZ gibt sich Francioni zuversichtlich: “Die Leistung der Mitarbeitenden in den letzten Monaten war ausserordentlich. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass es uns gelingen wird, nicht nur diese Krise gut zu überstehen, sondern auch eine starke Rolle in der ‘neuen Normalität’ zu spielen. Eine Impfpflicht für Passagiere hingegen ist “für die Swiss gegenwärtig kein Thema”. Dies könnte aber indirekt über Einreisebestimmungen, die seitens der jeweiligen Regierung erlassen werden könnten, kommen. “In einer Übergangsphase wären für

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Corsair mit neuen Eigentümer und neuem Führungsteam

Die französische Fluggesellschaft Corsair International wechselte mit Jahresende 2020 die Besitzer. Die deutsche Intro Aviation und Tui sind damit nicht mehr an Bord. Neuer Eigentümer ist ein Konsortium von Investoren aus Französisch-Guinea und Reunion. Gleichzeitig änderte sich auch das Führungsteam. CEO bleibt Pascal de Izaguirre, dem Éric Kourry, Patrick Vial-Collet, Dominique Perben, Denis Lesueur, Martine Haas, Albane Leluan, Chantal Le Metayer und Angélique Chaulet als erweiterte Unternehmensleitung zur Seite gestellt sind. Der französische Staat sowie die Investoren werden Corsair rekapitalisieren. Tui beteiligt sich – im Gegensatz zum bisherigen Mehrheitseigentümer Intro Aviation – mit einem Zuschuss in der Höhe von 126 Millionen Euro. Frankreich steuert 141 Millionen Euro bei und seitens der neuen Eigentümer kommen 30 Millionen Euro in die Corsair-Kasse.

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Dezember: Wizz Air konnte leicht zulegen

Der Billigflieger Wizz Air konnte – im Gegensatz zum Mitbewerber Ryanair – im Dezember 2020 vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Der Carrier beförderte 665.722 Passagiere bei einer Auslastung von 56,10 Prozent. Im November 2020 hatte man gruppenweit 456.487 Fluggäste an Bord. Allerdings war der Ladefaktor mit 68,2 Prozent höher. Über das gesamte Jahr 2020 flogen 16.669.124 mit WIzz Air. Der Rückgang – im direkten Vergleich mit 2019 – beträgt daher rund 58,12 Prozent. Mitte Jänner 2021 wird der neue Ableger Wizz Air Abu Dhabi an den Start gehen. Geplant sind auch Flüge nach Europa, unter anderem nach Athen und Thessaloniki. Wizz-Air-Fluggastzahlen: Wizz-Air-Auslastung:

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Ryanair: Allenfalls eine halbe Million Passagiere im Feber und März 2021

Der irische Billigflieger Ryanair kürzt aufgrund der Coronapandemie den Flugplan weiter zusammen. Besonders stark wirkt sich das in Irland und dem Vereinigten Königreich aus, denn dort wird das Angebot defacto komplett eingestellt. Die Änderungen sollen mit 21. Jänner 2021 umgesetzt werden. Der Carrier begründet den Schritt mit den zum Teil enorm scharfen Einreise- und Quarantänebestimmungen, die sich negativ auf die Nachfrage auswirken. Einen Zeithorizont für die Wiederaufnahme jener Routen, die nun pausiert werden sollte, nannte das Unternehmen nicht. Die Maßnahme solle solange andauern bis die Bestimmungen wieder gelockert oder aufgehoben werden. Ryanair rechnet im Jänner 2021 mit etwa 1,25 Millionen Passagieren. Für Feber und März 2021 ist die Prognose finster. Allenfalls eine halbe Million Reisende werde man haben, so das Unternehmen.

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Dezember: Nochmals weniger Passagiere bei Ryanair

Die irische Ryanair Group, der auch Buzz, Lauda Europe, Malta Air und Ryanair UK angehören, beförderte im Dezember 2020 rund 1,9 Millionen Passagiere. Im Schlussmonat des Jahres 2019 hatte man 11,2 Millionen Fluggäste. Im Gesamtjahr 2020 flogen 52,37 Millionen Reisende mit der Ryanair Group. Im direkten Vergleich mit 2019 hatte man um 65,61 Prozent weniger Passagiere an Bord. Ging es bei Ryanair im Juli und August 2020 zunächst bergauf, so sinken seit September 2020 die Zahlen deutlich. Das Weihnachtsgeschäft dürfte also keinen nennenswerten positiven Impact gehabt haben.

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Corona: Swissport startet „Spucktests“ in Zürich

Der Bodenabfertiger Swissport steigt am Flughafen Zürich-Kloten in das Geschäft mit Coronatests ein. Über die Tochtergesellschaft Checkport bietet man nun Selbsttests an, die binnen fünf Stunden ein Ergebnis liefern sollen. Dabei kooperiert der Konzern mit Ender Diagnostics und Swiss Analysis AG. Neu ist, dass kein PCR-Abstrich aus dem Rachenraum genommen wird, sondern ein so genannter “Spucktest” angeboten wird. Diese werden vor Ort als Selbsttestkits verkauft und von den Passagieren ohne medizinisches Personal in Testboxen, die nach jedem Kunden gereinigt werden, durchgeführt. Viermal täglich werden die Proben mittels Kurier in ein Labor der Swiss Analysis AG gebracht. Das Ergebnis soll innerhalb von fünf Stunden feststehen. Tests, die nach 17 Uhr erfolgen, werden am nächsten Morgen früh verarbeitet. Die Kunden werden per Mail über ihr Test-Resultat informiert. Aktuell kann man sich täglich zwischen 06:00 und 20:00 Uhr ohne Voranmeldung testen lassen. Das Testcenter am Flughafen befindet sich im ehemaligen Ausweisbüro im Check-in 2, Geschoss 1. Die Tests sind für Personen, die keine Symptome zeigen und einen Test für Reise- oder Teilnahmezwecke benötigen. Insbesondere für Flugpassagiere, da einzig der PCR-Test für die Einreise in Länder, die einen Covid-19-Test verlangen, von den zuständigen Behörden zugelassen ist. Die Kosten belaufen sich auf 195 Schweizer Franken. Bereits Anfang Dezember ist Amavita Apotheken ins Testcenter am Flughafen eingezogen. Sie bietet täglich Coronaschnelltests für Personen mit Covid-19-Symptomen (nicht zugelassen für Reisen) gegen telefonische Voranmeldung (058 878 25 60) an. Das Angebot des Airport Medical Centers, das PCR-Tests und Antikörpertest IgG umfasst, bleibt weiterhin bestehen.

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Malta Air und Lauda Europe residieren in neuer Zentrale

Die beiden maltesischen Ryanair-Töchter Lauda Europe und Malta Air haben ein neues Verwaltungsgebäude bezogen. Gleichzeitig wurde auch der jeweilige Firmensitz von Birkirkara nach Pietà verlegt. Die beiden Luftfahrtunternehmen teilen sich nun die dritte Etage in einem frisch sanierten Gebäude mit Ausblick auf den Yachthafen von Pietà. Bislang residierten Lauda Europe und Malta Air in einem erst vor wenigen Jahren errichteten Bürokomplex in einem Wohngebiet der Gemeinde Birkirkara. Chief Executive Officer beider maltesischen Ryanair-Töchter ist David O’Brien, der auch als Geschäftsführer der sich in Abwicklung befindlichen Laudamotion fungiert. Weiters ist der Manager Chief Commercial Officer bei Ryanair. Die Firmenzentrale von Lauda Europe und Malta befindet sich nun an folgender Adresse im dritten Stock: 190 Triq Marina, Pietà PTA9041, Malta.

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Luqa: Malta Air setzt 40 Flugbegleiter vor die Tür

Die Ryanair-Tochter Malta Air baut an ihrer Homebase Luqa 40 Flugbegleiter ab. Dies wird damit begründet, dass mit der Gewerkschaft keine Vereinbarung, die Lohnkürzungen über einen Zeitraum von vier Jahren haben sollte, abgeschlossen werden konnte. Malta Air drohte wiederholt mit dem Abbau von 20 Piloten- und 40 Flugbegleiterstellen, falls die Arbeitnehmervertreter die Paycuts nicht akzeptieren sollten. Ein wenig erinnert die Vorgehensweise an das Schicksal, das die Lauda-Belegschaft in Stuttgart, Düsseldorf, Palma de Mallorca und Wien hatte. Entweder weniger Geld wird akzeptiert oder eine gewisse Anzahl von Mitarbeitern muss gehen bzw. gleich die gesamte Basis wird geschlossen – so geschehen in Düsseldorf und Stuttgart. Malta Air schreibt in einem internen Schreiben an die Belegschaft in Luqa, dass man eine Mindestzahlung garantiert habe. Man würde nur rund zehn Prozent des Flugbetriebs durchführen, habe jedoch die Kosten für 100 Prozent der Piloten und Flugbegleiter. Die maltesische Basis hat 179 Mitarbeiter – von etwa einem Fünftel trennte sich die Ryanair-Tochter nun. „Ohne diese Notfalltarifvereinbarung, die bereits mit den Malta Air-Piloten vereinbart wurde, kann der Verlust von Arbeitsplätzen beim Kabinenpersonal leider nicht mehr vermieden werden. Als direkte Folge des Versäumnisses der GWU Gewerkschaft die Vereinbarung mit Malta Air einzuhalten, werden 40 Entlassungen von Kabinenpersonal durchgeführt”, ist im Rundschreiben zu lesen. Die Worte erinnern stark an die Vorgehensweise der Konzernschwester Laudamotion in Wien, Düsseldorf und Stuttgart. Die Gewerkschaft GWU sieht die Sache gänzlich anders. Gegenüber der Tageszeitung “Times of Malta” erklärte Generalsekretär Josef Bugeja: “Malta Air wollte, dass der Tarifvertrag ab Juni 2020 rückwirkend ist, was

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